Guter Sound wird oft unterschätzt, doch gerade beim Zocken kann das Headset spielentscheidend sein. Ein passendes Gaming-Headset sorgt vor allem für das nötige Mittendrin-Gefühl. GIGA stellt die besten Headsets verschiedener Preisklassen sowie Kategorien vor und erklärt außerdem, worauf ihr vor dem Kauf unbedingt achten müsst.

 

Kaufberatung

Facts 

Grundsätzlich kommt es bei Gaming-Headsets vor allem auf klaren Sound sowie gute Verständlichkeit an. Doch welches Headset ist das richtige? Neben Kopfhörern mit Kabel oder welchen, die völlig kabellos auskommen, gibt es noch eine Vielzahl weiterer Funktionen, auf die ihr womöglich Wert legt. Mit welchen Konsolen soll das Headset kompatibel sein? Reicht Stereo-Sound oder darf es doch Surround-Sound sein? Damit ihr den Überblick behaltet, stellen wir unsere Auswahl an Gaming-Headsets für die PS4, PS5, Xbox One, Series X und den PC vor.

Gaming-Headset-Test 2020: Alle GIGA-Empfehlungen im Überblick

Modell Preis (ca.) Angebot Preis­vergleich
GIGA-Preistipp HyperX Cloud Alpha 90 Euro Amazon idealo
Einsteiger-Headset Roccat Elo X Stereo 50 Euro Amazon idealo
Mittelklasse mit 7.1-Sound Teufel Cage 150 Euro Teufel idealo
Highend-Klang zum Highend-Preis Beyer­dynamic MMX 300 230 Euro Amazon idealo
Akku-Monster für den PC EPOS Sennheiser GSP 370 180 Euro Amazon idealo
Kabelloses Headset für PS5 und Xbox Series X Turtle Beach Stealth 600 (PlayStation) 100 Euro Saturn idealo
Turtle Beach Stealth 600 (Xbox) 100 Euro Saturn idealo
Headset-Alternative Beyer­dynamic DT 990 PRO 115 Euro Amazon idealo
AntLion ModMic Wireless 140 Euro Amazon idealo
Mehr Informationen:
Euch ist ein herkömmliches Headset doch lieber? In diesem Fall haben wir ebenfalls die passende Kaufberatung: Headset-Test 2020: Empfehlungen für Home Office, Büro und Co. In unserem Artikel „Bluetooth-Kopfhörer Test 2020“ stellen wir außerdem noch eine weitere Auswahl an Kopfhörern vor.

GIGA-Preistipp: HyperX Cloud Alpha

HyperX Cloud Alpha

HyperX Cloud Alpha

Vorteile

  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Kräftiger Klang
  • Abnehmbares Mikrofon
  • Austauschbare Ohrpolster

Nachteile

  • Begrenzte Farbauswahl

Das HyperX Cloud Alpha Gaming-Headset ist unser GIGA-Preistipp und das nicht ohne Grund: Ein abnehmbares Mikrofon sowie Kabel, austauschbare Ohrpolster, integrierte Audiosteuerung und ein ausgewogener Klang mit kräftigen Bässen machen das Modell zu einem wirklichen Allrounder. Durch den Klinkenanschluss könnt ihr es außerdem mit nahezu jeder Plattform nutzen. Das abnehmbare Mikrofon erlaubt es euch außerdem den Kopfhörer sogar unterwegs verwenden zu können, ohne dabei zu sehr aufzufallen.

Der Rahmen aus Aluminium sorgt für die notwendige Stabilität, damit das Headset auch nach etlichen Gaming-Sessions nicht schlapp macht. Ich selbst habe das HyperX Cloud 2 längere Zeit genutzt und war damals wirklich überrascht, wie viel Headset man für den Preis bekommt. Dahingehend also eine absolute Kaufempfehlungen, sofern ihr nicht zwingend ein kabelloses Headset bevorzugt.

