Die besten Bluetooth-Lautsprecher 2019: Welche Box soll ich kaufen?

Stefan Bubeck 4

Welche Bluetooth-Box hat den besten Klang, den meisten Bass und die längste Akkulaufzeit? Nun, das kommt auf die Größe und den Preis an. GIGA-Audioexperte Stefan verschafft dir den Überblick über die besten tragbaren Bluetooth-Lautsprecher und gibt dir aktuelle Kaufempfehlungen.

Der beste Outdoor-Bluetooth-Lautsprecher: JBL Xtreme 2

Wasserdicht und robust sind viele Lautsprecher, auch der JBL Xtreme 2 für 299 Euro (UVP)*. Seine Besonderheit liegt in der einzigartigen Kombination aus fettem Sound und einem coolen Boombox-Look, der besonders zur Geltung kommt, wenn man sich die „Röhre“ lässig mit dem beiliegenden Schultergurt umhängt. Im GIGA-Test haben wir eine Wertung von 84 Prozent vergeben.

  • Vorteile: Klanglich pegelfest und druckvoll. Ideal für den Sommerurlaub auf dem Campingplatz. 5 Farbvarianten stehen zur Auswahl, unter anderem stylisches Camouflage.
  • Nachteile: Der auf Spaß getrimmte Sound ist nichts für klangliche Feingeister.

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Der schönste Bluetooth-Lautsprecher: Marshall Stockwell II

Design ist Geschmackssache, gar keine Frage. Trotzdem darf vermutet werden: Wenn 10 Menschen den Marshall Stockwell II sehen, werden 9 davon sagen: „Das ist ein schöner Bluetooth-Lautsprecher!“. Die an die 60er-Jahre erinnernde Gestaltung, die gelungenen Proportionen, die hochwertige Verarbeitung – diese Box für 249 Euro (UVP)* ist einfach eine Augenweide. Der Klang ist warm und natürlich, dank rückwärtiger Strahler auch für diejenigen, die hinter dem Stockwell II sitzen. Die schicken Drehregler für Lautstärke, Höhen und Bass setzen dem Erlebnis das Krönchen auf.

  • Vorteile: Vintage-Design in Perfektion, gepaart mit sehr guter Leistung.
  • Nachteile: Gewöhnungsbedürftig: Lautstärke lässt sich am Smartphone und an der Box getrennt regeln. Für den Maximalpegel müssen beide Regler aufgedreht werden.

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Der Bluetooth-Lautsprecher mit dem besten Klang: Bang & Olufsen Beolit 17

Beolit 17: Bluetooth-Lautsprecher.

Für klassische Musik sind die meisten Bluetooth-Lautsprecher nur bedingt geeignet, da sie sehr hohe und sehr tiefe Töne leicht verfälscht wiedergeben oder sogar weglassen. Das macht bei einem Popsong wenig aus, aber audiophile Hörer wünschen sich nun mal eine natürliche und originalgetreue Wiedergabe, wie sie eigentlich nur eine Stereoanlage oder ein guter Kopfhörer bieten kann. Der Bang & Olufsen Beolit 17 versucht, dem Anspruch gerecht zu werden: In ihm sind ein Breitbandtieftöner, zwei passive Bassstrahler und drei Hochtöner verbaut – ein immenses Aufgebot, das andere Bluetooth-Boxen locker in den Schatten stellt. Das Ergebnis ist ein herausragender Klang, der anspruchsvollen Musikgenuss auch mobil zugänglich macht. Eine (etwas teure) Investition, die nicht nur Klassik-Fans zufriedenstellen wird.

