Gaming-Laptops erfreuen sich inzwischen großer Beliebtheit und das spiegelt sich auch im Angebot wider. Wer soll da bloß noch den Überblick behalten? GIGA hat für euch eine Auswahl an Modellen für verschiedene Ansprüche herausgesucht, die sich wirklich lohnen. Zusätzlich verraten wir euch, worauf ihr vor einem Kauf besonders achten solltet.

 

Kaufberatung

Facts 

Es gibt zahlreiche Gaming-Laptops am Markt, die sich in vielen Merkmalen unterscheiden: Größe des Arbeitsspeichers, Displaygröße, Grafikkarte, Prozessor, Gewicht und Dutzende weiterer Kriterien. Man hat also die Qual der Wahl – nicht nur zwischen verschiedenen Herstellern und Modellen, sondern auch innerhalb einer Modellreihe mit unterschiedlichen Konfigurationen. Daher stellen wir unterschiedliche Gaming-Laptops vor, die sich in verschiedenen Preiskategorien bewegen – von Einsteigermodell bis hin zum kompakten Highend-Rechner. Hinweis: Wir haben den Artikel am 14.08.2020 übersichtlicher gemacht, inhaltlich aktualisiert, erweitert und deswegen neu veröffentlicht.

Die besten Gaming-Laptops 2020: Alle Testsieger und Empfehlungen in der Übersicht

Ein­stei­ger-Tipp Preis-Leis­tungs-Tipp Top-Modell Bes­tes Unter­wegs-Mo­dell
Mo­dell Dell G5 5590 HP Pavilion Gaming 15 Razer Blade 15 Asus ROG Zephyrus G14
Preis ca. 900 Euro ca. 1.100 Euro ca. 2.200 Euro ca. 1.600 Euro
An­ge­bot Saturn Alternate Alternate NBB
Preis­ver­gleich idealo idealo idealo idealo

Wenn ihr primär an Laptops für die Arbeit im Büro oder in der Uni interessiert seid, schaut euch unsere zugehörige Kaufberatung an: Die besten Notebooks für Büro, Uni und Arbeit.

Das Einsteigermodell: Dell G5 5590

DELL G5 5590

DELL G5 5590

Vorteile

  • solide Leistung zum vernünftigen Preis
  • SSD und Festplatte
  • Fingerabdrucksensor

Nachteile

  • wenig und langsamer Arbeitsspeicher
  • Spieleleistung nur mittelmäßig
  • schwer

Wer nach einem möglichst günstigen Einstieg in die Welt der Gaming-Laptops sucht, der greift am besten zum Dell G5 5590. Der preiswerte Mobilrechner aus dem Hause Dell bietet für rund 900 Euro erstaunlich viel Hardware-Power. Der Intel Core i5-9300H sorgt für ausreichend Leistung – und das nicht nur beim Zocken. Auch wer Full-HD-Videos mit Premiere schneiden oder Bilder bearbeiten will, dürfte mit der Performance des Rechenchips auskommen. In diesem Fall dürften sich eher der knapp bemessene Arbeitsspeicher als Flaschenhals herausstellen.

Doch zum Spielen kommt es nicht nur auf den Prozessor an. Die Grafikkarte spielt in den meisten Fällen eine viel wichtigere Rolle. Von der verbauten Nvidia GTX 1650 mit 4 GB Videospeicher solltet ihr nicht erwarten, dass ihr in Zukunft alle Einstellungen auf Anschlag drehen könnt, wenn ihr eine stets flüssige Bildrate bei voller Auflösung erreichen wollt. Doch wer einen gesunden Mix aus hohen und mittleren Grafikeinstellungen findet, sollte mit dem Grafikchip sowohl heute als auch in naher Zukunft bei vielen Spielen die magische 60-FPS-Grenze knacken. Mehr kann das 60-Hz-Panel sowieso nicht darstellen.

