Für das beste Spielerlebnis am PC ist neben einem leistungsstarken Rechner ein fähiger Gaming-Monitor mindestens genauso wichtig. GIGA hat eine Auswahl an verschiedenen Modellen für euch herausgesucht  sei es für den schmalen Geldbeutel, Gaming in 4K-Auflösung oder im Ultrawide-Format. Außerdem erklären wir, was es beim Kauf eines Gaming-Monitors zu beachten gilt.

Gaming-Monitore 2021: Alle GIGA-Empfehlungen im Überblick

Viele Spieler sparen ausgerechnet beim Kauf des Gaming-Monitors. Dabei ist doch gerade der Bildschirm entscheidend – selbst mit dem stärksten Gaming-Rechner lässt sich eine schlechte Bildqualität nicht ausgleichen. Nicht einfach nur die Anzahl der Pixel ist hier von Bedeutung, sondern ebenso die Art des verbauten Panels, die Bildwiederholrate und noch viele weitere Faktoren. GIGA erklärt auf welche Funktionen es tatsächlich ankommt und welche für Gamer weniger wichtig sind.

GIGA-Preistipp Der Allrounder Der beste 4K-Monitor Monitor für eSportler Der beste Ultrawide-Monitor
Modell Acer Predator XB253QGP LG UltraGear 27GL850-B BenQ EW3270U Asus ROG Swift PG259QNR Samsung C49RG94SSU
Preis (ca.) 250 Euro 400 Euro 420 Euro 820 Euro 930 Euro
Vorteil Hohe Helligkeit Adaptive Sync Integrierter Lichtsensor Extrem hohe Bildwiederholrate Überzeugender HDR-Effekt
Nachteil Nur 24,5 Zoll Schwacher HDR-Effekt Nur 60 Hz Verhältnismäßig teuer Benötigt viel Platz
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Deshalb könnt ihr GIGA vertrauen

Wir betreiben für jeden Artikel dieser Art intensive Recherche, damit wir das gewonnene Wissen hinterher kompakt und vor allem verständlich an unsere Leserinnen und Leser weitergeben können. Ebenso werden alle gelisteten Produkte stets mit Sorgfalt ausgewählt und ebenso verschiedene Einsatzzwecke sowie Preissegmente berücksichtigt. Weitere Infos zu unseren Kaufberatungen findet ihr übrigens im Artikel „So beraten wir“.

Ich selbst begeistere mich bereits seit meiner Kindheit für Videospiele und die dafür notwendige Hardware. Meinen ersten eigenen Gaming-Rechner habe ich bereits vor knapp 10 Jahren zusammengebaut und seitdem sind noch zahlreiche weitere gefolgt. Jegliches Wissen in Bezug auf Games sowie (PC) Hardware habe ich mir über die Jahre also selbst angeeignet – oft zur Freude meiner Familie oder meinem Freundeskreis. Dort bin ich meist die erste Anlaufstelle wenn es darum geht, etwas zu reparieren oder sie bei der Anschaffung neuer Geräte zu beraten.

Für diesen Artikel wurde ich außerdem tatkräftig durch den wertvollen Input meines geschätzten Kollegen Robert Kohlick unterstützt. Er ist stets auf dem Stand der Dinge was Gaming-Hardware angeht und hat deshalb immer eine Antwort parat wenn es um technische Detailfragen geht. Um euch den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir uns neben eigenen Erfahrungen auch auf Nutzerwertungen sowie externe Testinstitutionen gestützt.

GIGA-Preistipp: Acer Predator XB253QGP

Acer Predator XB253QGP (24,5 Zoll)

Acer Predator XB253QGP (24,5 Zoll)

Vorteile

  • Top-Preis
  • Adaptive Sync
  • Niedrige Reaktionszeit
  • Integrierter USB-Hub

Nachteile

  • Mit 24,5 Zoll verhältnismäßig klein
  • Nur Full-HD-Auflösung
  • Schwacher HDR-Effekt

Einen günstigen Einstieg in die Welt der Gaming-Monitore bietet der Acer Predator XB253QGP. Für unter 300 Euro erhaltet ihr ein wirklich gelungenes Gesamtpaket: Ein IPS-Panel mit einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz, eine äußerst niedrige Reaktionszeit sowie Adaptive Sync. Somit werden sowohl der FreeSync-Standard von AMD als auch G-Sync von Nvidia unterstützt und unschönes Tearing wird vermieden.

