Schon gewusst? Bei jedem Kauf bei Amazon kann man bares Geld sparen, wenn man die VISA-Kreditkarte von Amazon und der Landesbank Berlin benutzt – und auch (fast) überall anders. Prime-Kunden bekommen bis zu 3 % Cashback auf Käufe bei Amazon und 40 Euro geschenkt. Auch für Nicht-Prime-Kunden kann sich das Angebot lohnen. GIGA erklärt die Vorteile und was es zu beachten gilt.

Amazon-Kreditkarte abschließen und 40 Euro kassieren

Update 19.06.2020: Das Angebot für die Amazon-Kreditkarte gilt weiterhin. Besonders für Prime-Kunden, die viel bei Amazon bestellen, kann sich der Cashback-Bonus auf längere Sicht lohnen.

Gerade als Amazon-Prime-Nutzer solltet ihr euch die VISA-Kreditkarte von Amazon und der Landesbank Berlin (LBB) besorgen. Denn neben einer Gutschrift von 3 % auf alle Käufe bei Amazon (Nicht-Prime-Kunden: 2 %) und 0,5 % auf alles, was ihr damit anderswo kauft, egal ob online oder offline, bekommt ihr ab sofort auch noch 40 Euro Amazon-Guthaben zum Start (vorher 30 Euro). Fast schon ein No-Brainer.

Amazon-Kreditkarte – wichtige Fragen beantwortet

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

  • Volljährig sein und in Deutschland wohnen.
  • Einmaliges Ausweisen per PostIdent oder VideoIdent-Verfahren.

Welche Vorteile habe ich?

  • Für alle Kunden: 40 Euro Startgutschrift, verwendbar bei Amazon
  • Als Prime-Kunde: Bis zu 3 % Gutschrift auf alle Käufe bei Amazon
  • Ohne Prime: 2 % Gutschrift auf alle Käufe bei Amazon
  • Für alle Kunden: 0,5 % auf alle sonstigen Käufe per Kreditkarte als Gutschrift bei Amazon
  • Als Prime-Kunde: Kein Kartenpreis
  • Als Nicht-Prime-Kunde: Kein Kartenpreis im ersten Jahr, danach 19,99 Euro pro Jahr
  • Amazon Kreditkarte kündigen jederzeit möglich

Welche Nachteile muss ich in Kauf nehmen?

Im Prinzip keine, wenn man Prime-Kunde ist. Als Nicht-Prime-Kunde muss man sich ausrechnen, ob die jährliche Grundgebühr ab dem 2. Jahr die Gutschriften wert sind, die man erhält. Rein rechnerisch lohnt sich die Karte dann nur, wenn man im Jahr mehr als 1.000 Euro bei Amazon ausgibt – 2 % von 1.000 Euro sind 20 Euro und damit die Jahresgebühr der Kreditkarte. Solche Amazon-„Poweruser“ haben in der Regel sowieso eine Prime-Mitgliedschaft. Prime lohnt sich aus unserer Sicht für fast jeden. Auf GIGA.DE gibt es eine Übersicht der Amazon-Prime-Vorteile. Wer will, kann Amazon Prime 30 Tage kostenlos testen und sich selbst ein Bild machen.

Pferdefüße? Nicht, wenn man die Kreditkarte clever nutzt: Wie bei allen Kreditkarten gilt, dass man negative Kontostände vermeiden sollte, auf gut Deutsch: Kreditkartenschulden. Denn hierfür werden vergleichsweise hohe Zinsen von knapp 15 % pro Jahr fällig. Am besten stellt ihr schon beim Antrag unter „gewünschte Rückzahlrate der Kreditkartenzahlung“ ein, dass monatlich 100 % des Betrags per Lastschrift eingezogen werden. So geht ihr auf Nummer sicher und spart euch die Kosten durch Zinsen. Ihr könnt euch übrigens jederzeit per Girokonto-Überweisung Guthaben auf eure Kreditkarte laden, sodass ihr gar nicht in den Negativbereich rutscht.

Wie nutze ich die Prozent-Boni?