In der Preisklasse eine absolute Seltenheit: die verbaute, 128 GB große PCIe-SSD. Neben Betriebssystem und Programmen sollte diese auch genug Platz für ein Handvoll Games bieten. Für geringere Ladezeiten und bessere Performance solltet ihr zumindest Open-World-Spiele von einer SSD starten. Gleichzeitig ist im Laptop aber auch noch eine 1-TB-HDD verbaut worden, auf der ihr massig Spiele, Videos, Fotos oder Dokumente unterkriegt. Auch bei den zur Verfügung stehenden Anschlüssen gibt sich Dell keine Blöße: Drei normale USB-Typ-A-Ports, ein Typ-C-Port, HDMI-Ausgang, Combo-Jack, und sogar einen SD-Karten-Slot findet man am Gaming-Laptop.

Erste Federn muss das Notebook bei der Ausstattung des Arbeitsspeichers lassen. Auch wenn die Geschwindigkeit des verbauten 8-GB-Riegels mit 2.666 MHz angenehm flott für einen Laptop ausfällt, könnte sich die geringe Menge an RAM mittelfristig als Problem entpuppen. RAM-hungrige Spiele wie Battlefield V und PUBG krallen sich gerne mal 5-6 GB des schnellen Speichers und auch Chrome bedient sich gerne mal an massig Arbeitsspeicher. Glücklicherweise lässt sich der RAM des Dell G5 15 5590 auf bis zu 32 GB aufstocken.

Die Kapazität des Akkus fällt mit 60 Wh ausreichend aus. Die tatsächliche Akkulaufzeit hingegen ist bei diesem Modell erstaunlich gut, dennoch kommt es auch immer auf das jeweilige Anwendungsszenario an. Beim Zocken geht dem Akku bereits nach 2-3 Stunden dennoch die Puste aus. Diese Eigenschaft teilt sich der Dell G5 15 5590 aber mit den meisten Gaming-Laptops – wer länger und mit optimaler Leistung spielen will, sollte das mit einem Rechner tun, der am Stromnetz hängt.

Dell G5 5590 bei Saturn

Display
  • 15,6 Zoll
  • Full-HD-IPS-Panel
  • 60 Hz
  • entspiegelt
Prozessor
  • Intel Core i5-9300H
  • 4 Kerne, 8 Threads (max 4,1 GHz)
Grafikkarte Nvidia GTX 1650 (4 GB GDDR5)
Speicher
  • 128 GB NVMe SSD
  • 1 TB HDD @ 5.400 U/min
Ar­beits­spei­cher
  • 8 GB DDR4 (2.666 MHz)
  • 1 Riegel verbaut
Anschlüsse
  • 3× USB 3.0
  • 1× USB 3.1 Typ-C
  • 1× HDMI 2.0
  • 1× Mini-Displayport
  • 1× 3,5 mm Kopfhörer-Mikrofon-Kombianschluss
  • SD-Karten-Slot
  • 1× RJ45 (Ethernet)
Akku  60 Wh
Betriebs­system Windows 10 Home 64 Bit
Gewicht 2,8 kg

Preis-Leistungs-Tipp: HP Pavilion Gaming 15

Vorteile

  • Solide Spieleleistung
  • 144-Hz-Display
  • Große SSD
  • SD-Kartenslot

Nachteile

  • Keine Windows-Lizenz
  • etwas schwacher Akku (52,5 Wh)
  • relativ schwer
  • Mittelmäßige Verarbeitung

HP schlägt mit der Pavilion-Reihe erneut zu. Dieses Mal mit dem HP Pavilion Gaming 15-ec0026ng – wunderbar eingängiger Name, oder? Spaß beiseite. Denn während die Leute vom Marketing bei der Benennung der HP-Laptops anscheinend einfach dreimal auf den Zufallsgenerator gedrückt haben, scheinen die Leute aus der Produktentwicklung deutlich mehr Hirnschmalz in die Hardware-Zusammenstellung gesteckt zu haben.

