VR-Brillen sind kein Novum mehr, der Fortschritt geht mit neueren und technisch besseren Modellen aber weiter. Welche Virtual-Reality-Headsets sind im Jahr 2020 besonders empfehlenswert? GIGA zeigt euch eine Auswahl der momentan besten VR-Brillen auf dem Markt und verrät euch außerdem, was ihr vor dem Kauf wissen solltet.

 

Kaufberatung

Facts 

Die Auswahl an VR-Brillen steigt stetig. Hersteller werben auch mit immer mehr Features, die den Ausflug in die virtuelle Realität auf ein neues Level bringen sollen: Höhere Bildwiederholraten und Auflösungen, ein erweitertes Sichtfeld oder verbessertes Tracking durch Anpassungen an der Sensorik. Wir stellen verschiedene Modelle vor, die sich ideal fürs Zocken eignen und erklären euch, welche Funktionen für Gamer wichtig sind.

Die besten VR-Brillen 2020: Alle Headsets in der Übersicht

Platzierung Modell Preis Angebot
Preis-Leistungs-Tipp: Oculus Quest ca. 440 Euro Zu Saturn
Bestes Gesamtpaket: Valve Index ca. 1.080 Euro Zu Steam
Beste Immersion: Pimax 5K Plus ca. 950 Euro Zu Amazon
Für Konsolenspieler: PlayStation VR ca. 300 Euro Zu Amazon

Preis-Leistungs-Tipp: Oculus Quest

Oculus Quest (64GB)

Oculus Quest (64GB)

Als Standalone-VR-Brille benötigt die Oculus Quest keinen PC, externe Sensoren sind auch nicht notwendig. Das verwendete 6DoF-Tracking samt Inside-Out-Kameras sorgt für volle Bewegungsfreiheit und den mobilen Einsatz des Headsets. Ergänzt wird das durch die beiliegenden Touch-Controller.

Die Auflösung des verbauten OLED-Panels liegt bei 1.600 × 1.440 Pixel pro Auge und verfügt über eine Bildwiederholrate von 72 Hz (in Ausnahmefällen sind 60 Hz möglich) sowie einem Sichtfeld von 110 Grad. Durch die fehlende Rechenpower eines angeschlossenen PCs sind mit der Oculus Quest allerdings keine so technisch anspruchsvollen Inhalte möglich wie etwa mit der Valve Index.

Die Oculus Quest lässt sich allerdings per „Oculus Link“-Kabel bei Bedarf mit einem PC verbinden. Somit kommt ihr bereits für unter 500 Euro vergleichsweise günstig in den Genuss von Half Life: Alyx oder anderen großen VR-Titeln.

Oculus Quest bei Saturn

Vorteile:

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Keine zusätzlichen Sensoren notwendig
  • Mobil einsetzbar
  • Unkomplizierte Einrichtung
  • OLED-Panel
  • Verbindung mit PC via „Oculus Link“ möglich

Nachteile:

  • Keine grafisch anspruchsvollen Spiele möglich (Stand-Alone-Modus)
  • Soundqualität der integrierten Lautsprecher nur mittelmäßig
Display
  • OLED-Panel
  • 1.600 × 1.440 (pro Auge)
  • 60/72 Hz
Tracking
  • Inside-out (Kamera)
  • 6DoF
Anschlüsse
  • 3,5 mm-Audioanschluss
  • 1x USB 3.0
Audio
  • integrierter Lautsprecher mit 3D-Klang
  • eingebautes Mikrofon
Hardware
  • CPU: Qualcomm Snapdragon 835
  • GPU: Qualcomm Adreno 540
Integrierter Speicher 64 GB
Konnektivität
  • kabellos inkl. Akku (3.648 mAh/14 Wh)
  • Verbindung am PC via „Oculus Link“

Bestes Gesamtpaket: Valve Index

Mit der Valve Index kommen wir nun zum aktuellen Flagschiff unter den VR-Brillen. Das verbaute LCD-Panel löst mit 1.440 × 1.600 Pixel pro Auge auf und unterstützt Bildwiederholraten bis zu 144 Hz. Das Sichtfeld ist mit 130 Grad außerdem nochmal etwas größer als bei den meisten Konkurrenten.