Je nach Status Prime/Nicht-Prime bekommt man nach einem Kauf bei Amazon oder anderswo entsprechend dem Prozentsatz Punkte aufs Amazon-Konto gut geschrieben. Gibt man als Prime-Mitglied bei Amazon beispielsweise 10 Euro aus, also 30 Punkte – ein Punkt entspricht 0,01 Euro, 30 Punkte wären also 30 Cent. Wenn man anderswo kauft, sind es immerhin noch 0,5 %. Das sind Kleinstbeträge, die sich aber schnell „läppern“ und nach ein paar Monaten ordentliche Summen hervorbringen – je nachdem, wie viel man mit der Kreditkarte bezahlt. Nur mal als Beispiel: Zweimal an der Tanke für 50 Euro getankt und kontaktlos mit der Amazon-Kreditkarte bezahlt, bedeuten 50 Cent auf eurem Amazon-Guthabenkonto.

Den Punktestand kann man im Login-Bereich der Kreditkartenverwaltung einsehen:

Beim nächsten Amazon-Kauf hat man die Möglichkeit, mithilfe der Punkte den Preis der Waren zu reduzieren. Dazu an der Kasse die Kreditkarte als Zahlungsmittel auswählen, den Punktestand aktualisieren und die Punkte einlösen.

Wie gleiche ich mein Kreditkartenkonto aus?

Alle Zahlung werden per monatlicher Lastschrift ausgeglichen. Man kann zusätzlich auch bei Bedarf Geld überweisen, die Kontodaten erfährt man im Login-Bereich.

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Wie sieht es mit Zinsen aus?

Der Zinssatz liegt aktuell bei 14,98 % eff. Jahreszins. Um Zinszahlungen zu vermeiden, raten wir, schon zu Nutzungsbeginn die Rückzahlrate auf 100 % zu setzen. Damit wird zum Ende eines Abrechnungszeitraums alles per Bankeinzug abgebucht, was man im Monat über die Kreditkarte gezahlt hat.

Gibt es ein Kreditlimit?

Ja. Beim Erhalt der Karte liegt das bei 210 Euro, nach erfolgreicher Ausweisung per PostIdent/VideoIdent kann man in der Regel auf 2.500 Euro zugreifen.

Kann mein Partner auch die Karte nutzen?

Es gibt die Möglichkeit, eine Partnerkarte ohne zusätzliche Kosten einzurichten. Der Partner muss ebenfalls das Post- oder VideoIdent-Verfahren einsetzen, um sich zu identifizieren. Weil es die Startgutschrift bei einer Partnerkarte nur einmal gibt, wäre aus unserer Sicht allerdings cleverer, gleich zwei separate Kreditkarten zu beantragen.

Kann ich mit der Amazon-Kreditkarte kontaktlos zahlen?

Ja, die Karte hat einen NFC-Chip. Damit kann man fast überall kontaktlos zahlen. Bei größeren Beträgen (derzeit meist ab 50 Euro) ist dafür eine PIN notwendig – wir empfehlen diese frühzeitig einzurichten.

Wenn man statt der Karte sein Handy fürs kontaktlose Zahlen nutzen möchte, geht das momentan nur eingeschränkt. Apple Pay wird von der Karte derzeit nicht unterstützt, Google Pay nur über den Umweg PayPal.

Mein Fazit

Ich persönlich nutze die Amazon-Kreditkarte für fast alle Zahlungen im Alltag, das ist bequem und das so gesammelte Guthaben für mich ein geniales „Zubrot“. Durch dieses Guthaben habe ich schon hunderte Euro gespart. Für mich lohnt sich die Karte, weil ich Prime-Kunde bin, sowieso viel bei Amazon kaufe und penibel darauf achte, jeden Monat mein Kreditkartenkonto auszugleichen. Etwas schade ist, dass man die Karte noch nicht ohne PayPal-Umweg mit Google Pay koppeln kann. Als in Deutschland erhältliche Alternative zur Apple Card gibt es meines Wissens trotzdem nichts besseres.