Der AMD Ryzen 7 3750H betreibt im Zusammenspiel mit Nvidias GTX 1660 Ti Max-Q ein 15,6 Zoll großes Full-HD-IPS-Panel mit einer Bildwiederholrate von 144 Hz. Eine ausgewogene Kombination. Volle 144 FPS werdet ihr zwar nur bei Esports-Spielen wie Fortnite, Counter-Strike: Global Offensive, Rocket League und Co. erreichen, doch auch beim Arbeiten mit normalen Office-Programmen oder beim Surfen im Internet sorgen die 144 Hz für ein spürbar flüssigeres Nutzererlebnis.

Im direkten Vergleich zur RTX 2060 des Razer Blade 15 (2019) fällt die Spiele-Leistung der Grafikkarte im HP-Laptop zwar etwas schwächer aus, dafür kostet das Gaming-Notebook aber auch nur rund die Hälfte. Etwa 1.100 Euro müsst ihr aktuell für unsere Preis-Leistungs-Empfehlung auf den Tisch blättern. Eine ordentliche Stange Geld, die jedoch gut angelegt ist, wenn man sich die weiteren Bestandteile des Gaming-Laptops ansieht.

1 TB SSD-Speicher, der via PCIe angebunden ist, sorgt für hervorragende Start- und Ladezeiten von Programmen, Spielen und des Betriebssystems, die 16 GB Arbeitsspeicher bieten selbst Videoproduzenten und Tabs-Junkies genug Freiraum zum Arbeiten.

Im Gegenzug bietet der Gaming-Laptop von HP aber auch einen Vorteil, den man nicht unterschätzen sollte: einen SD-Kartenslot. Wer sich mit diesen Nachteilen gegenüber des Razer Blade 15 (2019) arrangieren kann, der kann mit dem HP Pavilion Gaming 15-ec0026ng massig Geld sparen.

HP Pavilion Gaming 15 bei Alternate

Preisvergleich bei Idealo

Display
  • 15,6 Zoll
  • Full-HD-IPS-Panel
  • 144 Hz
  • entspiegelt
Prozessor
  • AMD Ryzen 7 3750H
  • 4 Kerne, 8 Threads (max. 4 GHz)
Grafikkarte Nvidia GTX 1660 Ti Max-Q (6 GB GDDR6)
Speicher 1 TB NVMe SSD
Ar­beits­spei­cher
  • 16 GB DDR4 (2.400 MHz)
  • 2 Riegel verbaut
Anschlüsse
  • 3× USB 3.0
  • 1× USB 3.1 Typ-C
  • 1× HDMI 2.0
  • 1× 3,5-mm Kopfhörer/Mikrofon-Kombianschluss
  • 1× RJ-45 (Ethernet)
Akku 52,5 Wh
Be­triebs­sys­tem FreeDOS
Gewicht 2,3 kg

Highend-Laptop: Razer Blade 15 (2019) – Basis-Modell

Razer Blade 15 bei Alternate

Preisvergleich bei Idealo

Vorteile

  • Design und Verarbeitung hervorragend
  • leicht für ein 15-Zoll-Gerät
  • hohe Spieleleistung
  • 144-Hz-Display
  • Erweiterbarkeit

Nachteile

  • teuer
  • beim Spielen im Batteriebetrieb kurze Akkulaufzeit

Das Basis-Modell des Razer Blade 15 (2019) überzeugt vor allem durch seine fantastische Verarbeitungsqualität, seinem geringem Gewicht und seiner lange Akkulaufzeit im Alltagsbetrieb. Doch auch bei der restlichen Hardware des Gaming-Laptops hat Razer nicht gespart:

Mit dem Core i7-9750H kommt Intels mobiler Sechskerner zum Einsatz, der im Zusammenspiel mit der RTX 2060 Max-Q das 15,6 Zoll in der Diagonale messende 144-Hz-Display befeuert. Da dieses „nur“ in Full-HD auflöst, kann die hohe Bildwiederholrate des Displays in einigen Spielen ausgereizt werden. Selbst auf den höchsten Einstellungen solltet ihr keinerlei Probleme bei aktuellen Spielen bemerken – dafür reicht die Hardware jetzt und wahrscheinlich auch die nächsten drei Jahre locker aus.

