Amazon ist für viele eine der ersten Anlaufstellen für Online-Bestellungen. In einigen Fällen kann es sein, dass das eigene Amazon-Konto gesperrt wird. Hier erfahrt ihr, woran das liegen kann und was man bei der Sperrung des eigenen Amazon-Accounts beachten sollte.

 
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Amazon steht es durchaus frei, euer Amazon-Konto zu sperren. Hierbei müssen einige Voraussetzungen vorliegen, die auf euer Verhalten bei Amazon zurückzuführen sind. Hauptgründe für das Sperren des Amazon-Zugangs sind:

  • Offene Rechnungen und nicht bezahlte Waren.
  • Zu vielen Retouren.
  • Weitere Verstöße gegen die Amazon-AGB.

Doch wie erfährt man, warum man bei Amazon gesperrt wurde? Und lässt sich die Sperre wieder aufheben?

Amazon-Konto gesperrt: Was tun?

Ihr erhaltet eine E-Mail, in der ihr auf den gesperrten Account hingewiesen werdet. Seid ihr damit nicht einverstanden, kontaktiert den Kunden-Service von Amazon und besprecht das weitere Vorgehen. Seid ihr der Meinung, dass das Konto fälschlicherweise und ohne Grund geschlossen wurde, solltet ihr das entsprechend darstellen. Haltet hierfür gegebenenfalls Belege und andere Dokumente bereit. Folgt aber niemals Links aus E-Mails, die euch über ein gesperrtes Konto informieren. Oft ist mit eurem Konto alles in Ordnung. Stattdessen nutzen Betrüger einfach Amazons Namen, um euch mit solchen Nachrichten Angst zu machen. Meldet euch stattdessen direkt über die Amazon-Webseite in eurem Account ein und überprüft, ob die Sperre tatsächlich besteht.

„Hilfe, mein Amazon Konto wurde gesperrt!“

Einfach so wird euer Account nicht blockiert. In Punkt 7 der Amazon-Nutzungsbedingungen heißt es:

„Wir behalten uns das Recht vor, Ihnen Services auf der Webseite vorzuenthalten oder Mitgliedskonten zu schließen. Das gilt insbesondere für den Fall, dass Sie gegen anwendbares Recht, vertragliche Vereinbarungen oder unsere Richtlinien verstoßen.“

Gründe für eine Sperre gibt es verschiedene:

  • Wird euer Amazon-Konto geschlossen, werdet ihr darüber per Mail sowie nach einem versuchten Login in euren Account informiert. Dort findet sich auch der Grund für die Schließung des Kontos.
  • Oft werden konnten geschlossen, wenn es in der Vergangenheit zu viele Zahlungsausfälle gab oder eine aktuelle Rechnung noch nicht bezahlt wurde.
  • Wenn ihr fehlerhafte oder fremde Daten für Zahlungsmittel verwendet, wird der Account ebenfalls gesperrt.
  • Auch zu viele Rücksendungen können zu einer Account-Sperre führen. Amazon hat keinen sichtbaren „Zähler“, an dem ihr erkennen könnt, ob ihr schon zu häufig etwas zurückgesendet habt. Eine Vorwarnung gibt es in der Regel auch nicht.
  • Zwar steht dem Käufer das 14-tägige Rückgaberecht zu. Gleichzeitig steht es Amazon als Unternehmen allerdings frei, bestimmte Käufer auszuschließen.
  • Amazon schränkt den Zugriff auch ein, wenn verdächtige Aktivitäten festgestellt wurden, zum Beispiel, wenn eure Login-Daten gestohlen wurden.
  • Mit der Sperrung des Amazon-Kontos bleibt nicht nur der Zugang zum nächsten Online-Einkauf verwehrt. Auch der Zugriff auf die Amazon-Prime-Dienste, den Kindle-Bereich und andere Services, die zu Amazon gehören, ist dann nicht mehr möglich. Bei der Verbraucherzentrale findet ihr einen Musterbrief für ein Schreiben, mit der ihr zumindest wieder Zugriff auf die von euch bezahlten Amazon-Dienste erhalten könnt.