Einsteiger-Headset: Roccat Elo X Stereo

Roccat Elo X Stereo

Roccat Elo X Stereo

Vorteile

  • Top-Preis
  • Hoher Tragekomfort (auch für Brillenträger)
  • Abnehmbares Mikrofon

Nachteile

  • Knarzen im Headset
  • Lautstärkeregler/Mute-Knopf ungünstig platziert

Das Roccat Elo X Stereo ist eines von drei neuen Gaming-Headsets, die allesamt durch eine Kooperation zwischen Roccat und Turtle Beach entstanden sind. Mit einem Preis von rund 50 Euro handelt es sich hierbei um das Einsteigermodell der Serie. Ich durfte das Headset vorab über längere Zeit ausprobieren: Vor allem die komfortablen Ohrpolster samt dem selbstjustierenden Metallkopfbügel haben mich überzeugt. Selbst als Brillenträger war das Headset stets angenehm zu tragen, was ich nicht von jedem Headset behaupten kann. Das abnehmbare Mikrofon ist ebenso praktisch, da sich das Gaming-Headset so auch für den Einsatz unterwegs eignet.

Weniger gut fand ich hingegen das gelegentliche Knarzen des Headsets, wobei das in dieser Preisklasse noch zu verschmerzen ist. Der Lautstärkeregler sowie Mute-Knopf waren für meinen Geschmack auch etwas zu weit hinten platziert, allerdings ist das nun wirklich Meckern auf hohem Niveau. Insgesamt erhält man für den Preis ein solides Gaming-Headset, das sich vor allem an diejenigen richtet, die kein Vermögen für ein gutes Audio-Erlebnis ausgeben möchten.

Mittelklasse mit 7.1-Sound: Teufel Cage

Teufel Cage Gaming-Headset bei Teufel

Vorteile

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Kräftiger Klang
  • Umfangreiche Software
  • Abnehmbares Mikrofon

Nachteile

  • 7.1-Sound klingt meist unnatürlich
  • Ohrpolster nicht für Brillenträger geeignet

Das Teufel Cage ist ein wahrer Verwandlungskünstler. Das Mikrofon ist abnehmbar und ebenso könnt ihr das Headset entweder per 3,5 mm-Klinke oder per USB betreiben. Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn ihr von virtuellen Raumklang profitieren möchtet. Weiterhin ist der Kopfhörer absolut hochwertig verarbeitet, was bei einem stolzen Preis von rund 150 Euro aber auch nicht verwunderlich ist. Einziger Kritikpunkt sind hier die spürbar härteren Ohrpolster, die sich nur bedingt für Brillenträger eignen. Die Software wirkt stellenweise zwar etwas altbacken, kann dafür aber umso mehr mit ihrem Funktionsumfang punkten.

Da ich das Headset bereits ausgiebig testen durfte, wurde in puncto Klang vor allem eine Sache deutlich: Ohne aktivierten 7.1-Surround-Sound klingt das Teufel Cage absolut solide. Als ich dann aber Doom Eternal in Verbindung mit virtuellem Raumklang getestet habe, wurde mir in dieser Hinsicht dann wortwörtlich ein Dämpfer verpasst. Wer das Headset also genau wegen dieser Funktion in Erwägung zieht, sollte seine Erwartungen vermutlich etwas senken. Gut möglich, dass sich hier per Software nochmal einiges rausholen lässt. Alles in allem erhaltet ihr mit dem Teufel Cage dennoch einen wirklich gelungenen Allrounder, der insbesondere durch seine hohe Verarbeitungsqualität zu überzeugen weiß.

