Wer das meiste aus seinen Spielen herausholen möchte, benötigt dafür zwei Dinge: Einen leistungsstarken PC und einen entsprechenden Gaming-Monitor. Daher hat GIGA eine Auswahl an verschiedenen Modellen für euch herausgesucht  sei es für den schmalen Geldbeutel, 4K-Gaming oder Spielen im Ultrawide-Format.

 

Kaufberatung

Facts 

Seltsamerweise sparen viele Spieler ausgerechnet beim Kauf des Monitors. Dabei ist doch gerade der Bildschirm entscheidend – selbst mit dem stärksten Gaming-Rechner lässt sich eine schlechte Bildqualität nicht ausgleichen. Nicht einfach nur die Anzahl der Pixel ist hier von Bedeutung, sondern ebenso die Art des verbauten Panels, die Bildwiederholrate und noch viele weitere Faktoren. Daher erklärt GIGA euch, worauf ihr beim Kauf eines Monitors unbedingt achten solltet.

Gaming-Monitore im Test 2020: Alle Modelle in der Übersicht

PlatzierungProduktPreisAngebot
Preis-Leistungs-Tipp:HP Omen 25ca. 200 EuroZu Saturn 
Der Allrounder:LG UltraGear 27GL850-Bca. 550 EuroZu Amazon
Der beste 4K-Monitor:Acer Predator XB273KPca. 1.300 EuroZu Amazon
Der beste Ultrawide-Monitor:Alienware AW3418DWca. 900 EuroZu Alternate

Der Preis-Leistungs-Tipp: HP Omen 25

Einen günstigen Einstieg in die Welt der Gaming-Monitore bietet der HP Omen 25. Das 24,5 Zoll große Display löst in Full-HD auf, die maximale Bildwiederholrate liegt bei 144 Hz, die Reaktionszeit bei 1 ms. Dieser Wert wird allerdings nur erreicht, wenn die entsprechende Overdrive-Option im On-Screen-Display aktiviert wird. Dank FreeSync-Unterstützung kommt es außerdem nicht zu unschönem Tearing – vorausgesetzt eure Grafikkarte unterstützt die Technologie.

Nettes Feature: Der HP Omen 25 verfügt über einen kleinen USB-3.0-Hub, über den zwei Geräte direkt über den Monitor mit dem PC verbunden werden können. Alles in allem bietet dieses Modell eine gute Grundausstattung für knapp unter 200 Euro. Besonders knackige Farben und tiefe Schwarzwerte sollte man hier zwar genauso wenig erwarten wie besonders hohe Blickwinkelstabilität, dafür fallen Reaktionszeit und Input-Lag angenehm gering aus.

Vorteile:

  • Geringer Preis
  • Integrierter USB-Hub
  • FreeSync-Unterstützung
  • Äußerst geringe Reaktionszeit

Nachteile:

  • Kontrast und Farbdarstellung mittelmäßig
HP OMEN 25 (24,5 Zoll)

HP OMEN 25 (24,5 Zoll)

Der Allrounder: LG UltraGear 27GL850-B

Ein wahrer Alleskönner ist der LG UltraGear 27GL850-B. Dieser Gaming-Monitor mit QHD-Auflösung verfügt über ein 27 Zoll großes Nano-IPS-Panel und zusätzlich eine HDR10-Zertifizierung, wobei man in dieser Preisklasse nicht allzu viel vom HDR-Modus erwarten darf. Ebenso deckt er 98 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab und durch die Bildwiederholrate von 144 Hz eignet er sich bestens für Shooter oder dergleichen.

Das war aber noch nicht alles: Der Monitor ist offiziell G-Sync Compatible“, deshalb können sich sowohl Besitzer einer Nvidia- als auch einer AMD-Grafikkarte über synchronisierte Bildraten freuen. Das Hauptargument, das für den Kauf des LG UltraGear 27GL850-B spricht, ist aber seine äußerst geringe Reaktionszeit. Das wäre an sich noch keine Besonderheit, würde es sich in diesem Fall nicht um ein IPS-Panel handeln, das normalerweise genau mit diesem Problem zu kämpfen hat.

Hinweis: Wer die beworbene Reaktionszeit von 1 ms erreichen will, muss dafür Overdrive nutzen, was zu Overshoot-Artefakten führt. Daher empfehlen wir, dass anstelle der „Faster“-Option lieber die „Fast“-Variante im Menü ausgewählt wird. Damit vermeidet ihr das inverse Ghosting, ohne zu starkes Motion Blur hervorzurufen.

