WhatsAppMD: WhatsApp-Alternative wird eingestellt

Jan Hoffmann 10

Seit Januar geht WhatsApp gegen alternative Messenger-Clients vor und macht auch vor juristischen Schritten keinen Halt. Nachdem bereits die populäre Alternative WhatsApp Plus das Handtuch werfen musste, steht nun auch WhatsAppMD vor dem Aus. Das verkündete der Entwickler über die „Google+“-Community der Modifikation.

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Vor nicht einmal einem Monat hatte WhatsApp damit begonnen, die Nutzer des Drittanbieter-Clients WhatsAppPlus im großen Stile für 24 Stunden zu sperren. Nach dieser nicht gerade missverständlichen Bootschaft, dass man künftig keine WhatsApp-Modifikationen mehr dulden werde, besiegelten die Anwälte des populären Messengers das Ende von WhatsApp Plus mit einer Unterlassungserklärung. Auch Nutzer von WhatsAppMD, die den Messenger in die neue Material Design-Optik hüllt, waren von den Sperrungen betroffen. Entwickler Joaquin Cuitiño hatte seine WhatsApp-Alternative allerdings nicht aufgegeben und kündigte an, einen Weg gefunen zu haben, die von WhatsApp auferlegte Sperre zu umgehen. Daraus wurde jedoch nichts.

WhatsApp-Anwälte besiegeln Ende von WhatsAppMD

Wie WhatsAppMD-Macher Joaquin Cuitiño nun in der „Google+“-Community der Modifikation verkündete, wurde nun auch er von den WhatsApp-Anwälten kontaktiert, die wenig überraschend am längeren Hebel sitzen und ihn zur Einstellung des alternativen Clients zwingen. Dass man es wirklich ernst meint, hatte Facebook bereits in Form einer Sperrung des privaten Facebook- und Instagram-Accounts von Cuitiño unter Beweis gestellt, wie der Entwickler kürzlich verkündete.

Rund 50.000 aktive Installationen konnte WhatsAppMD innerhalb der letzten drei Monaten anhäufen. Für den Entwickler stehe diese doch sehr überschaubare Community verständlicherweise aber in keinem Verhältnis zu dem bevorstehenden Ärger, sollte er WhatsAppMD weiter entwickeln. Über GitHub ist WhatsAppMD bereits nicht mehr verfügbar, auch die „Google+“-Community des Alternativ-Client soll in Kürze verschwinden. Allen Nutzern von WhatsAppMD empfiehlt der Entwickler, auf die herkömmliche WhatsApp-Anwendung aus dem Play Store umzusteigen.

Als Grund für das Vorgehen gegen etwaige modifizierte WhatsApp-Clients nennt der populäre Messenger vor allem die Sicherheit und Geschwindigkeit von WhatsApp. Ziel sei es, allen Nutzern eine reibungslose Nutzererfahrung zu bieten – in Verbindung mit Drittanbieter-Clients, die den Messenger um unautorisierte Funktionen erweitern, sei das allerdings nicht mehr gewährleistet. Auch auf eventuelle Sicherheitsrisiken habe man bei einem Alternativ-Client keinen Einfluss.

Quelle: Joaquin Cuitiño @Google+

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