WhatsApp fürs iPhone: Über diese Sicherheitslücke müsst ihr Bescheid wissen

Holger Eilhard

Erst Anfang Februar hatte Facebook für seine Nachrichten-App WhatsApp ein neues Sicherheitsfeature für iPhone-Nutzer eingeführt. Wie sich nun herausstellt, ist diese Funktion nicht so sicher, wie eigentlich erwartet.

WhatsApp fürs iPhone: Über diese Sicherheitslücke müsst ihr Bescheid wissen
Bildquelle: GIGA.

WhatsApp für iPhone: Sperre mittels Face ID oder Touch ID kann einfach umgangen werden

Seit Version 2.19.20 verfügt WhatsApp für iOS über die Möglichkeit, die App mit Hilfe von Face ID beziehungsweise Touch ID gegen interessierte Blicke schützen zu können. Der Schutz, der in der App unter Einstellungen > Account > Datenschutz > Bildschirmsperre zu finden ist, hat – wie sich nun herausstellte … aber einen Haken. Wie ein Reddit-Nutzer (via 9to5Mac) beschreibt, tritt der Fehler dann auf, wenn nach der Aktivierung des Schutzes eine andere Auswahl als „Sofort“ ausgewählt wurde.

Hat man etwa aus Bequemlichkeit eine der zeitverzögerten Optionen gewählt, kann man den WhatsApp-Schutz mit wenigen Schritten umgehen. Hierzu nutzt man das in iOS integrierte „Share Sheet“ (Teilen-Menü), welches etwa das Teilen von Bildern in Apples Fotos-App erlaubt.

Nach der Auswahl eines Fotos reicht ein Tippser auf diese Option zum Teilen mit anderen Apps. Hier wählt man dann WhatsApp aus. Möglicherweise erscheint ein Dialog, der zum Entsperren mit dem Gesicht oder dem Finger aufruft. Diesen kann man allerdings einfach wegdrücken und ignorieren. Wählt man danach gegebenenfalls erneut WhatsApp aus, entfällt die zuvor noch notwendige Authentifikation, wie man anhand der nun sichtbaren Liste der letzten WhatsApp-Chats erkennen kann. Das in unserem Beispiel ausgewählte Foto muss dazu nicht geteilt werden.

An diesem Punkt ist WhatsApp an sich aber nicht länger geschützt. Die App kann ganz normal geöffnet werden, als wäre die Bildschirmsperre niemals aktiv gewesen.

Hier ein hilfreicher WhatsApp-Tipp, den ihr vielleicht noch nicht kennt:

WhatsApp: Sprachnachrichten einfacher verschicken.

WhatsApp-Lücke: Facebook verspricht Besserung

Wie Reuters berichtet, ist Facebook die Sicherheitslücke bereits bekannt. Man arbeite an einem Update, das in kurzer Zeit verfügbar sein soll, so ein Sprecher des Unternehmens.

Wer bis dahin WhatsApp und die darin gespeicherten Chats, Bilder, etc. mit Hilfe der Bildschirmsperre schützen will, muss in den Optionen den sofortigen Schutz ohne Zeitverzögerung wählen.

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