Wer auf der PS5, Xbox Series X oder dem PC beste Grafik genießen möchte, kommt um einen 4K-Fernseher kaum herum. GIGA stellt die besten Gaming-TVs vor und erklärt, was es vor einem Kauf zu beachten gilt.


Die besten 4K-Gaming-Fernseher: Alle GIGA-Empfehlungen im Überblick

Der wachsende Funktionsumfang von TV-Geräten macht die richtige Wahl immer schwieriger. GIGA stellt Gaming-TVs verschiedener Preiskategorien vor, die sich alle besonders gut zum Zocken in 4K eignen. Außerdem gehen wir auf die wichtigsten Features solcher Fernseher ein und erklären, welche davon für Gamer tatsächlich relevant sind.

Modell Hi­sense 55AE7200F Samsung GU43AU8079 Sony KD-55XH8096 Sony KE-55XH9005 LG OLED  55C17LB
Preis (ca.) 480 Euro 450 Euro 630 Euro 800 Euro 1.380 Euro
Vorteil Top-Preis Geringer Input-Lag Gute Bildqualität Geringer Input-Lag G-Sync/FreeSync
Nachteil Schwacher Sound Nur 60 Hz Nur 60 Hz (Noch) kein VRR/ALLM Hoher Preis
Angebot Otto Amazon Amazon Saturn Amazon
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GIGA-Preis­tipp Einsteigermodell Mittelklasse-TV Für Next-Gen-Konsolen High­end-TV

Deshalb könnt ihr GIGA vertrauen

Wir betreiben für jeden Artikel dieser Art intensive Recherche, damit wir das gewonnene Wissen hinterher kompakt und vor allem verständlich an unsere Leserinnen und Leser weitergeben können. Ebenso werden alle gelisteten Produkte stets mit Sorgfalt ausgewählt und ebenso verschiedene Einsatzzwecke sowie Preissegmente berücksichtigt. Weitere Infos zu unseren Kaufberatungen findet ihr übrigens im Artikel „So beraten wir“.

Ich selbst begeistere mich bereits seit meiner Kindheit für Videospiele und die dafür notwendige Hardware. Meinen ersten eigenen Gaming-Rechner habe ich bereits vor knapp 10 Jahren zusammengebaut und seitdem sind noch zahlreiche weitere gefolgt. Jegliches Wissen in Bezug auf Games sowie (PC) Hardware habe ich mir über die Jahre also selbst angeeignet – oft zur Freude meiner Familie oder meinem Freundeskreis. Dort bin ich meist die erste Anlaufstelle wenn es darum geht, etwas zu reparieren oder sie bei der Anschaffung neuer Geräte zu beraten.

Für diesen Artikel wurde ich außerdem tatkräftig durch den wertvollen Input meiner beiden geschätzten Kollegen Frank Ritter und Robert Kohlick unterstützt. Während Frank sich selbst bestens mit Fernsehern auskennt, ist Robert stets auf dem Stand der Dinge was Gaming-Hardware und mehr angeht. Um euch also den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir uns neben eigenen Erfahrungen auch auf Nutzerwertungen sowie externe Testinstitutionen wie test.de gestützt.

GIGA-Preistipp: Hisense AE7200F

Hisense 55AE7200F (55 Zoll)

Hisense 55AE7200F (55 Zoll)

Vorteile

  • Integrierter Spielmodus
  • Geringer Input-Lag
  • Hoher Kontrast

Nachteile

  • Verbesserungswürdige Software
  • Mittelmäßiger Sound

Den Anfang macht ein wahres Preis-Leistungs-Wunder – der Hisense 55AE7200F. Für unter 500 Euro erhaltet ihr einen soliden 4K-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 55 Zoll. Darüber hinaus verfügt er einen Game-Mode, der den Input-Lag bei Bedarf auf unter 20 ms herabsenkt. Damit bewegt er sich in dieser Hinsicht zwar eher im Mittelfeld, in dieser Preisklasse ist das aber durchaus ein akzeptabler Wert.