Highend-Klang zum Highend-Preis: Beyerdynamic MMX 300

Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)

Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)

Vorteile

  • Herausragende Klangqualität
  • Hoher Tragekomfort
  • Austauschbare Ohrpolster
  • Zahlreiches Zubehör im Lieferumfang enthalten

Nachteile

  • Nicht zusammenklappbar
  • Mikrofon verbesserungswürdig
  • Hoher Preis

Beyerdynamic war lange Zeit eher für ihre Kopfhörer im professionellen Musikbereich bekannt. Inzwischen sind sie sich auch in den Gaming-Gefilden unterwegs und brauchen sich keineswegs zu verstecken. Das beweist nunmehr das Beyerdynamic MMX 300. Preislich bewegt es sich definitiv auf Highend-Niveau, aber genau das bietet es auch aus technischer Sicht. In unserem ausführlichen GIGA-Test hat es daher entsprechend eine hervorragende Wertung von 91 Prozent erhalten. Allerdings lässt sich das Headset nicht platzsparend zusammenklappen und ist somit nur bedingt für den Unterwegseinsatz geeignet.

Akku-Monster für den PC: EPOS Sennheiser GSP 370

EPOS Sennheiser GSP 370

EPOS Sennheiser GSP 370

Vorteile

  • Extrem lange Akkulaufzeit von bis zu 100 Stunden
  • Kompatibilität zur PS4
  • Hoher Tragekomfort (auch für Brillenträger)
  • Druckvoller Klang

Nachteile

  • Hoher Preis
  • Arbeitet kabellos (per USB Dongle), unterstützt aber kein Bluetooth
  • Nicht mit Xbox One/Series X kompatibel

Das EPOS Sennheiser GSP 370 ist nicht nur kabellos, sondern auch ein wahrer Champion in Sachen Akkulaufzeit. Bis zu 100 Stunden soll eine einzige Aufladung halten – je nach Nutzung kommt ihr also teilweise mehrere Wochen ohne Aufladen aus. Das hat aber auch seinen Preis, denn für rund 200 Euro ist das Gaming-Headset definitiv im Highend-Bereich angesiedelt. Dafür könnt ihr es sowohl am PC als auch der PS4 nutzen.

In unserem Test hat uns das Headset insgesamt durchaus überzeugt und hat deshalb entsprechend eine Wertung von 85 Prozent erhalten. Vor allem die enorme Akkulaufzeit gepaart mit der Klangqualität hat uns besonders gut gefallen. Besitzer einer Xbox One/Series X gehen an dieser Stelle aber leider leer aus, da das Modell nicht mit der Plattform kompatibel ist.

Kabelloses Headset für PS5, Xbox Series X und mehr: Turtle Beach Stealth 600 Gen 2

Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 (PlayStation)

Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 (PlayStation)

Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 (Xbox)

Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 (Xbox)

Vorteile

  • Mit aktuellen sowie Next-Gen-Konsolen kompatibel (PS4/PS5 und Xbox One/Series X)
  • Hoher Tragekomfort (auch für Brillenträger)
  • Eingebauter Regler für Mikrofonpegel
  • Mit der Nintendo Switch kompatibel (Im TV-Modus)

Nachteile

  • Kein Bluetooth
  • Ausbaufähige Akkulaufzeit von rund 15 Stunden

Das Turtle Beach Stealth Gen 2 hat den Vorteil, dass es sowohl mit der jeweils aktuellen als auch der kommenden Konsolengeneration kompatibel ist. Wie für Turtle Beach üblich, kommen hier erneut extra angenehme Ohrpolster zum Einsatz, die selbst bei Brillenträgern stets für optimalen Komfort sorgen. Außerdem praktisch: Über einen Regler an der Hörmuschel könnt ihr jederzeit euer Mikrofon pegeln – ganz ohne zusätzliche Software. Besitzer einer Nintendo Switch haben ebenso Grund zur Freude, da sie das Headset im TV-Modus ebenfalls nutzen können.

Der Akku des Headsets hält mit etwa 15 Stunden zwar ausreichend lang, dennoch hätte eine etwas längere Laufzeit gewiss nicht geschadet. Das gilt ebenso für das Wegbleiben von Bluetooth. Wem diese beiden Punkte also wichtig sind, sollte womöglich zum teureren Turtle Beach Stealth 700 Gen 2 (PlayStation) oder entsprechend Turtle Beach Stealth 700 Gen 2 (Xbox) für rund 150 Euro greifen. Neben einer längeren Betriebsdauer sowie Bluetooth-Konnektivität verfügt das Gaming-Headset noch über weitere nützliche Features. In jedem Fall sind beide Modelle eine gute Wahl, sofern ihr auf der Suche nach einem passenden Headset für eure PS4/PS5 oder Xbox One/Series X seid.

