Die besten Spiegelreflexkameras 2019: Welche DSLR soll ich kaufen?

Sebastian Trepesch 1

Spiegelreflexkameras bieten einerseits eine Top-Qualität, andererseits gibt es sehr günstige Modelle. Wer sich eine Kamera kaufen möchte, bekommt von GIGA-Experte Sebastian das passende Produkt empfohlen. Zudem erklärt er, worauf man beim Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) achten sollte.

Meiner Ansicht nach bekommt man bei einer Spiegelreflexkamera im Vergleich zu System- und Kompaktkameras meistens das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Markt ist groß, so dass jeder das passende Modell für sich finden sollte. Ich habe drei Top-Produkte für verschiedene Bedürfnisse und Geldbeutel herausgesucht.

Inhaltsverzeichnis:

Die beste Spiegelreflexkamera: Canon EOS 5DS R

Canon EOS 5DS R im Preisvergleich*

Wer eine sehr hohe Auflösung braucht, der wählt eine Mittelformatkamera – oder die Canon EOS 5DS. Die 50,6 Megapixel auf dem Vollformatsensor sorgen laut Labortests für eine Bildqualität, die mit das Beste ist, was man von einer Spiegelreflexkamera bekommt – gerade bei RAW-Fotos. Am besten bleibt man aber unter einem ISO-Wert von 3200, da die vielen Pixel auf dem Sensor kleiner als bei anderen Vollformatkameras sind. Das sorgt für eine geringere Lichtausbeute. Die R-Version der Kamera besitzt keinen Tiefpassfilter. Die Detailwiedergabe wird damit noch besser, es kann aber für Moire sorgen.

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Trotz der Datenmengen durch die 50 Megapixel ist die Kamera schnell. Mit zwei Kartenslots (SDHC und CF), dem schnellen Autofokus und den zahlreichen Direktzugriffen auf viele Funktionen richtet sich die EOS 5DS R an Profis. Amateure könnten zum Beispiel einen Touchscreen, klappbaren Monitor oder integrierten Blitz vermissen.

Die hohe Bildqualität verlangt natürlich auch exquisite Objektive – zum Beispiel hochwertige Festbrennweiten. Als gutes Allrounder-Objektiv im dreistelligen Eurobereich sei das Canon EF 24-70 F4 IS USM* empfohlen.

  • Vorteile: Sehr gute Bildqualität, sehr hohe Auflösung, sehr gutes Gehäuse
  • Nachteile: Bildrauschen ab ISO 3200, große Datenmengen, Video ohne 4K-Auflösung, FullHD ohne 60 Bilder pro Sekunde

Canon EOS 5DS R im Preisvergleich*

Alternative von Nikon: D850*

Spiegelreflexkamera mit Top-Preis-Leistungs-Verhältnis: Nikon D7200

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Die Nikon D7200 ist in der Bestenliste von Stiftung Warentest eine der am höchsten positionierten Spiegelreflexkameras überhaupt. Zusammen mit der 50-Millimeter-Festbrennweite von Nikon erreichte sie die Testnote 1,8. Die Warentester loben die Kamera als „ausgesprochen gute Spiegelreflexkamera für besonders hohe Ansprüche“. Zwar handelt es sich nicht um ein junges Produkt, dafür ist der Preis gefallen und man bekommt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit klappbarem Bildschirm, drahtlosen Funktionen und einem Blitz, der andere „CLS“-Blitze fernzünden kann, bekommt man über die Basisfunktionen hinaus interessante Features.

Die Nikon D7200 ist eine Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor (24,2 Megapixel). Das bedeutet: Ein Objektiv mit der Brennweite 50 Millimeter entspricht dem Bildausschnitt von 75 Millimetern an einer Vollformatkamera. Als Universallösung ist das 16-80-Millimeter-Objektiv* für die Kameraklasse gut und recht lichtstark. Zu teuer? Das oben im Bild gezeigte 18-105-Millimeter-Objektiv* kostet nur die Hälfte.

  • Vorteile: Sehr gute Bildqualität, schnell, sehr gute Ausstattung, gutes Gehäuse
  • Nachteile: Video ohne 4K-Auflösung

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Alternative von Canon: EOS 80D*

Die günstige Spiegelreflexkamera: Canon EOS 250D

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Auch preiswerte Spiegelreflexkameras bieten ein ordentliches Gesamtpaket, darunter die EOS 250D. Sie besitzt einen APS-C-Sensor mit 24 Megapixeln. Mit dem klapp- und schwenkbaren Monitor kann man Fotos selbst aus ungünstigen Positionen aufnehmen.

Bei dem Objektiv 18-55 Millimeter handelt es sich um eine günstige Lösung, dessen Qualität Luft nach oben lässt. Zudem ist es nicht besonders lichtstark, wie die Blende ab 1:4-5.6 verrät (1:2.8-4 wäre z.B. besser). Hat man sich in der DSLR eingearbeitet, kann man in Erwägung ziehen, sich für die Haupteinsätze noch besseres Zubehör zuzulegen.

  • Vorteile: Günstiges Gesamtpaket, noch gute Bildqualität
  • Nachteile: -

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Alternative von Nikon: D5600*

Spiegelreflexkamera kaufen: Fragen, die man sich noch stellen dürfte.