Auch die verhältnismäßig geringe Bildwiederholrate von maximal 60 Hz und das Wegbleiben weiterer praktischer Gaming-Funktionen sind für diesen Preis zu verschmerzen. Insgesamt handelt es sich hierbei um einen gelungenen gaming-tauglichen TV, der außerdem noch HDR10/HDR10+ sowie „Hybrid Log Gamma“ (HLG) unterstützt. Wer zusätzlich auch Serien und Filme genießen möchte, sollte für ein optimales Erlebnis allerdings eine Soundbar in Erwägung ziehen.

Bildschirmdiagonale 139 cm (55 Zoll)
Display LED (3.840 x 2.160 Pixel)
HDR HDR10, HDR10+, HLG
Bildwiederholrate 60 Hz
Input-Lag 20 ms (mit aktiviertem Spielmodus)
Anschlüsse
  • 3x HDMI 2.0
  • 2x USB-A 2.0
  • 1x LAN
  • 1x Antenne-In
  • 1x LNB-In
  • 1x CI+
  • 1x VideoCinch-Eingang
  • 1x Optisch-Out
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 123 cm / 76,1 cm / 23,4 cm
Gewicht inkl. Standfuß 13 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Hisense AE7200F

  • Welche Apps werden unterstützt und können weitere Anwendungen heruntergeladen werden? Derzeit werden unter anderem Amazon Prime Video, Netflix, YouTube, DAZN, Maxdome unterstützt. Einige neuere Apps wie etwa Disney+ lassen sich hingegen nicht auf das Gerät installieren.
  • Lässt sich der Fernseher an der Wand anbringen? Ja, hierfür wird eine VESA-kompatible Halterung mit 300 x 200 mm benötigt.
  • Funktioniert bei dem Gerät Apple AirPlay? Nein, dafür ist Alexa bei diesem Modell integriert.

Einsteigermodell: Samsung AU8079

Samsung GU43AU8079 (43 Zoll)

Samsung GU43AU8079 (43 Zoll)

Vorteile

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Automatischer Spielemodus
  • Geringer Input-Lag
  • Natürliches Bild

Nachteile

  • Geringe Bildwiederholrate
  • Mittelmäßiger Sound

Unser Einsteigermodell ist der Samsung GU43AU8079. Zwar ist bei dem 4K-Fernseher nur ein Panel mit einer maximalen Bildwiederholrate von 60 Hz verbaut, dennoch eignet sich das Gerät ideal für Gamer. Das liegt einerseits am integrierten Spielmodus, der sich automatisch zuschalten lässt. Somit beläuft sich der Input-Lag hier auf lediglich 11 ms, was ein hervorragender Wert ist.

Das findet sich in dieser Preiskategorie eher selten. Gepaart mit der farbgetreuen Darstellung, stellt der Samsung GU43AU8079 also ein gelungenes sowie preiswertes Gesamtpaket dar – vor allem Besitzer einer PS4 oder XBox One dürften hier voll auf ihre Kosten kommen. Wem 43 Zoll zu wenig sein sollten, kann auch zur Variante mit 55 Zoll greifen.

Bildschirmdiagonale 108 cm (43 Zoll)
Display LED (3.840 x 2.160 Pixel)
HDR HDR10+, HLG
Bildwiederholrate 60 Hz
Input-Lag 11 ms (mit aktiviertem Spielmodus)
Anschlüsse
  • 3x HDMI 2.0
  • 2x USB-A 2.0
  • 1x Digital-Audioausgang (optisch)
  • 2x Antenneneingang
  • 1x LAN
  • 1x C+
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 96,6 cm / 60 cm / 19,5 cm
Gewicht inkl. Standfuß 8,9 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Samsung AU8079

  • Funktioniert bei dem Gerät PVR? Nein, bei diesem Modell ist das Personal Video Recording (PVR) ab Werk nicht freigeschaltet.
  • Kann ich Timeshift nutzen? Auch diese Funktion, also das Pausieren des laufenden Fernsehprogramms, ist ab Werk nicht verfügbar. Hierfür wird eine spezielle Fernbedienung benötigt.
  • Lässt sich der Fernseher an der Wand anbringen? Ja, hierfür wird eine VESA-kompatible Halterung mit 200 x 200 mm benötigt.

