Wer das meiste aus seinen Spielen herausholen möchte, benötigt dafür zwei Dinge: Einen leistungsstarken PC und einen entsprechenden Gaming-Monitor. GIGA hat eine Auswahl an verschiedenen Modellen für euch herausgesucht  sei es für den schmalen Geldbeutel, Gaming in 4K-Auflösung oder im Ultrawide-Format. Außerdem erklären wir, was es alles beim Kauf eines Gaming-Monitors zu beachten gilt.

GIGA-Preistipp Der Allrounder Der beste 4K-Monitor Monitor für eSportler Der beste Ultrawide-Monitor
Modell Acer Predator XB253QGP LG UltraGear 27GL850-B BenQ EW3270U Asus ROG Swift PG259QN Samsung C49RG94SSU
Preis (ca.) 280 Euro 400 Euro 440 Euro 700 Euro 980 Euro
Vorteil Hohe Helligkeit Adaptive Sync HDR10 Niedriger Input-Lag HDR10
Nachteil Nur 24,5 Zoll Schwacher HDR-Effekt Nur 60 Hz Verhältnismäßig teuer Benötigt viel Platz
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Hinweis: Wenn ihr auf der Suche nach weiterer Gaming-Peripherie seid, haben wir zu dem Thema ebenfalls passende Kaufberatungen – seien es Gaming-MäuseGaming-Tastaturen oder die besten Headsets zum Zocken.

Gaming-Monitore 2021: Die besten Modelle vorgestellt

Seltsamerweise sparen viele Spieler ausgerechnet beim Kauf des Monitors. Dabei ist doch gerade der Bildschirm entscheidend – selbst mit dem stärksten Gaming-Rechner lässt sich eine schlechte Bildqualität nicht ausgleichen. Nicht einfach nur die Anzahl der Pixel ist hier von Bedeutung, sondern ebenso die Art des verbauten Panels, die Bildwiederholrate und noch viele weitere Faktoren.

GIGA-Preistipp: Acer Predator XB253QGP

Acer Predator XB253QGP (24,5 Zoll)

Acer Predator XB253QGP (24,5 Zoll)

Vorteile

  • Top-Preis
  • Adaptive-Sync-Unterstützung (bis zu 144 Hz)
  • Niedrige Reaktionszeit (2 ms)
  • Integrierter USB-Hub

Nachteile

  • Mit 24,5 Zoll verhältnismäßig klein
  • Nur Full-HD-Auflösung
  • Schwacher HDR-Effekt (HDR 400)

Einen günstigen Einstieg in die Welt der Gaming-Monitore bietet der Acer Predator XB253QGP. Für weniger als 300 Euro erhaltet ihr ein wirklich gelungenes Gesamtpaket: Ein IPS-Panel mit einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz, eine äußerst niedrige Reaktionszeit und schließlich Adaptive Sync. Somit werden sowohl der FreeSync-Standard von AMD als auch G-Sync von Nvidia unterstützt und unschönes Tearing wird vermieden.

Der Monitor löst lediglich in Full-HD auf, was bei einer Bildschirmdiagonale von 24,5 Zoll aber zu verkraften ist. Wer hingegen auf der Suche nach einem größeren Monitor ist, für den wäre der AOC Gaming C27G1 eine gute 27-Zoll-Alternative. Zwar wurde hier auf G-Sync-Kompatibilität verzichtet, dafür ist das Modell insgesamt aber nochmal etwas günstiger.

Der Allrounder: LG UltraGear 27GL850-B

LG 27GL850-B (27 Zoll)

LG 27GL850-B (27 Zoll)

Vorteile

  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Adaptive-Sync-Unterstützung (bis zu 144 Hz)
  • Niedrige Reaktionszeit (theoretisch 1 ms)
  • Integrierter USB-Hub

Nachteile

  • Betrieb im schnellsten Modus führt zu Ghosting
  • Schwacher HDR-Effekt trotz HDR10-Zertifizierung

Ein wahrer Alleskönner ist der LG UltraGear 27GL850-B. Dieser Monitor mit QHD-Auflösung verfügt über ein 27 Zoll großes Nano-IPS-Panel und zusätzlich eine HDR10-Zertifizierung, wobei man in dieser Preisklasse nicht allzu viel vom HDR-Modus erwarten darf. Ebenso deckt er 98 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab und durch die Bildwiederholrate von 144 Hz eignet er sich bestens für Shooter oder dergleichen.

