Final Fantasy 7 Remake angespielt: Wuchtige Kämpfe in Slow Motion

Lisa Fleischer

Das Final Fantasy 7-Remake wird immer konkreter. Nach jahrelangem gespanntem Warten hatte GIGA-Redakteurin Lisa auf der gamescom 2019 die Gelegenheit, das Spiel auszuprobieren. Mit Cloud und Barret tritt sie gegen den ersten Endgegner aus dem Spiel an – und bekommt so einen ersten Eindruck vom Kampfsystem.

Als erstes fällt auf, wie schön und vor allem scharf das Spiel im Vergleich zum 22 Jahre alten Original aussieht. Lediglich an den Haaren von Protagonist Cloud Strife flimmern die Kanten etwas, bis zum Release ist ja aber auch noch genügend Zeit, um das Spiel optisch etwas aufzupolieren.

Bevor ich aber selbst Hand an den Controller anlegen darf, bekomme ich auf der gamescom 2019 die ikonische Anfangssequenz aus Final Fantasy 7 zu sehen. Cloud Strife steigt mit den Mitgliedern der Widerstandsgruppe Avalanche aus einem Zug aus und kämpft sich durch zahlreiche Shin-Ra-Wachen, um einen der umweltschädlichen Mako-Reaktoren zu zerstören. Wirklich spielen darf ich erst, sobald Cloud und der Avalanche-Anführer Barett dem Reaktor schon sehr nahe sind.

Alles, was du zum Remake von Final Fantasy 7 wissen musst, haben wir dir in folgendem Video zusammengefasst:

Final Fantasy 7 Remake: Alles, was du wissen musst.

Durchdachte Taktik anstatt wildes Gekloppe

Sofort fällt auf, dass das Final Fantasy 7-Remake kein wildes Gekloppe belohnt, sondern Taktik. Vergisst du, zu verteidigen oder mit einer geschickten Rolle aus der Gefahrenzohne zu entkommen, nimmst du gerade bei stärkeren Gegnern so viel Schaden, dass du gar nicht mehr aus dem Heilen herauskommst. In der Demo habe ich zwar genügend Tränke, außerdem beherrschen beide Charaktere einen Heilungs-Zauberspruch, der mir oft aus der Patsche hilft. Im finalen Spiel werden Heilungen aber bestimmt schnell knapp.

Hinzu kommt, dass Clouds massives Schwert und auch Barrets Maschinengewehr zwar gut Schaden machen, dafür aber der Wuchtigkeit entsprechend etwas schwerfällig reagieren. Ein Schlag will also gut platziert sein, auch wenn Final Fantasy 7 natürlich wesentlich mehr Fehltritte verzeiht als Dark Souls und Konsorten. Und bist du erst einmal im Rhythmus, kannst du mit ausschweifenden Kombos noch mehr Schaden machen.

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Diese 11 Games sind unglaublich schlecht gealtert.

In Zeitlupe durch den Taktik-Modus

Hat sich die ATB-Leiste eines Charakters durch getätigte Angriffe mindestens zur Hälfte aufgefüllt, kannst du vom Echtzeit- in den Taktik-Modus wechseln. Hier verlangsamt sich die Zeit wirklich drastisch, in Zeitlupe bewegen sich dein und der gegnerische Charakter. Dementsprechend viel Zeit hast du, eine Aktion auszuwählen. Der Modus erinnert damit fast schon an das originale Final Fantasy 7. Willst du keine Pause, sondern die ganze Zeit Action, kannst du die Fähigkeiten auf Shortcuts legen und damit auch in Echtzeit nutzen.

Im Taktik-Modus stehen dir nicht nur Items zum Heilen und Zaubersprüche zu Verfügung, sondern auch stärkere Spezialattacken. Das heißt aber auch im Umkehrschluss: Ist dein ATB-Balken leer und neigt sich deine Energie ebenfalls dem Ende zu, gibt es kaum einen Weg, dich am Leben zu halten.

Final Fantasy 7 Remake Vergleich

Sollte nur einer deiner Charaktere schwächeln, kannst du jetzt immerhin mit den Schultertasten zu einem der anderen wechseln. Mit diesem kannst du prinzipiell jeden anderen Charakter heilen, sofern er selbst eine genügend volle ATB-Leiste hat. Es lohnt sich aber auch beim Angriff zu wechseln. Schließlich haben Cloud und Barret zwei grundverschiedenen Kampfsysteme und können sich so perfekt im Kampf ergänzen. Willst du dich auf einen Charakter versteifen, kannst du dem anderen immerhin Befehle geben.

Daneben gibt es die Limit-Leiste, die sich auffüllt, steckst du selbst Schaden ein. Ist sie gefüllt, kannst du den sogenannten Limit Breaker und damit auch die Spezialattacke des jeweiligen Charakters ausführen. In Clouds Fall ist das der Punisher Mode, in dem er sich zwar langsamer bewegt, dafür aber wesentlich mehr Schaden austeilt.

Hat der Gegner genügend Attacken eingesteckt, wird er für kurze Zeit paralysiert. Wie lange es noch bis dahin dauert, erkennst du an einem orangefarbenen Balken unterhalb der Gesundheitsanzeige des Gegners. Ist er voll, machst du besonders viel Schaden und kannst dem Gegner mit effektiven Attacken besonders zusetzen.

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Final Fantasy 7 Remake: Unser erster Eindruck

Schon der erste Bosskampf ist dank der zahlreichen taktischen Möglichkeiten durchaus fordernd und kein Stück eintönig. Die zwei Charaktere, die ich ausprobiert habe, ergänzen sich optimal und der Boss-Gegner weiß uns mit zahlreichen fiesen Fähigkeiten auf Trab zu halten.

Was ich gesehen habe, wirkt durchaus vielversprechend und das Final Fantasy 7-Remake scheint auf einem durchaus guten Weg zu sein. Natürlich habe ich aber viel zu wenig gesehen, um ein fundiertes Urteil fällen zu können. Spätestens am 3. März 2020 lässt sich dazu endlich mehr sagen – dann erscheint Final Fantasy 7 nämlich exklusiv für die PlayStation 4.

Wie gut kennst du Final Fantasy? (Quiz)

Die Final Fantasy-Reihe existiert seit vielen Jahren und kann immer noch Spieler für sich begeistern - in Kürze dann mit dem nächsten Teil namens Final Fantasy XV. Um bis dahin zu beweisen, dass du der ultimative Final Fantasy-Kenner bist, kannst du nun dieses Quiz absolvieren!

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