Der Monitor löst lediglich in Full-HD auf, was bei einer Bildschirmdiagonale von 24,5 Zoll aber zu verkraften ist. Wer hingegen auf der Suche nach einem größeren Monitor ist, für den wäre der AOC Gaming C27G1 eine gute 27-Zoll-Alternative. Zwar wurde hier auf G-Sync-Kompatibilität verzichtet, dafür kostet das Modell trotz gesteigerter Bildfläche beinahe genauso viel.

Bildschirmdiagonale 62,2 cm (24,5 Zoll)
Display IPS (1.920 x 1.080 Pixel)
HDR HDR 400
Bildwiederholrate 144 Hz
Synchronisation Adaptive Sync
Reaktionszeit 2 ms
Anschlüsse
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.2a
  • 4x USB 3.0
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 55,8 cm / 51,3 cm / 23,6 cm
Gewicht inkl. Standfuß 5,3 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Acer Predator XB253QGP

  • Ist der Monitor VESA-kompatibel? Ja, hierfür benötigt ihr eine kompatible Halterung mit 100 x 100 mm.
  • Was genau ist Adaptive Sync? Damit ist eine Technologie gemeint, die sowohl G-Sync (Nvidia) und FreeSync (AMD) unterstützt. Somit ist es nicht relevant von welchem Hersteller eure Grafikkarte stammt, da ihr in beiden Fällen von synchronisierten Bildwiederholraten profitiert.
  • Welchen Anschluss sollte ich nutzen? Der Monitor verfügt sowohl über HDMI als auch über einen DisplayPort-Anschluss. Letzterer ist allerdings zu empfehlen, weil ihr dann sowohl von G-Sync als auch FreeSync sowie weiteren Funktionen Gebrauch machen könnt.

Der Allrounder: LG UltraGear 27GL850-B

LG 27GL850-B (27 Zoll)

LG 27GL850-B (27 Zoll)

Vorteile

  • Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Adaptive Sync
  • Niedrige Reaktionszeit
  • Integrierter USB-Hub

Nachteile

  • Betrieb im schnellsten Modus führt zu Ghosting
  • Schwacher HDR-Effekt trotz HDR10-Zertifizierung

Ein wahrer Alleskönner ist der LG UltraGear 27GL850-B. Dieser Monitor mit WQHD-Auflösung verfügt über ein 27 Zoll großes Nano-IPS-Panel und zusätzlich eine HDR10-Zertifizierung, wobei man in dieser Preisklasse nicht allzu viel vom HDR-Modus erwarten darf. Ebenso deckt er 98 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab und durch die Bildwiederholrate von 144 Hz eignet er sich bestens für Shooter oder dergleichen.

Das war aber noch nicht alles: Der Monitor ist offiziell G-Sync Compatible“, deshalb können sich sowohl Besitzer einer Nvidia- als auch einer AMD-Grafikkarte über synchronisierte Bildraten freuen. Das Hauptargument, das für den Kauf des LG UltraGear 27GL850-B spricht, ist aber seine äußerst niedrige Reaktionszeit. Das wäre an sich noch keine Besonderheit, würde es sich in diesem Fall nicht um ein IPS-Panel handeln, das normalerweise genau mit diesem Problem zu kämpfen hat.

Da ich den Gaming-Monitor seit einiger Zeit privat nutze, kann ich sämtliche positive Meinungen nur bestätigen. Vor allem in gut optimierten Shootern wie etwa Doom Eternal macht der LG 27GL850-B mit nahezu konstanten 144 FPS einfach nur Spaß. Seit ich von einem Modell mit 60 auf eines mit 144 Hz umgestiegen bin, möchte ich ein derart flüssiges Spielerlebnis keinesfalls mehr missen. Absolute Kaufempfehlung meinerseits also.

