Solar: Minimalistische Wetter-App im Kurztest

Lukas Funk

Obwohl ihre eigentliche Aufgabe immer die selbe ist, haben wir im Laufe der Jahre schon die verschiedensten und kreativsten Ansätze gesehen, wie Apps uns auf unseren Smartphones und Tablets das Wetter präsentieren. Einen an Minimalismus kaum zu überbietenden Ansatz wählt Solar, eine in dieser Woche für Android erschienene Wetter-App. Im Kurztest überprüfen wir, ob trotz des minimalistischen Ansatzes alle wichtigen Features vorhanden sind oder ob hier Funktionen der Form weichen mussten.

Seit Kollege Andreas im vergangenen August acht beliebte Wetter-Apps in einem ausführlichen Artikel vorgestellt hatte, ist schon wieder — man verzeihe mir den Wortwitz — der erste Winter ins Land gezogen. Zeit also, einen Blick auf einen Neuzugang dieser App-Kategorie zu werfen.

Solar hebt sich grundlegend von der Wetter-Konkurrenz ab: So verzichtet Solar weitestgehend auf Icons in Wölkchen- oder Sonnenform sowie auf Fotos und Grafiken zur Illustration des Wetters. Stattdessen zeigt der Hauptbildschirm zunächst allein in schriftlicher Form die momentane Temperatur, Datum und Uhrzeit sowie die Wetterlage an. Erst auf den zweiten Blick wird klar: Auch der Hintergrund, bestehend aus einem sanft verlaufenden Gradienten, stellt die ungefähre Tageszeit, Regen, Schnee und Sonnenschein dar.

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Die Navigation durch Solar erfolgt hauptsächlich gestenbasiert: Wischt man mit dem Finger nach unten, bekommt man die Vorhersage der kommenden drei Tage zu Gesicht — mitsamt der eingangs erwähnten Wetter-Icons. Führt man die Geste in umgekehrter Richtung aus und wischt langsam nach oben, so erhält man die detaillierte Vorhersage für die kommenden 24 Stunden — inklusive Veränderung des Hintergrunds.

Wischt man dagegen zur Seite, lassen sich weitere Städte hinzufügen, über deren Wetterlage man zukünftig Informationen wünscht. Ein Doppeltapp auf die Wetteranzeige hingegen zeigt alle Orte in der gut lesbaren Übersicht. In dieser Ansicht sind außerdem die Einstellungen erreichbar, in denen unter anderem die die Temperatureinheit geändert werden kann.

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Auf erweiterte Funktionen wie eine Wochenvorhersage, Angaben zum Luftdruck, Wetterkarten oder Niederschlagsstatistiken verzichtet Solar zugunsten der Übersichtlichkeit und des Designs. Weitere Mankos sind das Fehlen eines Widgets — welches in einer zukünftigen Version nachgeliefert werden soll — sowie der Splashscreen (siehe Titelbild), der bei jedem Wechsel zur App angezeigt wird. Sollte dieser oder das generelle Design von Solar beim ein oder anderen Nutzer Reminiszenzen an iOS hervorrufen, ist das nicht verwunderlich: Auf Apples mobiler Plattform ist die App schon seit einiger Zeit verfügbar.

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Dennoch handelt es sich bei Solar definitiv um eine der besseren Portierungen von iOS. Die App ist sehr schick gestaltet, reagiert flott auf Eingaben und auch die Wetterangaben — welche von Weather Underground stammen — waren im Test immer korrekt. Wer also Wert auf Design legt und dafür auf die ein oder andere Detailinformation verzichten kann, sollte definitiv einen Blick auf Solar werfen.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

[via lifehacker]

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