Für absolute Präzision beim Tracking sorgen die SteamVR-2.0-Sensoren, die in den beiden mitgelieferten Basisstationen zum Einsatz kommen. Es handelt sich in diesem Fall also erneut um Inside-Out-Tracking, auch als Lighthouse-Ortung bekannt. Entscheidet ihr euch für den Kauf des Valve Index VR Kits, erhaltet ihr neben dem eigentlichen Headset auch das notwendige Zubehör sowie Half Life: Alyx als Zugabe obendrauf.

Weniger schön: Mit knapp 1.100 Euro ist das Set gewiss kein Schnäppchen und ein fähiger Gaming-PC ist in dem Preis noch gar nicht enthalten. Dennoch erfreut sich die VR-Brille aus dem Hause Valve so großer Beliebtheit, dass ihr mit sehr langen Lieferfristen rechnen müsst. Wer also ungeduldig ist und nebenbei noch etwas Geld sparen möchte, könnte auch einen Blick auf den Gebrauchtmarkt bei eBay oder vergleichbaren Portalen werfen.

Valve Index bei Steam

Vorteile:

  • Flüssiges Spielerlebnis durch 144 Hz
  • Hoher Tragekomfort
  • Exzellenter Sound
  • Präzises Tracking mittels SteamVR 2.0
  • Jedes Teil auch einzeln erhältlich

Nachteile:

  • Hoher Preis
  • LCD statt OLED
  • Leistungsfähige Hardware erforderlich
Display
  • LCD-Panel
  • 1.440 × 1.600 (pro Auge)
  • 90/120/144 Hz
  • Sichtfeld (FOV) bis zu 130°
Tracking
  • Inside-Out (Lighthouse)
  • SteamVR-2.0-Sensoren
Anschlüsse
  • 1× USB 3.0
  • 1× DisplayPort 1.2
  • 3,5 mm-Audioanschluss
Audio
  • integrierte Off-Ear-Lautsprecher
  • doppelte Mikrofonanordnung
Mindestanforderungen
  • Windows 10, SteamOS, Linux
  • 8 GB RAM
  • Nvidia GeForce GTX 970 oder AMD Radeon RX480
  • 2-Kern-Prozessor mit Hyperthreading
  • DisplayPort 1.2 und USB 2.0-Port
Konnektivität
  • kabelgebunden
  • Verbindung am PC erforderlich

Beste Immersion: Pimax 5K Plus

Pimax 5K Plus

Pimax 5K Plus

Ursprünglich als Kickstarter-Projekt ins Leben gerufen, kann man die Pimax 5K Plus inzwischen regulär im Handel erwerben. Die Besonderheit an diesem VR-Headset ist das riesige Sichtfeld von bis zu 200 Grad. Gepaart wird das Ganze mit einer Auflösung von 2.560 × 1.440 pro Auge sowie einer Bildwiederholrate von 144 Hz. In dieser Hinsicht lässt sie die Konkurrenz klar hinter sich.

Im Preis von knapp 950 Euro sind die Controller oder Basisstationen allerdings noch nicht inbegriffen – die müsst ihr leider separat erwerben. Dafür sind aber sowohl die Controller und Basisstationen der HTC Vive als auch die der Valve Index mit der VR-Brille kompatibel. Für wahre VR-Enthusiasten, die maximale Immersion erleben möchten, kommt die Pimax 5K Plus also durchaus in Frage. Vorausgesetzt ihr verfügt über das nötige Kleingeld.

