Die besten Smartwatches 2019: Welche Smartwatch soll ich kaufen? Und was muss ich wissen?

Marvin Basse 6

Seit dem kürzlichen Erscheinen der Apple Watch 5 gilt diese als der neue König unter den Smartwatches. Aber auch andere smarte Uhren sind längst aus ihren Anfangstagen als eher belächelte Gimmicks hervorgetreten und bieten mittlerweile eine erstaunliche Anzahl an smarten Features sowie umfangreiche Sport- und Fitnessfunktionen. Welche Smartwatches sind im Jahr 2019 also besonders empfehlenswert? GIGA hat vier der besten Modelle für euch herausgesucht und sagt euch, auf was ihr beim Smartwatch-Kauf achten solltet.

Inhaltsverzeichnis

Das Spitzenmodell: Apple Watch 5

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Die neue Apple Watch 5 nimmt prompt nach ihrem Erscheinen den Smartwatch-Thron ein: Sämtliche Highlights des Vorgängers wie das großzügige Display, die umfangreichen Fitnessfunktionen, exakte Herzfrequenzmessung sowie das EKG-Feature und die Unterstützung von Siri und Apple Pay sind auch bei der aktuellen Apple-Smartwatch enthalten.

Darüber hinaus hat Apple an einigen Stellen Verbesserungen vorgenommen: Die Apple Watch 5 verfügt im Gegensatz zum Vorgänger über ein Always-on-Display, eine Kompass-App sowie zwei neue Gehäusevarianten aus Keramik und Titan. Außerdem wurde der Speicher gegenüber der Watch 4 von 16 auf 32 GB erhöht. Ein Schlaf-Tracker ist allerdings auch bei der Apple Watch 5 nicht enthalten.

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Apple Watch Series 5 im Ersteindruck: Verbesserungen der Smartwatch angeschaut

Die Apple Watch 5 wird ab Werk mit dem neuen Smartwatch-Betriebssystem watchOS 6 ausgeliefert, das allerdings auch für den Vorgänger Apple Wach 4 verfügbar ist. Welche Neuerungen watchOS 6 mitbringt, erfahrt ihr in unserem Artikel über den vorhergehenden Link.

Die Apple Watch 5 ist in der Standardversion mit GPS, Alugehäuse und Silikonarmband für rund 425 Euro erhältlich, die „GPS+ Cellular“-Variante mit LTE-Unterstützung gibt es ab etwa 520 Euro. Gegen Aufpreis bekommt ihr jeweils ein 44- statt 40 mm-Display sowie Armbänder und Gehäuse aus hochwertigerem Material.

Für wen die begrenzten neuen Features der Watch 5 im Vergleich zur Watch 4 nicht den höheren Preis rechtfertigen, der kann auch zur in unserer Kaufberatung zweitplatzierten, mittlerweile günstiger erhältlichen Apple Watch 4 greifen. Beachtet hierzu auch unseren Preisverfalls-Artikel zur Apple Watch 4.

  • Vorteile: Hochwertige Verarbeitung, Always-on-Display, umfangreiche Fitnessfunktionen, exakte Pulsmessung, Unterstützung von Siri und Apple Pay, hoher Komfort, Kompass-App
  • Nachteile: Kurze Akkulaufzeit, kein Schlaf-Tracking, nur mit iPhones kompatibel

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Zweiter Platz für den Vorgänger: Apple Watch 4

 

Nach der Apple Watch 5 ist die Apple Watch 4 sicher die beste Smartwatch auf dem Markt. Das Gerät bietet ein großes Display mit 40 beziehungsweise 44 mm Breite und 10,7 mm Tiefe. Gemeinsam mit der Auflösung von 324×394 respektive 368×448 Pixel wird so eine komfortable Bedienung ermöglicht.

Die Apple Watch 4 stellt wie auch schon die Apple Watch 3 umfangreiche Fitnessfunktionen zur Verfügung. Hinzugekommen sind gegenüber dem Vorgängergerät mit dem Betriebssystem WatchOS 5 eine Trainingserkennung sowie eine EKG-Funktion, die Vorhofflimmern recht zuverlässig erkennt. Man sollte jedoch daran denken, dass das 1-Kanal-EKG der Apple Watch 4 keinen Besuch beim Arzt ersetzt. Mittlerweile kann das Betriebssystem der Watch 4 auch auf watchOS 6 aktualisiert werden.

