E-Scooter im Test: Die besten Elektroroller 2020

Sebastian Trepesch

E-Scooter legten nach der Zulassung für den Straßenverkehr 2019 einen fulminanten Start hin – obwohl die Auswahl an zugelassenen Modellen sehr mager war. Mittlerweile ist die Auswahl an Modellen sowie Tests größer. GIGA hat sich umgesehen und nennt die besten E-Scooter.

In einigen Großstädten begegnet man den E-Scootern auf Schritt und Tritt – es handelt sich bei den Rollern von Lime, Circ, Voi, Uber & Co um Leihfahrzeuge. Doch nicht jeder kann auf einen Leih-Scooter in der Heimatstadt oder im benötigten Radius zugreifen. Viele Fahrten können zudem teuer werden. Die Anschaffung eines eigenen E-Scooters kann sich für manch Pendler durchaus lohnen. Wir gehen zunächst auf empfehlenswerte Produkte ein, bevor wir weitere Tipps zum Kauf geben.

Inhalt

  1. Die Top-E-Scooter im Überblick
  2. E-Scooter: Die Testsieger im Einzelnen
    1. BMW X2 City: Testsieger
    2. The Urban #BRLN: Preis-Leistungs-Tipp
    3. Segway Ninebot MAX G30 D: Publikumsliebling
  3. So hat der ADAC getestet
  4. E-Scooter-Kauf: Was man wissen muss

E-Scooter: Testsieger und Publikumsliebling im Überblick

Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 17.1.2020 22:53 Uhr

E-Scooter: Die Testsiger im Einzelnen

BMW (Kettler) X2 City: Testsieger im E-Scooter-Test des ADAC

Testsieger im Vergleich des ADAC von Ende 2019 ist der BMW X2 City, er erreichte die Note 1,9. Die Tester loben die souveräne Fahrdynamik und den Komfort, für den die großen 16-Zoll-Luftreifen sorgen. Die Geschwindigkeitsstufen von 8, 12, 16, 18 und 20 km/h regelt man über Pedaltritte. Dauerhaftes Drücken des Pedales aktiviert die Tempomat-Funktion.

Praktisch für das Aufladen: Der unter dem Trittbrett verbaute Akku ist abnehmbar. Somit muss man nicht den schweren 21-Kilo-Roller zur Steckdose schleppen.

Vorteile:

  • Hoher Fahrkomfort
  • Dynamische Fahrweise
  • Hohe Verarbeitung
  • Hydraulische Scheibenbremsen

Nachteile:

  • Schlecht transportabel

The Urban #BRLN: Preis-Leistungs-Tipp mit Straßenzulassung

Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, sollte eine möglichst ebene Strecke vor sich haben: The Urban #BRLN bietet nur kleine Räder, ein schmales Trittbrett und bei hohen Bordsteinen kann – wie bei manch anderem ähnlich gestaltetem Roller auch – das schlecht positionierte Nummernschild abbrechen.

Warum hat es The Urban #BRLN trotzdem geschafft, im ADAC-Vergleichstest mit Note 2,6 das Prädikat Preis-Leistungs-Sieger zu bekommen? Nun, er überzeugte die Tester mit einem starken Antrieb und dem geringeren Gewicht von gut 15 Kilo. Und er kostet eben unter 1000 Euro.

Vorteile:

  • Starker Antrieb
  • Nicht ganz so schwer

Nachteile:

  • Rahmenkonstruktion wenig durchdacht
  • Kleine Räder
  • Fest verbauter Akku

Segway Ninebot Max G30D: Der Publikumsliebling

Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 17.1.2020 22:53 Uhr

Beim Publikum macht aber ein anderer E-Scooter das Rennen: Die Spitze des E-Scooter-Rankings nimmt bei der Preisvergleichsseite idealo aktuell der Ninebot Segway Max G30D by Segway ein. Die und Saturn sind von dem Elektroroller sehr angetan, die Durchschnittsbewertung liegt aktuell bei 4,6 bis 5 von 5 Sternen. Zum Beispiel werden Stabilität, Qualität und die Luftreifen gelobt. Die Seite China Gadgets lobt im Test das gute Fahrgefühl und den großen Akku, kritisiert aber das hohe Gewicht von knapp 20 Kilo. Wie bei The Urban #BRLN sind die Räder allerdings relativ klein.