Mittelklasse-TV: Sony KD-XH8096

Sony KD-55XH8096 (55 Zoll)

Sony KD-55XH8096 (55 Zoll)

Vorteile

  • Einfacher Wechsel in den Spielemodus per Knopfdruck
  • Gute Bildqualität auch in hellen Räumen
  • Geringer Input-Lag

Nachteile

  • Schwarzwerte und Kontrast nur mittelmäßig
  • Keine Variable Bildwiederholrate (VRR)

Der Sony KD-55XH8096 bildet die Mittelklasse unserer Auswahl. Auch hier handelt es sich um einen 55-Zoll-Gerät mit 4K-Auflösung. Hervorzuheben ist das Display, das selbst in hellen Räumen noch eine gute Figur macht. Der Sound hingegen ist leider nur Mittelmaß. Insbesondere für Besitzer einer PS4 dürfte der Fernseher interessant sein: Mit einem einfachen Klick auf den PS-Button schaltet sich der Fernseher in den Spielmodus. Dadurch werden sämtliche Einstellungen automatisch dahingehend angepasst, um so für ein möglichst optimales Spielerlebnis zu sorgen.

Auch der äußerst geringe Input-Lag von 13 ms unterstreicht weiterhin die Gaming-Fähigkeiten des 4K-TVs. Wer jedoch einen Fernseher sucht, der sich ebenso gut für die bevorstehende Konsolengeneration eignet, muss wohl leider etwas tiefer in die Tasche greifen: Eine variable Bildwiederholrate oder HDMI 2.1 sucht man hier vergeblich. Für aktuelle Konsolen wie die PS4 Pro oder Xbox One X ist der Fernseher aber bestens gerüstet.

Bildschirmdiagonale 139 cm (55 Zoll)
Display LED (3.840 x 2.160 Pixel)
HDR HDR10, HLG, Dolby Vision
Bildwiederholrate 60 Hz
Input-Lag 13 ms (bei aktiviertem ALLM)
Anschlüsse
  • 4x HDMI 2.0 (davon 1x ARC)
  • 2x USB-A 2.0
  • 1x LAN
  • 1x Antenne
  • 1x SAT
  • 1x CI+
  • 1x Composite-IN
  • 1x digitaler Audioausgang (optisch)
  • 1x Kopfhörerausgang
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 124,3 cm / 78,2 cm / 34 cm
Gewicht inkl. Standfuß 16,8 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Sony KD-XH8096

  • Worin unterscheiden sich die Versionen KD und KE? Beide Modelle sind baugleich. Der einzige Unterschied besteht in der Leistungsaufnahme, die beim KE-Modell der neuen Energierichtlinie entspricht.
  • Lässt sich der Fernseher an der Wand anbringen? Ja, hierfür wird eine VESA-kompatible Halterung mit 300 x 300 mm benötigt.
  • Funktioniert bei dem Gerät Apple AirPlay? Ja, AirPlay 2 und HomeKit werden beide unterstützt.

TV für Next-Gen-Konsolen: Sony KE-XH9005

Sony KE-55XH9005 (55 Zoll)

Sony KE-55XH9005 (55 Zoll)

Vorteile

  • HDMI 2.1
  • Geringer Input-Lag
  • Helles Display
  • Solider Sound

Nachteile

  • Fehlendes Update für VRR/ALLM
  • Kein HDR10+

Ihr sucht den perfekten Fernseher für eure PS5 oder Xbox Series X? Dann könnte der Sony KE-55XH9005 genau das Richtige für euch sein. Im Vergleich zu den günstigeren Modellen der XH80-Serie unterstützt das Gerät dank HDMI 2.1 Zocken in 4K mit bis zu 120 FPS. Der Input-Lag fällt mit 15 ms ebenfalls entsprechend gering aus – im 120-Hz-Modus sind es sogar nur noch 7 ms. Übrigens: Die Modellreihe wird von Sony als „Bereit für PS5“ beworben – da darf man also durchaus vom „PS5-Fernseher“ sprechen.

Leider lässt das versprochene Firmware-Update nach wie vor auf sich warten, weshalb die variable Bildwiederholraten (VRR) sowie der Auto Low Latency Mode (ALLM) derzeit noch fehlen. Laut Aussagen des Herstellers soll dieses aber noch bis zum Jahresende nachgereicht und die entsprechenden Funktionen endgültig freigeschaltet werden. Insgesamt ist das Gerät, vor allem durch den inzwischen stark gefallenen Preis, trotzdem absolut empfehlenswert.

