Die besten 3D-Drucker 2019: Welchen 3D-Printer soll ich kaufen – und was muss ich wissen?

Laura Li Tung 3

In den letzten Jahren ist die Auswahl der 3D-Drucker im Consumer-Bereich so angestiegen, dass sich gerade Einsteiger nur schwer einen Überblick verschaffen können. Ein geeignetes Gerät für seine Bedürfnisse zu finden, fällt da schwer. Egal ob Anfänger, fortgeschritten oder Profi: GIGA-Expertin Laura erklärt, welche 3D-Drucker sich 2019 wirklich lohnen – und worauf man beim 3D-Drucker-Kauf wirklich achten muss.

Der beste 3D-Drucker für Einsteiger: Anycubic i3 Mega

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Auf diesen 3D-Drucker ist Verlass! Wer sich gerade als Einsteiger ein Gerät ins Haus holen möchte, das sowohl vielseitig als auch verlässlich ist, der ist hier an der richtigen Adresse. Der Anycubic i3 Mega ist ein günstiger Drucker, der trotz vergleichsweise minderwertiger Teile eine konstant annehmbare Druckqualität bietet. Ich selbst habe einen zuhause und bin mehr als zufrieden.

Der Start ist denkbar einfach: Er ist vormontiert und druckt vom Fleck weg. Anschließen, Slicing-Software installieren und los gehts – so könnte es öfter sein! Die unter euch, die hauptsächlich mit PLA und PET drucken möchten, haben hier einen guten Kandidaten gefunden. Auch das Ultrabase-Druckbett ist schnell aufgeheizt, das Material haftet gut und löst sich nach dem Abkühlen unproblematisch ab. Lediglich der Filament-Sensor funktionierte nicht immer einwandfrei, sodass ich ihn abmontieren musste.

Tipp: Haltet euer Druckbett sauber, sonst wars das mit dem Print. (Achtung: Die Anycubic Ultrabase* verträgt kein Aceton.)

  • Vorteile: Preisgünstig, flexibel, gute Druckqualität
  • Nachteile: Qualitativ minderwertige Teile, unzuverlässiger Filament-Sensor

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Der beste 3D-Drucker für Fortgeschrittene: Creality CR-10

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Man glaubt es kaum, aber der Creality CR-10 löste 2017 großen Wirbel in der 3D-Druck-Community aus und auch heute kann er locker mit den neueren Modellen mithalten. Nicht nur das super Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch der Druckraum von 300 x 300 x 400 mm macht ordentlich etwas her. Mit ein paar Upgrades lässt er sich sogar auf 500 x 500 x 500 mm aufstocken – damit lässt er andere 3D-Drucker locker Staub fressen.

Dieser 3D-Drucker eignet sich für jeden, der maximale Leistung genießen möchte, aber nicht gern viel Geld ausgibt – einen kleinen Haken hat der Creality CR-10 jedoch: Er ist vor allem was für Tüftler, denn die besten Ergebnisse lassen sich nur durch optimale Einstellungen erzielen und die wiederum muss man erstmal finden.

  • Vorteile: riesiger Druckraum, gute Druckqualität, zuverlässig, große Nutzergemeinde
  • Nachteile: nicht sehr einsteigerfreundlich

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Der beste 3D-Drucker für Profis: Original Prusa i3 MK3S

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Sag Hallo zu dem am häufigsten verwendeten 3D-Drucker der Welt. Als OpenSource-Drucker, designt von Josef Prusa, besitzt der Prusa i3 MK3S eine große internationale Fangemeinde und egal, ob du dich für den Bausatz* (769 Euro) oder das vormontierte Gerät* (rund 1000 Euro) entscheidest, du erhälst einen großartigen Drucker, der dich nicht im Stich lassen wird.

Neben Funktionen wie dem abnehmbaren, magnetischen Druckbett, besitzt er einen verbesserten Extruder, einen verlässlicheren Filament-Sensor und eine Funktion namens „Power Panik“, die den Drucker auch bei einem Stromausfall oder versehentlichem Steckerziehen reibungslos weiterdrucken lassen. Zudem ist Josef Prusa dafür bekannt, seinen Drucker stets zu verbessern. Man darf gespannt bleiben!

  • Vorteile: extrem große Userbase, herausragende Qualität, viele Anpassungsmöglichkeiten
  • Nachteile: Druckbetthaftung nicht einwandfrei, sehr viele Updates

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Der beste Resin-Drucker: Formlabs Form 2

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Du bist Ingenieur, Zahntechniker oder willst Schmuck herstellen? Dann bist du hier genau richtig! Dieser Desktop-3D-Drucker stellt via Stereolithographie (SLA)  hervorragende Drucke her und auch wenn es bereits ein neueres Modell gibt, kann sich der Form 2 durchaus sehen lassen. Das Basispaket ist generalüberholt zu einem deutlich günstigeren Preis (etwa 2.400 Euro) erhältlich und in seiner Kategorie und Preisklasse der beste Drucker.

Dieses Premiumgerät ist mit einem Abziehmechanismus ausgestattet, einem Heizbehälter, einem Touchscreen-Bedienfeld, WLAN-Verbindung und einem automatischen Material-System. Bei SLA wird im Vergleich zu normalen Druckern flüssiges Kunstharz in einem Behälter mit Lasern bestrahlt, um Schicht für Schicht ein 3D-Modell zu formen.