Das war aber noch nicht alles: Der Monitor ist offiziell G-Sync Compatible“, deshalb können sich sowohl Besitzer einer Nvidia- als auch einer AMD-Grafikkarte über synchronisierte Bildraten freuen. Das Hauptargument, das für den Kauf des LG UltraGear 27GL850-B spricht, ist aber seine äußerst niedrige Reaktionszeit. Das wäre an sich noch keine Besonderheit, würde es sich in diesem Fall nicht um ein IPS-Panel handeln, das normalerweise genau mit diesem Problem zu kämpfen hat.

Da ich den Gaming-Monitor seit einiger Zeit privat nutze, kann ich sämtliche positive Meinungen nur bestätigen. Vor allem in gut optimierten Shootern wie etwa Doom Eternal macht der LG 27GL850-B mit nahezu konstanten 144 FPS einfach nur Spaß. Seit ich außerdem von einem Modell mit 60 auf eines mit 144 Hz umgestiegen bin, möchte ich ein derart flüssiges Spielerlebnis auch absolut nicht mehr missen. Absolute Kaufempfehlung meinerseits also.

Hinweis: Wer die beworbene Reaktionszeit von 1 ms erreichen will, muss dafür Overdrive nutzen, was zu Overshoot-Artefakten führt. Daher empfehlen wir, dass anstelle der Faster-Option lieber die Fast-Variante im Menü ausgewählt wird. Damit vermeidet ihr das sogenannte Inverse Ghosting, ohne zu starkes Motion Blur hervorzurufen.

Der beste 4K-Monitor: BenQ EW3270U

BenQ EW3270U (32 Zoll)

BenQ EW3270U (32 Zoll)

Vorteile

  • Verbauter Lichtsensor regelt Helligkeit und Farbtemperatur
  • FreeSync
  • HDR10
  • Integrierter USB-Hub
  • USB-C-Anschluss

Nachteile

  • Verhältnismäßig hohe Reaktionszeit (4 ms)
  • Nur 60 Hz

Der BenQ EW3270U mag auf den ersten Blick eher unscheinbar wirken, hat es trotz seines schlichten Designs aber dennoch in sich: 4K-Auflösung, üppige 32 Zoll, HDR10, ein verhältnismäßig flottes VA-Panel mit einer Reaktionszeit von 4 ms sowie FreeSync. Besitzer einer Nvidia-Grafikkarte gehen an der Stelle leider leer aus und müssen demnach auf synchronisierte Bildraten verzichten, da G-Sync nicht unterstützt wird. Dafür verfügt der Monitor über ein anderes wirklich sinnvolles Feature – der sogenannten „Brightness Intelligence Plus“, die mittels eines verbauten Lichtsensors automatisch die Helligkeit sowie die Farbtemperatur an eure jeweilige Umgebung anpasst. Auf diese Weise soll ein möglichst immersives HDR-Erlebnis geschaffen werden.

Weiterhin kann der BenQ EW3270U mit einem integriertem USB-Hub sowie einem USB-C-Anschluss punkten. Gerade für Zocker, die gerne auch mal einen Laptop für Arbeitszwecke am Monitor verbinden wollen, ist ein derartiger Anschluss mehr als praktisch. So benötigt ihr nur ein einziges Kabel, um gleichzeitig das Bild zu übertragen und das Gerät währenddessen zu laden. Der größte Kritikpunkt ist wohl die geringe Bildwiederholrate von nur 60 Hz. Für einen Preis von knapp über 400 Euro ist das aber noch zu verkraften. Wer allerdings primär actionreiche Shooter zockt, sollte das vor einem Kauf entsprechend berücksichtigen.

