Welche Bluetooth-Box hat den besten Klang, den sattesten Bass und die längste Akkulaufzeit? GIGA-Audioexperte Stefan verschafft Überblick über die besten tragbaren Bluetooth-Lautsprecher von Teufel, JBL, Bose & Co. und gibt aktuelle Kaufempfehlungen.

 

Kaufberatung

Facts 

Die hier besprochenen Bluetooth-Lautsprecher sind dank eingebautem Akku mobil einsetzbar, man kann sie also mehrere Stunden ohne Stromanschluss betreiben. Auch wenn einige eine Klinkenbuchse besitzen, ist die wichtigste Quelle für Musik und Sprache die drahtlose Verbindung per Bluetooth (Reichweite: ca. 10 Meter). Als Quellgeräte kommen Handys, Tablets, Laptops und MP3-Player mit Bluetooth in Frage. Größere BT-Lautsprecher werden zuweilen auch „Boombox“ oder Ghettoblaster“ genannt.

Die besten Bluetooth-Lautsprecher: Alle GIGA-Empfehlungen im Überblick

Die Preisspanne reicht von einstelligen Eurobeträgen bis hin zur Topklasse, in der auch mal 300 Euro für eine Box fällig werden können. Der Preis hängt dabei nur zum Teil von der Größe ab: So manch kleiner Bluetooth-Lautsprecher kann teurer sein, als ein deutlich größeres Modell. Höhere Kosten entstehen durch den Einsatz bestimmter Gehäusematerialien (z. B. Aluminium statt Kunststoff), hochwertige Bauteile (Treiber, Verstärker, Akku), Forschung und Entwicklung sowie Marketing. Grundsätzlich schlägt fast jede Bluetooth-Box vom Klang her die eingebauten Lautsprecher in Smartphones oder Laptops, sodass sich die Anschaffung lohnt.

Platzierung Produkt Straßenpreis Angebot
Testsieger Stiftung Warentest, kompakt B&O Beoplay P6 ca. 250 Euro Zu Amazon
Testsieger Stiftung Warentest, groß Teufel Rockster Cross ca. 293 Euro Zu Teufel
GIGA-Klangtipp, Kompaktlautsprecher Teufel Rockster Go ca. 130 Euro Zu Teufel
Preis-Leistungs-Tipp, Kompaktlautsprecher Dockin D Cube ca. 80 Euro Zu Amazon
GIGA-Klangtipp, Mini-Bluetooth-Lautsprecher Teufel Boomster Go ca. 100 Euro Zu Amazon
Preis-Leistungs-Tipp, Mini-Lautsprecher JBL Go 2 ca. 26 Euro Zu Cyberport
Design-Tipp Marshall Stockwell 2 ca. 160 Euro Zu Cyberport
Bluetooth-Lautsprecher mit 360-Grad-Klang Bose Portable Home Speaker ca. 280 Euro Zu Saturn

Bluetooth-Lautsprecher im Test: Alle Modelle im Detail

Testsieger Stiftung Warentest, kompakt: Bang & Olufsen Beoplay P6

Bang & Olufsen Beoplay P6

Bang & Olufsen Beoplay P6

Vorteile:

  • Sehr guter Klang
  • Vorbildliche Verarbeitungsqualität

Nachteile:

  • Keine Klinkenbuchse
  • etwas schwer (996 Gramm), etwas teuer

In der Stiftung-Warentest-Ausgabe 01/2019 konnte sich der Beoplay P6 von Bang & Olufsen gegen alle Konkurrenten durchsetzen und führt seitdem dort die Bestenliste an (Kategorie Mittel­gewichte, 500 bis 1000 Gramm). Lob gibt es für den hervorragenden Klang und die gute Akkulaufzeit (ca. 17 Stunden, normale Lautstärke). Die Endnote lautet „gut“ (1,7). Knapp dahinter auf Platz 2 folgte im Testfeld der Bose SoundLink Revolve Plus (rund 220 Euro)

Der dänische Edel-Lautsprecher Beoplay P6 des ist ganz klar der  Oberklasse zuzuordnen, so verlangt der Hersteller selbst satte 400 Euro (UVP) – glücklicherweise sind die Angebote im Handel deutlich günstiger und liegen aktuell bei rund 270 Euro. Die Kundenbewertungen bei Amazon betragen gute 4,3 von Sternen. Auch hier betonen die Nutzer, dass der P6 eine überdurchschnittliche Klangqualität an den Tag legt. Für den Transport sollte man sich am besten ein passendes Case zulegen, um das Aluminiumgehäuse vor Kratzern und Dellen zu schützen.

