WhatsAppSpy Public: Spionagetool späht WhatsApp-Nutzerdaten aus

Martin Malischek 4

Eine unangenehme Vorstellung, dass der Arbeitgeber nur mittels der Handynummer seiner Mitarbeiter ihr WhatsApp-Verhalten penibel protokollieren kann. Genau dies macht nun ein Tool möglich, dass den offenen Online-Status von WhatsApp ausnutzt.

Die in den Augen von Kritikern unzureichenden Privatsphäreeinstellungen von WhatsApp bleiben ein Kritikpunkt. Zwar lässt sich die Sichtbarkeit des „Zuletzt online“-Status sowie des Profilbilds und der Statusmitteilungen einschränken (zumindest sofern WhatsApp diese Einstellungen respektiert), der Online-Status an sich ist jedoch für jedermann ersichtlich. Bis dato war es nur relativ aufwändig möglich, WhatsApp-Nutzer so zu überwachen, etwas perfider wird es mit dem Tool WhatsAppSpy Public.

Mit dem Dienst kann aufgezeichnet werden, wann ein Nutzer online war und auch wie lange. Zusätzlich lassen sich die Privatsphäreeinstellungen des jeweiligen Nutzers auslesen. Stellt der zu überwachende User sein Profilbild sowie seinen Online-Status auch für Nicht-Kontakte (öffentlich) bereit, können sogar die Verläufe dieser beiden Details aufgezeichnet werden.

WhatsAppSpy Public: Installation auch für Laien kein Hexenwerk

Die Installation des Tools stellt für fortgeschrittene Nutzer kein Problem dar, Einsteiger dürften zwar etwas mehr Zeit benötigen, dank der detaillierten Anleitung des Entwicklers Maikel Zweerink bleibt das Tool WhatsAppSpy Public jedoch auch Laien nicht verschlossen. Notwendig ist im Prinzip nur ein Raspberry Pi. Im Detail sind für den hauseigenen Betrieb von WhatsAppSpy Public notwendig:

  • Eine zweite SIM-Karte, die nur für WhatsAppSpy Public genutzt wird
  • Ein gerootetes oder gejailbreaktes Smartphone, mit welchem das WhatsApp-Passwort ausgelesen werden kann (mittels einer Android-, beziehungsweise iPhone-App)
  • Raspberry Pi, eigener oder virtueller Server mit PHP und PostgreSQL, der 24/7 läuft

Die zweite SIM-Karte wird als separater WhatsApp-Account genutzt, mit dem die Kontakte getrackt werden. Mittels einer speziell dafür programmierten iOS- beziehungsweise Android-App wird der WhatsApp-Schlüssel ausgelesen, der in die PostgreSQL-Datenbank eingetragen wird. Nach der Installation geht alles über eine grafische Oberfläche vonstatten.

whatsappspy-public

Mit dem besagten Tool wird die Möglichkeit, das Online-Verhalten von WhatsApp-Nutzern lediglich mit der entsprechenden Handynummer und ohne Einwilligung des jeweiligen Users zu überwachen, deutlich einfacher. Besonders bedenklich ist natürlich, dass so beispielsweise auch Arbeitgeber, Bekannte oder Fremde, die nur im Besitz der Handynummer sind, überwachen können, wann der Nutzer online ist.

Der WhatsAppSpy Public-Entwickler betont, dass es sich hierbei um keinen Hack handelt, sondern lediglich die WhatsApp-hauseigenen Funktionen genutzt werden.

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Quelle: Maikel Zweerink, via reddit

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