Bildschirmdiagonale 68,4 cm (27 Zoll)
Display IPS (2.560 x 1.440 Pixel)
HDR HDR10
Bildwiederholrate 144 Hz
Synchronisation Adaptive Sync
Reaktionszeit 1 ms (nur mit aktiviertem Overdrive)
Anschlüsse
  • 2x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 2x USB 3.0
  • 1x Audio-Out (3,5 mm)
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 61,4 cm / 57,4 cm / 27,4 cm
Gewicht inkl. Standfuß 6,1 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum LG UltraGear 27GL850-B

  • Wie niedrig ist Reaktionszeit wirklich? Wer die beworbene Reaktionszeit von 1 ms erreichen will, muss dafür Overdrive nutzen, was zu Overshoot-Artefakten führt. Daher empfehlen wir, dass anstelle der Faster-Option lieber die Fast-Variante im Menü ausgewählt wird. Damit vermeidet ihr das sogenannte Inverse Ghosting, ohne zu starkes Motion Blur hervorzurufen.
  • Was genau ist Adaptive Sync? Damit ist eine Technologie gemeint, die sowohl G-Sync (Nvidia) und FreeSync (AMD) unterstützt. Somit ist es nicht relevant von welchem Hersteller eure Grafikkarte stammt, da ihr in beiden Fällen von synchronisierten Bildwiederholraten profitiert.
  • Ist der Monitor VESA-kompatibel? Ja, hierfür benötigt ihr eine kompatible Halterung mit 100 x 100 mm.

Der beste 4K-Monitor: BenQ EW3270U

BenQ EW3270U (31,5 Zoll)

BenQ EW3270U (31,5 Zoll)

Vorteile

  • Automatische Regelung der Helligkeit und Farbtemperatur
  • FreeSync
  • HDR10
  • Integrierter USB-C-Port

Nachteile

  • Verhältnismäßig hohe Reaktionszeit
  • Nur 60 Hz

Der BenQ EW3270U mag auf den ersten Blick eher unscheinbar wirken, hat es trotz seines schlichten Designs aber dennoch in sich: 4K-Auflösung, üppige 31,5 Zoll, HDR10, ein verhältnismäßig flottes VA-Panel mit einer Reaktionszeit von 4 ms sowie FreeSync. Besitzer einer Nvidia-Grafikkarte gehen an der Stelle leider leer aus und müssen demnach auf synchronisierte Bildraten verzichten, da G-Sync nicht unterstützt wird. Für ein möglichst immersives HDR-Erlebnis sorgt außerdem das sogenannte „Brightness Intelligence Plus“ (B.I.+) – hier werden Helligkeit sowie Farbtemperatur des Monitors automatisch an eure jeweilige Umgebung anpasst.

Weiterhin kann der BenQ EW3270U mit einem integriertem USB-C-Anschluss punkten. Der größte Kritikpunkt ist wohl die geringe Bildwiederholrate von nur 60 Hz. Wer also primär actionreiche Shooter zockt, sollte das vor einem Kauf entsprechend berücksichtigen.

Bildschirmdiagonale 80 cm (31,5 Zoll)
Display VA (3.840 x 2.160 Pixel)
HDR HDR10
Bildwiederholrate 60 Hz
Synchronisation FreeSync
Reaktionszeit 4 ms
Anschlüsse
  • 2x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x USB-C (3.1 Gen 2)
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 74 cm / 52,7 cm / 21,8 cm
Gewicht inkl. Standfuß 7,5 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum BenQ EW3270U

  • Was genau hat es mit B.I.+ auf sich? Der Monitor verfügt über einen integrierten Sensor, der sowohl die Helligkeit als auch die Farbtemperatur stets an die jeweiligen Verhältnisse in eurer Umgebung anpasst. Dadurch soll der HDR-Effekt optimal genutzt werden.
  • Kann ich mit dem USB-C-Anschluss auch meinen Laptop laden? Der integrierte USB-C-Anschluss dient lediglich der Bildübertragung. Folglich werden darüber verbundene Geräte nicht geladen.
  • Kann ich FreeSync auch mit meiner Nvidia-Grafikkarte nutzen? Leider nein. Der Standard steht nur Besitzern einer AMD-GPU zur Verfügung.