Tipp: Bei SLA-Druckern muss muss der 3D-Druck nachbearbeitet und auch die Kunstharztanks müssen regelmäßig ausgetauscht werden.

  • Vorteile: Brillante Druckqualität, guter Kundenservice, einfach zu bedienen
  • Nachteile: Drucke müssen nachbearbeitet werden, Rohstoffkosten sind sehr hoch

Tipp: Formlabs selbst ist so überzeugt vom Form 2, du kannst dir sogar einen kostenlosen Probedruck bestellen.

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Der beste Budget-Resin-Drucker: Anycubic Photon

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Wer einen Resin-Drucker ausprobieren möchte, aber die extrem hohen Kosten scheut, ist mit dem Anycubic Photon gut beraten. Es ist erstaunlich, wie so ein kleiner, günstiger Kasten so gute Drucke herstellt. Auch dieser 3D-Drucker wird fast komplett zusammengebaut geliefert. So wie sein kleiner Bruder i3 Mega ist auch der Photon absolut „good to go“.

Im Vergleich zu anderen FDM-Druckern bietet der Anycubic Photon mit seinen 115 x 65 x 155 mm Bauraum jedoch wenig Platz, um ausschweifende Modelle zu erstellen. Auch für Zahntechniker, Schmuckdesigner oder professionelle Modellbauer ist der Drucker nicht geeignet, denn eines ist er ganz bestimmt nicht: Sauber. Solltest du dir einen Photon besorgen, sind klebrige Tische und Finger vorprogrammiert.

Tipp: Es ist ratsam einen Aktivkohlefilter mitzubestellen, denn der Geruch, der bei der Verarbeitung des Resins entsteht, kann ziemlich stark sein.

  • Vorteile: niedriger Preis, super Druckqualität
  • Nachteile: Rohstoffkosten sind hoch, ohne Filter stinkts

3D-Drucker kaufen: Was man wissen muss

Du hättest gern einen 3D-Drucker, weißt aber nicht, wie du den Einstieg in den doch unübersichtlichen Markt finden kannst? Kein Problem! Neben den von uns vorgestellten Modellen, gibt es viele, die noch günstiger sind, aber umso mehr, die die Budgetskala nach oben hin sprengen. Wenn du dir einen 3D-Drucker kaufst, solltest du wissen, worauf zu achten ist. Deswegen hier ein paar der wichtigsten Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du einen Drucker kaufst.

Wie hoch ist dein Budget?

Bist du Anfänger, fortgeschritten oder möchtest beruflich damit arbeiten, wirst du unterschiedlich viel Budget einplanen. Das niedrigste Preissegment startet bei 3D-Druckern etwa bei 200 Euro und umfasst normalerweise FDM/FFF-Technologie-Kits (FDM/FFF bezeichnet die klassische Schmelzschichtung), die du selbst zusammenbauen musst. Ab 300 Euro hingegen gibt es schon brauchbare Startermodelle, wie den oben erwähnten Anycubic i3 Mega*. Auch bis 1000 Euro wirst du vorwiegend auf Drucker aus dem FDM-Segment stoßen, mit dem Unterschied, dass du die meisten dieser Modelle nicht mehr selbst zusammen bauen musst.

Wenn du den 3D-Drucker beruflich verwenden möchtest, lohnt es sich definitiv mehr Budget aufzubringen. Das höhere Preissegment schaltet neue Technologien frei, die detailreichere Drucke ermöglichen. 1000 bis 5000 Euro kosten beispielsweise hochwertige FDM/FFF-Drucker oder solche, die Stereolithographie (SLA) nutzen. (Herstellung von 3D-Modellen aus einem UV-empfindlichen Harz.) Eine Ausnahme bildet auch hier der Photon von Anycubic*.

Mit welchem Material möchtest du drucken?

Dass Budget und Material Hand in Hand gehen, dürfte jetzt klar sein. Technologien wie FDM zum Beispiel sind hauptsächlich dafür geeignet, mit Kunststoff zu drucken. Filamentspulen* gibt es bereits ab 20 Euro zu kaufen. Abhängig von dem Nutzen können Preise jedoch stark variieren. Soll das Material löslich, mit Kohlefaser, flexibel etc. sein, steigen die Kosten. Auch gibt es das Material in allen erdenklichen Farben: Regenbogenfarben* zum Beispiel.

Möchtest du hingegen mit SLA-Technologien starten, läge das hierbei eingesetzte Harz mit Photopolymeren bei etc. 70 Euro aufwärts. Das jedoch gibt es bisher in nicht vielen Farbvariationen.

Wie groß möchtest du drucken?

Sobald du die ersten beiden Fragen geklärt hast, solltest du überlegen, wie groß du drucken möchtest. Auch ist es wichtig zu wissen, welche Mengen du für deine Projekte absetzen möchtest. Ist der Druckraum zu klein, sollte man zum Beispiel auch eine 3D-Software in Erwägung ziehen, die das Modell in verschiedene Teile schneiden kann, die nach dem Druck wieder zusammen gesetzt werden können. Bei der FDM/FFF-Technologie gibt es häufig größere Druckräume, während man bei SLA mit kleineren rechnen muss.

Noch Fragen?

Wer jetzt noch unbeantwortete Fragen hat, kann gerne einen Kommentar hinterlassen. Ich werde mich nach bestem Wissen um die Beantwortung kümmern, damit jeder, der interessiert ist, eine passenden Deckel (Drucker) findet.

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