Die Zeit zum Hochfahren des Laptops, dem Starten von Programmen und die Ladezeiten in Spielen fallen dank der verbauten 512 GB NVMe-SSD sehr flott aus. Eine zweite SSD im M.2- oder 2,5-Zoll-Format lässt sich beim Razer Blade 15 (2019) übrigens auch nachrüsten. Wer mehr Speicher haben will, muss auf der Unterseite des Laptops nur ein paar Schrauben lösen, die Abdeckung abnehmen und hat dann Zugriff auf Massen- und Arbeitsspeicher.

Bei der verbauten Menge an RAM solltet ihr jedoch nicht so schnell in die Verlegenheit kommen, über ein Upgrade nachzudenken. Die zwei verbauten RAM-Riegel liefern euch insgesamt 16 GB Arbeitsspeicher. Das reicht dicke für allerlei Anwendungen und Spiele.

Wir waren schon vom Vorjahresmodell des Razer Blade positiv angetan, wie ihr unserem Hands-On-Video sehen könnt: 

Razer Blade 15 angeschaut: Hands-On zum Gaming-Notebook

Beim Razer Blade (2019) könnt ihr nach dem Einschalten direkt durchstarten – Windows 10 Home 64-Bit ist bereits vorinstalliert und eingerichtet. Bei einem aktuellen Verkaufspreis von beinahe 2.200 Euro kann man das aber auch erwarten.

Dank des geringen Gewichts und des verhältnismäßig großen Akkus, der immerhin eine Kapazität von 65 Wh aufweist, ist das Razer Blade (2019) auch ein guter Begleiter im Alltag. Bei leichter Nutzung, etwa zum Surfen oder Bedienen von Office-Programmen, hält der Akku zwar nicht durchgehend einen 8-stündigen Arbeitstag durch, 5-6 Stunden sind aber in den meisten Fällen drin. Wer hingegen unterwegs zocken will, kann sich auch mit dem Razer Blade 15 nur kurz vergnügen. In diesem Fall geht dem Gerät nach einer knappen Stunde der Saft aus. Bei solchen Hardware-Spezifikationen ist das aber nicht verwunderlich. Thunderbolt 3 ist auch mit an Bord, dafür hat sich Razer aber den SD-Karten-Slot geklemmt. Fotografen und Kameraleute sollten in diesem Fall also lieber den passenden Adapter zur Hand haben.

Leicht, stabil, schick, ausdauernd und leistungsstark – das Razer Blade 15 bietet ein fantastisches Gesamtpaket, das sich Razer aber auch teuer bezahlen lässt. Knapp 2.200 Euro kostet das hier vorgestellte Basis-Modell aktuell im Handel. Wer sich daran nicht stört, seinen neuen Gaming-Laptop auch gerne für die Arbeit verwenden würde und die hohe Verarbeitungsqualität zu schätzen weiß, der greift zum Razer Blade 15 (2019).

Display
  • 15,6 Zoll
  • Full-HD-IPS-Panel
  • 144 Hz
  • entspiegelt
Prozessor
  • Intel Core i7-9750H
  • 6 Kerne, 12 Threads (max. 4,5 GHz)
Grafikkarte Nvidia RTX 2060 (6 GB GDDR6)
Speicher 512 GB NVMe SSD
Arbeits­speicher
  • 16 GB DDR4 (Dual-Channel, 2.666 MHz)
  • 2 Riegel verbaut
Anschlüsse
  • 3× USB 3.0
  • 1× USB 3.1 Typ-C inkl. Thunderbolt 3
  • 1× HDMI 2.0
  • 1× mDP 1.4
  • 1× 3,5 mm Audio-Combo Anschluss
  • 1× RJ45 (Ethernet)
Akku 65 Wh
Be­triebs­sys­tem Windows 10 Home 64 Bit
Gewicht 2,03 Kilogramm