Bang & Olufsen Beoplay P6 bei Amazon

Testsieger Stiftung Warentest, groß: Teufel Rockster Cross

Vorteile:

  • Kann sehr laut und druckvoll spielen
  • Robust gebaut und wasserdicht

Nachteile:

  • Ziemlich groß (38 × 16 × 13 cm) und schwer (2,4 kg), optisch nicht unbedingt eine Schönheit

Der Teufel Rockster Cross für knapp unter 300 Euro ist der neue Spitzenreiter bei Stiftung Warentest. Mit der Endnote 1,4 („sehr gut“) und „ausgewogenem Klang mit kräftigen Bässen“ konnte er sich knapp vor den weiterhin empfehlenswerten JBL Xtreme 2 (GIGA-Testwertung: 84 Prozent) setzen, der bisher die Rangliste der Bluetooth-Speaker mit über 1 kg Gewicht anführte.

Auch GIGA hat den Teufel Rockster Cross probegehört, unser Eindruck: Das Design wirkt cardassianisch brachial, die Verarbeitung ist ausgesprochen robust (voll Outdoor-geeignet), der Klang voll und satt. Das Schwergewicht aus Berlin ist technisch gesehen ein Stereo-System, wobei man aber nicht mit der breiten Klangbühne einer echten Stereoanlage rechnen sollte. Was man bekommt, ist ein durchsetzungsstarker Boombox-Sound mit hoher Maximallautstärke, mächtigem Bass und aussagekräftigen Höhen und Mitten. Klare Kaufempfehlung – wenn man über das hohe Gewicht und das markante Gehäusedesign hinweg sehen kann.

GIGA-Klangtipp, Kompaktlautsprecher: Teufel Rockster Go

Teufel Rockster Go

Teufel Rockster Go

Vorteile:

  • Spielt laut, ohne zu verzerren – ein echtes Kraftpaket
  • Passt mit seiner flachen Form in jeden Rucksack
  • Robust gebaut und wasserdicht

Nachteile:

  • Das markante Gehäusedesign trifft sicherlich nicht jeden Geschmack
  • Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden ist nur durchschnittlich

Teufel ist eine verhältnismäßig kleine Marke aus Berlin, die sich schon vor vielen Jahren mit THX-Surround-Sets großen Respekt unter Heimkinos-Fans erarbeitet hat. Mit gelungenen Bluetooth-Lautsprechern wie dem Teufel Boomster (2017) zeigte der Hersteller bereits, dass man es auch im Bereich der tragbaren Boxen mit den ganz großen Namen locker aufnehmen kann. Der  Rockster Go kostet vertretbare 149 Euro (UVP) und konnte im GIGA-Test stattliche 85 % abräumen.

Der 700 Gramm schwere Lautsprecher ist robust und wasserdicht, sein spassbetonter Klang tönt druckvoll und für die Größe (21 × 11 × 6 cm, siehe Datenblatt) ausgesprochen laut, wenn es mal sein muss. Der große Bruder des Rockster Go ist übrigens der Rockster Cross, der mit einem Preis von 299 Euro* aber doppelt so viel kostet.

Teufel Rockster Go direkt beim Hersteller kaufen

Preis-Leistungs-Tipp, Kompaktlautsprecher: Dockin D Cube

Dockin D Cube Bluetooth Lautsprecher

Dockin D Cube Bluetooth Lautsprecher

Die meisten tragbaren Boxen besitzen eine abgerundete Gehäuseform. Wer aus ästhetischen oder praktischen Gründen lieber das klassische Format mit klaren Kanten bevorzugt, sollte sich den Dockin D Cube für 99 Euro (UVP)* anschauen. Das Gehäuse ist quaderförmig und im wahrsten Sinne des Wortes eine Box. Der mit 17,5 x 10 x 10,3 cm recht kompakte Dockin D Cube bietet einen ehrlichen Sound (klar nach vorne abstrahlend), bei dem auch die Details in der Musik nicht zu kurz kommen.

Zwei Dockin D Cube lassen sich zu einem echten Stereopaar koppeln – das können nicht viele Modelle, meist ist nur Synchronbetrieb mehrerer Boxen möglich (z. B. beim Teufel Rockster Go). Der Dockin D Cube konnte bei der Stiftung Warentest (Ausgabe 08/2019) den zweiten Platz unter sechs Teilnehmern erringen (Note 2,4 – „gut“).