Im Folgenden noch ein paar Hintergrundinfos für Einsteiger, die sich eine Spiegelreflexkamera kaufen möchten:

Canon oder Nikon, was ist besser?

Beide Hersteller haben ihre Fans, die auf ihre Marke schwören. Falsch manchen kann man bei beiden Hersteller nichts – von der Einsteiger- bis zur Profikamera bieten sie Top-Qualität. Mal ist das Canon-, mal das vergleichbare Nikon-Modell etwas besser. Die Unterschiede sind aber meist so gering, dass man sich lieber für die bevorzugte Marke und das System entscheidet. Wer sich noch bei keinem Hersteller zu Hause fühlt, geht am besten in einen Laden und fasst die Modelle in der gewünschten Preisklasse an.

Hier werden Canon und Nikon genannt – was ist mit anderen Herstellern?

Im Bereich der Spiegelreflexkameras wird man am ehesten bei Canon und Nikon fündig, wenngleich es natürlich auch andere gute Hersteller gibt. Doch Sony hat sich mit Top-Leistung eher im Bereich der spiegellosen Systemkameras etabliert, Panasonic im Videobereich ebenfalls.

Lohnt sich eine Spiegelreflexkamera überhaupt noch?

Wer eine sehr gute Kamera zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis möchte, dem empfehle ich immer noch eine Spiegelreflexkamera. Der schwächelnden Markt ändert nichts daran. Zwar fotografieren immer mehr spiegellose Systemkamera auf ähnlich hohem Niveau. Die Preise vergleichbarer Geräte liegen aber höher. Dagegen bieten viele Kompaktkameras eine deutlich geringere Bildqualität als Spiegelreflexkameras. Oder, sofern sie einen sehr großen Sensor besitzen, sind sie teurer als gleichwertige Spiegelreflexkameras. Smartphones, wenngleich deren Kameras immer besser werden, können auch noch lange nicht in Bildqualität und Funktionen mit Spiegelreflexkameras mithalten.

Eine Spiegelreflexkamera ist also eine sehr gute Wahl. Einen Überblick über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Kategorien siehe in der Kaufberatung: Kompaktkamera, Systemkamera oder Spiegelreflexkamera?

Woher stammt der Name Spiegelreflexkamera?

Im Gehäuse ist ein Spiegel verbaut, der das Bild vom Objektiv zum Sucher leitet. In der Sekunde der Aufnahme klappt der Spiegel hoch, so dass das Bild auf den Sensor fällt. Manche Hersteller arbeiten auch mit einem halbdurchlässigen Spiegel, der nicht nach oben klappt.

Brauche ich ein teures Objektiv?

„Das Objektiv entscheidet über die Bildqualität. Kaufe lieber ein teures Objektiv als eine teure Kamera.“ Diesen Spruch hört man immer noch, ich halte ihn im Zeitalter der Digitalkameras aber für falsch: Sensor und Verarbeitung in der Kamera sind maßgeblich entscheidend, das Objektivs liefert also nur einen Anteil an der Bildqualität.

Im Vergleich zu Smartphones und Kompaktkameras sind selbst billige Kit-Objektive (also beiliegende Objektive) gut. Wer lieber einmal die Geldbörse zückt und nicht in ein paar Monaten wegen zu schlechter Bildqualität schon erneut Ausgaben treffen will, der sollte vorausschauend ein besseres Objektiv mit der Kamera wählen (siehe Empfehlungen oben). Wer noch keine Ahnung hat, was er überhaupt fotografieren will und braucht, kann ruhig erst mal mit dem günstigen Kit-Objektiv starten und dann mit Erfahrung und Wissen die passende Linse – vielleicht sogar eine Festbrennweite – nachkaufen.

Welche Speicherkarte benötige ich?

Viele Spiegelreflexkameras (auch die oben genannten) verwenden SD-Karten.  Hohe Geschwindigkeiten des Speichermediums sind vor allem dann wichtig, wenn man große Dateigrößen in kurzer Zeit produziert, also zum Beispiel in 4K-Auflösung filmt oder RAW-Bilder in Serie aufnimmt. Eine langsame Speicherkarte kann den Vorgang ausbremsen oder sogar zum Abbruch führen. Gute Speicherkarten gibt es aber selbst mit 128 GB Speicher schon unter 40 Euro*.

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Was muss ich sonst noch beim Kauf einer Spiegelreflexkamera beachten?

Wer selbst noch tiefer in die Kamerarecherche einsteigen will, überlege sich: Wofür möchte ich die Kamera einsetzen? (Wer Sportfotos macht, legt eher auf einen schnellen Autofokus Wert als wer nur Landschaftsfotografie betreibt.) Was ist mir sonst an der Kamera wichtig? Und nicht zuletzt: Wie viel möchte ich ausgeben? Zu den zentralen Merkmalen kann man zählen:

  • Bildqualität
  • Autofokus
  • Bedienung
  • Größe und Gewicht

Auf dieser Basis kann man dann einerseits die Kameraklasse, andererseits den gewünschten Hersteller wählen. Besitzt man erst einmal ein paar Objektive und ist die Bedienung gewöhnt, bleibt man beim Neukaufen der Kamera normalerweise beim selben Hersteller.

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