Für unterwegs: Asus ROG Zephyrus G14

Asus ROG Zephyrus G14 GA401IU-HE001T

Asus ROG Zephyrus G14 GA401IU-HE001T

Vorteile

  • Aufladen per proprietärem Netzteil und USB-C möglich
  • wertiges Design und gute Verarbeitung
  • viel Leistung
  • Wi-Fi 6 bereits unterstützt

Nachteile

  • kein LAN-Anschluss
  • keine Webcam

Nochmal ein Stück kompakter und beinahe genauso leistungsfähig wie das Razer Blade 15 ist das Asus ROG Zephyrus G14 GA401IU-HE001T. Das Design kommt im Vergleich zu den sonst wie Sportwagen oder Alien-Raumschiffen anmutenden Geräten eher schlicht daher. Dank der schmalen Bildschirmränder könnt ihr das matte 14-Zoll-Display reflexionsarm genießen. Zusätzlich verfügt das Display bei diesem Modell über eine Bildwiederholrate von 120 Hz, was gerade beim Zocken von reaktionsschnellen Spielen ein umso flüssigeres Spielerlebnis bringt.

Die nötige Rechenpower liefern der Ryzen 7 4800HS in Kombination mit der GTX 1660 Ti und ihren 6 GB Videospeicher. Apropos Speicher, in dieser Konfiguration stehen euch 16 GB RAM mit einer Taktrate von satten 3.200 MHz zur Verfügung. Einer der Riegel ist allerdings fest verlötet. Daher lässt sich der Arbeitsspeicher auch nur auf maximal auf 24 GB erweitern. Zukunftssicher ist die Verbindung über den neuen WLAN-Standard Wi-Fi 6. Schließlich sorgt der Akku mit insgesamt 76 Wh für die nötige Ausdauer. Wermutstropfen: Das Zephyrus G14 verfügt weder über Webcam noch integriertes Mikrofon – wer das Gerät für Videokonferenzen benutzen möchte, braucht also externe Peripherie. Außerdem ist kein LAN-Anschluss dabei, hier müsst ihr euch mit einem USB-Dongle begnügen. In unserem ausführlichen Test zum Asus ROG Zephyrus G14 erhaltet ihr noch mehr Infos zum Gerät sowie unsere finale Wertung.

Asus ROG Zephyrus G14 bei Notebooksbilliger

Display
  • 14 Zoll
  • Full-HD-IPS-Panel
  • 120 Hz
  • entspiegelt
Prozessor
  • AMD Ryzen 7 4800HS
  • 8 Kerne, 16 Threads (max. 4,2 GHz)
Grafikkarte Nvidia GTX 1660 Ti Max-Q (6 GB GDDR6)
Speicher 512 GB NVMe SSD
Ar­beits­spei­cher
  • 16 GB DDR4 (3.200 Mhz)
  • 2 Riegel verbaut (8 GB fest verlötet)
Anschlüsse
  • 2× USB 3.2 Typ-A Gen1 (Power Delivery & DisplayPort 1.4 mit G-Sync)
  • 2× USB 3.2 Typ-C Gen 2
  • 1× HDMI 2.0b
  • 1× Kopfhörer/Mikrofon Kombianschluss
Akku 76 Wh
Be­triebs­sys­tem Windows 10 Home 64 Bit
Gewicht 1,6 kg
Alternative mit noch mehr Power: Für rund 2.000 Euro gibt es aus der gleichen Modellreihe den GA401IV-HE244T mit einer RTX 2060 Grafikkarte und der AniMe Matrix – das sind über tausend einzelne LEDs auf dem Notebook-Deckel, die sich individuell anpassen lassen.