Bildschirmdiagonale 139 cm (55 Zoll)
Display LED (3.840 x 2.160 Pixel)
HDR HDR10, HLG, Dolby Vision
Bildwiederholrate 120 Hz
Input-Lag 15 ms (bei 60 Hz) und 7 ms (bei 120 Hz)
Anschlüsse
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x HDMI 2.1 (eARC)
  • 2x HDMI 2.0
  • 2x USB-A 2.0
  • 1x digitaler Audioausgang (optisch)
  • 1x LAN
  • 1x Antenne/Kabel
  • 2x Satellit
  • 1x C+
  • 1x Composite-Videoeingang
  • 1x Kopfhörerausgang
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 123,1 cm / 78 cm / 33,8 cm
Gewicht inkl. Standfuß 17,5 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Sony KE-XH9005

  • Worin unterscheiden sich die Versionen KD und KE? Beide Modelle sind baugleich. Der einzige Unterschied besteht in der Leistungsaufnahme, die beim KE-Modell der neuen Energierichtlinie entspricht.
  • Verfügt das Gerät über einen HDMI-2.1-Anschluss? Ja, der Fernseher kann somit 4K-Bildinhalte mit bis zu 120 Hz darstellen. VRR und ALLM fehlen derzeit noch, sollen aber durch ein künftiges Firmware-Update nachgereicht werden.
  • Lässt sich der Fernseher an der Wand anbringen? Ja, hierfür wird eine VESA-kompatible Halterung mit 300 x 300 mm benötigt.

Highend-TV: LG OLED C17LB

LG OLED 55C17LB (55 Zoll)

LG OLED 55C17LB (55 Zoll)

Vorteile

  • Mehrere HDMI-2.1-Anschlüsse
  • Exzellente Bildqualität für alle Inhalte
  • Unterstützt G-Sync und FreeSync
  • Geringer Input-Lag
  • Guter Sound

Nachteile

  • Kein HDR10+
  • Hoher Preis

Dieser Fernseher lässt wirklich kaum mehr Wünsche offen. Die hier aufgeführte Variante des LG OLED 55C17LB ist 55 Zoll groß und verfügt über eine 4K-Auflösung. Es gibt den Fernseher auch noch in 65 oder sogar 77 Zoll, der Preis ist dann aber entsprechend höher. Auch eine 48-Zoll-Version gibt es. Die ist nicht nur etwas günstiger, sondern aufgrund ihrer Größe für manch einen sicher auch noch eine Option für den Schreibtisch. Weiterhin verfügt der Fernseher über vier HDMI-2.1-Ports, eine variable Bildwiederholrate (VRR) sowie einen Auto Low Latency Mode (ALLM) – Funktionen, die sowohl beim Zocken auf der Konsole als auch am PC äußerst nützlich sind.

Die maximale Bildwiederholrate liegt bei 120 Hz und passt sich dynamisch an, um so ein möglichst ruhiges Bild zu gewährleisten. Was Besitzer einer Nvidia- oder AMD-Grafikkarte besonders freuen dürfte: Dieses Modell unterstützt sowohl G-Sync als auch FreeSync und kann dadurch verzerrte Bilder (Tearing) durch Synchronisation der Bildraten zwischen Grafikkarte und Fernseher verhindern. Auch der Input Lag wird damit verringert. Wer das nötige Kleingeld hat, erhält hier also einen rundum gelungenen Gaming-TV, der sich selbst für das Zocken am PC bestens eignet.

Bildschirmdiagonale 139 cm (55 Zoll)
Display OLED (3.840 x 2.160 Pixel)
HDR HDR10, Dolby Vision
Bildwiederholrate 120 Hz
Input-Lag 10 ms (60 Hz) und 5 ms (120 Hz)
Anschlüsse
  • 4x HDMI 2.1 (eARC)
  • 3x USB-A 2.0
  • 1x LAN
  • 1x Optischer Digitalausgang (S/PDIF, Lichtwellenleiter)
  • 1x Kopfhörer/Line-Out
  • 2x Satellit
  • 1x Kabel
  • 1x CI
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 122,8 cm / 73,8 cm / 25,1 cm
Gewicht inkl. Standfuß 23 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum LG OLED C17LB