Monitor für eSportler: Asus ROG Swift PG259QNR

Asus ROG Swift PG259QNR (24,5 Zoll)

Asus ROG Swift PG259QNR (24,5 Zoll)

Vorteile

  • Extrem hohe Bildwiederholrate von bis zu 360 Hz
  • Natives G-Sync inkl. Nvidia Reflex
  • Niedrige Reaktionszeit
  • Integrierter USB-Hub

Nachteile

  • Schwacher HDR-Effekt
  • Verhältnismäßig teuer

Der Asus ROG Swift PG259QNR ist gewiss kein gewöhnlicher Gaming-Monitor. Er richtet sich vor allem an eSportler oder diejenigen, die sich zumindest so fühlen wollen. Mit einer maximalen Bildwiederholrate von 360 Hz und der extrem flotten Reaktionszeit von nur 1 ms, wird der Monitor selbst den höchsten Ansprüchen mühelos gerecht. Der verbaute Nvidia-G-Sync-Prozessor ermöglicht außerdem die Synchronisation eurer Bildraten mit einer Nvidia-GPU. Der eigentliche Clou an der Sache ist aber der sogenannte „Nvidia Reflex Latency Analyzer“.

Die Technologie nimmt präzise Messungen der jeweiligen Latenzen vor und optimiert sie im Anschluss nochmal. Spätestens dann wisst ihr also, ob eure miserable KD-Ratio wirklich eurer Hardware oder womöglich doch nur mangelndem Skill eurerseits geschuldet ist. Doch Spaß beiseite: Der Monitor bietet ambitionierten Spielern in mehrfacher Hinsicht pure Geschwindigkeit. Bei einem derart stolzen Preis solltet ihr euch aber genaustens überlegen, ob ihr solche Features tatsächlich benötigt. Wer darauf verzichten kann, greift lieber zum günstigeren Asus ROG Swift PG259QN ohne Nvidia-Reflex-Technologie.

Bildschirmdiagonale 62,2 cm (24,5 Zoll)
Display IPS (1.920 x 1.080 Pixel)
HDR HDR10
Bildwiederholrate 360 Hz
Synchronisation G-Sync
Reaktionszeit 1 ms
Anschlüsse
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 2x USB 3.0
  • 1x Audio-Out (3,5 mm)
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 55,7 cm / 49,9 cm / 24,7 cm
Gewicht inkl. Standfuß 7,1 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Asus ROG Swift PG259QNR

  • Worin unterscheiden sich beiden Versionen PG259QN und PG259QNR? Abgesehen vom Preis liegt der Hauptunterschied bei letzterem Modell im sogenannten „Nvidia Reflex Latency Analyzer“ – das Feature erlaubt es euch die Latenz eures Systems zu messen, um sie anschließend via Software optimieren zu können.
  • Unterstützt der Monitor auch FreeSync? Nein, der Monitor wurde mit einem Nvidia-Prozessor ausgestattet und verfügt daher über natives G-Sync.
  • Ist der Monitor VESA-kompatibel? Ja, hierfür nutzt ihr entweder die mitgelieferte Tischhalterung oder eine andere kompatible Halterung mit 100 x 100 mm.

Der beste Ultrawide-Monitor: Samsung C49RG94SSU

Samsung C49RG94SSU (49 Zoll)

Samsung C49RG94SSU (49 Zoll)

Vorteile

  • Gesteigerte Ergonomie und Immersion
  • FreeSync
  • HDR 1000
  • Integrierter USB-Hub

Nachteile

  • Setzt genügend Platz auf dem Schreibtisch voraus
  • Verhältnismäßig hohe Reaktionszeit
  • Hoher Preis

Was den Samsung C49RG94SSU von der bisher genannten Konkurrenz primär abhebt, ist seine enorme Bildschirmdiagonale von 124 Zentimetern. Der Ultrawide-Monitor verzichtet in diesem Fall auf das konventionelle 16:9-Seitenverhältnis und setzt stattdessen auf ein 32:9-Format. Damit ist der 49-Zöller effektiv so groß wie zwei 27-Zoll-Monitore. Die daraus resultierende Auflösung von 5.120 x 1.440 Pixeln bewegt sich somit zwischen der eines WQHD- und 4K-Monitors.

