Dragon Ball Z: Kakarot in der Vorschau – Son-Goku will es wieder wissen!

Franziska Behner 1

Wenn Bandai Namco sich mit einem Anime besonders gut auskennt, dann ist das Dragon Ball. Das haben sie bereits mit Prüglern wie DBZ: Xenoverse bewiesen. Jetzt wagen sie einen neuen Versuch und werfen ein neues Licht auf die Welt: In unserer Vorschau lest ihr, wie uns das gefällt.

Die Suche nach den sieben magischen Kugeln auf der Erde gibt es bereits in den unterschiedlichsten Formen zu bestaunen: Als Anime, Manga und in zahlreichen Spielen. Oft liegt bei den Titeln der Schwerpunkt auf den zahlreichen Kämpfen von Son Goku und seinen Freunden, die voller Explosionen und kräftigen Tritten glänzen. Davon erwartet euch in Dragon Ball Z: Kakarot ebenfalls eine Menge, jedoch möchten die Entwickler den gesamten Weg von Son Goku in einem Rollenspiel zeigen – und der führt manchmal auch an einer Lichtung im Wald vorbei, wenn er gemeinsam mit seinem Sohn das Abendessen besorgt.

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Wie alles begann

An dieser Stelle starten wir in das Abenteuer des neuen Dragon-Ball-Spiels: Anstatt von einem großen Kampf nahtlos in den nächsten zu stolpern, vertreibt ihr euch die Zeit mit dem Sammeln von Items und genießt eure Vater-Sohn-Zeit im Wald. Da Son Gohan noch klein ist, benötigt er viel Aufmerksamkeit und Liebe von seinem Vater. Son Goku zeigt ihm sogar, wie man angelt. Das geschieht über ein kleines Minispiel, bei dem ihr den (angesteckten) Affenschwanz als Rute verwendet und den Fisch im richtigen Moment aus dem Wasser zieht.

Werft einen Blick in das Spiel:

Dragon Ball Z: Kakarot - Game Introduction.

Beziehungen auf dem Community Board

Theoretisch könntet ihr gefangene Fische und gesammelte Früchte gleich vernaschen, besonders lecker werden sie allerdings erst durch Bulma und ihre Kochkünste. Lasst ihr eure Frau den Suppenlöffel schwingen, entstehen leckere Gerichte, die beim Verspeisen die Status-Werte des Charakters erhöhen. Wollt ihr noch bessere Boosts, solltet ihr das Community Board öffnen. Hier könnt ihr gesammelte Seelenmarken von bereits getroffenen Charakteren miteinander verbinden – und ihre Fähigkeiten zu einem bestimmten Thema vereinen.

Körperlich schwache Figuren eignen sich etwa nicht im Community Board für Kämpfe, doch sie zeigen ihre wahre Kraft in anderen Disziplinen. Verbindet sich Son Gohan anfangs mit Bulma auf dem Koch-Board, so kreieren sie gemeinsam besonders schmackhafte Gerichte. Die Beziehung der einzelnen Charaktere zueinander beeinflusst außerdem die Verbesserungen, die ihr erhalten könnt. Dieser Wert lässt sich durch das Überreichen verschiedenster Geschenke stetig verbessern.

Auf geht’s in den nächsten Kampf!

Mit einem gebratenen Fisch im Magen springt ihr in der Haut von Son Goku auf Jindujun und fliegt zu eurer nächsten Mission. Dabei könnt ihr etliche Z-Punkte einsammeln, die in der Welt verstreut sind. Anfangs solltet ihr euch insbesondere Zeit dafür nehmen, die Überschläge mit eurer kleinen Wolke zu trainieren. So einfach, wie das Fliegen aussieht, ist es dank ungenauer Steuerung und den schwierig zu erkennenden Höhenunterschieden nämlich nicht. Schnappt euch unterwegs noch ein paar Äpfel und andere Items, die durch ein auffälliges Blinken markiert werden, und nutzt die gesammelten Z-Punkte später für starke Superangriffe.