Monitor für eSportler: Asus ROG Swift PG259QN

ASUS ROG Swift PG259QN (24,5 Zoll)

ASUS ROG Swift PG259QN (24,5 Zoll)

Vorteile

  • IPS Panel mit bis zu 360 Hz
  • Natives G-Sync inkl. Reflex-Technologie
  • Messbare Latenz durch „Nvidia Reflex Latency Analyzer“
  • Extrem niedrige Reaktionszeit (1 ms)
  • Integrierter USB-Hub
  • Platzsparende Tischhalterung im Lieferumfang enthalten

Nachteile

  • Schwacher HDR-Effekt (HDR 400)
  • Verhältnismäßig teuer

Der Asus ROG Swift PG259QN ist gewiss kein gewöhnlicher Gaming-Monitor. Er richtet sich vor allem an eSportler oder diejenigen, die sich zumindest so fühlen wollen. Mit einer maximalen Bildwiederholrate von 360 Hz und der extrem flotten Reaktionszeit von nur 1 ms, wird der Monitor selbst den höchsten Ansprüchen mühelos gerecht. Der verbaute Nvidia-G-Sync-Prozessor ermöglicht außerdem die Synchronisation eurer Bildraten mit einer Nvidia-GPU. Der eigentliche Clou an der Sache ist aber der sogenannte „Nvidia Reflex Latency Analyzer“.

Die Technologie nimmt präzise Messungen der jeweiligen Latenzen vor und optimiert sie im Anschluss nochmal. Spätestens dann wisst ihr also, ob eure miserable KD-Ratio wirklich eurer Hardware oder womöglich doch nur mangelndem Skill eurerseits geschuldet ist. Doch Spaß beiseite: Der Asus ROG Swift PG259QN bietet ambitionierten Spielern in mehrfacher Hinsicht pure Geschwindigkeit. Bei einem stolzen Preis von derzeit über 700 Euro solltet ihr euch aber genaustens überlegen, ob ihr tatsächlich derart viel Power benötigt.

Der beste Ultrawide-Monitor: Samsung C49RG94SSU

Samsung C49RG94SSU (49 Zoll)

Samsung C49RG94SSU (49 Zoll)

Vorteile

  • Hohe Ergonomie/Immersion durch gekrümmten Bildschirm
  • Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz
  • FreeSync-Unterstützung
  • HDR 1000
  • Integrierter USB-Hub

Nachteile

  • Setzt genügend Platz auf dem Schreibtisch voraus
  • Verhältnismäßig hohe Reaktionszeit (4 ms)
  • Hoher Preis

Was den Samsung C49RG94SSU von der bisher genannten Konkurrenz primär abhebt, ist seine enorme Bildschirmdiagonale von 124 Zentimetern. Der Ultrawide-Monitor verzichtet in diesem Fall auf das konventionelle 16:9-Seitenverhältnis und setzt stattdessen auf ein 32:9-Format. Damit ist der 49-Zöller effektiv so groß wie zwei 27-Zoll-Monitore. Die daraus resultierende Auflösung von 5120 x 1440 Pixeln bewegt sich somit zwischen der eines QHD- und 4K-Monitors.

Das verbaute VA-Panel sorgt für die nötige Blickwinkelstabilität sowie eine akkurate Farbdarstellung, die sich bei Bedarf durch die HDR-1000-Funktionalität nochmal steigern lässt. Die maximale Bildwiederholrate beläuft sich bei diesem Modell auf 120 Hz. Ebenso steht euch FreeSync zur Verfügung. Der Nachfolger in Form des Samsung Odyssey G9 geht einen Schritt weiter und wartet mit einer Bildwiederholrate von satten 240 Hz sowie G-Sync-Unterstützung auf. Dafür ist das Modell aber nochmal um einiges teurer.

Insgesamt konnte der Samsung C49RG94SSU in unserem Test durchaus überzeugen, allerdings sollte man vorher auch sicherstellen, dass genügend Platz auf dem Schreibtisch vorhanden ist. Wem diese Bildschirmdiagonale etwas zu viel ist, der kann alternativ zum Alienware AW3420DW im etwas kompakteren 21:9-Format greifen.

Die besten Gaming-Monitore: So wurde ausgewählt

In Sachen Gaming-Monitore ist die Auswahl heutzutage nahezu unendlich. Als wäre die Entscheidung also nicht schon schwierig genug, werben Hersteller mit einer Vielzahl spezieller Funktionen, die Gamer-Herzen angeblich höherschlagen lassen sollen. Manche davon sind durchaus sinnvoll, andere wiederum nur Spielerei. Letzten Endes kommt es auf eure individuellen Bedürfnisse und vor allem euren Geldbeutel an.

