WhatsApp wegen Datenaustausch mit Facebook verklagt

Philipp Gombert 1

WhatsApp hat eine Klage am Hals: Verbraucherschützer gehen gegen die versuchte Weitergabe von Daten an Facebook vor.

WhatsApp: Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.

Mit dem Kauf von WhatsApp durch Facebook war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich der Mutterkonzern die Nutzerdaten des Messengers zu Nutzen machen würde. Im August 2016 war es dann so weit: WhatsApp änderte seine Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen und räumte sich dabei die Rechte zur Weitergabe von Telefonnummern an Facebook ein. Dieser Übermittlung konnten Nutzer nicht widersprechen, sondern nur der Verwendung besagter Daten für Werbezwecke. Zudem sollten Informationen zur Nutzungsdauer des Messengers an Facebook weitergegeben werden, um so Werbeanzeigen und Freundesvorschläge zu optimieren. Nachdem es zu Protesten von Datenschützern kam, wurde der Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook in Europa zunächst ausgesetzt.

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Widerrechtliche Sammlung und Speicherung von Daten

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Trotzdem hat der Verbraucherzentrale Bundesverband nun vor dem Landgericht Berlin Klage gegen WhatsApp eingereicht. Grundlage des Vorgehens sei die widerrechtliche Sammlung und Speicherung von Daten, die das Unternehmen anschließend an Facebook weitergebe. „Jeder Verbraucher muss selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten bestimmen können“, so Klaus Müller – Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands.

Zum Zeitpunkt des Kaufs von WhatsApp durch Facebook im Oktober 2014 versicherte das soziale Netzwerk den Wettbewerbsbehörden, die Daten würden getrennt bleiben. WhatsApp sollte auch weiterhin eigenständig und unabhängig von Facebook arbeiten. Nach wie vor habe Facebook zudem keinen Zugriff auf die Inhalte von WhatsApp-Nachrichten. Im vergangenen Jahr integrierte WhatsApp eine Ende-zu-Ende-Verschlüsslung für sämtliche Chats.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband via Golem

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