Vorteile:

  • Klassisches quaderförmiges Design und guter Klang
  • Gehäuse ist staub- und spritzwassergeschützt (IP55)
  • 3,5mm-Klinke vorhanden

Nachteile:

  • Wem die Höhen zu präsent sind, muss mit einem Equalizer in der abspielenden App nachregeln

GIGA-Klangtipp, Mini-Bluetooth-Lautsprecher: Teufel Boomster Go

Teufel Boomster Go

Teufel Boomster Go

Vorteile:

  • Lebendiger Klang: Der Sound des Teufel Boomster Go weckt auf und sorgt für Hörspaß
  • Überraschend hohe Maximallautstärke
  • Leichte Bedienung mit gummierten Hardware-Tasten
  • Wasserdicht und stoßfest
  • Zwei Boomster Go lassen sich zu einem drahtlosen Stereo-Paar koppeln

Nachteile:

  • Die leichte Höhenbetonung kann bei manchen Songs und hoher Lautstärke anstrengend sein
  • Kein Multipoint Bluetooth
  • Micro-USB statt USB-C ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß

Der Teufel Boomster Go für 99 Euro (UVP) hat sich im GIGA-Test die Wertung 86 Prozent verdient. Die robuste Box passt in große Hosentaschen (z. B. einer Cargohose) und läuft bis zu 10 Stunden mit einer Akkuladung.

Der Klang hat eine leichte Höhenbetonung und einen für die Größe recht kräftigen Oberbass. Alles in allem ein auf Hörspaß getrimmter Lautsprecher, der sich auf der Picknickdecke, in der Werkstatt oder am Fahrrad wohlfühlt. Zur Befestigung bietet sich das GoPro-kompatible Gewinde (¼ Zoll) auf der Rückseite an. Das Design ist allerdings nicht perfekt, denn der Boomster Go lässt sich trotz seines quaderförmigen Formats nicht so gut hochkant aufstellen.

Preis-Leistungs-Tipp Mini-Lautsprecher: JBL Go 2

JBL GO 2 kleine Musikbox

JBL GO 2 kleine Musikbox

Vorteile:

  • Sehr kompakte Abmessungen und guter Klang für die Größe. Besonders geeignet für Gesprächssendungen („Talkradio“ z. B. Podcasts, Hörspiele)
  • Niedriger Preis

Nachteile:

  • Das kleine Gehäusevolumen setzt dem Klang natürliche Grenzen, vor allem beim Bass – wer Musik in ganzer Vielfalt erleben will, muss sich ein deutlich größeres Modell holen

Wenn es nicht um den höchsten Musikgenuss geht, sondern eher um Hörbücher, Podcasts oder Radionachrichten, dann reicht auch ein günstiger Bluetooth-Lautsprecher im Hosentaschenformat. In der Liga spielt der sympathisch aussehende JBL Go 2 (Abmessungen: 7,1 x 8,6 x 3,2 cm, 184 Gramm), der immerhin bis zu 5 Stunden am Stück durchhält. Klanglich kann er die meisten in Smartphones eingebauten Lautsprecher locker schlagen und ist so gesehen eine nützliche kleine Anschaffung. Zum Vorgängermodell, dem JBL Go, findet ihr einen ausführlichen Testbericht auf GIGA.

Design-Tipp: Marshall Stockwell II

Marshall Stockwell II

Marshall Stockwell II

Design ist Geschmackssache, gar keine Frage. Trotzdem darf vermutet werden: Wenn 10 Menschen den Marshall Stockwell II sehen, werden 9 davon sagen: „Das ist ein schöner Bluetooth-Lautsprecher!“. Die an die 60er-Jahre erinnernde Gestaltung, die gelungenen Proportionen, die hochwertige Verarbeitung – diese Box für 199 Euro (UVP)* ist einfach eine Augenweide. Der Klang ist warm und natürlich, dank rückwärtiger Strahler auch für diejenigen, die hinter dem Stockwell II sitzen. Die schicken Drehregler für Lautstärke, Höhen und Bass setzen dem Erlebnis das Krönchen auf.

