Bloatware entfernen: so löscht ihr nervige Apps vom Smartphone

Robert Schanze

Vorinstallierte Apps auf Smartphones nennt man Bloatware. Warum das ein Speicherplatzfresser ist und wie ihr Bloatware löschen könnt, erfahrt ihr hier auf GIGA.

Was ist Bloatware?

Wenn ihr ein neues Smartphone auspackt, dort aber ab Werk ungewollte oder nutzlose Apps vorinstalliert sind, nennt man das Bloatware (= aufgeblähte Software). Smartphone-Hersteller gehen dann oft Verträge mit diesen App-Entwickern ein, um mehr Geld zu verdienen. Kommt die Bloatware vom Smartphone-Hersteller selbst – beispielsweise eigene Mail-, Kalender- oder Musik-Apps – versucht er dadurch Kunden in sein eigenes Ökosystem zu ziehen. Hat sich der Nutzer einmal an die Apps gewöhnt, möchte er dies ein der Regel dann auch auf einem neuen Smartphone weiter nutzen. Außerdem generieren Hersteller mit den Apps Kundeninformationen, die sich für Werbezwecke verkaufen lassen.

Nachteile von Bloatware:
  • Apps verbrauchen Speicherplatz
  • Apps verbrauchen Akku
  • Apps generieren Nutzerinformationen für Werbezwecke
  • Bloatware kann gehackt werden und ein Sicherheitsrisiko sein

Für die Nutzer sind diese vorinstallierten Apps aber meistens nur unnütz und nervig: Sie belegen Speicherplatz und verbrauchen oft noch wertvolle Akkuenergie, weil sie ständig im Hintergrund laufen. Oft ist Bloatware auch halbherzig programmiert und recht fehleranfällig. Dadurch kann sie ein Sicherheitsrisiko sein, wenn sich die Apps von Angreifern leicht hacken lassen. Daher ist es sinnvoll, Bloatware von Smartphones zu entfernen, sofern das möglich ist.

Bilderstrecke starten(21 Bilder)
Smartphone-süchtig? Diese 15 Tipps könnten helfen

Android: Bloatware entfernen

Erfahrene Android-Nutzer können ihr Smartphone rooten und so ungewollte Apps schnell deinstallieren. Denn mit Root-Rechten habt ihr vollen Zugriff auf euer Gerät und könnt alles vollständig deinstallieren, was euch nicht gefällt. Laien sollten sich nicht daran wagen, da man schnell auch wichtige System-Apps löschen kann, ohne die das Smartphone nicht mehr funktioniert. Root-Rechte bekommt man in der Regel, indem ein bestimmtes Skript ausführt, das einen durch Ausnutzung einer Sicherheitslücke dann zum „Super-User“ macht. Beachtet allerdings, dass bei vielen Herstellern dann die Garantie des Smartphones erlischt.

Manchmal lassen sich Apps auch ohne Root über die Einstellungen zumindest deaktivieren:

  1. Öffnet die „Einstellungen“.
  2. Tippt auf „Apps & Benachrichtigungen“ oder einen ähnlichen Menüpunkt.
  3. Euch werden alle installierten Apps gezeigt.
  4. Tippt auf die gewünschte App und auf den Button „Deinstallieren“ beziehungsweise „Deaktivieren“.
  5. Sind die Buttons dafür ausgegraut, benötigt ihr Root-Rechte, um die Apps auszuschalten beziehungsweise zu löschen.
  6. Falls sich die App deinstallieren/deaktivieren lässt, ist sie nicht mehr im Hintergrund aktiv und belegt nicht mehr soviel Speicherplatz.

iOS: Bloatware entfernen

Seit der iOS-Version 10 könnt ihr auf Apple-iPhones auch Apps deaktivieren. Apps wie FaceTime oder iBooks könnt ihr vom Homescreen entfernen. Dadurch werden die Apps aber nicht gelöscht, aber wenigstens sieht der Homescreen aufgeräumter aus.

  1. Haltet den Finger länger auf die jeweilige App gedrückt, bis sie wackelt.
  2. Tippt auf das kleine Kreuz und wählt „Entfernen“ aus.
  3. Drückt abschließend die Home-Taste.

Welchen Namen wird Google für Android 10.0 "Q" wählen?

Google steht vor einer schwierigen Aufgabe mit der nächsten Namensgebung von Android-Version 10.0 "Q". Nicht viele Süßigkeiten und Gebäcke fangen mit dem Buchstaben an. Wird Google sein Schema beibehalten? Was glaubt ihr, wie Android Q heißen wird? Lasst es uns wissen!
Robert Schanze
Robert Schanze, GIGA-Experte für Windows, Android, Linux und Software.

Ist der Artikel hilfreich?

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung