Die besten Tastaturen 2019: Welche soll ich kaufen? Was muss ich wissen?

Robert Schanze

Die richtige Tastatur kann einem das PC-Leben leichter machen – egal ob für Büro-Schreiberei oder Gaming. Die besten Tastaturen für jeden Einsatzzweck zeigen wir euch hier auf GIGA.

Zunächst zeigen wir euch die unserer Meinung nach besten Tastaturen in den Kategorien „Günstig“, „Kabellos“ und „Gaming“. Danach erklären wir euch, worauf ihr beim Kauf von Tastaturen achten solltet. Außerdem zeigen wir euch den Unterschied zwischen mechanischen und Rubberdome-Tastaturen.

Günstige Tastaturen (zum Budget-Preis)

Einsatzgebiet: Büro, Office, E-Mails, Internet surfen
Eigenschaften: Einfach, funktional
Tasten-Technik: Rubberdome
Preis: 10 bis 15 Euro

Günstig ist nicht gleich billig: Wer nur Büro-Arbeiten erledigt und im Internet surft, dem genügt in der Regel eine einfache Tastatur. Wir empfehlen die kabelgebundene Tastatur K280e von Logitech. Sie ist in Schwarz und Weiß erhältlich und ist die beliebteste Tastatur auf Amazon:

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Vorteile:

  • relativ leiser Tastenanschlag
  • guter Druckpunkt
  • Enge Zwischenräume für zügiges und genaues Schreiben
  • Angenehme Handballenauflage

Gute Alternative: Microsoft Wired Keyboard 600 (Preisvergleich bei Idealo)

Kabellose Bluetooth-Tastaturen (Allrounder)

Einsatzgebiet: Büro, Zuhause, Couch, Bett
Eigenschaften: Leicht, mobil, praktisch
Tasten-Technik: Meistens Rubberdome
Preis: 25 bis 80 Euro

Wer eine handliche und mobile Tastatur sucht, sollte sich eine Bluetooth-Tastatur kaufen. Sie lassen sich in der Regel auch mit dem Smart-TV oder anderen kompatiblen Geräten koppeln, sodass man abends bequem von der Couch aus agieren kann. Über Bluetooth kommuniziert die Tastatur direkt mit dem PC, Laptop oder dem Smart-TV, sofern in diesen Geräten ein Bluetooth-Adapter integriert ist.

Alternativ zu Bluetooth nutzen einige Tastaturen auch andere Funk-Standards. Hier liegt dann ein extra Empfänger im Lieferumfang, der noch mit dem USB-Port des jeweiligen Endgeräts verbunden werden muss.

Wir empfehlen die Tastatur „Wireless Illuminated Keyboard K800“, trotz des gehobenen Preises von rund 80 Euro:

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Vorteile:

  • angenehmer Druckpunkt
  • leiser Tastenanschlag
  • einstellbare Tastenkombinationen
  • relativ lange Akkulaufzeit
  • Beleuchtung lässt sich stufenweise einstellen

Nachteile:

  • Mit 80 bis 120 Euro relativ teuer für eine Bluetooth-Tastatur
Günstige Alternative mit integriertem Track-Pad: Logitech Wireless Touch Keyboard K400 Plus (Preisvergleich bei Idealo)

Gaming-Tastaturen (mit mechanischen Tasten)

Einsatzgebiet: Gaming, Kreative, Makros, Aufwändige Tastenkombinationen
Eigenschaften: Robust, stabil, schwer
Tasten-Technik: Oft mechanisch
Preis: 30 bis 200 Euro

Wer für alle möglichen Szenarien gewappnet sein möchte, kauft sich gleich eine Gaming-Tastatur, auch wenn er kein Gamer ist. Diese Tastaturen haben in der Regel viele Zusatzfunktionen wie eine RGB-Tastaturbeleuchtung sowie programmierbare Zusatztasten, auf die sich alle erdenklichen Tastenkombinationen legen lassen. Oft sind sie auch ergonomischer geformt, sodass man lange mit ihnen schreiben kann.

Meistens nutzen Gaming-Tastaturen sogenannte mechanische Schalter (auch: Switches), statt Rubberdome-Schalter (bestehen aus Gummi und Plastik). Die Vorteile von mechanischen Tastaturen sind langlebige und beständige Druckpunkte. Allerdings hat das auch Nachteile: Oft haben mechanische Tastaturen recht laute Klick-Geräusche beim Schreiben und sind viel teurer als ihre Rubberdome-Alternativen.

Daher empfehlen wir die mechanische Tastatur G910 von Logitech, die für eine mechanische Tastatur recht leise ist und einen guten Druckpunkt hat:

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Vorteile:

  • Mechanische, blaue Romer-G-Switches mit leisem Klick-Geräusch (im Gegensatz zu Cherry- oder Kailh-Switches)
  • Sauberer Druckpunkt
  • Einstellbare RGB-Beleuchtung (Farbprogramme herunterladbar)
  • Regler für Lautstärke
  • Multimedia-Tasten
  • Rutschfest und höhenverstellbar
  • Sehr gute Verarbeitung

Nachteile:

  • Kein USB- oder Kopfhörer-Anschluss an der Tastatur
  • Handballenauflage etwas zu klein geraten
  • Ab und an ein leichter, metallischer Nachhall der Switches hörbar
Günstige Alternative: Sharkoon Skiller SGK4 Gaming Keyboard (Preisvergleich bei Idealo)

Übrigens: Uns ist klar, dass wir hier insgesamt 3 Tastaturen empfehlen, die alle vom Hersteller Logitech stammen. Aber diese Modelle haben uns nun mal am besten gefallen.