Vorteile:

  • Vintage-Design in Perfektion, schöne Drehregler für Lautstärke und Klang
  • Satter Sound, passt gut zu Rockmusik und Live-Aufnahmen

Nachteile:

  • Gewöhnungsbedürftig: Lautstärke lässt sich am Smartphone und an der Box getrennt regeln. Für den Maximalpegel müssen beide Regler aufgedreht werden

Bluetooth-Lautsprecher mit 360-Grad-Klang: Bose Portable Home Speaker

Bose Portable Home Speaker – mit integrierter Alexa-Sprachsteuerung

Bose Portable Home Speaker – mit integrierter Alexa-Sprachsteuerung

Vorteile: 

  • Satter Klang, ertönt in alle Richtungen um die Box herum
  • Gute Verarbeitung, praktischer Tragegriff

Nachteile: 

  • Innerhalb von Räumen sind 360-Grad-Sound-Lautsprecher nicht immer leicht aufzustellen, da sie idealerweise etwas Abstand zur Wand brauchen
  • Stabil gebaut, aber nicht so stoßsicher wie ein entsprechend geschützter Outdoor-Lautsprecher

Rundum-Klang hat seine Vorteile, etwa wenn der Lautsprecher mittig auf einem Tisch steht oder sich eine gesellige Runde auf einer Picknickdecke versammelt hat. Der besonders hochwertig verarbeitete Bose Portable Home Speaker für 370 Euro (UVP)* mit der GIGA-Testwertung 85 Prozent strahlt Musik in alle Richtungen ab und eignet sich von daher besonders für diese Situationen.

Wie der Name verrät, handelt es sich beim Portable Home Speaker von Bose um einen WLAN-Lautsprecher (unterstützt z. B. AirPlay 2), den man dank integriertem Akku zusätzlich auch mit ins Freie nehmen kann (dann Zuspielung per Bluetooth). Ein technisch sehr ähnlicher Konkurrent wäre etwa der Sonos Move.

Bose Portable Home Speaker bei Amazon

Diese Bluetooth-Lautsprecher sind in Deutschland besonders gefragt:

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Top 10: Die beliebtesten Bluetooth-Lautsprecher in Deutschland

Bluetooth-Lautsprecher-Test: Wie wir getestet und ausgewählt haben

Alle hier besprochenen Bluetooth-Boxen hat GIGA-Audioexperte Stefan selbst genutzt. Zu einigen der Produkte findet ihr hier auf GIGA ausführliche Testberichte, die beim jeweiligen Modell verlinkt sind. Die Testmuster wurden uns dabei von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden Lautsprecher vorgestellt, die besonderes Lob von Kunden und Fachpresse erhalten haben und sich für einen Kauf empfehlen. Das Testverfahren der Stiftung Warentest wird auf der entsprechenden Webseite erläutert. Quellen: Stiftung-Warentest-Ausgabe 01/2019, 08/2020

Bluetooth-Lautsprecher kaufen: Was man wissen muss

Klang und Lautstärke

Die Grundregel lautet, dass Gehäusevolumen durch nichts ersetzt werden kann. Durch digitale Signalverarbeitung können die Hersteller zwar das Maximum an Klang aus kleinen Abmessungen herausholen – aber letzten Endes erfordert eine partytaugliche Box mit ordentlich Bass dann doch eine gewisse Größe. Mit einem faustgroßen Würfel bringt man sicherlich kein Wohnzimmer in Tanzstimmung, mit einer Boombox mit der Größe eines Schuhkartons schon eher.

Echter Stereo-Klang

Weiträumiger Klang von zwei Seiten? Wenn einige Hersteller ein „beeindruckendes Stereopanorama“ mit nur einer Box versprechen, dann sollte man skeptisch sein. Räumlich wirkender Stereoklang erfordert zwei Lautsprecher, die mindestens eine Armlänge Abstand voneinander haben. Bei einer kompakten Box macht es so gesehen nichts aus, wenn sie nur Mono (Linker und rechter Kanal zu einem zusammengefasst) von sich gibt – eine breite „Bühne“ mit Instrumenten auf linker und rechter Seite würden sie ohnehin nicht darstellen können. Manche Bluetooth-Lautsprechermodelle lassen sich zu einem Stereopaar koppeln (meist zwei baugleiche Boxen erforderlich z. B. 2 x Dockin D Fine+). Für den Heimgebrauch empfehlen sich auch WLAN-Speaker wie Sonos One oder Apples HomePod (Stereopaar mit Airplay 2), die speziell dafür ausgelegt sind.

