WhatsApp: Messenger löst Facebook als beliebteste App in Deutschland ab

Frank Ritter 5

The Times They Are A-Changin‘, sang Bob Dylan, und das trifft gerade auch auf die bundesdeutschen Realitäten zu. Nein, wir reden nicht über Politik, denn da wird ja aller Wahrscheinlichkeit nach alles beim Alten bleiben. Gemeint sind die Smartphones der Deutschen, genauer: die darauf installierten Apps. Denn eine wichtige Wachablösung hat stattgefunden: Nicht mehr Facebook, sondern WhatsApp ist der Deutschen liebste Mobil-Anwendung.

WhatsApp: Messenger löst Facebook als beliebteste App in Deutschland ab

Laut Statistikdienst Statista und dem Netzökonomie-Blog von Focus Online war WhatsApp im Juli und August 2013 auf 19,68 Millionen Smartphones in Deutschland installiert, Facebook nur auf 18,48. Noch im März und April lag Facebook mit 17,04 gegenüber 16,44 Millionen App-Installationen gegenüber WhatsApp leicht in Führung. Das bedeutet nicht nur, dass WhatsApp Facebook nun überrundet hat, sondern auch, dass der Messenger in den vergangenen vier Monaten eine dramatische Steigerung der Nutzerzahl um 20 Prozent erreicht hat. Natürlich konnte auch Facebook seine App-Nutzerzahlen steigern – das allerdings nur um etwa 8,5 Prozent.

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Auf Platz 3 mit 10,68 Millionen App-Installationen landet in der Statistik die YouTube-App von Google, dahinter mit lediglich 2,28 Millionen Nutzern und sinkenden Benutzerzahlen Twitter.

Wir finden das kurios. WhatsApp ist zwar ein in Sachen Funktionen passabler Messenger – zuletzt hat uns beispielsweise dessen neues Walkie-Talkie-Feature durchaus begeistern können. Anderseits ist WhatsApp in Funktionalität auch erstaunlich unflexibel, denn ein Nutzerkonto ist und bleibt an eine Handynummer gebunden, man kann weder vom Rechner aus „whatsappen“ noch denselben Account auf einem zweiten Gerät nutzen. Nimmt man die Tatsache hinzu, dass WhatsApp im letzten Jahr von einigen Datenschutzskandalen gebeutelt wurde und mit Facebook der direkte Konkurrent auf dem deutschen App-Thron nahezu die gesamte WhatsApp-Funktionalität, abzüglich der genannten Schwächen, beinhaltet, ist dieser Erfolg schon erstaunlich.

Facebook ist weltweit verbreitet, WhatsApp aber einer anderen Statistik zufolge nur in einigen Ländern: vor allem in Deutschland (Auf 91 Prozent aller Smartphones installiert), Spanien (99 Prozent) und den meisten Ländern in Lateinamerika. In anderen Ländern ist WhatsApp hingegen praktisch nicht vertreten oder teilt sich den Markt mit Wettbewerbern – so ist die App nur auf 9 Prozent aller US-amerikanischen, 8 Prozent aller japanischen und 3 Prozent aller südkoreanischen Smartphones installiert. In Japan ist hingegen der anderswo beinahe unbekannte Line Messenger sehr beliebt, in Südkorea KakaoTalk.

Wie gefällt euch WhatsApp? Und glaubt ihr, dass es in absehbarer Zeit wieder eine Wachablösung geben kann, sei es durch Facebook oder eine andere App? Eure Meinung in die Kommentare.

WhatsApp Messenger
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Statistik und Daten: Focus Online [via Giga]

► Tipp: Mit der WhatsApp-Prepaid-SIM immer WhatsAppen – auch ohne Guthaben

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