  • Verfügt das Gerät über einen HDMI-2.1-Anschluss? Ja, der Fernseher verfügt insgesamt über vier solcher Anschlüsse und kann somit 4K-Bildinhalte mit bis zu 120 Hz darstellen. Zusätzlich sorgen VRR und ALLM dafür, dass der Input-Lag auf ein Minimum reduziert wird.
  • Kann ich VRR im 120-Hz-Modus problemlos nutzen? In der Vergangenheit hatten etliche Highend-TVs das Problem, dass die variable Bildwiederholrate (VRR) im 120-Hz-Modus nicht ordnungsgemäß funktionierte. Genauer gesagt, führte eine schwankende Bildwiederholrate stellenweise zu Flackern oder Artefakten. Hier hat LG inzwischen durch ein entsprechendes Firmware-Updates nachgebessert. Neue Modelle – dieses hier eingeschlossen – besitzen die Verbesserungen bereits ab Werk, wodurch das Problem nicht mehr auftauchen sollte.

Darum lohnt sich der Kauf eines Gaming-Fernsehers

Hoher Input-Lag oder zu geringe Bildwiederholraten waren bisher die Hauptgründe, warum sich vor allem PC-Spieler davor gescheut haben, einen Fernseher anstelle eines Monitors zu verwenden. Inzwischen gibt es immer mehr Geräte, die genau in diesen Disziplinen trumpfen wollen. Selbst G-Sync als auch FreeSync stehen euch mittlerweile bei einigen Modellen zur Verfügung.

  • Spiele können mit einer größeren Bildschirmfläche umso immersiver erlebt werden. Umso mehr mit passenden Lautsprechern oder einer zusätzlichen Soundbar.
  • Adieu Schreibtisch! Nach einem anstrengenden Tag könnt ihr euch es auf dem Sofa oder Bett bequem machen und gemütlich von dort aus zocken. Vor allem Konsolen sind für so ein Szenario perfekt geeignet, wobei das mit Gaming-PCs natürlich genauso gut funktioniert.
  • Moderne Gaming-Fernseher schöpfen erst das volle Potenzial aktueller Konsolen wie der PS5 oder Xbox Series X aus – sie erlauben es euch nämlich, Spiele jenseits der 60 FPS und in strahlender 4K-Grafik zu erleben.

Spielen auf dem Fernseher: Darauf solltet ihr achten

Die wichtigsten Merkmale eines Fernsehers sind zunächst die Auflösung sowie die Bildschirmdiagonale. Bei ersterem haben wir uns bewusst ausschließlich für Geräte mit 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) entschieden. Besagte Auflösung hat sich inzwischen zum Standard etabliert, ist zukunftssicher und Besitzer einer PS5 oder Xbox Series X können ihre Spiele so in bester Grafik genießen. Aber auch kleinere und ältere Konsolen wie die Nintendo Switch, die PS4 und die Xbox One (S) lassen sich anschließen – in diesem Fall wird das Bild, oft in Full-HD (1.920 × 1.080) vom Fernseher hochskaliert. Die Qualität des so genannten „Upscalings“ hängt dabei direkt von der Güte der Bildverarbeitungsmechanismen ab.

Was die Größe des Fernsehers angeht, so ist ein Gerät mit einer Größe von 55 Zoll (139 cm Bildschirmdiagonale) zu empfehlen. Kleinere Gaming-TVs haben oft den Nachteil, dass sich ihre Bildwiederholrate auf nur 60 Hz beschränkt. An sich ist das kein Problem, im Hinblick auf die aktuelle Konsolengeneration ist es aber sinnvoll, wenn euer Fernseher 120 Hz oder mehr darstellen kann und einen HDMI-2.1-Anschluss aufweist. Letzteres ist Grundbedingung dafür, dass die Konsole ein 4K-Bild mit mehr als 60 Einzelbildern pro Sekunde an den Fernseher senden kann.