Die Headset-Alternative: Beyerdynamic DT 990 PRO und AntLion ModMic Wireless

Beyerdynamic DT 990 PRO

Beyerdynamic DT 990 PRO

AntLion ModMic Wireless

AntLion ModMic Wireless

Vorteile

  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Hoher Tragekomfort (auch für Brillenträger)
  • Austauschbare Ohrpolster
  • Kopfhörer individuell wählbar
  • Exzellente Sound- und Sprachqualität

Nachteile

  • Umständlichere Bedienung
  • Akkulaufzeit des Mikrofons liegt nur bei 12 Stunden

Wer seinen Lieblingskopfhörer zum Headset verwandeln möchte, kann auf unsere Headset-Alternative zurückgreifen: Hierfür paaren wir den Beyerdynamic DT 990 PRO mit dem AntLion ModMic Wireless. Diese Variante vereint das Beste aus beiden Welten. Ein offener Kopfhörer mit detailgetreuem Klang sowie ein kabelloses Mikrofon, das von der Sprachqualität locker mit dedizierten Mikrofonen mithalten kann. Ich persönlich habe aus dem Grund sogar mein bisheriges Auna MIC-900B für das ModMic eingetauscht und möchte gar nicht mehr zurückwechseln.

Der Clou am Mikrofon: Es wird durch einen Klebemagneten am Kopfhörer befestigt und lässt sich jederzeit abnehmen oder woanders befestigen. Wem die kabellose Variante etwas zu kostspielig oder die Akkulaufzeit zu gering sein sollte, kann ebenso zum AntLion ModMic Uni mit Kabel greifen.

Was den Kopfhörer angeht, so ist er aufgrund seiner hohen Impedanz von 250 Ohm sowie der offenen Bauweise nur bedingt für den mobilen Einsatz geeignet. Hier könnt ihr dann auch zu den Beyerdynamic DT 770 PRO greifen. Mit einer Impedanz von 80 Ohm sollte er auch während der mobilen Nutzung ausreichend laut werden und außerdem schirmt er Außengeräusche deutlich besser ab. Die Bässe fallen ebenso wuchtiger aus.

Die besten Gaming-Headsets: So haben wir ausgewählt

Die Auswahl an Gaming-Headsets ist gigantisch und und daher ist es auch alles andere als leicht, stets den Überblick zu behalten. Das fängt bei der Art der Verbindung an: Kabel oder doch lieber kabellos? Mit welchen Konsolen soll das Headset neben dem PC kompatibel sein? Ganz zu schweigen von den zahlreichen Zusatzfunktionen wie RGB-Beleuchtung, spezieller Software oder virtuellem Surround-Sound.

Wir haben uns daher bewusst Modelle für Modelle entschieden, die einerseits ein möglichst breites Preisspektrum abdecken und ebenso vielseitig in ihren jeweiligen Einsatzzwecken sind. Um euch den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir neben unseren eigenen Erfahrungen ebenso externe Nutzermeinungen in unsere Entscheidung mit einfließen lassen.

Gaming-Headset kaufen: Das sollte man vorher wissen

Kabelgebunden oder Kabellos?

Beide Varianten haben klare Vor- und Nachteile: Ein kabelgebundenes Headset ist immer sofort einsatzbereit und funktioniert mit so gut wie jedem Gerät, das über einen entsprechenden 3,5 mm-Klinkenstecker oder USB-Anschluss verfügt. Dafür ist eure Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Bei kabellosen Modellen hingegen könnt ihr euch komplett frei bewegen und könnt dann so je nach Anwendungszweck auch gemütlich vom Bett oder Sofa aus zocken.