Für den professionellen Einsatz

Für langes und angenehmes Schreiben, empfehlen wir das „Apple Magic Keyboard“. Die Tastatur ist klein, handlich und auf ihr lässt es sich sehr gut und komfortabel tippen

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Auf diese Tastatur-Funktionen solltet ihr beim Kauf achten

Tasten-Technik – Mechanisch vs. Rubberdome

Mechanisch Rubberdome
Geräusch Eher Laut Sehr leise
Langlebigkeit Haltbar Folien-Material kann ermüden (schwammiges Tippgefühl)
Lebensdauer ca. 50 bis 70 Millionen Anschläge ca. 5 Millionen Anschläge
Gleichzeitige Tastenanschläge
Theoretisch alle Tasten oft bis zu 6 Buchstaben- und 4 Modifier-Tasten (Shift, Strg…)
Preis Teurer Günstiger

Das Unternehmen Cherry stellt verschiedene Schalter (Switches) her, die in mechanischen Tastaturen verbaut werden. Man unterscheidet rote, schwarze, braune, weiße und blaue Cherry-Switches, die unterschiedliche Eigenschaften beim Schreiben oder Spielen haben. Die folgende Tabelle verdeutlicht dies:

  • Daneben gibt es vom chinesischen Unternehmen Kailh eigene Switches, die sich an der bekannten Cherry-Vorlage orientieren (beziehungsweise als günstiger Nachbau dieser zu verstehen sind).
  • Recht neu sind die Switches namens Romer-G von Logitech: Sie sind relativ leise, haben taktiles Feedback und richten sich daher vor allem an Gamer. Im Vergleich ähneln sie den braunen Cherry-Switches.

So funktionieren Rubberdome-Tastaturen

Standardmäßig sind in Tastaturen jedoch Rubberdomes verbaut. Das sind Tasten, die durch Kontaktfolien einen Stromkreis schließen und damit auch den letztlichen Tastaturdruck erzeugen:

  • Links: Zwei leitfähige Folien liegen sich im Ruhezustand gegenüber.
  • Rechts: Wird die Taste heruntergedrückt, wird die obere Folie auf die untere gedrückt und schließt so den Stromkreis.
  • Ergebnis: Der Tastaturanschlag wird registriert.

Weil Rubberdomes aus Folie bestehen, sind die Klickgeräusche in der Regel deutlich leiser als mechanische Tastaturen, die oben erwähnte Switches verwenden. Ob man nun Rubberdome- oder mechanische Tastaturen verwenden möchte, muss man selbst herausfinden. Dort sind die Vorlieben unterschiedlich.

Beleuchtung – nicht nur Spielerei

Die Beleuchtung einer Tastatur sollte man nicht unterschätzen. Im Dunkeln noch angenehm schreiben zu können, ohne eine weitere Lichtquelle anmachen zu müssen, empfinde ich als sehr angenehm. Und das schreibe ich, obwohl ich nur noch selten auf die Tasten gucken muss. Wer jedoch nicht blind tippen kann, sollte das bedenken.

Bei Gaming-Tastaturen gibt es außerdem oft ganze Licht-Voreinstellungen: Je nach geladenem Spiel oder Voreinstellung werden die Tasten beispielsweise anders beleuchtet oder sie blinken. Das kann bei der Orientierung/Tastenfindung während des Spielens nochmal helfen.

USB- und andere Anschlüsse – sind praktisch

Hochpreisige Tastaturen haben oft USB-Anschlüsse integriert, an die man schnell einen USB-Stick oder -Kabel anschließen kann. Dadurch muss man etwaige Geräte nicht mehr mühsam in den Tower-PC stecken. Manchmal ist auch ein Kopfhörer-Anschluss dabei. Das sind alles Kleinigkeiten, die einen den Alltag aber sehr angenehm machen können.

Kleine Tastaturen ohne Tastenblock – weniger Ballast

Wer den Nummernblock der Tastatur kaum nutzt, kann sich auch eine ohne Nummernblock kaufen. Dadurch spart man Platz und man kann Maus und Tastatur zumindest am Schreibtisch näher zusammenrücken, was mir besonders beim Spielen zu Gute kommt.

Und welche Tastatur benutze ich?

Ich selbst schwöre auf die Sidewinder X6 von Microsoft *. Leider wird sie nicht mehr hergestellt oder verkauft. Daher musste ich mich im Vorfeld damit eindecken. Für mich war und ist das die beste PC-Tastatur, die je entworfen wurde. Und falls meine Exemplare alle kaputt gehen sollten, muss ich wohl die Patente kaufen und sie neu herstellen. Sie ist übrigens keine mechanische Tastatur und sehr leise, was ich sehr mag.

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  • Sehr flaches, aber erstaunlich angenehmes Design
  • Abnehmbarer Nummernblock, der sich auf der anderen Seite anbringen lässt
  • Regler für Lautstärke und Beleuchtung (Rot- und Orange-Töne)
  • Viele programmierbare Tasten
  • Makroaufnahme im laufenden Betrieb
  • Multimedia-Tasten

Doch wie mir mal ein guter Freund gesagt hat: „Die guten Dinge verschwinden vom Markt“. Wer Glück hat, findet manchmal noch gut erhaltene Exemplare auf eBay. Ach, und: Jeder, der anderer Meinung ist, hat einfach eine andere Meinung.

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