Akku laden

Neuere Modelle verfügen über die verdrehsichere USB-C-Buchse, so wie auch aktuelle Smartphone-Modelle. Die ältere Micro-USB-Buchse ist zwar noch nicht ausgestorben, aber in so manchem Haushalt könnte der neu erworbene Bluetooth-Lautsprecher bereits das letzte Gadget sein, das noch damit geladen wird. Die meisten Modelle mit USB-Anschluss lassen sich auch mit einer kräftigen Powerbank* unterwegs nochmal „nachtanken“. Manche der ganz großen Bluetooth-Lautsprecher lassen sich nur mit dem beiliegenden Netzteil aufladen (z. B. JBL Xtreme 2 mit 19 V). Wir empfehlen vor dem Kauf einer Box auf den verbauten Anschluss zu achten und das in die Kaufentscheidung einfließen zu lassen.

Vor den Kauf sollte man auch prüfen, ob überhaupt ein Ladegerät („Netzteil“) und USB-Verbindungskabel im Lieferumfang enthalten sind – oft ist das nämlich nicht der Fall. Die Hersteller gehen davon aus, dass man beispielsweise das Ladegerät eines Handys verwendet. Im Zweifel lohnt sich also der Kauf eines zusätzlichen Ladegeräts, sodass man jederzeit mehrere Gadgets gleichzeitig aufladen kann.

Anker 24W 2-Port USB Ladegerät mit PowerIQ

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Powerbank-Funktion

Manche Bluetooth-Lautsprecher wie der Teufel Rockster Cross für rund 300 Euro* haben eine „Powerbank-Funktion“. Das bedeutet, dass sie über einen USB-Anschluss selbst Energie abgeben können, etwa an ein Smartphone, das so wieder aufgeladen wird (natürlich auf Kosten des Lautsprecher-Akkus).

aptX und aptX HD

Je höher die Datenrate bei der Bluetooth-Übertragung, desto besser die Klangqualität – soweit die Theorie. Einige Hersteller bewerben ihre BT-Lautsprecher damit, dass sie dank aptX HD (oder LDAC oder Samsung HD) einen Klang bieten, der sich nicht von einer Audio-CD unterscheiden lasse. In der Praxis macht sich der Qualitätsunterschied zu herkömmlicher Übertragung (Bluetooth SBC) oder dem von Apple bevorzugtem AAC bei den meisten Bluetooth-Lautsprechern aber kaum bemerkbar. Einen stärkeren Einfluss auf den Klang haben hier die Quelle (z. B. Spotify mit 320 kbit/s vs. Internetradio mit 48 kbit/s) und die Aufstellung im Raum (Reflektionen). Wenn es bei hohen Lautstärken scheppert und dröhnt, ist es häufig nicht die Box selbst – sondern der wacklige Regalboden, auf dem sie platziert wurde.

Multipoint Bluetooth

Wer mehrere Abspielgeräte abwechselnd benutzt (z. B. 2 Handys oder 1 Handy und 1 Tablet), wird sich über eine Funktion namens Multipoint Bluetooth freuen. Das bedeutet, dass der Lautsprecher mit zwei Quellen gleichzeitig verbunden sein kann. Zu hören ist dann jeweils das Gerät, bei dem zuletzt der Play-Button gedrückt wurde. Dieser „fliegende Wechsel“ erspart den Umweg über das Bluetooth-Menü des Abspielgeräts. Eines der wichtigsten und zugleich stark unterschätzen Features, auf das man achten sollte.

Freisprechfunktion

Es gibt Situationen, da ist eine Freisprechfunktion („Speakerphone“) nützlich. Damit das möglich ist, muss im Bluetooth-Lautsprecher ein Mikrofon verbaut sein. Man denke an ein Telefonat mit vielen Teilnehmern auf einer Seite, die alle mithören und mitreden wollen. Auch denkbar ist eine Nutzung der Freisprecheinrichtung im Auto, wenn man die Box zuvor sicher verstaut und mit dem Handy gekoppelt hat.

WLAN

Die meisten Bluetooth-Lautsprecher unterstützen kein WLAN. Es gibt aber auch Ausnahmen wie den tragbaren Libratone Zipp 2 (Straßenpreis 200 Euro), der Musik auch mit Apples Airplay 2 entgegennimmt. Außerdem können manche stationäre WLAN-Multiroomlautsprecher auch Bluetooth empfangen, etwa der Bose Home Speaker 500 (Straßenpreis 330 Euro) – diesem fehlt andererseits die Batterie, er ist nur für den Betrieb in Wohnungen gedacht.

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