Pimax 5K Plus bei Amazon

Vorteile:

  • Großes Sichtfeld mit bis zu 200 Grad
  • Flüssiges Spielerlebnis durch 144 Hz
  • Hohe Pixeldichte
  • Präzises Tracking mittels SteamVR

Nachteile:

  • Hoher Preis
  • Controller und Basisstationen nicht im Lieferumfang enthalten
  • Kein eingebauter Lautsprecher
  • LCD statt OLED
  • Leistungsfähige Hardware erforderlich
Anzeige
  • LCD-Panel
  • 2.560 × 1.440 (pro Auge)
  • 144 Hz
  • Sichtfeld (FOV) bis maximal 200°
Tracking
  • Inside-Out (Lighthouse)
  • SteamVR-Sensoren
Anschlüsse
  • 1× USB 2.0/3.0
  • 1× DisplayPort 1.4
  • 3,5 mm-Audioanschluss
Audio integriertes Mikrofon
Mindestanforderungen
  • Windows 8.1/10
  • 8 GB RAM
  • Nvidia GTX 1070
  • Intel Core i5-4590
  • DisplayPort 1.4 und USB 2.0/3.0-Port
Konnektivität
  • kabelgebunden
  • Verbindung am PC erforderlich

Für Konsolenspieler: PlayStation VR

PlayStation VR Megapack V2

PlayStation VR Megapack V2

Für Besitzer einer PlayStation 4 und solche, die es werden wollen, bietet sich PlayStation VR als idealer Einstieg in die Virtual-Reality-Welt an. Zwar verfügt das Headset nur über eine Auflösung von 1.080 × 960 Pixel pro Auge, dafür kann es aber mit einer flotten Bildwiederholrate von 120 Hz punkten. In Kombination mit dem 100-Grad-Sichtfeld führt das insgesamt zu einer soliden Grafikleistung. Mit Highend-Brillen wie der Valve Index oder Pimax 5K Plus kann sie nicht mithalten, entsprechend hochauflösende Displays anzusteuern wäre aber auch für die mittlerweile recht betagte PS4-Hardware überfordernd.

Für das Tracking eurer Bewegungen ist die PlayStation-Kamera erforderlich, die nicht immer zum standardmäßigen Lieferumfang gehört. Möchtet ihr während des Spielens auch die Bewegung eurer Arme erfassen, benötigt ihr hierfür zusätzlich die PlayStation Move-Motion-Controller oder den PlayStation VR Aim Controller.

Für ein Bundle mit VR-Brille inklusive zwingend benötigter Kamera und einer Reihe hochwertiger Spiele wie etwa The Elder Scrolls V: Skyrim oder Resident Evil 7: Biohazard bezahlt ihr derzeit rund 300 Euro.

PlayStation VR Megapack V2 bei Amazon

Vorteile:

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Umfangreiches Spieleangebot
  • OLED-Panel
  • Hoher Tragekomfort

Nachteile:

  • Geringe Bildauflösung
  • Veraltetes Outside-In-Tracking via Kamera
  • Funktioniert nur in Kombination mit der PlayStation 4
Display
  • OLED-Panel
  • 1.080 × 960 (pro Auge)
  • 90/120 Hz
  • Sichtfeld (FOV) 100°
Tracking
  • Outside-In (Kamera)
  • 6DoF
Anschlüsse
  • 1× USB 3.0
  • 1× HDMI
  • 3,5 mm-Audioanschluss
Audio
  • austauschbare In-Ear-Kopfhörer
  • integriertes Mikrofon
  • Headset-Bedienelement
Konnektivität
  • kabelgebunden
  • Verbindung mit der PS4 erforderlich