Wir haben bei unserer Auswahl also bewusst Modelle berücksichtigt, die verschiedene Preissegmente abdecken. Damit wir euch außerdem den bestmöglichen Überblick verschaffen können, haben wir uns neben unseren eigenen Erfahrungen auch auf Nutzerwertungen sowie externe Testinstitutionen gestützt.

Monitor kaufen: Was muss ich beachten?

Größe, Format und Bildschirmdiagonale

Die Größe des Monitors ist natürlich ebenfalls ein entscheidender Faktor. Da man für gewöhnlich sehr nah an einem Monitor sitzt, sollte man sich vorher genau überlegen, wie groß er sein sollte. Gängige Modelle haben heutzutage eine Bildschirmdiagonale zwischen 24 und 27 Zoll, also etwa 61 bis 69 cm. Bei einem zu großen Monitor, kann es unter Umständen passieren, dass das Spielgeschehen aus dem Fokus gerät.

Neben der eigentlichen Größe gibt es außerdem noch unterschiedliche Formate. Der Klassiker unter ihnen ist nach wie vor das 16:9-Format. Inzwischen setzen sich aber auch zunehmend mehr exotischere Formate wie 21:9 oder 32:9 durch. Wo früher noch mehrere Bildschirme notwendig waren, reicht hier inzwischen ein einziger Bildschirm im Ultrawide-Format, um euch dieselbe Bildfläche zur Verfügung zu stellen.

Wer komplett „eintauchen“ möchte, greift alternativ zum Monitor im 32:9-Format. (Bild: GIGA)

Aufgrund ihrer enormen Größe sind Ultrawide-Bildschirme außerdem oftmals gebogen, damit sich Inhalte natürlicher in das menschliche Sichtfeld einfügen. Dies sorgt bei Spielen außerdem für eine gesteigerte Immersion, ohne dabei auf unschöne Bildschirmränder blicken zu müssen. Einen Haken hat diese Auflösung trotzdem: Es gibt immer noch etliche Spiele, die das Format nicht unterstützen. Dies sollte vor einem Kauf also in Betracht gezogen werden.

Auflösung: 1080p, 1440p oder 4K?

Bei der Entscheidung, welche Auflösung der Gaming-Monitor haben soll, sollten vor allem euer Rechner und eure zukünftigen Upgrade-Pläne entscheiden. Wenn euer PC nicht leistungsstark genug ist, um Spiele in der nativen Auflösung des Monitors wiederzugeben, ist ein Bildschirm mit niedriger Auflösung möglicherweise die bessere Wahl.

Gaming-Monitor 4K 1440p FullHD
Bild: GIGA.

Je nachdem, wie eure Grafikkarte und der Monitor das Upscaling von Spielen in Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) auf 4K (3840 x 2160 Pixel) handhabt, kann es unter Umständen zu einem leicht verwaschenen Bild kommen selbiges gilt auch für den umgekehrten Weg. Für das beste Endresultat empfiehlt es sich also, auch wirklich die native Auflösung des Monitors zu nutzen.

Was Bildschirme mit einer Auflösung von 1440p (QHD) oder 4K (UHD) angeht, so sind diese nach wie vor um einiges teurer als Varianten mit Full-HD. Daher ist es auch ratsam, die Frage der Auflösung stets von eurem Budget abhängig zu machen.

TN, IPS oder VA: Vor- und Nachteile der Panele

Was das verbaute Panel eines Monitors anbelangt, so gibt es leider keine pauschale Antwort, welches davon das beste ist. Jedes Panel hat seine Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. In der folgenden Übersicht sind daher die wichtigsten Unterschiede zwischen Twisted Nemantic (TN), In Plane Switching (IPS) und Vertical Alignment (VA) aufgelistet:

  • TN: Solche Displays sind aufgrund ihrer Bauweise nach wie vor die günstigsten und verfügen ebenso über die niedrigste Reaktionszeit. Dafür leidet aber ihre Bildqualität sowie Blickwinkelstabilität.
  • IPS: Modelle mit einnem IPS-Panel stellen hingegen so ziemlich das genaue Gegenteil dar. Sie glänzen mit hervorragender Bildqualität sowie Blickwinkelstabilität, sind dafür aber deutlich teurer und haben längere Reaktionszeiten.
  • VA: Diese Displays stellen einen Kompromiss der beiden zuvor genannten Typen dar. Die Bildqualität ist besser als bei TN-Panels, kommt aber nicht an die eines IPS-Panels heran. Ähnlich verhält es sich mit der Reaktionszeit, da die zwar niedriger ist als bei IPS-Displays, aber immer noch nicht an die eines flotten TN-Panels herankommt.

