„Instant Messaging verboten“: Kein WhatsApp und Co. im Handy-Vertrag?

Martin Maciej 1

Die Mobilfunkanbieter überschlagen sich mit neuen Angeboten und Tarifen und versuchen regelmäßig neue Kunden mit sinkenden Preisen und steigender Leistung zu locken. Wer sich das „Kleingedruckte“ in Handy-Verträgen durchliest, findet häufig jedoch eine Passage, die für Verwirrung sorgt.

„Instant Messaging verboten“: Kein WhatsApp und Co. im Handy-Vertrag?

So heißt es regelmäßig „Instant Messaging sind ausgeschlossen“. Heißt das etwa, dass man kein WhatsApp, Skype und Co. mit dem Smartphone-Tarif verwenden darf?

„Instant Messaging“ ausgeschlossen: Darf man WhatsApp nutzen?

Neben dem Ausschluss von Instant Messaging finden sich hier häufig weitere Einschränkungen, z. B.:

  • P2P
  • VPN
  • VoIP
  • Business-Software

Insbesondere das Verbot von der Nutzung von Peer2Peer-Diensten innerhalb des Mobilfunkvertrags ist nachzuvollziehen, schließlich werden hierdurch in der Regel enorme Datenmengen durch das Netz gepumpt. Der Ausschluss von VoIP und Instant Messaging lässt allerdings vermuten, dass man hier nicht den Transfer übertrieben großer Datenmengen unterdrücken möchte, sondern die Konkurrenz für SMS und MMS aus dem Vertrag ausschließen will.

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Die wichtigsten Chat-Abkürzungen für WhatsApp und Co.

„Instant Messaging“ ausgeschlossen: Was bedeutet das?

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Laut Die Welt handelt es sich bei diesen Fußnoten um „Formulierungen“ die seit Jahren in den Verträgen stehen und über die Jahre wenn überhaupt nur marginal abgeändert worden seien. Nutzt man Skype und Co. innerhalb dieser Smartphone-Verträge, liegt dennoch ein Verstoß gegen die AGB des Anbieters vor. Als Folge könnt euch blühen, dass ihr z. B. vom Vertrag ausgeschlossen werdet. Allerdings lässt sich nur schwer überprüfen, welche Apps, bzw. Dienste tatsächlich mit dem Smartphone über die Internetverbindung genutzt werden.

Anbieter, wie Congstar, äußern sich selbst nur schwammig zu den Vertragspassagen, die das Instant Messaging im Smartphone-Vertrag unterbinden wollen. So heißt es, das „Instant Messenger nicht Gegenstand des Vertrags“ sind, eine „generelle Sperre von IM-Diensten“ aber nicht vorliegt, so dass eine „Nutzung einwandfrei möglich“ sei.

Bei Support-Anfragen bei anderen Anbietern heißt es, dass der Anbieter lediglich keine Apps für Instant Messaging auf dem zum Vertrag gehörenden Smartphone bereitstellt – einer Nutzung stehe hingegen nichts im Wege.

Theoretisch liegt es den Mobilfunk-Anbietern also in der Hand, die Nutzung von WhatsApp und Co. durch den Handy-Vertrag zu sperren. Wer sich allerdings ein Meinungsbild bei Google und Co. macht, findet stets denselben Tenor vor. So beschwert sich bislang noch kein Smartphone-Kunde darüber, dass sein Mobilfunkvertrag gesperrt wurde, bzw. ihm Mehrkosten auf der Rechnung berechnet wurden, die auf die Nutzung von Instant Messaging trotz Ausschluss im Mobilfunk-Vertrags, zurückzuführen sind.

Artikelbild via ShutterStock

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