Guter Sound wird oft unterschätzt, doch gerade beim Zocken kann das Headset spielentscheidend sein. Das richtige Gaming-Headset sorgt außerdem für das nötige Mittendrin-Gefühl. GIGA stellt die besten Headsets verschiedener Preisklassen vor und erklärt, worauf ihr vor dem Kauf unbedingt achten müsst.

Gaming-Headsets 2021: Alle Empfehlungen im Überblick

Die Auswahl an Gaming-Headsets ist gigantisch und und daher ist es auch alles andere als leicht, stets den Überblick zu behalten. Das fängt bei der Art der Verbindung an: Kabel oder doch lieber kabellos? Mit welchen Konsolen soll das Headset neben dem PC kompatibel sein? Ganz zu schweigen von den zahlreichen Zusatzfunktionen wie RGB-Beleuchtung, spezieller Software oder virtuellem Surround-Sound. GIGA stellt eine Auswahl unterschiedlicher Gaming-Headsets vor und verrät, worauf es wirklich ankommt.

GIGA-Preistipp Einsteiger-Headset Kabelloses Headset für PS5 und Xbox Series X Ideal für Xbox- und PC-Besitzer Akku-Monster für den PC Highend-Klang Durchdachtes Multi-Plattform-Headset Kabelloser Begleiter für die Nintendo Switch
Modell HyperX Cloud Alpha Roccat Elo X Stereo Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 (PlayStation/Xbox) Xbox Wireless Headset EPOS Sennheiser GSP 370 Beyer­dynamic MMX 300 EPOS H3 Hybrid EPOS GTW 270 Hybrid
Preis (ca.) 80 Euro 40 Euro 85 Euro 100 Euro 160 Euro 235 Euro 180 Euro 180 Euro
Vorteil Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Top-Preis Hoher Tragekomfort Praktische Zusatzfunktionen Extrem lange Akkulaufzeit Herausragender Klang Per Kabel und kabellos nutzbar Latenzfreier Sound
Nachteil Begrenzte Farbauswahl Verbesserungswürdige Verarbeitung Ausbaufähige Akkulaufzeit Eher kurze Akkulaufzeit Begrenzte Konnektivität Hoher Preis Kein vollwertiger Bluetooth-Kopfhörer Unzuverlässige Desktop-App
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Die Beschreibungen der einzelnen Headsets findet ihr auf Seite 2 dieses Artikels.

Deshalb könnt ihr GIGA vertrauen

Wir betreiben für jeden Artikel dieser Art intensive Recherche, damit wir das gewonnene Wissen hinterher kompakt und vor allem verständlich an unsere Leserinnen und Leser weitergeben können. Ebenso werden alle gelisteten Produkte stets mit Sorgfalt ausgewählt und ebenso verschiedene Einsatzzwecke sowie Preissegmente berücksichtigt. Weitere Infos zu unseren Kaufberatungen findet ihr übrigens im Artikel „So beraten wir“.

Ich selbst begeistere mich bereits seit meiner Kindheit für Videospiele und die dafür notwendige Hardware. Meinen ersten eigenen Gaming-Rechner habe ich bereits vor knapp 10 Jahren zusammengebaut und seitdem sind noch zahlreiche weitere gefolgt. Jegliches Wissen in Bezug auf Games sowie (PC) Hardware habe ich mir über die Jahre also selbst angeeignet – oft zur Freude meiner Familie oder meinem Freundeskreis. Dort bin ich meist die erste Anlaufstelle wenn es darum geht, etwas zu reparieren oder sie bei der Anschaffung neuer Geräte zu beraten. Zusätzlich stand mir mein werter Kollege Stefan Bubeck stets Rede und Antwort, da er sich bestens mit Kopfhörern aller Art auskennt.

Wir haben uns daher bewusst Modelle für Modelle entschieden, die einerseits ein möglichst breites Preisspektrum abdecken und ebenso vielseitig in ihren jeweiligen Einsatzzwecken sind. Um euch den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir neben unseren eigenen Erfahrungen ebenso externe Nutzermeinungen in unsere Entscheidung mit einfließen lassen.

