WhatsApp ist auf fast jedem Smartphone zu finden. Über die App können Nachrichten, Fotos und Bilder schnell und einfach versendet werden. Natürlich möchte man nicht, dass sensible Inhalte in fremde Finger geraten. Besonders die Web-Variante ist immer wieder anfällig für Sicherheitslücken. Doch woran kann man erkennen, ob man selbst bei WhatsApp gehackt wurde?

 
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Ob über den Empfang einer kompromittierten Datei oder einen fremden Zugriff auf das eigene Smartphone: Die Wege, sich Zugang zu einem WhatsApp-Konto zu verschaffen, sind vielfältig. Aufmerksame Nutzer können sich leicht schützen und schnell erkennen, ob das WhatsApp-Konto gehackt wurde.

Wurde mein Konto bei WhatsApp gehackt?

Im Frühjahr 2016 führte WhatsApp die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein. Diese stellt sicher, dass Nachrichten beim Versand verschlüsselt und erst beim Eingehen am Empfängergerät entschlüsselt werden. Ein Abfangen von privaten Nachrichten wird so nahezu unmöglich gemacht. Doch eine Schwachstelle, die zum Mitlesen von WhatsApp-Nachrichten einlädt, gibt es noch: WhatsApp-Web, die Browser-Version des Messengers.

Ist euer WhatsApp mit der Web-Version verknüpft, kann man Nachrichten in der App und im Browser lesen. (Bildquelle: GIGA)

Ist man hier mit dem Account eingeloggt, erscheinen alle Nachrichten gleichzeitig am Smartphone und im Browser. Sitzt man also vor dem eigenen Gerät, können andere Personen eure Konversationen an einem angemeldeten Gerät mitlesen, ohne dass ihr direkt davon etwas mitbekommt.

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  • Eine Anmeldung bei WhatsApp-Web wird durch das Scannen eines QR-Codes im Browser mit dem Smartphone durchgeführt.
  • Danach sind alle Gesprächsverläufe aus der App auch im Browser zu lesen.
  • Das Telefon muss sich dafür nicht im gleichen WLAN befinden wie der Computer oder der Laptop. Ein Fremdzugriff ist also von jedem Ort aus möglich,
  • In der App gibt es auf den ersten Blick keine Info darüber, dass jemand über den Browser mitliest.
  • Wollt ihr erkennen, ob sich auf diesem Weg jemand in euer WhatsApp-Konto „gehackt“ hat, drückt in der Übersicht der Chat-Verläufe oben die drei Punkte, um das Menü zu öffnen. Wählt hier „Verknüpfte Geräte“. Sollte das WhatsApp-Konto in einem Browser aktiv sein, wird dies hier angezeigt. Habt ihr die Verbindung zu WhatsApp-Web selbst nicht hergestellt oder findet ihr hier einen Browser, auf dem ihr nicht angemeldet sein wollt, könnt ihr euer Konto hier vom jeweiligen Computer trennen.
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Erscheint diese Meldung in der App seid ihr in einem Browser angemeldet. (Bildquelle: GIGA)

Damit jemand auf diesem Weg eure WhatsApp-Nachrichten abfangen kann, müsst ihr euer Handy aus der Hand gegeben haben. Achtet also darauf, wem ihr das Gerät weitergebt, damit dieser nicht ohne euer Wissen den QR-Code für die WhatsApp-Web-Anmeldung abscannen kann.

So schützt man sich vor Hacks

Auch ohne WhatsApp-Web gelingt es Hackern immer wieder, WhatsApp-Accounts zu knacken, um so auf Bilder und Nachrichten zugreifen zu können. Meist geschieht dies über eine verseuchte Datei auf dem Smartphone. Es sollten also die Alarmglocken schlagen, wenn ihr von einer fremden Person ein Bild oder eine Textdatei zugeschickt bekommt. Auch virenverseuchte Apps können Trojaner beherbergen, über die Dritte Zugriff auf eure WhatsApp-Daten gelangen.

 

 

Hinweis: Gebt niemals Verifizierungs-Codes über WhatsApp an andere weiter! Einige Betrüger möchten einen entsprechenden Code unter einem Vorwand von euch zugeschickt bekommen. Hierbei gebt ihr Fremden die Gelegenheit, euer Konto zu stehlen. Mehr dazu findet ihr hier: WhatsApp-Code per SMS? Achtung, Betrugsmasche!
  • Stellt daher vor jedem Download sicher, ob dieser aus einer seriösen Quelle stammt.
  • Auch wenn ihr Nachrichten von Kontakten erhaltet, solltet ihr Links nicht blind folgen. Manchmal verschicken Freunde unwissentlich Spam und schadhafte Link, etwa durch Fake-Gewinnspiele.
  • Sorgt regelmäßig dafür, dass alle Apps und Dienste auf dem Smartphone auf dem neuesten Stand sind. Hacker nutzen häufig Sicherheitslücken, welche durch Updates in neuen Versionen behoben werden, sobald die App-Entwickler von den Angriffen etwas mitbekommen.
  • Immer wieder tauchen bei WhatsApp Kettenbriefe auf, die euch durch den Download einer App neue Smileys versprechen oder darauf hinweisen, dass euer WhatsApp-Konto abläuft. Auch hier handelt es sich in der Regel um Betrugsmaschen.
  • Wenn ihr von Unbekannten bei WhatsApp angeschrieben werdet, solltet ihr skeptisch sein. Antwortet nicht direkt auf Fragen nach persönlichen Daten oder Ähnlichem.

Ob euer Handy von einem Virus befallen wurde, lässt sich nur schwer erkennen. Befolgt ihr die oben genannten Richtlinien, solltet ihr jedoch gar nicht erst in diese Situation kommen und demnach auch keine Angst haben, dass euer WhatsApp gehackt wurde.

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