So haben wir ausgewählt

Es mussten rund anderthalb Dekaden vergehen, bis die Spieleindustrie das Virtual-Boy-Trauma überwinden konnte. Die Oculus Rift mit ihrer legendären Kickstarter-Kampagne machte diesen Markt wieder auf – mit Erfolg. Zwar wäre zu behaupten, dass VR im Mainstream angelangt ist, noch übertrieben – aber in der Nische entstehen durch die mittlerweile harte Konkurrenz neue Innovationen und neue Spielideen. Natürlich gibt es auch professionelle Anwendungen, Kerndisziplin für VR bleibt aber Gaming – und dort gibt es seitens der Hersteller ein immer größer werdendes Angebot an Headsets, Controllern und Sensoren. Wir haben uns bei unserer Auswahl daher für Geräte entschieden, die sich in bisherigen Tests bewährt haben. Ebenso wollten wir verschiedene Preisbereiche abdecken. Damit wir euch den bestmöglichen Überblick verschaffen können, haben wir uns neben unseren eigenen Erfahrungen auch auf Nutzerwertungen sowie externe Testinstitutionen wie GameStar und VR-Legion gestützt.

Kaum zu glauben, dass wir uns VR damals noch so vorgestellt haben:

Bilderstrecke starten(6 Bilder)
Vor Oculus Rift & HTC Vive: So kurios war der Virtual Reality-Hype der 90er

VR-Brille kaufen: Das sollte man vorher wissen

Verschiedene Typen von VR-Brillen

Bevor ihr euch für den Kauf einer VR-Brille entscheidet, solltet ihr euch Gedanken machen, wie genau ihr sie nutzen wollt. Seid ihr auf der Suche nach einer All-in-One-Lösung, für die es keiner weiteren Hardware bedarf? Womöglich habt ihr aber bereits einen leistungsstarken Gaming-PC oder eine entsprechende Konsole und wollt nun in virtuelle Welten eintauchen. Insgesamt lassen VR-Brillen sich grob in drei Kategorien einteilen:

In der Regel sind die an einen Computer bzw. Konsole gekoppelte VR-Brillen am leistungsstärksten, da die notwendigen Berechnungen auf dem PC oder der Konsole stattfinden. Dementsprechend gibt es unter diesen Modellen die grafisch anspruchsvollsten Inhalte. Je nachdem für welches Headset ihr euch entscheidet, ist dann entsprechende Rechenpower notwendig. Ihr könnt euch natürlich nach den jeweiligen Mindestanforderungen der Hersteller richten, für ein flüssiges Spielerlebnis ist die Investition in entsprechend leistungsfähige PC-Hardware aber unabdingbar. Etwaige Mehrkosten für ein PC-Upgrade sollten vor einer Kaufentscheidung also unbedingt berücksichtigt werden.

Der Vorteil einer Stand-Alone-VR-Brille ist hingegen, dass keine zusätzliche Hardware benötigt wird und somit auch kein Kabelsalat entsteht. Ebenso spart man sich die Kosten für die Anschaffung eines leistungsstarken Computers. Im Umkehrschluss bedeutet das aber, dass die verfügbaren Inhalte grafisch in der Regel weniger anspruchsvoll sind als bei den PC-gebundenen Headsets. Inzwischen gibt es aber auch Mischformen, die sowohl ohne zusätzliche Hardware als auch in Verbindung mit einem PC funktionieren.

Bei Smartphone-VR-Brillen liefert euer Smartphone die nötige Hardware-Power und fungiert gleichzeitig als Display. Hier gilt: Je mehr Rechenleistung und je höher die Pixeldichte, desto besser. Ihr solltet euch allerdings vorab über die Kompatibilität eures Smartphones informieren, da nicht alle Geräte unterstützt werden. Falls zunächst ein passendes Smartphone angeschafft werden muss, erhöht das den finanziellen Aufwand erheblich. Smartphone-VR-Brillen stellen insgesamt den günstigsten Einstieg in die virtuelle Realität dar und eignen sich daher hervorragend fürs hereinschnuppern.

VR-Brille mieten statt kaufen?