Darum lohnt sich der Kauf eines Gaming-Headset

Ob sich die Anschaffung eines Gaming-Headsets in eurem Fall wirklich lohnt, hängt in erster Linie davon ab, wie genau ihr es nutzen wollt. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern, stellen wir im Folgenden unterschiedliche Szenarien vor:

  • Ihr spielt gelegentlich mit Freunden zusammen und möchtet euch nebenbei verständigen können? In so einem Fall wäre ein preiswertes Headset mit Kabel die beste Wahl. Kabelgebundene Modelle sind in der Regel auch weitaus günstiger als kabellose und außerdem funktionieren sie beinahe auf jedem Gerät, das über einen entsprechenden 3,5 mm-Klinkenanschluss oder USB-Stecker verfügt.
  • Ihr zockt vor allem Shooter oder Vergleichbares und möchtet jede Explosion hautnah miterleben sowie jeden Schritt eures Gegners hören können? Hier lohnt sich die Investition in ein höherwertiges paar Kopfhörer, um so für ein möglichst immersives Spielerlebnis zu sorgen. Ebenfalls könnte es eine Überlegung wert sein, in ein Headset oder entsprechenden Verstärker mit 7.1-Surround-Sound zu investieren. Sofern euch regelmäßiges Aufladen nicht stört, wäre ein kabelloses Headset ebenso eine mögliche Alternative.
  • Euch ist nicht nur guter Sound wichtig, sondern genauso eine klare Verständlichkeit? Da Gaming-Headsets in den unteren Preisklassen meist nur über eher mittelmäßige Mikrofone verfügen, müsst ihr hier schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Eine mögliche Alternative wäre in dem Fall auch die Anschaffung eines separaten Mikrofons und dazu dann einen Kopfhörer eurer Wahl. Die Bedienung ist dann zwar etwas umständlicher, dafür erhaltet ihr aber deutlich mehr (Sprach-)Qualität für eurer Geld.

Gaming-Headset kaufen: Das sollte man vorher wissen

Kabelgebunden oder Kabellos?

Beide Varianten haben klare Vor- und Nachteile: Ein kabelgebundenes Headset ist immer sofort einsatzbereit und funktioniert mit so gut wie jedem Gerät, das über einen entsprechenden 3,5 mm-Klinkenstecker oder USB-Anschluss verfügt. Dafür ist eure Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Bei kabellosen Modellen hingegen könnt ihr euch komplett frei bewegen und könnt dann so je nach Anwendungszweck auch gemütlich vom Bett oder Sofa aus zocken.

Der größte Nachteil ist hier dann die beschränkte Akkulaufzeit, die je nach Headset nochmal stark variieren kann. Wohingegen einige Modelle eine Laufzeit von bis zu 100 Stunden versprechen, müssen andere schon nach weniger als 20 Stunden aufgeladen werden. Der Preis ist ebenso ein Faktor, da qualitativ hochwertige Headsets ohne Kabel meist um einiges teurer sind als vergleichbare kabelgebundene Modelle. Außerdem sind kabellose Gaming-Headsets nicht immer für jede Plattform geeignet – achtet beim Kauf also auf die Kompatibilität des jeweiligen Headsets mit der PS5/PS4, Xbox Series X/One, Nintendo Switch oder dem PC.

Die richtige Bauweise: Geschlossen oder offen?

In der Regel werdet ihr fast ausschließlich Gaming-Headsets Headsets finden, die eure Ohren komplett umschließen und durch ihre geschlossene Bauweise einen Großteil der Außengeräusche isolieren. Beim Zocken ist das durchaus sinnvoll, da ihr euch so voll und ganz auf das Spielgeschehen konzentrieren könnt. Zusätzlich sind derartige Gaming-Headsets meist um einiges basslastiger, was gerade bei Action-Spielen für umso wuchtigere Explosionen und dergleichen sorgt. Dennoch hat diese Bauweise auch Nachteile: Die Headsets sind insgesamt etwas schwerer und durch die geringe Luftdurchlässigkeit neigt man umso mehr dazu, unter dem Headset zu schwitzen. Gerade bei sommerlichen Temperaturen wird es so schnell mal wärmer als euch lieb ist.

