Age of Wonders: Planetfall – Große Strategie, hitzige Rundengefechte

Thomas Stuchlik

Überraschend lässt die Strategie-Reihe Age of Wonders seine gewohnten Fantasy-Gefilde hinter sich. Denn im neuesten Teil Planetfall des Herstellers Paradox betreiben wir Forschung, Kriege und Diplomatie auf außerirdischen Himmelskörpern.

Satte fünf Jahre hat es gedauert, doch ab dem 6. August 2019 dürfen Serienkenner und Hobby-Generäle endlich ihr Können im neuesten Teil Age of Wonders: Planetfall beweisen. Dabei kolonisierst du neuerdings fremde Planeten, doch das bekannte Grundprinzip bleibt sich treu. Du expandierst das eigene Reich, stellst die Bevölkerung zufrieden und ziehst in taktische Rundengefechte gegen Feinde.

Age of Wonders: Planetfall E3 2019 - Trailer.

Bereits das erste Probespiel bei Publisher Koch Media macht klar: Es erwartet einen wiederum eine gekonnte Mixtur aus Civilization, Heroes of Might & Magic und XCOM. Entsprechend gilt es, eine zufallsgenerierte Weltkarte zu erobern, die sich in sechseckige Felder unterteilt. Doch das Geschehen bleibt nicht lange friedvoll, denn auch andere Völker wollen ihren Teil des Kuchens abhaben.

Sechs Völker, sechs Spielweisen

Vor jeder Partie bleibt die Qual der Wahl: Age of Wonders: Planetfall stellt sechs Fraktionen zur Verfügung, die sich spielerisch teils deutlich unterscheiden. Da wären zunächst die Vanguards - eine menschen-ähnliche Rasse mit Fokus auf Militärtechnik (Stichwort: Space Marines). Oder die naturverbundenen Amazonen, die Dinosaurier als Haustiere halten und für ihre eigenen Zwecke nutzen. Daneben gibt es ein Kollektiv von Cyborgs („Assembly“ genannt), die Dvar (gedrungen gewachsene und hochbegabte Ingenieure) oder das Insekten-Volk der Kir’Ko.

Die Einheiten und Technologien der Völker unterscheiden sich deutlich. Dennoch bleibt die Spielmechanik gleich: Nur mit neu gegründeten Städten kann das Imperium expandieren. Denn nur Ansiedlungen sowie deren Einrichtungen produzieren Rohstoffe, Energie sowie Nahrung. Selbige dienen zum Wachstum der Bevölkerung oder der Produktion neuer Gebäude. Rund um die Metropolen baust du beispielsweise Farmen, Labore, Replikatoren oder Reaktoren – ebenso wie Militär-Einheiten.

Taktische Finessen

Um neue Gebiete zu erkunden und zu erobern, stellst du eigene Trupps zusammen. Dabei kommt es auf eine gute Balance der Einheiten an, was bei unserem ersten Antesten der Vorab-Version deutlich wird. Kämpfe finden auf vielschichtigen Schlachtfeldern statt. Auch hier bewegt man sich auf Hex-Feldern, allerdings ist man auf drei Aktionen pro Runde beschränkt.

Ergo könntest du mit schwer gepanzerten Einheiten möglichst schnell nach vorn rushen, während Fußsoldaten die nächste Deckung suchen. Die Artillerie hält sich dagegen im Hintergrund, um im richtigen Moment zuzuschlagen. Praktisch: Die Erfolgschance jeder Attacke wird immer prozentual angegeben.

Genau wie in der XCOM-Reihe sollten die Einheiten klug verteilt werden. Mal um eine Frontlinie zu bilden, mal um eine Verteidigung aufzubauen, mal um KI-Gegner in die Falle zu locken. Jede Einheit verfügt über spezifische Fähigkeiten wie zuschaltbares Sperrfeuer oder eine Zweitwaffe. Andere dagegen dürfen Luftunterstützung rufen.

Globaler Feldzug

Gehen die Trupps siegreich aus den Scharmützeln hervor, darfst du dein Reich um hiesige Sektoren erweitern. Letztere lassen sich übrigens auf Landwirtschaft, Militär oder Industrie spezialisieren. Letztlich geht es darum, die gesamte Welt zu übernehmen, alle Gegner zu eliminieren oder mit Forschung den Sieg davonzutragen – wieder eine Parallele zu Civilization.

Der neue Trailer kam mit der E3. Doch er war nicht der einzige. 

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Kurzum vereint Age Wonders: Planetfall die Stärken von Aufbaustrategie mit ausgetüftelten Rundengefechten. Serien-Fans wundern sich allerdings über den harschen Szenariowechsel von Fantasy auf Science Fiction. Erstmals kommt die Spielreihe übrigens auch auf Konsole heraus. Deshalb haben die Entwickler die Maus- und Tastatur-Steuerung vorbildlich für Controller angepasst. Doch keine Sorge: Komplex bleibt Age of Wonders weiterhin.

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