Das verbaute VA-Panel sorgt für die nötige Blickwinkelstabilität sowie eine akkurate Farbdarstellung, die sich bei Bedarf durch die HDR-1000-Funktionalität nochmal steigern lässt. Die maximale Bildwiederholrate beläuft sich bei diesem Modell auf 120 Hz. Ebenso steht euch FreeSync zur Verfügung. Der Nachfolger in Form des Samsung Odyssey G9 geht einen Schritt weiter und wartet mit einer Bildwiederholrate von satten 240 Hz sowie G-Sync-Unterstützung auf. Dafür ist das Modell aber um einiges teurer.

Insgesamt konnte der Samsung CRG9 in unserem Test durchaus überzeugen, allerdings sollte man vorher auch sicherstellen, dass genügend Platz auf dem Schreibtisch vorhanden ist. Wem diese Bildschirmdiagonale etwas zu viel ist, der kann alternativ zum Alienware AW3420DW im etwas kompakteren 21:9-Format greifen.

Bildschirmdiagonale 124,2 cm (49 Zoll)
Display VA (5.120 x 1.440 Pixel)
HDR HDR 1000
Bildwiederholrate 120 Hz
Synchronisation FreeSync
Reaktionszeit 4 ms
Anschlüsse
  • 1x HDMI 2.0
  • 2x DisplayPort 1.4
  • 4x USB (2x USB 3.0 und 2x USB 2.0)
  • 1x Audio-Out (3,5 mm)
Abmessungen (B/H/T) inkl. Standfuß 119,9 cm / 52,3 cm / 34,9 cm
Gewicht inkl. Standfuß 14,6 kg

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Samsung C49RG94SSU

  • Kann ich meine Lieblingsspiele problemlos im Ultrawide-Format genießen? Vor allem neuere und auch populäre Titel unterstützen das Format meistens direkt zu Beginn. Manchmal wird die Funktion auch nachgereicht und in wieder anderen Fällen müsst ihr für immer mit unschönen schwarzen Balken leben.
  • Warum ist der Monitor gekrümmt? Aufgrund der enormen Spannweite ist eine gewisse Krümmung durchaus sinnvoll und vor allem deutlich ergonomischer. So könnt ihr Inhalte auch mühelos aus den Augenwinkeln erkennen, was nebenbei noch für ein erhöhtes Maß an Immersion beim Zocken sorgt.
  • Ist der Monitor VESA-kompatibel? Ja, hierfür wird eine kompatible Halterung mit 100 x 100 mm benötigt. Achtet allerdings darauf, dass sich die Halterung auch für das hohe Gewicht des Monitors eignet.

Darum lohnt sich der Kauf eines Gaming-Monitors

Ein hochwertiger Gaming-Monitor kann sich in vielerlei Hinsicht positiv auf euer Spielerlebnis auswirken. Daher gilt es also, sich für ein Modell zu entscheiden, das zu euren jeweiligen Bedürfnissen passt. Leider gibt es hierfür keine universelle Formel, da jedes Modell über verschiedene Vor- und Nachteile verfügt, die es stets abzuwägen gilt. Trotzdem gibt es einige Szenarien, für die sich bestimmte Gaming-Monitore besser eignen als andere:

  • Ihr spielt hauptsächlich Shooter und das womöglich kompetitiv? Die Bildqualität ist euch lange nicht so wichtig wie präzise Eingaben und maximale FPS? In diesem Fall eignet sich ein Monitor mit einem flottem TN-Panel und einer entsprechend hohen Bildwiederholrate jenseits der 144 Hz. Idealerweise verfügt der Monitor dann noch über G-Sync oder FreeSync. Wer wirklich das absolute Maximum an Präzision herausholen möchte, entscheidet sich für ein Modell mit der sogenannten Nvidia-Reflex-Technologie zur Messung sowie Verringerung des Input-Lags.
  • Für euch steht ansprechende Grafik im Vordergrund, die euch komplett in das Spiel eintauchen lässt? Hier könnt ihr entweder zu einem Monitor in 4K-Auflösung oder aber einem Modell im Ultrawide-Format (21:9 oder 32:9) greifen. Beide Optionen setzen aufgrund der erhöhten Pixeldichte aber eine leistungsstarke Grafikkarte voraus. Das sollte vor einem Kauf also in den Preis mit einberechnet werden.
  • Ihr schnappt euch am liebsten euren Controller und spielt gemütlich vom Bett oder Sofa aus? Solltet ihr über das entsprechende Budget verfügen, könnt ihr zu einem „Big Format Gaming Display“ (BFGD) greifen. Meist deutlich günstiger und fast genauso gut wäre aber ein entsprechender Gaming-Fernseher.