Im folgenden Video findet erhaltet ihr noch mehr hilfreiche Tipps zum Kauf eines Fernsehers:

Fernseher – So findet ihr den richtigen

Input-Lag

Der bislang größte Nachteil, den Fernseher gegenüber Monitoren hatten, war der verhältnismäßige hohe Input-Lag. Der hängt neben der Reaktionszeit noch von weiteren Faktoren wie der Auflösung und der Bildwiederholrate des Fernsehers ab. Der Input-Lag stellt somit die benötigte Gesamtdauer aller Prozesse dar, um eure Eingaben entsprechend zu registrieren und sie anschließend auf dem Fernseher anzuzeigen. Anders formuliert: Input-Lag ist die Zeit zwischen dem Tastendruck und der Reaktion des Bildes. Je geringer dieser Wert ist, desto direkter fühlt sich die Steuerung an. Ein Input-Lag von 16 ms oder weniger ist insbesondere für reaktionsschnelle Spiele zu empfehlen – 16 ms entspricht in etwa der Anzeige eines Frames bei 60 FPS.

Aber auch andere Faktoren als nur das Fernseher-Modell spielen in den Input-Lag hinein: Die aktuell dargestellte Framerate, ob im Spiel VSync aktiv ist, die Qualität der Internetverbindung (bei Online-Games), der Controller und ob ob der Fernseher Bildverbesserungsalgorithmen nutzt. Fazit: Je geringer, desto besser.

Gaming Mode

Einen Gaming Mode bzw. Spielemodus besitzen viele moderne Fernseher. Wenn ihr diesen aktiviert, werden automatisch Bildverbesserungsalgorithmen aus- und andere Modi eingeschaltet, um den zuvor erwähnten Input-Lag so gering wie möglich zu halten. Wir empfehlen euch, beim Kauf, darauf zu achten, ob das jeweilige Gerät über so einen Modus verfügt und ihn beim Zocken dann auch zu aktivieren. Um den Input-Lag beim Spielen so gering wie möglich zu halten, solltet ihr zusätzlich jede Form des „Motion Smoothing“ ausschalten, den Fernseher per LAN-Kabel an euren Router anschließen, Original-Controller verwenden, die Controller-Firmware auf dem neuesten Stand halten und, bei hektischen Online-Games, den Controller möglicherweise sogar per USB-Kabel an die Konsole anschließen. Fazit: Braucht ihr.

HDMI 2.1

Bei den Anschlüssen sollte der Fernseher im Idealfall HDMI 2.1 unterstützen, das ist aktuell nur bei wenigen und teuren Modellen der Fall. Der neue Standard weist eine höhere Bandbreite auf als die Vorgänger und ist Pflicht, wenn man in 4K mit höheren Bildraten als 60 FPS spielen möchte – gerade für die PS5 und Xbox Series X ist das relevant. Auch 8K-Gaming mit bis zu 60 FPS wird durch HDMI 2.1 ermöglicht. Wer nur auf älteren Konsolen spielen oder weniger Geld ausgeben möchte, kann aktuell aber noch auf HDMI 2.1 verzichten. Momentan handelt es sich eher um eine Investition in die Zukunft. Fazit: Braucht ihr, wenn ihr in die neue Konsolengeneration etwas mehr investieren wollt.

Auto Low Latency Mode (ALLM)

Der „Auto Low Latency Mode“ (ALLM) ist keine einzelne Technologie, sondern Teil von HDMI 2.1. Es handelt sich im Grunde um eine Komfortfunktion, die dafür sorgt, dass der Fernseher „merkt“, wenn eine Spielkonsole angeschlossen ist und läuft. Sie stellt automatisch diverse Einstellungen auf solche um, die für einen geringen Input-Lag optimiert sind. ALLM wurde in Zusammenarbeit von Microsoft mit verschiedenen Fernseher-Herstellern entwickelt. Fazit: Braucht man nicht, wenn man die benötigten Einstellungen selbst trifft.

High Dynamic Range (HDR)

HDR (High Dynamic Range) bedeutet, dass Spiele mit größerem Kontrast und Dynamikumfang dargestellt werden können. So sieht ein Sonnenaufgang in The Last of Us Part 2 oder eine Strandszenerie in Forza Horizon 4 im Idealfall noch einmal deutlich heller, „blendender“ und damit hübscher aus. HDR bieten fast alle neuen Fernseher an, allerdings variiert die Qualität von HDR stark. Wir empfehlen euch, HDR auszuprobieren und, sollte der Effekt nicht überzeugen, das Bild weiter in „normalem“ SDR anzeigen zu lassen. Mehr zu HDR und den unterschiedlichen Standards erfahrt ihr in unserem Artikel „Die besten Fernseher 2021“. Fazit: Braucht ihr nur, wenn der HDR-Effekt überzeugend ist.