Vorteile:

  • Hervorragende Preis-Leistung
  • Adaptive-Sync-Unterstützung
  • Integrierter USB-Hub
  • Geringe Reaktionszeit

Nachteile:

  • HDR nur bedingt brauchbar
  • Betrieb im schnellsten Modus führt zu Ghosting
LG 27GL850-B (27 Zoll)

LG 27GL850-B (27 Zoll)

Der beste 4K-Monitor: Acer Predator XB273KP

Der Acer Predator XB273KP hat es wahrlich in sich. Das liegt nicht zuletzt am stolzen Preis, für den man sich theoretisch auch einen kompletten Gaming-Rechner zusammenbauen könnte. Dafür lässt seine Ausstattung kaum Wünsche offen: 4K-Auflösung, IPS-Panel, 144 Hz Bildwiederholrate und G-Sync-Unterstützung. Aus diesem Grund wurde besagter Monitor auch mit der Note gut (1,7) von Chip bewertet.

Insgesamt handelt es sich hier um ein wirklich gelungenes Gesamtpaket. Das verbaute IPS-Panel sorgt für hohe Blickwinkelstabilität sowie kräftige Farben inklusive HDR-Funktionalität. Ergänzt wird das Ganze dann mit der geringen Reaktionszeit von nur 4 ms und einer Bildwiederholrate von 144 Hz, die sich in Kombination mit der 4K-Auflösung nutzen lässt insofern euer Rechner dieser Aufgabe gewachsen ist.

Vorteile:

  • 4K-Auflösung mit bis zu 144 Hz möglich
  • G-Sync-Unterstützung
  • Integrierter USB-Hub
  • HDR

Nachteile:

  • Hoher Preis
Acer Predator XB273KP (27 Zoll)

Acer Predator XB273KP (27 Zoll)

Der beste Ultrawide-Monitor: Alienware AW3418DW

Was den Alienware AW3418DW von der bisher genannten Konkurrenz primär abhebt, ist seine Spannweite. Es handelt sich hierbei nämlich um einen Ultrawide-Monitor, der auf das konventionelle 16:9-Format verzichtet und stattdessen auf ein 21:9-Verhältnis setzt. Die daraus resultierende Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln bewegt sich daher zwischen der eines QHD- und 4K-Monitors.

Das verbaute IPS-Panel sorgt für die nötige Blickwinkelstabilität sowie eine hervorragende Farbdarstellung. Die Bildwiederholrate beläuft sich bei diesem Modell außerdem auf 120 Hz und ebenso steht euch G-Sync zur Verfügung. Von PC Games Hardware erhielt der Alienware AW3418DW daher die Wertung 1,72 und landete auf Platz 2 unter seinesgleichen.

Wem diese Bildschirmdiagonale noch immer nicht reichen sollte, der kann auch zum Samsung C49RG94SSU im satten 32:9-Format greifen. Alternativ stellt Nvidia auch sogenannte Big Format Gaming Displays her, die unter anderem im HP Omen X Emperium verbaut wurden. Dieses Monstrum ist sage und schreibe 65 Zoll groß und mit einem Preis von knapp 3.000 Euro alles andere als günstig.

Vorteile:

  • Gesteigerte Immersion durch 21:9-Format
  • Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz
  • G-Sync-Unterstützung
  • Integrierter USB-Hub

Nachteile:

  • Hoher Preis
  • Ghosting bei 120 Hz

Alienware AW3418DW bei Alternate

So wurde getestet

In Sachen Gaming-Monitore ist die Auswahl heutzutage nahezu unendlich. Als wäre die Entscheidung also nicht schon schwierig genug, werben Hersteller mit einer Vielzahl spezieller Funktionen, die Gamer-Herzen angeblich höherschlagen lassen sollen. Manche davon sind durchaus sinnvoll, andere wiederum nur Spielerei. Letzten Endes kommt es auf eure Bedürfnisse und vor allem euren Geldbeutel an.

Wir haben bei unserer Auswahl also bewusst Modelle berücksichtigt, die verschiedene Preissegmente abdecken. Damit wir euch den bestmöglichen Überblick verschaffen können, haben wir uns neben unseren eigenen Erfahrungen auch auf Nutzerwertungen sowie externe Testinstitutionen wie Chip oder PC Games Hardware gestützt.

Monitor kaufen: Was muss ich beachten?

Reaktionszeit, Kontrast & Input-Lag

Mit einem Flachbildmonitor war man damals bestens für die nächste LAN-Party vorbereitet. Mit dem Aufschwung der LCD-Technik kamen aber auch gewisse Schattenseiten zum Vorschein, die vor allem für Gamer ein Problem darstellten: Ghosting (nachziehende Bilder), verwaschenes Schwarz, das höchstens als Dunkelgrau durchgehen konnte und sogenannte „Bildverbesserungs“-Funktionen, die zu massivem Input-Lag führten.