Gaming-Monitor kaufen: Das müsst ihr beachten

Größe, Format und Bildschirmdiagonale

Die Größe des Monitors ist natürlich ebenfalls ein entscheidender Faktor. Da man für gewöhnlich sehr nah an einem Monitor sitzt, sollte man sich vorher genau überlegen, wie groß er sein sollte. Gängige Modelle haben heutzutage eine Bildschirmdiagonale zwischen 24 und 27 Zoll, also etwa 61 bis 69 cm. Bei einem zu großen Monitor, kann es unter Umständen passieren, dass das Spielgeschehen aus dem Fokus gerät.

Neben der eigentlichen Größe gibt es außerdem noch unterschiedliche Formate. Der Klassiker unter ihnen ist nach wie vor das 16:9-Format. Inzwischen setzen sich aber auch zunehmend mehr exotischere Formate wie 21:9 oder 32:9 durch. Wo früher noch mehrere Bildschirme notwendig waren, reicht hier inzwischen ein einziger Bildschirm im Ultrawide-Format, um euch dieselbe Bildfläche zur Verfügung zu stellen.

Wer komplett „eintauchen“ möchte, greift alternativ zum Monitor im 32:9-Format. (Bild: GIGA)

Aufgrund ihrer enormen Größe sind Ultrawide-Bildschirme außerdem oftmals gebogen, damit sich Inhalte natürlicher in das menschliche Sichtfeld einfügen. Dies sorgt bei Spielen außerdem für eine gesteigerte Immersion, ohne dabei auf unschöne Bildschirmränder blicken zu müssen. Einen Haken hat diese Auflösung trotzdem: Es gibt immer noch etliche Spiele, die das Format nicht unterstützen. Dies sollte vor einem Kauf also in Betracht gezogen werden.

Auflösung: 1080p, 1440p oder 4K?

Bei der Entscheidung, welche Auflösung der Gaming-Monitor haben soll, sollten vor allem euer Rechner und eure zukünftigen Upgrade-Pläne entscheiden. Wenn euer PC nicht leistungsstark genug ist, um Spiele in der nativen Auflösung des Monitors wiederzugeben, ist ein Bildschirm mit niedriger Auflösung möglicherweise die bessere Wahl.

Gaming-Monitor 4K 1440p FullHD
Das sind die Unterschiede in der Auflösung bei 1080p, 1440p und 4K (Bild: GIGA)

Je nachdem, wie eure Grafikkarte und der Monitor das Upscaling von Spielen in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) auf 4K (3.840 x 2.160 Pixel) handhabt, kann es unter Umständen zu einem leicht verwaschenen Bild kommen selbiges gilt auch für den umgekehrten Weg. Für das beste Endresultat empfiehlt es sich also, auch wirklich die native Auflösung des Monitors zu nutzen. Was Bildschirme mit einer Auflösung von 1440p (WQHD) oder 4K (UHD) angeht, so sind diese nach wie vor um einiges teurer als Varianten mit Full-HD. Daher ist es auch ratsam, die Frage der Auflösung stets von eurem Budget abhängig zu machen.

Der aktuelle „Sweet Spot“ für zukunftsorientierte Gamer: Ein IPS-Monitor mit WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) und einer Bildwiederholrate von 144 Hz. Die Reaktionszeit ist zwar nicht auf dem Niveau der TN-Konkurrenz, sie sollte in den meisten Fällen aber dennoch mehr als ausreichend flott sein. Aufgrund der gewählten Auflösung ist das Bild außerdem ausreichend scharf und ihr solltet bereits mit einer aktuellen Mittelklasse-Grafikkarte mühelos die 60-FPS-Marke knacken. Bei weniger anspruchsvollen Titeln sollten auch 144 FPS drin sein, wodurch ihr voll und ganz von der Bildwiederholrate eures Monitors profitieren könnt.