Die größte Hürde für den Einstieg in die virtuelle Realität sind wohl die hohen Anschaffungskosten für entsprechende Hardware. Highend-VR-Brillen wie die Valve Index kosten inklusive dem benötigten Zubehör gerne mal über 1.000 Euro. Da kommen dann noch die Kosten für einen leistungsfähigen PC dazu und schon ist man mehrere Tausend Euro los. Glücklicherweise könnt ihr aber auch schon wesentlich günstiger in den Genuss von VR-Spielen kommen – Grover, Ottonow und Co. machen es möglich. Bei diesen Anbietern könnt ihr ein VR-Headset eurer Wahl ganz einfach mieten und zahlt dafür lediglich eine monatliche Leihgebühr. Wie das genau funktioniert und ob sich das Mieten von Technik wirklich lohnt, erfahrt ihr in unserem Video:

Technik mieten – Lohnt sich das?

VR-Technik mit Grover mieten

Technische Anforderungen

Für eine optimale VR-Erfahrung sind mehrere Faktoren entscheidend. Das fängt mit der Auflösung der Brille an, denn diese kann je nach Modell stark variieren. Während einige Geräte wie die PlayStation VR lediglich 1.080 × 960 Pixel pro Auge liefern, verfügt die Pimax 5K Plus über satte 2.560 x 1.440 Pixel. Die Auflösung allein ist aber noch nicht alles, da eine hohe Bildwiederholrate ebenso wichtig ist. Hochwertige VR-Brillen können bis zu 144 Bilder pro Sekunde darstellen, wobei 60 das absolute Minimum sein sollten. Zuletzt wäre dann noch das Sichtfeld oder Field of View (FOV), das bei hohen Werten das „Mittendrin-Gefühl“ nochmal erheblich steigert. Die meisten Headsets bewegen sich hier zwischen einem Wert von 100 und 130 Grad, wobei einzelne Geräte sogar ein bis zu 200 Grad weites Sichtfeld haben.

Manche Menschen sind empfänglich für sogenannte „Motion Sickness“. Dabei handelt es sich um einen häufig auftretenden Nebeneffekt bei der Nutzung eines VR-Headsets, der zu Kopfschmerzen oder Übelkeit führen kann. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf einer teuren VR-Brille erst einmal mit günstigeren Geräten herauszufinden, ob man anfällig dafür ist.

Ein weiterer Aspekt ist außerdem der Tragekomfort bei Brillenträgern: Nicht bei allen Geräten passt die Brille noch problemlos mit ins Gehäuse der VR-Brille. Insbesondere bei Smartphone-VR-Brillen kommt es diesbezüglich öfter zu Problemen. In beiden Fällen lohnt es sich also, die jeweilige VR-Brille vor dem Kauf auszuprobieren.

Erfahrt von uns, mit welchen Problemen VR nach wie vor zu kämpfen hat:

Bilderstrecke starten(13 Bilder)
11 Probleme, mit denen VR auch heute noch zu kämpfen hat

Tracking

Neben einer flüssigen Darstellung ist das zuverlässige Tracking eurer Bewegungen mindestens genauso wichtig. Auch hier gibt es je nach Headset verschiedene Technologien, die zum Einsatz kommen. Die gängigsten davon erklären wir in der folgenden Übersicht:

  • 3DoF/6DoF: Damit sind die Grade der Bewegungsfreiheit (Degrees of Freedom) gemeint. Bei 3DoF werden nur die Bewegungen des Headsets selbst gemessen – also das Neigen, Drehen oder Schwenken des Kopfes. Bei 6DoF hingegen werden sämtliche Bewegungen getrackt und ihr könnt uneingeschränkt im Raum umherlaufen.
  • Markerless/Marker-Based Inside-Out: Das bedeutet zunächst nur, dass die Brille selbst ihre Position innerhalb des Raumes misst. Das passiert in den meisten Fällen entweder über integrierte Kameras (Markerless) oder durch externe Sensoren (Markerbased). Bei letzterem handelt es sich dann oftmals um Lighthouse-Tracking, da die Sensoren ähnlich einem Leuchtturm ein spezielles Licht ausstrahlen, was dann von Headset zur Positionsbestimmung genutzt wird.
  • Outside-In: Diese Tracking-Methode gilt inzwischen als veraltet, findet aber dennoch vereinzelt Verwendung. So auch im Falle der PlayStation VR, bei der eine externe an die PS4 angeschlossene Kamera das Tracking übernimmt. Sie orientiert sich dabei an LEDs, die im Headset und dem jeweiligen Controller verbaut sind und ermittelt so eure genaue Position.

