WhatsApp: Mehr Nutzer als Twitter, mehr Nachrichten als Facebook

Lukas Funk 6

Der Kurznachrichtendienst WhatsApp ist weiterhin auf dem Vormarsch. Im Rahmen der Konferenz D: Dive Into Mobile verkündete CEO Jan Koum, dass man inzwischen mehr Nutzer besitze als die Microblogging-Plattform Twitter und mehr Nachrichten verarbeite als Facebook. Auch die Einführung einer jährlichen Gebühr auf allen Plattformen habe dem Erfolg nicht geschadet.

WhatsApp: Mehr Nutzer als Twitter, mehr Nachrichten als Facebook

Der plattformübergreifende Instant Messenger WhatsApp wird dank seiner Popularität und Einfachheit, nicht zu Unrecht, häufig als Ablösung der klassischen SMS bezeichnet. Auf der Konferenz D: Dive Into Mobile, einem jährlichen Event des Onlinemagazins All Things D, untermauterte WhatsApp-CEO Jan Koum diesen Trend mit mehr oder weniger griffigen Zahlen: Die eigene Nutzerbasis des Dienstes übersteige jene von Twitter, welche der Dienst selbst mit 200 Millionen pro Monat datiert. Die WhatsApp-Nutzer versendeten pro Tag etwa 18 Milliarden Nachrichten, so Koum weiter; fast doppelt so viele wie Facebooks 10 Milliarden.

Kommen diese Zahlen recht eindrucksvoll daher, so sollte man sie dennoch kritisch betrachten: Auch wenn Facebook derzeit massiv auf den Markt für Kurznachrichtendieste drängt, so liegt das Hauptaugenmerk doch auf dem Teilen von mehr oder weniger sinnvollen Inhalten, während Twitters Nachrichten nicht nur von registrierten Nutzern, sondern öffentlich gelesen werden können.

Beiden Netzwerken habe man voraus, dass man auch in Zukunft komplett werbefrei bleiben wolle. Dass man dazu das jahresbasierte Bezahlsystem auf allen Plattformen eingeführt hat, obwohl iPhone-Nutzer ursprünglich nur einmalig zahlen mussten, sei den Nutzerzahlen indes nicht abträglich.

Zuletzt betonte Koum erneut, dass WhatsApp nicht in Übernahmegespräche verwickelt sei. Statt sich in einen großen Konzern einzugliedern, wolle man selbst ein ertragreiches, unabhängiges Unternehmen aufbauen.

Nutzt ihr WhatsApp? Falls ja, öfter als Twitter oder Facebook? Wo seht ihr jeweils die Vorteile? Ab in die Kommentare mit eurer Meinung.

Quelle: All Things D [via The Verge]

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