TN, IPS oder VA: Die Paneltypen erklärt

Was das verbaute Panel eines Monitors anbelangt, so gibt es leider keine pauschale Antwort, welches davon am besten ist. Jedes Panel hat entsprechende Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. In der folgenden Übersicht sind daher die wichtigsten Unterschiede zwischen Twisted Nematic, In-Plane-Switching und Vertical Alignment aufgelistet:

Vorteile Nachteile
Twisted Nematic (TN)
  • Günstig
  • Niedrige Reaktionszeit
  • Mittelmäßige Bildqualität
  • Geringe Blickwinkelstabilität
In-Plane-Switching (IPS)
  • Hohe Blickwinkelstabilität
  • Hervorragende Bildqualität
  • Hohe Reaktionszeit
  • Teuer
Vertical Alignment (VA)
  • Gute Bildqualität
  • Hohe Kontrastwerte
  • Mittelmäßige Reaktionszeit
  • Mittelmäßige Blickwinkelstabilität

Reaktionszeit, Kontrast & Input-Lag

Mit einem Flachbildmonitor war man damals bestens für die nächste LAN-Party vorbereitet. Mit dem Aufschwung der LCD-Technik kamen aber auch gewisse Schattenseiten zum Vorschein, die vor allem für Gamer ein Problem darstellten: Ghosting (nachziehende Bilder), verwaschenes Schwarz, das höchstens als Dunkelgrau durchgehen konnte und sogenannte „Bildverbesserungs“-Funktionen, die zu massivem Input-Lag führten.

Erfahrt im folgenden Video alles rund um LCD und die Unterschiede zu anderen Technologien:

LCD vs. OLED: Was ist wirklich besser? – TECHfacts

Heutzutage müsst ihr euch darum aber glücklicherweise keinen Kopf mehr machen, insofern ihr den Monitor bei einem namhaften Hersteller kauft. Selbst günstige Monitore unterschreiten eine Reaktionszeit von 6 Millisekunden und warten mit einem statischen Kontrastwert über 1000:1 auf.

Bildwiederholrate: 60, 144, 240 oder 360 Hz?

Die erste wichtige Frage, die sich Spieler bei der Anschaffung eines neuen Gaming-Monitors stellen sollten: Welche Bildwiederholrate (Hz) benötige ich? Diese Entscheidung hängt wiederum davon ab, mit wie vielen Frames per Second (FPS) ihr im Idealfall zocken möchtet. Fakt ist, dass Spiele deutlich flüssiger für das menschliche Auge erscheinen, je mehr FPS gerade dargestellt werden.

Was hat die Bildwiederholrate jetzt also mit den FPS zu tun? Ganz einfach, nehmen wir einen Monitor mit 60 Hz: Dieser kann problemlos bis zu 60 Bilder pro Sekunde darstellen. Sollten die FPS des jeweiligen Spiels nun deutlich unter oder über der Bildwiederholrate des Monitors liegen, kann es zu Rucklern oder unschöner Artefaktbildung (Tearing) kommen.

So könnte Screen Tearing am Beispiel von The Witcher 3: Wild Hunt aussehen. (Bild: CD Projekt Red | Bearbeitung: GIGA)

Ihr solltet vor eurer Entscheidung außerdem die Leistung eures Rechners sowie die Art der Spiele, die ihr hauptsächlich zockt, berücksichtigen. Shooter, gerade im eSport-Bereich, profitieren am meisten von erhöhten Bildwiederholraten. Dabei handelt es sich oftmals um grafisch weniger anspruchsvolle Titel, die selbst mit durchschnittlicher Hardware problemlos die magische Grenze von 144 FPS knacken. In so einem Fall lohnt sich zweifelsohne ein entsprechend flotter Monitor mit 144 Hz, 240 Hz oder sogar 360 Hz.

Anschlüsse: HDMI vs. DisplayPort

Jeder moderne Gaming-Monitor verfügt heutzutage sowohl über entsprechende HDMI- sowie DisplayPort-Schnittstellen. In aller Regel handelt es sich dabei jeweils um die Versionen 2.0 (HDMI) und 1.4 (DisplayPort) – beide Standards unterstützen dabei Auflösungen von Full-HD bis 4K und Bildwiederholraten jenseits der 60 Hz. Es existieren auch bereits Modelle mit einer Bildwiederholrate von 360 Hz oder mehr. Worin liegen also die Unterschiede?