Alle wichtigen Infos rund um das Thema HDR erfahrt ihr übrigens auch in diesem Video:

Was ist HDR? – TECHfacts

Local Dimming

Durch sogenanntes „Local Dimming“ oder, besser, „Full-Array Local Dimming“ (FALD) können Kontraste sowie der HDR-Effekt auf LCD-basierten Fernsehern verbessert werden, indem Teile des Bildschirms mit dunklen Farben weniger stark rückbeleuchtet werden müssen. Die Funktion spielt aber nur bei dunklen Bildern eine merkliche Rolle. Local Dimming kann in Zonen geregelt werden – je mehr Zonen, desto besser. OLED-Fernseher brauchen kein Local Dimming, da hier die Pixel selbst leuchten. Die Qualitätslevel in absteigender Reihenfolge:

  1. OLED
  2. FALD
  3. Local Dimming
  4. Edge-LED/Edge-lit

Fazit: Für Filme und Serien gut, zum Zocken nicht unbedingt notwendig.

Bildwiederholrate: 60 vs. 120 Hz

Die Bildwiederholrate bezeichnet die Anzahl der Bilder, die ein Fernseher maximal pro Sekunde darstellen kann. 60 Hz sind Standard, 120 Hz sind gut und zukunftssicher. Xbox One S/X, PS4/PS4 Pro und Nintendo Switch geben in der Regel nur 60 FPS aus, notwendig sind 120 Hz aktuell also noch nicht. Für die aktuelle Konsolengeneration ergibt es vor allem dann Sinn, auf eine hohe Bildwiederholrate zu achten, wenn HDMI 2.1 gegeben ist. Außerdem bedeutet 120 Hz durchschnittlich weniger Input-Lag und kann sich somit auch für ältere Konsolen lohnen. Fazit: Ihr braucht 120 Hz nicht unbedingt, wir empfehlen es aber trotzdem, wenn das Budget es hergibt.

Variable Refresh Rate (VRR)

„Variable Refresh Rate“ (VRR) bedeutet, dass der Fernseher seine Bildwiederholrate an die Framerate anpasst, dass also Bildwiederholrate und Framerate kontinuierlich synchronisiert werden – deswegen wird die Funktion teilweise auch Adaptive Sync genannt. Dieses bislang nur in neueren und hochpreisigen Fernsehern verbaute Feature sorgt für ein ruhigeres Bild ohne Risse (Tearing), mit geringerem Input-Lag und weniger stark wahrnehmbaren Mikrorucklern – zumindest wenn die Konsole bzw. der angeschlossene PC die Technik unterstützen. Informiert euch aber unbedingt, ob der Fernseher auch die konkret benötigte VRR-Technologie, also FreeSync oder G-Sync, unterstützt. VRR ist in der Regel eine Funktion von Geräten, die auch über HDMI 2.1 verfügen. Fazit: Nur dann empfohlen, wenn das Budget es hergibt.

Im folgenden Video klären wir alle Fakten zum Thema FPS und Hz:

TECHfacts: FPS vs. Bildwiederholrate

Black Frame Insertion (BFI)

Bei der „Black Frame Insertion“ (BFI) handelt es sich um genau das – zwischen jedes eigentliche Bild werden schwarze, also leere, Bilder (Frames) eingefügt. Somit verdoppelt sich theoretisch die Anzahl der gezeigten Bilder und Bewegungen erscheinen deutlich ruhiger. Wie gut die Technologie am Ende tatsächlich funktioniert, hängt aber auch stark vom jeweiligen Fernseher ab. In manchen Fällen kann das schnelle Flackern außerdem als unangenehm empfunden werden. Ein weiterer Nachteil bestehet außerdem oft darin, dass VRR hierfür ausgeschaltet sein muss und das Bild nochmal etwas dunkler ist. Fazit: Eine vielversprechende Technologie, die sich aufgrund einiger Nachteile (noch) nicht in jedem Fall lohnt.

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