Vorteile:

  • Gute Qualität
  • Großer Akku für gute Reichweite

Nachteile:

  • Kleine Räder
  • Fest verbauter Akku

So hat der ADAC die Elektroroller mit Straßenzulassung getestet

Den Test der E-Scooter hat der ADAC im Herbst 2019 durchgeführt. Besonderes Augenmerk lag auf:

  • Ausstattung (Gewicht, Standfläche, Beleuchtung, Diebstahlschutz)
  • Verarbeitung und Handhabung (Klappmechanismus, Cockpit, Lenker, Bedienungsanleitung),
  • Fahreigenschaften (Stabilität und Komfort; Messungen der Beschleunigung und Steigungsbewältigung),
  • Sicherheit und Haltbarkeit (Stabilität und Dosierbarkeit; Entfernungsmessung des Bremswegs).

Die Liste aller getesteten Elektroroller mit Testnote:

E-Scooter kaufen: Was ihr dazu wissen solltet

Wer sich einen E-Scooter kaufen möchte, komme am besten mal nach Berlin – oder eine andere Großstadt mit mehreren Anbietern von Leih-E-Scootern. Fährt man hier ein paar unterschiedliche Modelle, bekommt man etwas Gespür für die Eigenheiten. Die Elektroroller fahren sich unterschiedlich, je nachdem, wo und wie die Steuerung positioniert ist und wie viel Leistung der Antrieb bietet, beziehungsweise wie er eingestellt ist. Manche fahren sich sportlich, manche unauffällig, manche lahm. Anschließend fahre man den gewünschten Kauf-E-Scooter beim Händler Probe – sofern möglich. Weitere Tipps zum Kauf:

Auf welche Merkmale sollte man beim E-Scooter-Kauf achten?

Will man nicht nur auf Privatgelände mit dem E-Scooter fahren, benötigt das gewählte Modell zwingend eine Zulassung durch das Kraftfahrtbundesamt. Sprich: Man muss einen E-Scooter wählen, den der Hersteller nach den gesetzlichen Vorgaben ausgestattet hat und prüfen hat lassen. Die Modelle sind im Handel entsprechend gekennzeichnet.

Je größer die Räder, desto größer der Fahrkomfort und die Sicherheit – so unsere Faustformel. Es gibt viele Modelle, die recht kleine Räder besitzen. Da bleibt man auch bei abgesenkten Bordsteinen schnell mal hängen.

Manch einer möchte seinen E-Scooter ins Auto packen oder zu einer Steckdose tragen können. Dann sollte man einen Blick auf das Gewicht und auf die Maße im zusammengeklappten Zustand werfen.

Amazon, MediaMarkt, Aldi – wo kauft man E-Scooter?

E-Scooter findet man in erster Linie im Technik-Handel, sprich bei Mediamarkt, und Saturn, natürlich auch bei Alles-Verkäufer Amazon. Allerdings bietet nicht jeder Händler alle wichtigen Modelle – zum Beispiel gibt es den BMW-Roller nur in den BMW-Autohäusern und bei zwei unbekannten Online-Händlern.

E-Scooter mit Straßenzulassung bei MediaMarkt*

Auch Discounter wie Aldi bieten in Aktionswochen ein bestimmtes Modell eines E-Scooters an. Sie bekommt man aber teilweise nur online.

Wie funktioniert das mit der Versicherung für die Straßenzulassung?

Den E-Scooter muss man versichern und mit einer grünen Versicherungsplakette versehen. Bei manchen Händlern oder Modellen ist schon ein Jahr Versicherung inbegriffen, der Aufkleber am Roller befestigt. Ansonsten kann man bei immer mehr Versicherungsunternehmen einen Tarif buchen. Zum Beispiel bietet die Bayerische Versicherung eine Haftpflicht (z.B. 8,50 Euro pro Jahr) sowie eine Haftpflicht inklusive Teilkasko (z.B. 13,70 Euro pro Jahr). Bei letzterer ist eine Diebstahl- und Fahrzeugteilversicherung enthalten.

Bayrische Versicherung: Genaueres zum E-Scooter-Tarif*

E-Scooter: Was darf man im Straßenverkehr, was nicht?

Was im Straßenverkehr erlaubt ist und was nicht, zeigen wir im Video:

E-Scooter in Deutschland: Was ist erlaubt?

Ein Helm ist zwar nicht vorgeschrieben, aber dringend zu empfehlen.

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Gibt es E-Scooter, die schneller als 20 km/h fahren?

Wer sich einen E-Scooter kaufen möchte, der schneller als 20 km/h fahren kann, hat Pech: Die gibt es zwar, sind aber für den Straßenverkehr nicht zugelassen. Für die private Rennstrecke um die Luxusvilla herum kann man sich zum Beispiel den . Mit dem kann man mit bis zu 30 km/h auf die Schauze fliegen.

Bilderstrecke starten(23 Bilder)
22 E-Scooter-Fails, bei denen euch Hören und Sehen vergeht

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