Laut Widerrufsrecht dürfen Waren, die online bestellt wurden, innerhalb von zwei Wochen wieder zurückgeschickt werden. Einige Amazon-Kunden treiben das Verbraucherrecht auf die Spitze und bestellen zum Beispiel Kleidung gleich in mehreren Größen, um nicht passende Artikel wieder zurückzuschicken. Oft gibt es auch Fälle, bei denen Kleidung nur für einen einmaligen Anlass, etwa eine Tanzveranstaltung bestellt und getragen wird, um sie nach dem Wochenende dann wieder an Amazon zurückzuschicken. Hierdurch entstehen für den Online-Händler auf Dauer Mehrkosten. In der Vergangenheit gab es demnach immer wieder Fälle, bei denen Konten nach mehreren Rücksendungen geschlossen wurden.

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So verhindert man, dass das Amazon-Konto gesperrt wird

Um zu verhindern, dass der Amazon-Account geschlossen wird, sollte man folgendes beachten:

  • Überprüft regelmäßig eure Mails, ob dort zum Beispiel offene Rechnungen oder gescheiterte Zahlungsversuche mitgeteilt werden.
  • Auch wenn der Online-Händler Indizien dafür hat, dass euer Amazon-Konto von Fremden übernommen wurde, kann eine Sperre verhängt werden. Dies geschieht jedoch vor allem, um euch selbst vor finanziellem Schaden zu bewahren.
  • Ganz gleich, aus welchen Gründen das Konto gesperrt wurde, eine Kontaktaufnahme über die Amazon-Hotline empfiehlt sich in jedem Fall.
  • Bereits 2014 klagte die Verbraucherschutzzentrale NRW gegen Amazon, nachdem mehrere Konten wegen des Übergebrauchs des Rückgaberechts ohne Ankündigung geschossen wurden.

Sollte sich die Sperre nicht zurücknehmen lassen, könnt ihr euch natürlich neu bei Amazon anmelden, indem ihr eine andere E-Mail-Adresse verwendet. Sollte der Online-Anbieter allerdings das neue Konto dem alten Account zuordnen können, kann auch dieser Zugang wieder geschlossen werden. Mit weiteren Konsequenzen muss man in einem solchen Fall allerdings nicht rechnen.

„Amazon Konto gesperrt“: Vorsicht vor Betrügern!

Achtung: Cyber-Kriminelle und Betrüger wissen um die hohe Beliebtheit von Amazon Bescheid. Häufig werden Mails verschickt, in denen eine Sperrung des Amazon-Kontos angedroht wird. Es werden dabei immer wieder neue Fake-Ursachen angeführt. So muss zum Beispiel ein Zahlungsmittel bestätigt werden, es steht eine angeblich offene Zahlung aus oder es wurden vermeintlich irreguläre Vorgänge mit dem Amazon-Konto festgestellt. In diesen Mails wird man dann dazu aufgefordert, sich in sein Amazon-Konto einzuloggen, um näheres über den Fall zu erfahren oder aber, um sein Konto zu verifizieren.

Folgt ihr dem Link in solchen Mails, gelangt ihr allerdings nicht zu Amazon, sondern auf eine gefälschte Webseite, die dem Amazon-Angebot täuschend ähnlich nachgebaut wurde. Loggt ihr euch hier mit euren Daten ein, gelangen die Zugangsdaten für euer Amazon-Konto in fremde Hände. Auf diesem Wege können im schlimmsten Fall Bestellungen auf euren Namen durchgeführt werden. Achtet daher generell bei E-Mails von Amazon auf folgendes:

  • Bei einer Korrespondenz direkt über Amazon werdet ihr mit Vor- und Nachnamen angesprochen, nicht aber mit allgemeinen Floskeln wie „Sehr geehrter Kunde“.
  • Achtet auf den Absender der Mail. Die Nachricht sollte von Amazon.com stammen, nicht aber von ähnlich lautenden Absendern wie „Amazon-sperre.com“.
  • Überprüft bei Links in der Mail, ob diese Amazon.com als Ziel haben.
  • Häufig sind auch Rechtschreibfehler sowie fehlerhafte Bilder oder andere Darstellungsfehler ein Indiz für eine betrügerische Phishing-Mail.
  • Sollte euer Konto tatsächlich gesperrt sein, wird euch dies auch nach einem direkten Login in euer Amazon-Account angezeigt. Im Zweifel solltet ihr keinen Links aus Mails folgen, sondern Amazon über eine Eingabe im Adressfeld des Browsers öffnen.
  • Amazon selbst bietet weitere Hinweise, wie man solche „Spoofs“ entdecken kann.

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