LCD vs. OLED: Was ist wirklich besser? – TECHfacts

Heutzutage muss man sich darum aber glücklicherweise keinen Kopf mehr machen, insofern man den Monitor bei einem namhaften Hersteller kauft. Selbst günstige Monitore unterschreiten eine Reaktionszeit von 6 ms und warten mit einem statischen Kontrastwert über 1000:1 auf.

Bildwiederholrate: 60, 144 oder 240 Hz?

Die erste wichtige Frage, die sich Spieler bei der Anschaffung eines neuen Gaming-Monitors stellen sollten: Welche Bildwiederholrate (Hz) benötige ich? Diese Entscheidung hängt wiederum davon ab, mit wie vielen Frames per Second (FPS) ihr im Idealfall zocken möchtet. Fakt ist, dass Spiele deutlich flüssiger für das menschliche Auge erscheinen, je mehr FPS gerade dargestellt werden.

Was hat die Bildwiederholrate jetzt also mit den FPS zu tun? Ganz einfach, nehmen wir einen Monitor mit 60 Hz: Dieser kann problemlos bis zu 60 Bilder pro Sekunde darstellen. Sollten die FPS des jeweiligen Spiels nun deutlich unter oder über der Bildwiederholrate des Monitors liegen, kann es zu Rucklern oder unschöner Artefaktbildung (Tearing) kommen.

Ihr solltet vor eurer Entscheidung außerdem die Leistung eures Rechners sowie die Art der Spiele, die ihr hauptsächlich zockt, berücksichtigen. Shooter, gerade im E-Sport-Bereich, profitieren am meisten von erhöhten Bildwiederholraten. Dabei handelt es sich oftmals um grafisch weniger anspruchsvolle Titel, die selbst mit durchschnittlicher Hardware problemlos die magische Grenze von 144 FPS knacken. In so einem Fall lohnt sich zweifelsohne ein entsprechend flotter Monitor mit 144 Hz oder sogar 240 Hz.

G-Sync und FreeSync: Ein Muss oder nur Spielerei?

Ein Problem das hohe FPS-Zahlen oftmals nach sich ziehen, sind die zuvor erwähnten Artefaktbildungen  auch Screen Tearing genannt. Lange Zeit konnte nur die Nutzung von Vsync Abhilfe schaffen. Leider oftmals zu Kosten eines erhöhten Input-Lags und insgesamt weniger FPS. Inzwischen haben Hersteller wie Nvidia und AMD eigene Lösungen entwickelt: G-Sync und FreeSync. Beide Technologien funktionieren dabei auf ähnliche Weise und sorgen dafür, dass die ausgegebenen Bilder der Grafikkarte mit der Bildwiederholrate des Monitors synchronisiert werden.

Grundlegend ist es durchaus sinnvoll, sich für ein Gerät mit einer der genannten Technologien zu entscheiden. Die beiden Standards sind mittlerweile relativ weit verbreitet und Monitore somit deutlich erschwinglicher. Lange Zeit war G-Sync nur mit Nvidia-Grafikkarten kompatibel und FreeSync war dementsprechend AMD-Karten vorbehalten. Inzwischen verfügen viele Monitore aber über sogenanntes Adaptive Sync und unterstützen daher beide Standards.

TN, IPS oder VA: Welches Panel darf es sein?

Was das verbaute Panel eines Monitors anbelangt, so gibt es leider keine pauschale Antwort, welches davon das beste ist. Jedes Panel hat seine Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. In der folgenden Übersicht sind daher die wichtigsten Unterschiede zwischen Twisted Nemantic (TN), Vertical Alignment (VA) und In Plane Switching (IPS) aufgelistet:

  • TN: Diese Displays sind aufgrund ihrer Bauweise nach wie vor die günstigsten und verfügen ebenso über die geringste Reaktionszeit. Dafür leidet aber ihre Bildqualität und Blickwinkelstabilität.
  • IPS: Modelle mit diesem Panel stellen hingegen so ziemlich das genaue Gegenteil dar. Sie glänzen mit hervorragender Bildqualität sowie Blickwinkelstabilität, sind dafür aber deutlich teurer und haben langsamere Reaktionszeiten.
  • VA: Diese Displays stellen einen Kompromiss der beiden zuvor genannten Typen dar. Die Bildqualität ist besser als bei TN-Panels, kommt aber nicht an die eines IPS-Panels heran. Ähnlich verhält es sich mit der Reaktionszeit, da diese zwar geringer ist als bei IPS-Displays, aber immer noch nicht an die eines flotten TN-Panels herankommt.