Die besten Gaming-Laptops 2020: So haben wir ausgewählt

Inzwischen gibt es unzählige Gaming-Laptops auf dem Markt. Manche bieten euch das absolute Maximum an Leistung und wiederum andere legen großen Wert auf Mobilität und somit kompakte Abmessungen. Aus diesem Grund haben wir unterschiedliche Modelle herausgesucht, die einerseits verschiedene Anwendungsbereiche und andererseits ein möglichst breites Preisspektrum abdecken. Um euch den bestmöglichen Überblick geben zu können, haben wir uns neben unseren eigenen Einschätzungen außerdem auf Nutzerrezensionen sowie andere Testinstitutionen wie Notebookcheck gestützt.

Gaming-Laptops kaufen: Was man wissen muss

Laptops: Was man vor dem Kauf wissen sollte

Bevor man anfängt, sich wild durch das riesige Angebot an unterschiedlichen Gaming-Laptops zu klicken, sollte man sich ein paar Gedanken zu seinem Wunschgerät machen und folgende Dinge klären, um die Auswahl etwas einzugrenzen:

  • Brauche ich wirklich einen Gaming-Laptop? Hierzu gleich mehr.
  • Wie groß soll mein Gaming-Laptop sein? 15 Zoll und damit noch halbwegs kompakt? Oder doch lieber 17 Zoll, um die Bildschirmgröße zu maximieren? Ultrakompakte Gaming-Laptops mit 13- und 14-Zoll-Displays gibt es auch, diese sind aber extrem teuer.
  • Was ist mein Budget? Wie viel seid ihr bereit, maximal für euren Gaming-Laptop auszugeben?
  • Welche Zusatz-Features brauche ich? Beleuchtete Tastatur, SD-Kartenslot, Thunderbolt 3, separater Nummernblock auf der Tastatur, eine Webcam mit Mikrofon? Solche Extras bieten nicht alle Geräte und kosten im Zweifel mehr.
  • Was genau will ich auf meinem Laptop spielen? Für weniger anspruchsvolle Titel wie League of Legends, Fortnite und Counter-Strike: Global Offensive reicht ein günstiges Einsteiger-Modell vollkommen aus. Wer jedoch auch in den kommenden Jahren noch topaktuelle Triple-A-Spiele zocken will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Gibt es Alternativen zum Gaming-Laptop?

Entschuldigt, dass wir diese Gretchenfrage stellen, aber sie gehört durchaus in einen Ratgeber zum Thema Gaming-Laptops.

Unsere Gaming-Notebook-Auswahl beschränkt sich auf Geräte, die hauptsächlich zum Spielen gedacht sind. Mobilität und Akkulaufzeit können die meisten der Modelle jedoch nicht als Stärke vorweisen, zudem sind die Geräte im Vergleich zu stationären Gaming-PCs und Konsolen deutlich teurer. Ein Gaming-Laptop ist also zwangsläufig immer ein Kompromiss.

Wenn ihr nur zuhause spielen möchtet, seid ihr mit einem gamingfähigen Desktop-PC oder einer Konsole wahrscheinlich besser beraten, ergänzt um einen Nicht-Gaming-Laptop. Klar, Desktop-Rechner brauchen Platz und ihr müsst euch noch um zusätzliche Peripherie wie Bildschirm, Maus und Tastatur kümmern. Dafür bekommt ihr mit einem Gaming-PC mehr Leistung fürs Geld und könnt ihn in Zukunft leichter aufrüsten.

Weiterführend zum Thema: Gaming-PC selber bauen (2020)

Bei den Konsolen bekommt ihr preiswerte Maschinen, die komplett aufs Spielen optimiert sind. Die Nintendo Switch (die besten Spiele) ist sogar ebenfalls mobil.

