Verstärkung für Siri: Apple übernimmt Automatisierungssoftware Workflow

Florian Matthey

Apple hat mal wieder einen kleineren Entwickler übernommen: DeskConnect, Entwickler der App Workflow, ist jetzt eine Apple-Tochter. Die Automatisierungs-App könnte dabei helfen, den Funktionsumfang von Siri zu erweitern.

Workflow erlaubt es, verschiedene Befehle automatisiert auszuführen und diese auch miteinander zu kombinieren. Beispielsweise kann Workflow automatisch das zuletzt gemachte Foto bei Dropbox hochladen und dem Benutzer die verkürzte Dropbox-URL mitteilen oder aus Videos animierte GIFs erstellen. Dabei ist es auch möglich, Workflow-Aktionen von anderen Apps aus aufzurufen: Wer beispielsweise eine in Safari geöffnete Seite teilen will, kann als Workflow-Aktion das Erstellen eines PDF auswählen – und dieses dann auch automatisch bei Dropbox hochladen lassen. Auch ist es möglich, Suchen nach bestimmten Orten zu automatisieren – beispielsweise zum nächstgelegenen Café. Solche Workflows lassen sich dann auch über die Apple Watch aufrufen.

Kurzbefehle
Entwickler: Apple
Preis: Kostenlos

Apple hat die Übernahme des Entwicklers DeskConnect gegenüber TechCrunch bestätigt, auch DeskConnect selbst freut sich, jetzt eine Apple-Tochter zu sein. Die Personen hinter DeskConnect – der frühere „Jailbreaker“ Ari Weinstein, Conrad Kramer, Ayak Nonaka und Nick Frey – werden in Zukunft bei Apple arbeiten. Die App Workflow selbst ist weiterhin im App Store erhältlich und jetzt sogar kostenlos – ein Zeichen, dass die App zumindest für eine gewisse Zeit als separate Software bestehen bleiben soll.

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Allerdings lässt sich erraten, in welchem Bereich des iOS selbst die Workflow-Technologie für Verbesserungen sorgen könnte: Siri. Als Apple-eigene App kann Workflow auf Programmierschnittstellen des Spracherkennungsassistenten zugreifen, die für Drittentwickler aktuell noch nicht zur Verfügung stehen. Durch das Erstellen von Workflows könnte es Benutzern möglich sein, Siris Fähigkeiten personalisiert zu erweitern; dem Spracherkennungsassistenten also neue Dinge beizubringen, die man sich selbst für den Alltag wünscht. Schließlich dürften die Workflow-Entwickler auch dabei helfen können, Siri selbst zu verbessern. Die Workflow-Entwickler sprechen selbst davon, dass sie ihre Arbeit jetzt „auf das nächste Level“ bringen möchten.

Quelle: TechCrunch

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