Wenn ihr euch keine gewöhnliche Kreditkarte besorgen könnt oder möchtet, gibt es auch die Möglichkeit einer Prepaid-Kreditkarte, ganz ohne Schuldenfalle. Wir haben uns fünf Prepaid-Kreditkarten angesehen, sie untereinander verglichen und die wichtigsten Informationen für euch auf einen Blick zusammengefasst.

 
American Express
Facts 

Prepaid-Kreditkarten ohne Schufa & für volle Kostenkontrolle

Eine Prepaid-Kreditkarte löst viele Probleme: Wer viel über das Internet einkauft sowie Reisebuchungen online tätigt, weiß, dass in manchen Fällen nur Kreditkarten wie zum Beispiel Visa, MasterCard oder American Express als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Die meisten von uns verfügen jedoch nur über eine EC-Karte, da für Kreditkarten oft eine Jahresgebühr fällig wird. Außerdem bergen Kreditkarten die Gefahr mangelnder Kostenkontrolle. Wie der Name schon sagt, gewährt die Karte einen Kredit – man bezahlt mit Geld, welches man eventuell gar nicht hat.

Der Vorteil einer Prepaid-Kreditkarte ist, dass mit ihr nur gezahlt werden kann, wenn sie im Vorfeld mit Geld aufgeladen wurde. Man behält also komplett den Überblick, wie viel Geld man mit der Kreditkarte ausgibt. Man kann also trotz des Namens keinen Kredit über die Karte aufnehmen, den man dann in Raten abbezahlt. Aufladbare Kreditkarten sind deshalb auch besonders für Jugendliche geeignet. Da man sich nicht verschulden kann, ist meistens keine Bonitätsprüfung durch die Schufa erforderlich – ein weiterer Vorteil dieses Zahlungsmittels.

Prepaid-Kreditkarten: 5 beliebte Karten im Vergleich

Wir haben uns im Folgenden nur Prepaid-Kreditkarten angesehen, für die man kein extra Girokonto bei der herausgebenden Bank eröffnen muss, sondern das Aufladen bequem über seine bestehenden Zahlungsmöglichkeiten abwickeln kann.

Anbieter Payback Meine Volksbank Raiffeisenbank Postbank Commerzbank Reisebank
Bezahlsystem Visa Mastercard Visa Mastercard Mastercard
Mindestalter 18 Jahre 12 Jahre 14 Jahre 14 Jahre 18 Jahre
Kosten pro Jahr 1. Jahr gratis,
danach 29 €
20 €
ab 18 Jahren
29 € 39,90 €
ab 18 Jahren
1. Jahr 29 €
danach 15 €
Fremdwährungsgebühren 1,75 % 1,90 % 1,89 % 1,75 % 1,5 %
Bargeldabhebung Inland gratis keine Angaben ab 2,50 % des Umsatzbetrages, mind. 5,00 € 1,95 % des Umsatzbetrages, mind. 5,98 € ab 1% des Umsatzbetrages, mind. 2,85 €
Bargeldabhebung Ausland 1,75 % des Umsatzbetrages keine Angaben ab 2,50 % des Umsatzbetrages, mind. 5,00 € 1,95 % des Umsatzbetrages, mind. 5,98 € ab 1% des Umsatzbetrages, mind. 2,85 €
Vor- & Nachteile
  • 1 Punkt je 5 € Kartenumsatz
  • Kein Verfall der Payback Punkte
  • 10 % Rabatt bei Einkaufsgutscheinen
  • ab 2. Jahr 29 €/Jahr
  • Ab 12 Jahren
  • Kostenlos für Minderjährige
  • 20 €/Jahr für Volljährige
  • Ab 14 Jahren
  • 29 €/Jahr
  • Ab 14 Jahren
  • Kostenlos für Minderjährige
  • 39,90 €/Jahr für Volljährige
  • Maximal 600 € pro Tag am Automaten, selbst wenn Guthaben höher ist
  • 3 % bei Kasino-, Wett- und Glücksspielumsätzen
  • Mindestbetrag Barabhebung 20,00 €
  • Maximal 600 € pro Tag am Automaten, selbst wenn Guthaben höher ist

Payback

Bei der Guthabenkarte von Payback handelt es sich um eine Prepaid-Kreditkarte von Visa, die ohne Schufa beantragt werden kann. Im ersten Jahr ist sie gratis, ab dem zweiten kostet sie allerdings 29 Euro im Jahr. Beim Bezahlen in Fremdwährung müsst ihr 1,75 Prozent abdrücken, das gilt auch für's Geld abheben im Ausland. Geld abheben in Deutschland ist kostenfrei. Zusätzlich sammelt ihr bei Payback mit jedem Einkauf einen Punkt pro ausgegebenen 5 Euro, auch außerhalb des Payback-Partnerprogramms. Als Willkommensbonus gibt es außerdem noch 150 Punkte obendrauf.