Der größte Nachteil ist hier dann die beschränkte Akkulaufzeit, die je nach Headset nochmal stark variieren kann. Wohingegen einige Modelle eine Laufzeit von bis zu 100 Stunden versprechen, müssen andere schon nach weniger als 20 Stunden aufgeladen werden. Der Preis ist ebenso ein Faktor, da qualitativ hochwertige Headsets ohne Kabel meist um einiges teurer sind als vergleichbare kabelgebundene Modelle. Außerdem sind kabellose Gaming-Headsets nicht immer für jede Plattform geeignet – achtet beim Kauf also auf die Kompatibilität des jeweiligen Headsets mit der PS4/PS5, Xbox One/Series X, Nintendo Switch oder dem PC.

Die richtige Bauweise: Geschlossen oder offen?

In der Regel werdet ihr fast ausschließlich Gaming-Headsets Headsets finden, die eure Ohren komplett umschließen und durch ihre geschlossene Bauweise einen Großteil der Außengeräusche isolieren. Beim Zocken ist das durchaus sinnvoll, da ihr euch so voll und ganz auf das Spielgeschehen konzentrieren könnt. Zusätzlich sind derartige Gaming-Headsets meist um einiges basslastiger, was gerade bei Action-Spielen für umso wuchtigere Explosionen und dergleichen sorgt. Dennoch hat diese Bauweise auch Nachteile: Die Headsets sind insgesamt etwas schwerer und durch die geringe Luftdurchlässigkeit neigt man umso mehr dazu, unter dem Headset zu schwitzen. Gerade bei sommerlichen Temperaturen wird es schnell mal wärmer als dir lieb ist.

Wohin eigentlich mit dem alten Headset? In unserem Video erfahrt ihr, wie ihr Elektronik richtig entsorgen könnt:

Wohin mit alten Geräten? – Elektronik richtig entsorgen!

Nun stellt sich womöglich die Frage, warum man sich überhaupt für ein Headset mit offener Bauweise entscheiden sollte. Grundsätzlich kommt es hier auf eure persönliche Präferenzen an, allerdings bieten Kopfhörer dieser Art oftmals eine deutliche bessere räumliche Darstellung sowie einen offeneren Klang. Die gesteigerte Luftdurchlässigkeit ist ein weiterer Vorteil. Außerdem empfindet ihr es unter Umständen angenehmer, euch mit euren Mitstreitern zu unterhalten, wenn ihr nicht komplett von der Außenwelt abgeschirmt seid. Vor einem Kauf sollten all diese Faktoren also entsprechend berücksichtigt werden.

Surround-Sound: Brauche ich das wirklich?

Wer mal in den Genuss eines 5.1- oder 7.1-Soundsystems gekommen ist, möchte vermutlich nur ungerne zu Stereo-Sound zurückkehren. Genau deshalb werben zahlreiche Hersteller mit sattem 7.1-Surround-Sound im Headset-Format. Hierfür befindet sich im Gaming-Headset eine Soundkarte, um den Effekt dann mittels einer Software zu simulieren – die Simulation kann aber nur in den wenigsten Fällen mit „echtem“ Surround-Sound mithalten. Außerdem wird für den virtuellen Raumklang ein USB-Anschluss benötigt. Wer also bereits eine separate Soundkarte oder einen Verstärker besitzt, wird beides nicht in Kombination miteinander nutzen können.

In den meisten Fällen lohnt sich virtueller Surround-Sound erst bei höherpreisigen Headsets, da dort erst die notwendige Hardware für eine realistische Simulation verbaut ist. Alternativ kann man sich für einen externen Verstärker mit eingebauter Soundkarte entscheiden – etwa den EPOS Sennheiser GSX 300. Ein Audioverstärker kann sich aber noch aus ganz anderen Gründen lohnen.

Kombigeräte mit eingebauten „Digital-to-Analog Converter“ (DAC) können die Soundqualität nochmal erheblich steigern. Allerdings zahlt sich das auch erst dann so richtig aus, sofern ihr über entsprechend qualitative Kopfhörer verfügt. Der FiiO EK10 Olympus 2 stellt hier etwa einen günstigen Einstieg dar, den ich zusammen mit den Beyerdynamic DT 990 PRO privat bereits seit mehreren Jahren im Einsatz habe.