Wohin eigentlich mit dem alten Headset? In unserem Video erfahrt ihr, wie ihr nicht mehr benötigte Elektronik korrekt entsorgt:

Wohin mit alten Geräten? – Elektronik richtig entsorgen!

Nun stellt sich womöglich die Frage, warum man sich überhaupt für ein Headset mit offener Bauweise entscheiden sollte. Grundsätzlich kommt es hier auf eure persönliche Präferenzen an. Allerdings bieten Kopfhörer dieser Art oftmals eine deutlich bessere räumliche Darstellung sowie einen offeneren Klang. Die gesteigerte Luftdurchlässigkeit ist ein weiterer Vorteil. Außerdem empfindet ihr es unter Umständen angenehmer, euch mit euren Mitstreitern zu unterhalten, wenn ihr nicht komplett von der Außenwelt abgeschirmt seid. Vor einem Kauf sollten all diese Faktoren also entsprechend berücksichtigt werden.

Surround-Sound: Brauche ich das wirklich?

Wer mal in den Genuss eines 5.1- oder 7.1-Soundsystems gekommen ist, möchte vermutlich nur ungerne zu Stereo-Sound zurückkehren. Genau deshalb werben zahlreiche Hersteller mit sattem 7.1-Surround-Sound im Headset-Format. Hierfür befindet sich im Gaming-Headset eine Soundkarte, um den Effekt dann mittels einer Software zu simulieren – leider kann die Simulation nur in den wenigsten Fällen mit „echtem“ Surround-Sound mithalten. Außerdem wird für den virtuellen Raumklang ein USB-Anschluss benötigt. Wer also bereits eine separate Soundkarte oder einen Verstärker besitzt, wird beides nicht in Kombination miteinander nutzen können.

In den meisten Fällen lohnt sich virtueller Surround-Sound erst bei höherpreisigen Headsets, da dort erst die notwendige Hardware für eine realistische Simulation verbaut ist. Alternativ kann man sich für einen externen Verstärker mit eingebauter Soundkarte entscheiden – etwa den EPOS Sennheiser GSX 300. Ein Audioverstärker kann sich aber noch aus ganz anderen Gründen lohnen.

Kombigeräte mit eingebauten „Digital-to-Analog Converter“ (DAC) können die Soundqualität nochmal erheblich steigern. Allerdings zahlt sich das auch erst dann so richtig aus, sofern ihr über entsprechend qualitative Kopfhörer verfügt. Der FiiO EK10 Olympus 2 stellt hier etwa einen soliden Einstieg dar, den ich privat bereits seit mehreren Jahren im Einsatz habe.

Welche Zusatzfunktionen benötige ich?

Gaming-Headsets sind inzwischen längst mehr als nur bloße Kopfhörer mit integriertem Mikrofon: Spezielle Software, virtueller Surround-Sound, zusätzliche Bedienelemente oder anpassbare RGB-Beleuchtung erlauben es euch, euer Audioerlebnis individuell auf eure Bedürfnisse abzustimmen. Zugegebenermaßen sind nicht alle Funktionen gleichermaßen wichtig, dennoch gibt es einige praktische Features, die ihr beim Kauf eines Gaming-Headsets berücksichtigen solltet.

Mittels entsprechender Software lassen sich bei den meisten Gaming-Headsets noch zahlreiche Feinjustierungen vornehmen. (Bild: GIGA | EPOS)

Einige Modelle verfügen etwa über austauschbare Ohrpolster sowie abnehmbare Mikrofone. So sitzt euer Headset garantiert immer optimal und ihr könnt es bei Bedarf auch unterwegs als regulären Kopfhörer nutzen. Ihr möchtet euch außerdem schnellstmöglich stummschalten oder die Lautstärke anpassen können? Hierfür kommen Bedienelemente am Kabel oder der Ohrmuschel gelegen, die euch die Steuerung des Mikrofons oder der Lautstärke per einfachem Knopfdruck erlauben. Alles weitere wie RGB-Beleuchtung oder zusätzliche Software hängt dann erneut von euren Präferenzen ab.