Meine Volksbank Raiffeisenbank

Auch die Prepaid-Mastercard der Raiffeisenbank kann ohne Bonitätsprüfung und bereits ab 12 Jahren beantragt werden. Zudem ist sie bis zum 18. Lebensjahr gratis. Danach kostet sie 20 Euro im Jahr und ist somit die günstigste der vorgestellten Karten. Die Fremdwährungsgebühr beträgt 1,9 Prozent. Allerdings bestimmt die ausstellende Bank je nach Bundesland selbst, welche Gebühren fürs Geld abheben im In- sowie Ausland fällig werden. Informiert euch bei Interesse am besten vorab, welche Konditionen bei euch gültig sind.

Postbank

Auch die Postbank bietet eine Prepaid-Kreditkarte von Visa an, die ebenfalls ohne Schufa-Bonitätsprüfung auskommt. Sie kann ab dem 14. Lebensjahr beantragt werden und kostet 29 Euro im Jahr. Die Fremdwährungsgebühren betragen 1,89 Prozent vom Umsatz und bei Bargeldabhebungen außerhalb der Eurozone zahlt ihr 2,5 Prozent oder mindestens 5 Euro Auslandseinsatzgebühren.

Commerzbank

Bei der Commerzbank bekommt ihr eine Prepaid-Kreditkarte von Mastercard. Sie kann ebenfalls ab 14 beantragt werden, ist bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs kostenlos und darüber hinaus für 39,90 Euro im Jahr zu haben. Für den Einsatz in einem Land mit anderer Währung zahlt ihr 1,75 Prozent des Umsatzes und für das Abheben von Bargeld 1,95 Prozent des Umsatzbetrages, aber mindestens 5,98 Euro im In- und Ausland.

Reisebank

Die Reisebank bietet ebenfalls eine Prepaid-Mastercard an. Diese kann erst ab 18 Jahren beantragt werden und kostet im ersten Jahr 29 Euro. Ab dem zweiten Jahr sinkt die jährliche Gebühr auf 15 Euro. Auch die Reisebank verlangt 1,5 Prozent Gebühren für das Bezahlen in einer anderen Währung als dem Euro. Beim Geld abheben an Reisebank-Automaten zahlt ihr 1 Prozent des Umsatzbetrages und mindestens 2,85 Euro, bei Barabhebung an fremden Geldautomaten mit Mastercard-Akzeptanz 2 Prozent des Umsatzbetrages und mindestens 5 Euro und bei Barauszahlung in einer Reisebank-Geschäftsstelle 3 Prozent und ebenfalls mindestens 5 Euro.

Seid ihr auf der Suche nach einer Kreditkarte mit Überziehungsmöglichkeit? Dann solltet ihr euch die 7 besten kostenlosen Kreditkarten ansehen:

Kreditkarte ohne Schufa: Wie funktioniert eine Prepaid-Kreditkarte?

Eine Prepaid-Kreditkarte muss man sich so ähnlich vorstellen wie einen Gutschein. Bevor sie benutzt werden kann, muss sie erst mit Guthaben aufgeladen werden und sie gewährt, trotz des Namens, keinen Kredit. Somit ist ein Überziehen und die damit verbundenen hohen Zinsen nicht möglich. Aus diesem Grund braucht es allerdings auch keine Bonitätsprüfung bei der Schufa, die sonst bei gewöhnlichen Kreditkarten unabdingbar ist.

Wo kann ich mit Prepaid-Kreditkarten bezahlen?

Grundsätzlich kann man mit Prepaid-Kreditkarten so gut wie überall bezahlen, wo auch reguläre Visa- und Mastercard-Karten akzeptiert werden. Aber dennoch gibt es einige Ausnahmen. So werdet ihr sehr wahrscheinlich keinen Mietwagen leihen können oder bei einigen Hotels, die eine Garantie oder Kaution verlangen, Probleme bekommen. Aus diesem Grund solltet ihr euch vor der Buchung am besten genauestens informieren, ob eure Prepaid-Karte auch akzeptiert wird.

Fazit: Vor- und Nachteile einer Prepaid-Kreditkarte

Der größte Vorteil einer Prepaid-Kreditkarte ist die volle Kostenkontrolle. Da die meisten Guthabenkarten bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs kostenlos sind, eignen sie sich bestens für Kinder und können zum Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Geld genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Bonitätsprüfung bei der Schufa vonnöten ist und so auch Personen mit einem negativen Schufa-Score ganz leicht an eine Visa oder Mastercard kommen können. Allerdings sind die Karten in der Regel nicht kostenlos und zudem vergleichsweise teuer. Auch gibt es keine Karte ohne Fremdwährungsgebühren oder inklusive kostenlosem Bargeldabheben im Ausland.

Prepaid-Kreditkarten sind also dann empfehlenswert, wenn man sie für seine Kinder anlegen oder der Bonitätsprüfung der Schufa aus dem Weg gehen möchte.