Selbstverständlich steht ihr den mächtigen Gegnern ohne genügend Z-Punkte nicht wehrlos gegenüber. Son Goku verfügt bereits anfangs über gute Kampf-Skills – und teilt mit schnellen Schlägen ordentlich aus. Ladet ihr während des Kampfes eure KI-Leiste auf, könnt ihr sie für mächtigere Attacken verwenden. Wir wissen, dass ihr alle auf eine Attacke wartet und ja – sie ist enthalten! Das Kamehameha leert eure Leiste zu einem guten Teil, dafür ist es (zumindest in unserer Test-Session) seine stärkste Attacke.

Da die großen Gegner alle über mehrere Lebensleisten verfügen, sind die Kämpfe nie nach nur ein paar Sekunden vorbei. Insbesondere bei flinken Feinde wie Radditz sind die Tasten für das Blocken und Ausweichen eure besten Freunde, wenn Laserstrahlen und Energiebälle vom Himmel regnen. So knackig viele aber Kämpfe sind, Spaß haben sie uns allemal gemacht. Eure Lernkurve ist dabei enorm, da ihr die Angriffsmuster nach kurzer Zeit problemlos nachvollziehen könnt. Habt ihr einmal herausgefunden, wie ihr den mächtigen Angriffen von Vegeta und Co. ausweicht, sollte euch der Sieg gewiss sein.

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Wie im Anime

Die zahlreichen Laserstrahlen, Explosionen und Kamehamehas sehen imposant aus und bringen den Bildschirm zum Leuchten. Knallt ein Feind auf den Boden oder entfesselt ihr einen starken Angriff, bricht die Erde unter dem Charakter auf und zerbröselt in Einzelteile. Meist ist die Übersicht dabei ganz gut, auch wenn die Framerate zeitweise einbrechen kann. Das tut dem coolen Anime-Look aber kaum einen Abbruch. Viele der großen Kämpfe werden zudem mit einer ansehnlichen Sequenz beendet, die dramatischer kaum sein könnte.

Um Passanten und NPCs müsst ihr euch bei den ausladenden Kämpfen keine Sorgen machen, da die Gefechte weitab von Häusern und der Zivilisation geführt werden. Die einzelnen Areale des Spiels wirken riesig und erstrecken sich oft über weite, unbewohnte Flächen voller Nichts. Beim Überfliegen wirken sie eintönig und sehr leer, für Kämpfe ist es hingegen genau das Richtige. Schließlich darf niemand verletzt werden! In diesem Punkt haben sich die Entwickler stark an den Anime gehalten, denn dort sind die Schauplätze oft ähnlich weitläufig. Hundert namenlose Passanten? Fehlanzeige.

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Ob ihr stur der Geschichte folgt oder kleinere Ausbrüche mit Seitenmissionen wagt, liegt ganz an euch. Wir empfehlen das Absolvieren einiger Nebenaufgaben, da ihr dort besonders merkt, wie viele Liebe in das Spiel geflossen ist. Viele Charaktere erzählen aus ihrem Leben und erinnern an ikonische Szenen aus dem Anime, die wir alle vor Jahren im TV gesehen haben.

Anfangs werden eure Kämpfe ausschließlich mit Kakarot stattfinden, doch schon nach wenigen Spielstunden findet ihr euch in der Haut von Piccolo wieder und entfesselt als Namekianer kraftvolle Angriffe gegen eure Feinde. Die Geschichte von Son Goku erlebt ihr aus verschiedenen Blickwinkeln, sodass die Kämpfe dank unterschiedlicher Move-Sets, zumindest während unserer Preview-Session, nicht langweilig werden.

Habt ihr Lust auf ein authentisches Abenteuer im Dragon-Ball-Universum und wollt die Geschichte von Kakarot als Rollenspiel erleben, ist das euer Spiel. Die Charaktere sind unverfälscht und zeigen ihren altbekannten Humor. Ob ihr über einige Schwächen hinwegsehen könnt, hängt vermutlich von eurer Leidenschaft zu Dragon Ball ab – denn Kakarot strotzt ohne Frage vor Liebe zum Anime.

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Franziska Behner
Franziska Behner, GIGA-Experte.

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