Wer zwar einen Laptop braucht, aber lediglich ab und an weniger ressourcenhungrige oder ältere Games spielen möchte, kann auch zu einem Laptop ohne separaten Grafikchip greifen. In Sachen Spieleleitung können es Geräte mit im Prozessor integrierter Grafikeinheit (iGPU) nicht mit ihren großen Brüdern aufnehmen, dafür geht deren Akku aber auch nicht ansatzweise so schnell leer. Und: Geräte ohne dedizierten Grafikchip sind kompakter, leichter, kühler und preisgünstiger. Mit Cloud-Gaming-Services wie Google Stadia und Geforce Now kann man übrigens auch auf schwachen Notebooks vernünftig spielen – zumindest wenn die Internetverbindung schnell und stabil ist.

Eine weitere Alternative ist ein iPad. Das ist leicht, vielseitig, lässt sich mit Tastaturdock zumindest eingeschränkt auch wie ein Notebook nutzen, beherbergt auf der anderen Seite aber einige durchaus fordernde Games. Zudem unterstützt das Apple-Tablet mittlerweile auch Controller.

Geld sparen beim Kauf eines Gaming-Laptops

Wenn ihr ein Schnäppchen beim Kaufen eines Gaming-Laptops machen wollt, solltet ihr euch nicht auf ein einziges Modell beschränken. Haltet Ausschau nach Geräten anderer Hersteller, die eine ähnliche oder im besten Fall sogar die gleiche Hardware-Ausstattung besitzen. Wenn ihr einen kleinen Pool aus unterschiedlichen Modellen auf dem Schirm habt, ist es viel wahrscheinlicher, dass eines davon zeitnah reduziert wird.

Überlegt euch, ob es sich für euch lohnen könnte, einen preiswerteren Laptop ohne schnelle SSD oder mit weniger RAM zu kaufen, die ihr im Nachhinein nachrüsten könnt. Einige Geräte bieten bereits eine Wartungsklappe, über die ihr einfach Zugriff auf die entsprechenden Slots erhaltet. Ansonsten findet ihr online in den meisten Fällen ein entsprechendes Tutorial, das euch Demontage und den Einbau haarklein schildert.

Ähnliches gilt für das Betriebssystem. Viele Hersteller bieten ihre Gaming-Laptops mit oder ohne vorinstalliertes OS an. Wer sowieso noch eine Windows-Lizenz übrig hat oder von seinem alten auf den neuen Rechner umzieht, kann auf diese Weise ordentlich Geld sparen. Sogar der kostengünstige Kauf einer Lizenz bietet sich inzwischen an, wie ein Blick auf den Preisvergleich zeigt.

Was eine SSD genau ist und was es sonst noch mit dieser Art von Festplatte auf sich hat, erfahrt ihr im folgenden Video:

Alles über SSDs – TECHfacts

Vergesst nicht, dass euer Budget auch die Kosten für entsprechendes Zubehör wie eine passende Tasche, eine Maus oder ein Headset beinhalten sollte. So gut wie alle Gaming-Laptops entwickeln sich unter Volllast im Netzbetrieb nämlich zu echten Jetturbinen. Wer in diesem Zustand noch die Audiokulisse des Spiels genießen will, sollte sich nicht auf die eingebauten Lautsprecher verlassen.

Ansonsten gilt: Probieren geht über Studieren – vor allem was die Verarbeitungsqualität des Gehäuses, das taktile Feedback der Tastatur, die Gleiteigenschaften des Mauspads und die Darstellung des Displays angeht. Hier hat jeder andere Vorlieben. Schaut vor dem Kauf also mal, ob ihr euer Wunschmodell im örtlichen Elektronikmarkt als Ausstellungsobjekt findet und spielt ein bisschen damit herum. Wer diese Möglichkeit nicht hat, der kann sich den Laptop auch einfach mal nach Hause bestellen und bei Nichtgefallen binnen 14 Tage ohne Angabe von Gründen vom Kaufvertrag zurücktreten.

Daniel Nawrat
Daniel Nawrat, GIGA-Experte für Computer, Gaming-Hardware und Games.

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