Größe, Format und Bildschirmdiagonale

Die Größe des Monitors ist natürlich ebenfalls ein entscheidender Faktor. Da man für gewöhnlich sehr nah an einem Monitor sitzt, sollte man sich vorher genau überlegen, wie groß er sein sollte. Gängige Modelle haben heutzutage eine Bildschirmdiagonale zwischen 24 und 27 Zoll, also etwa 61 bis 69 cm. Bei einem zu großen Monitor, kann es unter Umständen passieren, dass das Spielgeschehen aus dem Fokus gerät.

Neben der eigentlichen Größe gibt es außerdem noch unterschiedliche Formate. Der Klassiker unter ihnen ist nach wie vor das 16:9-Format. Inzwischen setzen sich aber auch zunehmend mehr exotischere Formate wie 21:9 oder 32:9 durch. Wo früher noch mehrere Bildschirme notwendig waren, reicht hier inzwischen ein einziger Bildschirm im Ultrawide-Format, um euch dieselbe Bildfläche zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund ihrer enormen Größe sind Ultrawide-Bildschirme außerdem oftmals gebogen, damit sich Inhalte natürlicher in das menschliche Sichtfeld einfügen. Dies sorgt bei Spielen außerdem für eine gesteigerte Immersion, ohne dabei auf unschöne Bildschirmränder blicken zu müssen. Einen Haken hat diese Auflösung trotzdem: Es gibt immer noch etliche Spiele, die das Format nicht unterstützen. Dies sollte vor einem Kauf also in Betracht gezogen werden.

Auflösung: 1080p, 1440p oder 4K?

Bei der Entscheidung, welche Auflösung der Gaming-Monitor haben soll, sollten vor allem euer Rechner und eure zukünftigen Upgrade-Pläne entscheiden. Wenn euer PC nicht leistungsstark genug ist, um Spiele in der nativen Auflösung des Monitors wiederzugeben, ist ein Bildschirm mit niedriger Auflösung möglicherweise die bessere Wahl.

Je nachdem, wie eure Grafikkarte und der Monitor das Upscaling von Spielen in Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) auf 4K (3840 x 2160 Pixel) handhabt, kann es unter Umständen zu einem leicht verwaschenen Bild kommen selbiges gilt auch für den umgekehrten Weg. Für das beste Endresultat empfiehlt es sich also, auch wirklich die native Auflösung des Monitors zu nutzen.

Was Bildschirme mit einer Auflösung von 1440p (QHD) oder 4K (UHD) angeht, so sind diese nach wie vor um einiges teurer als Varianten mit Full-HD. Daher ist es auch ratsam, die Frage der Auflösung stets von eurem Budget abhängig zu machen.

Welcher Monitor ist der richtige für mich?

Inzwischen sollte deutlich geworden sein, wie viel ein qualitativer Monitor ausmacht. Nun gilt es also, sich für ein Modell zu entscheiden. Leider gibt es hierfür keine universelle Formel, da die Wahl eines Monitors stark von euren jeweiligen Anforderungen abhängt. Dennoch gibt es einige Szenarien, in denen bestimmte Monitore besser geeignet sind als andere.

Welchen Monitor soll ich kaufen?

  • Ihr spielt hauptsächlich Shooter und das womöglich auch noch kompetitiv? Die Bildqualität ist euch außerdem lange nicht so wichtig wie präzise Eingaben und maximale FPS? In diesem Fall eignet sich ein Monitor mit TN-Panel und entsprechend hoher Bildwiederholrate von 144 Hz oder mehr. Optional verfügt der Monitor über G-Sync oder FreeSync.
  • Für euch steht ansprechende Grafik im Vordergrund, die euch komplett in das Spiel eintauchen lässt? Hier könnt ihr entweder zu einem Monitor in 4K-Auflösung oder aber einem Modell im Ultrawide-Format greifen. Beide Optionen setzen aufgrund der erhöhten Pixeldichte aber eine leistungsstarke Grafikkarte voraus.
  • Ihr schnappt euch am liebsten euren Controller und spielt dann gemütlich vom Bett oder Sofa aus? Solltet ihr über das entsprechende Budget verfügen, könnt ihr zu einem sogenannten Big Format Gaming Display (BFGD) greifen. Meist deutlich günstiger und fast genauso gut wäre aber ein entsprechender Gaming-Fernseher.