Welche Zusatzfunktionen benötige ich?

Gaming-Headsets sind inzwischen längst mehr als nur bloße Kopfhörer mit eingebautem Mikrofon: Spezielle Software, virtueller Surround-Sound, zusätzliche Bedienelemente oder anpassbare RGB-Beleuchtung erlauben es euch, euer Audioerlebnis individuell auf eure Bedürfnisse abzustimmen. Zugegebenermaßen sind nicht alle Funktionen gleichermaßen wichtig, dennoch gibt es einige praktische Features, die ihr beim Kauf eines Gaming-Headsets berücksichtigen solltet.

Einige Modelle verfügen etwa über austauschbare Ohrpolster sowie abnehmbare Mikrofone. So sitzt euer Headset garantiert immer optimal und ihr könnt es bei Bedarf auch unterwegs als regulären Kopfhörer nutzen. Ihr möchtet euch außerdem schnellstmöglich stummschalten oder die Lautstärke anpassen können? Hierfür kommen Bedienelemente am Kabel oder der Ohrmuschel gelegen, die euch die Steuerung des Mikrofons oder der Lautstärke per einfachem Knopfdruck erlauben. Alles weitere wie RGB-Beleuchtung oder zusätzliche Software hängt dann erneut von euren Präferenzen ab.

Welches Gaming-Headset ist das richtige für mich?

Das hängt in erster Linie davon ab, auf welchen Geräten ihr eurer Headset primär nutzen wollt. Während kabelgebundene Gaming-Headsets mit fast allen gängigen Plattformen kompatibel sind, sieht es bei kabellosen Modellen schon anders aus. Um euch die Wahl insgesamt etwas zu erleichtern, stellen wir im Folgenden unterschiedliche Szenarien vor:

  • Ihr spielt gelegentlich mit Freunden zusammen und möchtet euch nebenbei verständigen können? In so einem Fall wäre ein preiswertes Headset mit Kabel die beste Wahl. Kabelgebundene Modelle sind in der Regel auch weitaus günstiger als kabellose und außerdem funktionieren sie beinahe auf jedem Gerät, das über einen entsprechenden 3,5 mm-Klinkenanschluss oder USB-Stecker verfügt.
  • Ihr zockt vor allem Shooter oder Vergleichbares und möchtet jede Explosion hautnah miterleben sowie jeden Schritt eures Gegners hören können? Hier lohnt sich die Investition in ein höherwertiges paar Kopfhörer, um so für ein möglichst immersives Spielerlebnis zu sorgen. Ebenfalls könnte es eine Überlegung wert sein, in ein Headset oder entsprechenden Verstärker mit 7.1-Surround-Sound zu investieren. Sofern euch regelmäßiges Aufladen nicht stört, wäre ein kabelloses Headset ebenso eine mögliche Alternative.
  • Euch ist nicht nur guter Sound wichtig, sondern genauso eine klare Verständlichkeit? Da Gaming-Headsets in den unteren Preisklassen meist nur über eher mittelmäßige Mikrofone verfügen, müsst ihr hier schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Die bessere Alternative wäre in diesem Fall die Anschaffung eines separaten Mikrofons und dazu dann den passenden Kopfhörer. Die Bedienung ist dann zwar etwas umständlicher, dafür erhaltet ihr aber deutlich mehr (Sprach-)Qualität für eurer Geld.

Falls ihr noch den idealen Kopfhörer für unterwegs sucht:

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Top 10: Die beliebtesten Bluetooth-Kopfhörer in Deutschland

Wenn ihr auf der Suche nach weiterer Gaming-Peripherie seid, haben wir hier noch mehr passende Kaufberatungen für euch:

Daniel Nawrat
Daniel Nawrat, GIGA-Experte für Computer, Gaming-Hardware und Games.

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