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Auto-Erzfeind: Hält der Marder Winterschlaf?

Als Haustier leider untauglich: Der Steinmarder ist eine Plage für Versicherungen, Autofahrer und auch Hausbesitzer. (© IMAGO / blickwinkel)
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Oftmals reichen schon ein paar Tatzenspuren auf dem Autodach für einen erhöhten Blutdruck – hat der Marder etwa wieder zugeschlagen? Für alle, die sich zumindest im Winter etwas Ruhe vor dem Untierchen erhoffen, haben wir leider schlechte Nachrichten.

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Marder im Winterschlaf: Es könnte so schön sein

Es tut uns leid, aber der Marder hält keinen Winterschlaf. Euer Auto ist also auch bei Schnee, Eis und Kälte nicht sicher vor dem putzigen Kabelknabberer. Ganz im Gegenteil. Denn besonders im Winter hat der Marder Hunger.

Zum Hochhalten seiner Körpertemperatur ist er stets auf Nahrungssuche, Pflanzen und kleinere Tiere sind in den Wintermonaten jedoch selten anzutreffen. Dagegen wirken unsere Mülltonnen wie eine Schatztruhe, die regelrecht zum Festmahl einladen. Das allerdings nur als Grund, warum sich die possierlichen Tierchen menschlichen Siedlungen nähern.

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Warum werden Autos angegriffen?

Besonders nach längerer Fahrt draußen abgestellte Autos wirken magisch auf die Fellknäuel. Bei Minusgraden ist das verständlich. Der warme Motorraum ist ein leicht zugängliches, lauschiges Plätzchen – zudem sind die Tiere dort vor Schnee und schneidendem Wind geschützt. Das wäre dem Marder gegönnt, wenn er nicht die Eigenart hätte, Schläuche, Zündkabel oder Achsmanschetten anzuknabbern.

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Bis zu 200.000 Marderschäden gibt es in Deutschland jährlich, die Kosten belaufen sich auf über 60 Millionen Euro (Quelle: TÜV Nord). Schäden sind zumeist von Teil- und Vollkasko abgedeckt, bei Zweifeln solltet ihr euch an eure Versicherung wenden. Folgeschäden nach einem Marderangriff werden in der Regel nicht übernommen.

Marderschaden: Wie kommt es dazu?

Das Auto bietet dem Marder Schutz vor der Witterung. Soweit ist das Verhalten des Schädlings nachvollziehbar, doch woher kommt die Zerstörungswut? Die Antwort: Die Tiere sind überaus neugierig und zudem Allesfresser. Das bedeutet, dass sie Kleinkindern ähnlich alles in den Mund stecken und darauf herumkauen.

Schlimmer ist der folgende Fall. Wenn zuvor ein fremder Marder im Motorraum war, riechen sie das und versuchen, die Höhle des Eindringlings zu zerstören. Darum kommt es besonders im Frühling zur Paarungszeit verstärkt zu Marderschäden.

Wie könnt ihr einen Marderschaden verhindern?

Eine Garage hält den findigen Wüterich nur bedingt fern. Auch Geruchsfallen helfen nicht lange, da sich Marder schnell an neue Gerüche gewöhnen. Selbst die beliebten Ultraschallgeräte sind nur bedingt effektiv, wenn ihr Marder fernhalten wollt. Lediglich mit hochqualitativen Geräten, die selbstständig die Frequenzen wechseln, fühlen sich die Tiere nicht wohl.

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Wirkungsvolle Mittel sind beispielsweise das Anbringen eines Drahtgeflechts unter dem Motorblock (bei Amazon ansehen) sowie regelmäßige Motorwäschen, um etwaige Gerüche fremder Marder zu entfernen. So ist es unwahrscheinlicher, dass Marder angelockt werden, um letztlich im Motorblock Amok zu laufen.

Da Marder nachtaktiv sind, scheuen sie grelles Licht. Es kann also helfen, unter einer Straßenlaterne zu parken oder eine Lichtquelle mit Bewegungsmelder (bei Amazon ansehen) zu installieren, falls ihr einen privaten Parkplatz habt. Sicher vor Mardern seid ihr höchstens mit speziellen Elektroschockern, die an besonders anfälligen Stellen im Motorraum angebracht und mit der Autobatterie verbunden werden können (bei Amazon ansehen). Dadurch kommt das Tier nicht zu Schaden, scheut aber zurück. Das solltet ihr allerdings nicht selbst verbauen. Wendet euch stattdessen an die Werkstatt eures Vertrauen. Die Kosten für Gerät und Installation belaufen sich auf knapp 300 Euro (Quelle: TÜV Nord).

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