Die Watch 4 verfügt über Beschleunigungs- und Gyrosensoren, die Schritte exakt zählen und sogar Stürze erkennen und anschließend gegebenenfalls einen Notruf absetzen können. Weiterhin ist mit der Apple Watch 4 bargeldloses Bezahlen mit Apple Pay möglich und das Gerät enthält einen GPS-Sensor, ein Barometer sowie wahlweise ein Mobilfunkmodul.

Die Apple Watch 4 kann mittels Siri-Spracherkennung bedient werden und weist eine flotte Hardware für flüssige Bedienung auf. 16 GB Speicher bieten genügend Platz beispielsweise für Musik und der Akku hält bis zu zwei Tage, bei intensiver Nutzung allerdings weniger.

Die Standardversion der Apple Watch 4 mit GPS aus wasserdichtem Alu ist in den Farben Silber, Gold und Space-Grau ab etwa 370 Euro erhältlich, dazu gibt es ein Stoffarmband sowie ein Silikonarmband. Weiterhin ist die Variante „GPS + Cellular“ mit LTE-Unterstützung erhältlich, für die ihr je nach Ausstattung ab circa 500 Euro bezahlt. Beide Versionen sind jeweils mit 40- und gegen Aufpreis mit 44-mm-Display verfügbar.

  • Vorteile: Spracherkennung mit Siri, exakte Pulsmessung, hoher Komfort, Apple-Pay-Unterstützung, großer Speicher
  • Nachteile: Kurze Akkulaufzeit, Kein Schlaf-Tracking, nur mit iPhones kompatibel

Verdienter dritter Platz: Samsung Galaxy Watch

Samsung Galaxy Watch.

 

Die Samsung Galaxy Watch ist in zwei Größen mit 42 und 46 mm Breite erhältlich, bei dem Display handelt es sich um ein 1,2- bzw. 1,4-Zoll-AMOLED-Display mit 360×360 Pixel Auflösung. Das Aussehen der Smartwatch ähnelt einer analogen Uhr, bedient werden kann das Gerät mittels einer drehbaren Lünette und zwei Seitentasten. Bei der Steuerung per Lünette dreht ihr die Umrandung des Zifferblatts, um durch die Funktionen der Galaxy Watch zu scrollen. Eine Demonstration dieser Bedienungsart seht ihr auch in dem obigen Video. Der Sprachassistent Bixby funktioniert leider nur auf Englisch. Als Betriebssystem verwendet die Galaxy Watch Tizen 4.0.

Musik könnt ihr mit der Samsung Galaxy Watch per Spotify hören, alternativ ist auch das Speichern und Abspielen von MP3-Dateien möglich. Die Akkulaufzeit beträgt bei normaler Nutzung etwa zwei Tage.

Die integrierten Fitnessfunktionen wurden gegenüber dem Vorgänger Samsung Gear Sport erweitert. So erkennt die Smartwatch zusätzliche Sportarten und ein Wechsel der Disziplin innerhalb einer Trainingseinheit ist möglich. Weiterhin ist ein Schrittzähler sowie ein Pulsmesser integriert und die Galaxy Watch beherrscht die Auswertung von Schlafdauer und -qualität.

Das Gerät ist als Bluetooth- und LTE-Variante erhältlich, letztere könnt ihr mittels einer eSIM eigenständig ohne gekoppeltes Smartphone verwenden. Beide Versionen sind in den bereits erwähnten Größen sowie verschiedenen Farben erhältlich (Silber, Schwarz, Rosé-Gold).

Die Bluetooth-Variante der Samsung Galaxy Watch bekommt ihr derzeit zum günstigen Preis von circa 230 Euro, die LTE-Version kostet etwa hundert Euro mehr.

  • Vorteile: Scharfes und gut bedienbares Display, Lünettensteuerung, gute Fitness-Features, exakte Pulsmessung, wechselbare Armbänder, Spotify-Unterstützung
  • Nachteile: Sprachsteuerung nur auf Englisch, etwas klobiges Design, nur wenige Drittanbieter-Apps verfügbar, keine Pay-Funktion

Beste Smartwatch für Sportler: Garmin Vivoactive 3

 

Die Garmin Vivoactive 3 ist eine Smartwatch speziell für Sportler mit einer großen Bandbreite entsprechender Features, aber weniger „smarten“ Funktionen als beispielsweise die Apple Watch 4 oder die Samung Galaxy Watch.