  • Vorteile: Detailreicher und hervorragend abgestimmter Klang, gut für klassische Musik; Vorbildliche Verarbeitungsqualität
  • Nachteile: Mit 2,7 kg Gewicht nur eingeschränkt mobil; Sollte frei stehen, da sonst der kräftige Bass dominieren könnte

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Der beste kompakte Bluetooth-Lautsprecher: Teufel Rockster Go

Teufel ist eine verhältnismäßig kleine Marke aus Berlin, die sich schon vor vielen Jahren mit THX-Surround-Sets großen Respekt unter Heimkinos-Fans erarbeitet hat. Mit gelungenen Bluetooth-Lautsprechern wie dem Teufel Boomster (2017) zeigte der Hersteller bereits, dass man es auch im Bereich der tragbaren Boxen mit den ganz großen Namen locker aufnehmen kann. Der neueste Wurf Rockster Go kostet vertretbare 149 Euro (UVP) und konnte im GIGA-Test stattliche 85 % abräumen. Der 700 Gramm schwere Rockster Go ist robust und wasserdicht, sein spassbetonter Klang tönt druckvoll und für die Größe (21 × 11 × 6 cm, siehe Datenblatt) ausgesprochen pegelfest. Der große Bruder des Rockster Go ist übrigens der Rockster Cross, der mit einem Preis von 299 Euro* aber doppelt so viel kostet.

  • Vorteile: Spielt sehr laut ohne zu verzerren, passt mit seiner flachen Form in jeden Rucksack, robust gebaut.
  • Nachteile: Sportliches Design passt nicht zu jedem Geschmack. Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden ist nur durchschnittlich.

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Der beste 360-Grad-Bluetooth-Lautsprecher: Bose Soundlink Revolve

Rundum-Klang hat seine Vorteile, etwa wenn der Lautsprecher mittig auf einem Tisch steht oder sich eine gesellige Runde auf einer versammelt hat. Der besonders hochwertig verarbeitete Bose Soundlink Revolve für 199 Euro (UVP)* mit der GIGA-Testwertung 81 % strahlt Musik in alle Richtungen ab und eignet sich von daher besonders für diese Situationen.

  • Vorteile: Klang ertönt in Top-Qualität in alle Richtungen um die Box herum. Das Gehäuse besitzt eine sehr hohe Qualität (Nahtloses Aluminium).
  • Nachteile: Innerhalb von Räumen sind 360-Grad-Sound-Lautsprecher nicht immer leicht aufzustellen, da sie idealerweise etwas Abstand zur Wand brauchen.

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Der beste eckige Bluetooth-Lautsprecher: Dockin D Fine Cube

Die meisten tragbaren Boxen besitzen eine abgerundete Gehäuseform. Wer aus ästhetischen oder praktischen Gründen lieber das klassische Format mit klaren Kanten bevorzugt, sollte sich den Dockin D Fine Cube für 99 Euro (UVP)* anschauen. Das Design erinnert entfernt an einen Sonos One oder eben an Stereoanlagenlautsprecher, wie sie früher aussahen. Der mit 17,5 x 10 x 10,3 cm recht kompakte D Fine Cube bietet einen ehrlichen Sound (klar nach vorne abstrahlend), bei dem auch die Details in der Musik nicht zu kurz kommen. Zwei Dockin D Fine Cube lassen sich zu einem echten Stereopaar koppeln – das können nicht viele Modelle, meist ist nur Synchronbetrieb mehrerer Boxen möglich (z.B. beim Teufel Rockster Go).

  • Vorteile: Klassisches quaderförmiges Design und guter Klang. Gehäuse ist staub- und spritzwassergeschützt (IP55). 3,5mm-Klinke vorhanden.
  • Nachteile: Wem die Höhen zu präsent sind, muss mit einem Equalizer in der abspielenden App nachregeln.

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Der beste winzige Bluetooth-Lautsprecher: JBL Go 2

Wenn es nicht um den höchsten Musikgenuss geht, sondern eher um Hörbücher, Podcasts oder Radionachrichten, dann reicht auch ein Bluetooth-Lautsprecher im Hosentaschenformat. In der Liga spielt der sympathisch aussehende JBL Go 2 (Abmessungen: 7,1 x 8,6 x 3,2 cm, 184 Gramm), der immerhin bis zu 5 Stunden am Stück durchhält. Klanglich kann er die meisten in Smartphones eingebauten Lautsprecher locker schlagen und ist so gesehen eine nützliche kleine Anschaffung.