Bewegung im Raum

Je nachdem, ob ihr eine Stand-Alone-Variante oder eine VR-Brille zum Koppeln an einen PC oder eine Konsole besitzt, ist eure Bewegungsfreiheit unter Umständen eingeschränkt. Bei Headsets wie etwa der Oculus Quest könnt ihr euch komplett frei ohne störenden Kabelsalat im Raum bewegen. Allerdings ist die Nutzungszeit hier an die Akkulaufzeit des Headsets gekoppelt – eine Powerbank mit langem Kabel in petto zu haben wäre also bei längerer Nutzung ratsam. Bei Geräten wie der Valve Index hingegen seid ihr per Kabel an euren PC angebunden; dadurch kann die Bewegungsfreiheit durch die notwendigen Kabel gestört werden. Für einige Headsets existieren inzwischen aber separate WLAN-Adapter, die dann sämtliche Signale drahtlos an eure VR-Brille übertragen.

Welche VR-Brille passt am besten zu mir?

Ihr möchtet die virtuelle Realität endlich am eigenen Leib erfahren und seid noch unschlüssig, welches VR-Headset ihr euch kaufen sollt? Dafür ist zunächst entscheidend, wie groß euer Budget ist und was ihr damit machen wollt. Für anspruchsvollere Spiele benötigt ihr meist eine VR-Brille, die an einen leistungsfähigen Gaming-PC angeschlossen wird. Grafisch weniger fordernde Spiele funktionieren oft schon mit Smartphone-VR-Brillen oder einer entsprechenden Stand-Alone-Variante. Letztere reichen auch für Nutzer, die einfach mal VR ausprobieren und für ein paar Minuten „abtauchen“ möchten.

Welches VR-Headset sollte ich kaufen?

  • VR-Einsteiger: Solltet ihr noch komplett neu in dem Bereich sein, lohnt sich womöglich die Anschaffung einer VR-Brille, in die ihr eurer bereits vorhandenes Smartphone reinstecken könnt. Auf diese Weise erhaltet ihr ein erstes Gefühl für VR-Anwendungen und spart euch so auch eine Menge Geld. Upgraden könnt ihr später immer noch.
  • Das beste aus beiden Welten: Ihr habt bereits erste VR-Erfahrungen gemacht und möchtet nun mehr? In diesem Fall wäre eine Stand-Alone-Brille eine Überlegung wert, die sich preislich meist zwischen 400 und 500 Euro bewegen. Dafür nimmt sowohl die Anzahl als auch Qualität der verfügbaren Spiele zu und sie sind trotzdem noch deutlich günstiger als reine PC-gebundene Modelle. Die Einrichtung solcher Modelle ist ebenfalls schnell erledigt. Besitzer einer PS4 können außerdem zur PlayStation VR für rund 300 Euro greifen.
  • Komplette Immersion: Ihr seid an der bestmöglichen Immersion interessiert und scheut keine Kosten und Mühen? In diesem Fall kommt ihr nicht an einem vollwertigen VR-Headset wie etwa der Valve Index vorbei. Zuvor solltet ihr aber sicherstellen, dass ihr sowohl über genügend Rechenleistung als auch Platz für die notwendigen Sensoren verfügt. Bedenkt außerdem den erhöhten Aufwand bei der Einrichtung der gesamten Hardware. Falls euer Budget dann doch mal knapp sein sollte, wäre das Mieten einer entsprechenden VR-Brille ebenfalls eine Option.

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