WhatsApp: Laut Studie erstmals beliebter als Facebook

Frank Ritter 11

Neuigkeiten aus der bunten Welt der Messenger-Apps. Eine neue Untersuchung hat ergeben, dass WhatsApp einen weiteren Meilenstein erreicht hat: Im Bereich der mobilen Kommunikation ist der Dienst mittlerweile beliebter als Facebook. Zumindest, wenn man nur auf bestimmte Länder schaut.

WhatsApp: Laut Studie erstmals beliebter als Facebook

Die Marktforscher von OnDevice Research haben in fünf Ländern – namentlich den USA, Brasilien, Südafrika, Indonesien und China die Nutzung mobiler Messenger überprüft. Dabei wurden die Befragungen von insgesamt 3.759 Nutzern mit Android- und iOS-basierten Smartphones im Zeitraum zwischen dem 25. Oktober und dem 10. November dieses Jahres ausgewertet. Und auch wenn diese Datenbasis nicht unbedingt repräsentativ genannt werden kann – so wurde zum Beispiel in keinem europäischen Land geforscht, Hangouts und ChatON tauchten nicht in der Untersuchung auf, auch Nutzer von Windows Phone-basierten Geräten wurden nicht gefragt – ist das Ergebnis doch Aufsehen erregend. Oder, aus Sicht von Facebook, alarmierend.

whatsapp vs. facebook

So gaben 44 % der Befragten an, dass sie in der vergangenen Woche mindestens einmal WhatsApp verwendet hätten. Die Nutzung von Facebook als Messenger meldeten nur 35 % an. Die in China traditionell vielgenutzte App WeChat landete mit 28 % auf Rang drei, dahinter abgeschlagen Twitter (19 %), BlackBerry Messenger/BBM (17 %) und Skype (16 %).

messaging apps weltweit

Die Studie zeigte aber auch zum wiederholten Male, dass der Markt für Messenger in erheblichem Ausmaß abhängig ist von Ländergrenzen. So ist die Verbreitung von BBM in Indonesien (37 %) und Südafrika (34 %) erheblich stärker als im Durchschnitt, in China benutzen gar 94 % der Smartphone-Nutzer WeChat, eine App, die in anderen Ländern kaum eine Rolle spielt.

whatsapp vs. facebook: altersgruppen in den USA

Facebook führt nur noch in den USA den Markt an, dort allerdings holt WhatsApp ebenfalls auf – in der Gruppe der 16- bis 24-jährigen ist der Messenger mit der grünen Sprechblase mit 37 % gegenüber 40 % schon sehr nahe an Facebook herangerückt.

Auch gemessen wurde die Relevanz der Social Messenger insgesamt. Dabei kam heraus, dass Messenger-Apps mittlerweile die dominante Form der Kommunikation zwischen Smartphone-Nutzern weltweit ist. Zum Vergleich: 86 % aller Nutzer nutzen ihr Handy für Messenger-Dienste, 75 % für SMS, 73 % für Anrufe und 60 % für E-Mail.

Hier die komplette Präsentation mit den wichtigsten Resultaten der Untersuchung:

Freilich sind diese Daten aufgrund der eher kleinen Datenbasis eher mit Vorsicht zu genießen. Allerdings zeigen sie doch Trends auf: Die länderbasierte Fragmentierung der Messenger-Dienste, das Problem von Facebook bei jüngeren Nutzergruppen und der anhaltende globale Siegeszug vom WhatsApp Messenger, der vor allem auch diversen europäischen Ländern stark ist, die in der Untersuchung gar nicht bedacht wurden.

Glaubt ihr, in einem Jahr wird die globale Messenger-Landschaft anders aussehen? Setzt WhatsApp seinen Siegeszug fort und kann Google mit Hangouts noch einen Fuß in die Tür bekommen? Meinungen in die Kommentare.

Quelle/Folien: OnDevice Research [via phoneArena]

► Tipp: Mit der WhatsApp-Prepaid-SIM immer WhatsAppen – auch ohne Guthaben

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