Sport, Fashion, Militär oder Business – für jedes Szenario gibt's die passende Armbanduhr von Casio G-Shock. GIGA-Redakteur Stefan stellt seine persönlichen Empfehlungen vor.

Im Jahr 1983 wurde eine Legende geboren: Der Uhrendesigner Kikuo Ibe entwarf mit seinem Team die erste Casio G-Shock. Die stoßfeste und wasserdichte Armbanduhr ist heute noch relevant. Denn auch wenn Minicomputer Smartwatches wie die Apple Watch längst die Verkaufscharts anführen und technisch (scheinbar) haushoch überlegen sind, halten weiterhin zahlreiche Fans weltweit zu Casios unverwüstlichen Digitaluhren. Interessant ist dabei die Vielseitigkeit der Argumente: Manche Träger:innen schwören einfach das ikonische Design, für andere wiederum ist ein integrierter Höhenmesser entscheidend. Sicherlich ist es auch der Mythos der ewigen Haltbarkeit, der als Kauf- und Sammelargument zählt.

Die Klassische: GW-M5610-1ER

Die erste G-Shock, die DW-5000C von 1983 (siehe Bild auf Wikipedia) ist heute ein begehrtes Sammlerstück, für das auf eBay mehrere Hundert Euro verlangt werden. Wer auf der Suche nach einem aktuellen Modell ist, das dem Urahnen vom Design her nahe kommt, wirft am besten einen Blick auf die „Origin“-Serie von Casio. Dazu gehört etwa die GW-M5610-1ER, die sich mit ihrem schwarzen Resingehäuse und der roten Markierung klar am Oldtimer DW-5000C orientiert.

Casio G-Shock GW-M5610-1ER

Casio G-Shock GW-M5610-1ER

Technisch ist die GW-M5610-1ER gehobener Standard: So empfängt die Armbanduhr die exakte Uhrzeit per Funksignal (Funkuhr) und kann Sonnenenergie im integrierten Akku speichern (Solaruhr). Dass sie stoßfest ist und über eine Wasserdichtigkeit bis 20 Bar (gemäß ISO 22810) verfügt, das ist bei einer G-Shock nichts Besonderes, sondern gehört ganz selbstverständlich dazu. Auch nice: Die pechschwarze DW-5600BB-1ER (ohne Solar & Funk).

Die Transparente: DW-5600SKE-7ER

Noch ein Vertreter der 5600er-Serie: Die DW-5600SKE-7ER steckt zwar im ikonischen achteckigen Gehäuse, wirkt aber dennoch futuristischer und leichter als die GW-M5610-1ER. Die mit dem Namenszusatz „Skeleton“ versehene DW-5600SKE-7ER ist transparent.

G-Shock GW-M5610-1ER: Das transparente Gehäuse zieht Blicke auf sich (Bild: Casio)
Casio G-Shock DW-5600SKE-7ER

Casio G-Shock DW-5600SKE-7ER

Weitere transparente G-Shock-Modelle sind etwa die GA-2100SKE-7AER oder die GA-900SKE-8AER, beide mit rundem Gehäuse.
So ein „durchsichtiger“ Look ist freilich Geschmacksache – aber immerhin betritt man damit Pfade, die bereits Ex-Apple-Chefdesigner Jony Ive und andere beschritten haben. Mehr dazu in unserer Bilderstrecke:

Die Luxus-G-Shock: GMW-B5000D-1ER

Eine Armbanduhr für die Ewigkeit? Die GMW-B5000D-1ER im Edelstahlgehäuse ist mein persönlicher Favorit. Hier treffen das legendäre Design, zeitgemäße Technik und eine überragende Verarbeitungsqualität aufeinander. Sie ist eines der wenigen Modelle „Made in Japan“ (siehe Blogpost von G-Central, englisch). Wer drauf steht, holt sich die goldfarbene Version.

G-Shock GMW-B5000D-1ER: Ein Traum in Edelstahl (Bild: Casio)
Casio G-Shock GMW-B5000D-1ER

Casio G-Shock GMW-B5000D-1ER

Die GMW-B5000D-1ER verfügt über Funk, Solar und sogar Bluetooth. Letzteres dient dazu, die Armbanduhr mit dem Handy zu koppeln. Die App „G-SHOCK Connected“ bietet allerdings nur ein paar erweiterte Einstellungen (Weltzeit, Beleuchtung etc.) – sie macht die GMW-B5000D-1ER aber keineswegs „smart“ im Sinne einer Smartwatch. Man sollte die GMW-B5000D-1ER eher als finale Form der G-Shock-Evolution betrachten: Preislich und optisch Overkill, aber im Herzen der Tradition verpflichtet.

Die smarte G-Shock: GSW-H1000

Ist das ein logischer Schritt oder eine Abkehr von alten Werten? Die erste Android-Smartwatch mit Wear OS von G-Shock ist die GSW-H1000. Vom Design her ganz klar eine G-Shock, aber eben mit modernen Features ausgestattet, um im technischen Wettbewerb mit Apple Watch und Samsung Galaxy Watch mithalten zu können.

Google Maps auf der neuen G-Shock GSW-H1000. (Bild: Casio.)

Der Preis von 699 Euro (UVP) erscheint erstmal heftig, aber auch die GSW-H1000 kann mit bewährten G-Shock-Qualitäten aufwarten, die im Smartwatch-Bereich nicht selbstverständlich sind: Sie ist wasserdicht (bis 200 Meter), hat einen Gehäuseboden aus Titan (Korrosionsschutz) und verfügt über ein besonders stoßfestes Gehäuse.

Weitere Smartwatches stellen wir in der Kaufberatung vor:

Wer bereits eine Apple Watch besitzt und trotzdem etwas G-Shock-Flair am Handgelenk tragen möchte, kann sich freuen: Dritthersteller bieten auf Amazon verschiedene Armbänder an, die aus einer Apple Watch zumindest optisch eine „G-Shock“ machen, etwa das amBand, das SupCase oder das Spigen Rugged Armor Pro.

Vielleicht ist es am Ende aber doch vernünftiger, sich eine richtige Casio G-Shock zu kaufen. Die kommt immer dann zum Einsatz, wenn echte Action angesagt ist oder der Smartwatch-Akku mal wieder leer ist und geladen werden muss. Ich habe eine ältere G-Shock in der Schublade, die seit nunmehr 7 Jahren mit der selben Batterie läuft – da kann bis heute keine Smartwatch mithalten.