Die Wahl des richtigen Anschlusses hängt primär davon ab, ob ihr G-Sync oder FreeSync nutzen möchtet. Ersteres funktioniert in Kombination mit einer Nvidia-GPU nur über DisplayPort (DP), wohingegen AMDs FreeSync sowohl mit einem HDMI- als auch mit DisplayPort-Kabel genutzt werden kann. Aufgrund der höheren Flexibilität, wäre es in den meisten Fällen also sinnvoll, direkt auf DisplayPort zu setzen. Ein weiterer Vorteil ist außerdem, dass HDR nativ unterstützt wird, wohingegen beim HDMI-Standard die etwas neuere Version 2.0a erforderlich ist.

PS5-Monitor statt einem Gaming-Fernseher? Prinzipiell ist das möglich, doch bislang unterstützen die meisten Modelle kein HDMI 2.1. Somit beschränkt sich die Bildwiederholrate eurer Konsole lediglich auf 60 Hz, wenn ihr mit einer Auflösung von 4K zockt. Wer sich hingegen bereits mit Full-HD zufriedengibt, kann in den meisten Fällen von flotten 120 Hz profitieren. Es wäre aber sinnvoll, sich vorab zu informieren, welche Monitore und Spiele die erhöhten Bildwiederholraten auch tatsächlich unterstützen.

G-Sync und FreeSync: Ein Muss oder nur Spielerei?

Ein Problem das hohe FPS-Zahlen oftmals nach sich ziehen, sind die zuvor erwähnten Artefaktbildungen  auch Screen Tearing genannt. Lange Zeit konnte nur die Nutzung von Vsync Abhilfe schaffen. Leider oftmals zu Kosten eines erhöhten Input-Lags und insgesamt weniger FPS. Inzwischen haben Hersteller wie Nvidia und AMD eigene Lösungen entwickelt: G-Sync und FreeSync. Beide Technologien funktionieren dabei auf ähnliche Weise und sorgen dafür, dass die ausgegebenen Bilder der Grafikkarte mit der Bildwiederholrate des Monitors synchronisiert werden.

Grundlegend ist es durchaus sinnvoll, sich für ein Gerät mit einer der genannten Technologien zu entscheiden. Die beiden Standards sind mittlerweile relativ weit verbreitet und Monitore somit deutlich erschwinglicher. Lange Zeit war G-Sync nur mit Nvidia-Grafikkarten kompatibel und FreeSync war dementsprechend AMD-Karten vorbehalten. Inzwischen verfügen viele Monitore aber über sogenanntes Adaptive Sync und unterstützen daher beide Standards.

In unserem Video erklären wir die wichtigsten Unterschiede von FPS und Hz:

TECHfacts: FPS vs. Bildwiederholrate

Nvidia Reflex: Die neue Technologie erklärt

Mit Nvidia Reflex unternimmt der Hardware-Gigant einen weiteren Schritt, um insbesondere das Spielerlebnis von eSportlern sowie Shooter-Enthusiasten abermals zu optimieren. Die neuartige Technologie knüpft gleich an mehreren Schnittstellen an, die sich allesamt der Analyse sowie Reduzierung aller potenziell auftretender Latenzen widmet.

Im folgenden Video erfahrt ihr wie Nvidia Reflex genau funktioniert:

Was ist Nvidia Reflex?

Es soll also ermittelt werden, wie lange es tatsächlich vom Mausklick bis zur auf eurem Monitor sichtbaren Aktion dauert. Bisher konnten solche Werte nur unter Zuhilfenahme teurer Spezialkameras gemessen werden. Das soll sich zukünftig ändern. Anzumerken ist aber, dass ihr hierfür passende Hardware benötigt – sowohl der Monitor als auch eure Maus müssen mit Nvidia Reflex kompatibel sein. Zusätzlich benötigt ihr eine Nvidia-GPU der 900er Serie oder neuer. Schließlich ist auch nicht jedes Game mit der neuen Technik kompatibel: Derzeit sind das unter anderem Apex Legends, Valorant oder Fortnite.