Die Vivoactive 3 weist eine einfache Bedienung mittels Touchscreen auf. Dabei ist das Memory-in-Pixel-Display weniger scharf, kontrastreich und hell als ein AMOLED-Display und bietet nur grobe Farbstufen. Dafür ist es aber bei allen Lichtverhältnissen sehr gut lesbar und stromsparend, weshalb der Akku mit einigen Tagen eine sehr gute Laufzeit bietet.

Die Smartwatch bietet eine ganze Reihe von Sportmodi, darunter sogar Yoga, Schwimmen und Stand-up-Paddling. Zahlreiche Sensoren zeichnen viele Werte wie Puls und Schritte jeweils sehr exakt auf. Auch die maximale Sauerstoffaufnahme kann von der Garmin Vivoactive 3 registriert und gespeichert werden. Das Gerät beinhaltet ferner ein Barometer, ein Thermometer und kann gelaufene Etagen aufzeichnen.

Über den NFC-Sensor ist mit der Vivoactive 3 das Bezahlen über Garmin Pay möglich. Benachrichtigungen und der Kalender vom Smartphone werden angezeigt, auch ist das Senden und Empfangen von SMS sowie die Wiedergabe von Musik vom Smartphone möglich. Außerdem ist eine Music-Variante der Smartwatch erhältlich, die zusätzlich einen MP3-Player enthält und Musik über Deezer wiedergeben kann.

Die Standardversion der Vivoactive 3 ist derzeit schon für unter 200 Euro zu haben, für die Music-Variante zahlt ihr etwa 50 Euro mehr.

  • Vorteile: Umfangreiche Sportfunktionen, gute Akkulaufzeit, gute Bedienbarkeit
  • Nachteile: Eingeschränkte smarte Funktionen, Tragekomfort könnte besser sein

Smartwatch kaufen: Was man wissen sollte

Design

Das Display einer Smartwatch sollte groß genug und hochauflösend sein zwecks guter Erkennbarkeit und Bedienbarkeit. Eventuell ist eine Lünette zum Scrollen wie bei der Samsung Galaxy Watch nützlich. Insbesondere dann, wenn viele Nachrichten gelesen werden. Weiterhin sollte die Uhr nicht zu klobig ausfallen und das Armband sollte von der Länge zum Handgelenk passen. Es gibt Modelle im digitalen Look oder solche, die eher wie klassische Uhren aussehen. Für welches Design man sich entscheidet, ist letztlich Geschmackssache.

Technische Merkmale und Features

Bei den technischen Merkmalen einer Smartwatch ist eine größere Frage, ob diese ein LTE-Modul enthalten sollte. LTE-Modelle sind von vielen Smartwatches erhältlich, jedoch jeweils etwas teurer als die Bluetooth-Varianten. Mittels einer eSIM-Karte kann man die Smartwatch dann auch ohne Smartphone nutzen, um beispielsweise zu telefonieren, Nachrichten zu empfangen oder Musik zu streamen.

Eine solche eSIM-Karte ist im Rahmen eines Multi-SIM-Tarifs erhältlich, der monatlich etwa fünf Euro mehr als ein herkömmlicher Mobilfunktarif kostet und bei der Telekom, o2 und Vodafone verfügbar ist.

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Top 10: Die aktuell beliebtesten Smartwatches in Deutschland

Möchte man seine Smartwatch im heimischen Netzwerk ohne Smartphone verwenden, muss dieses über eine WLAN-Funktion verfügen. GPS und NFC sollte das Gerät ebenso aufweisen und eine Sprachsteuerung, falls man Nachrichten mit seiner Stimme beantworten möchte.

Der Akku einer Smartwatch sollte ausreichend Power bieten und wenn ihr Musik auf dem Gerät speichern und wiedergeben möchtet, ist ein großer Speicher sinnvoll.

Auch die Kompatibilität der Smartwatch mit dem Smartphone ist dann wichtig, wenn ihr keine LTE-Variante erwerbt. Die Hersteller von Smartwatches geben Auskunft darüber, mit welchen Smartphones diese kompatibel sind. Dies solltet ihr unbedingt überprüfen.

Legt man Wert auf Fitness- und Sport-Funktionen, sollte das Gerät über einen guten Pulsmesser, Schrittzähler, Beschleunigungssensor sowie GPS verfügen und wasserdicht sein. Auch ist es wichtig, dass die Messfunktionen wie Pulsmesser und Schrittmesser exakt funktionieren, was nicht immer der Fall ist. Daher sollte man vor dem Kauf Testberichte lesen. Falls ihr nur auf Fitnessfunktionen Wert legt, könnte auch ein Fitnessarmband eine günstigere Alternative zur Smartwatch sein.

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