  • Vorteile: Sehr kompakte Abmessungen und guter Klang für die Größe. Besonders geeignet für Sprecherprogramme (z.B. Podcasts, Hörspiele). Niedriger Preis.
  • Nachteile: Das kleine Gehäusevolumen setzt dem Klang natürliche Grenzen, vor allem beim Bass. Wer Musik in ganzer Vielfalt erleben will, muss sich ein deutlich größeres Modell holen.

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Bluetooth-Lautsprecher kaufen: Was man wissen muss

Klang und Lautstärke: Die Grundregel lautet, dass Gehäusevolumen durch nichts ersetzt werden kann. Durch digitale Signalverarbeitung können die Hersteller zwar das Maximum an Klang aus kleinen Abmessungen herausholen – aber letzten Endes erfordert eine partytaugliche Box mit ordentlich Bass dann doch eine gewisse Größe. Mit einem faustgroßen Würfel bringt man sicherlich kein Wohnzimmer in Tanzstimmung, mit einer Boombox mit der Größe eines Schuhkartons schon eher.

Stereo: Wenn einige Hersteller ein beeindruckendes Stereopanorama mit nur einer Box versprechen, sollte man skeptisch sein. Räumlich wirkender Stereoklang erfordert zwei Lautsprecher, die mindestens eine Armlänge Abstand voneinander haben. Manche Bluetooth-Lautsprechermodelle lassen sich zu einem Stereopaar koppeln (z.B. ), für den Heimgebrauch empfehlen sich aber auch WLAN-Speaker wie Sonos One oder Apples HomePod (Stereopaar mit Airplay 2), die speziell dafür ausgelegt sind.

Akku laden: Neuere Modelle verfügen über die verdrehsichere USB-C-Buchse, so wie auch aktuelle Smartphone-Modelle. Die ältere Micro-USB-Buchse ist zwar noch nicht ausgestorben, aber in so manchem Haushalt könnte der neu erworbene Bluetooth-Lautsprecher bereits das letzte Gadget sein, das noch damit geladen wird. Die meisten Modelle mit USB-Anschluss lassen sich auch mit einer kräftigen Powerbank* unterwegs nochmal „nachtanken“. Manche der ganz großen Bluetooth-Lautsprecher lassen sich nur mit dem beiliegenden Netzteil aufladen (z.B. JBL Xtreme 2 mit 19 V). Wir empfehlen vor dem Kauf einer Box auf den verbauten Anschluss zu achten und das in die Kaufentscheidung einfließen zu lassen.

Powerbank-Funktion: Manche Bluetooth-Lautsprecher wie der Teufel Rockster Cross für rund 300 Euro* haben eine „Powerbank-Funktion“. Das bedeutet, dass sie über einen USB-Anschluss selbst Energie abgeben können, etwa an ein Smartphone, das so wieder aufgeladen wird (natürlich auf Kosten des Lautsprecher-Akkus).

aptX und aptX HD: Je höher die Datenrate bei der Bluetooth-Übertragung, desto besser die Klangqualität – soweit die Theorie. Einige Hersteller bewerben ihre BT-Lautsprecher damit, dass sie dank aptX HD (oder LDAC oder Samsung HD) einen Klang bieten, der sich nicht von einer Audio-CD unterscheiden lasse. In der Praxis macht sich der Qualitätsunterschied zu herkömmlicher Übertragung (Bluetooth SBC) oder dem von Apple bevorzugtem AAC bei den meisten Bluetooth-Lautsprechern aber kaum bemerkbar. Einen stärkeren Einfluss auf den Klang haben hier die Quelle (z.B. Spotify mit 320 kbit/s vs. Internetradio mit 48 kbit/s) und die Aufstellung.

WLAN: Die meisten Bluetooth-Lautsprecher unterstützen kein WLAN. Es gibt aber auch Ausnahmen wie den tragbaren Libratone Zipp 2 (), der Musik auch mit Apples Airplay 2 entgegennimmt. Außerdem können manche stationäre WLAN-Multiroomlautsprecher auch Bluetooth empfangen, etwa der Bose Home Speaker 500 () – diesem fehlt andererseits die Batterie, er ist nur für den Betrieb in Wohnungen gedacht.

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