Reaktionszeit, Kontrast & Input-Lag

Mit einem Flachbildmonitor war man damals bestens für die nächste LAN-Party vorbereitet. Mit dem Aufschwung der LCD-Technik kamen aber auch gewisse Schattenseiten zum Vorschein, die vor allem für Gamer ein Problem darstellten: Ghosting (nachziehende Bilder), verwaschenes Schwarz, das höchstens als Dunkelgrau durchgehen konnte und sogenannte „Bildverbesserungs“-Funktionen, die zu massivem Input-Lag führten.

LCD vs. OLED: Was ist wirklich besser? – TECHfacts

Heutzutage müsst ihr euch darum aber glücklicherweise keinen Kopf mehr machen, insofern ihr den Monitor bei einem namhaften Hersteller kauft. Selbst günstige Monitore unterschreiten eine Reaktionszeit von 6 Millisekunden und warten mit einem statischen Kontrastwert über 1000:1 auf.

Bildwiederholrate: 60, 144, 240 oder 360 Hz?

Die erste wichtige Frage, die sich Spieler bei der Anschaffung eines neuen Gaming-Monitors stellen sollten: Welche Bildwiederholrate (Hz) benötige ich? Diese Entscheidung hängt wiederum davon ab, mit wie vielen Frames per Second (FPS) ihr im Idealfall zocken möchtet. Fakt ist, dass Spiele deutlich flüssiger für das menschliche Auge erscheinen, je mehr FPS gerade dargestellt werden.

Was hat die Bildwiederholrate jetzt also mit den FPS zu tun? Ganz einfach, nehmen wir einen Monitor mit 60 Hz: Dieser kann problemlos bis zu 60 Bilder pro Sekunde darstellen. Sollten die FPS des jeweiligen Spiels nun deutlich unter oder über der Bildwiederholrate des Monitors liegen, kann es zu Rucklern oder unschöner Artefaktbildung (Tearing) kommen.

So könnte Screen Tearing am Beispiel von The Witcher 3: Wild Hunt aussehen. (Bild: CD Projekt Red)

Ihr solltet vor eurer Entscheidung außerdem die Leistung eures Rechners sowie die Art der Spiele, die ihr hauptsächlich zockt, berücksichtigen. Shooter, gerade im eSport-Bereich, profitieren am meisten von erhöhten Bildwiederholraten. Dabei handelt es sich oftmals um grafisch weniger anspruchsvolle Titel, die selbst mit durchschnittlicher Hardware problemlos die magische Grenze von 144 FPS knacken. In so einem Fall lohnt sich zweifelsohne ein entsprechend flotter Monitor mit 144 Hz, 240 Hz oder sogar 360 Hz.

Anschlüsse: HDMI vs. DisplayPort

Jeder moderne Gaming-Monitor verfügt heutzutage sowohl über entsprechende HDMI- sowie DisplayPort-Schnittstellen. In aller Regel handelt es sich dabei jeweils um die Versionen 2.0 (HDMI) und 1.4 (DisplayPort) – beide Standards unterstützen dabei Auflösungen von Full-HD bis mindestens 4K mit Bildwiederholraten jenseits der 144 Hz. Worin liegen also die Unterschiede?

Die Wahl des richtigen Kabels hängt primär davon ab, ob ihr G-Sync oder FreeSync nutzen möchtet. Ersteres funktioniert in Kombination mit einer Nvidia-GPU nur über DisplayPort (DP), wohingegen AMDs FreeSync sowohl mit einem HDMI- als auch mit DisplayPort-Kabel genutzt werden kann. Aufgrund der höheren Flexibilität, wäre es in den meisten Fällen also sinnvoll, direkt auf DisplayPort zu setzen. Ein weiterer Vorteil ist außerdem, dass HDR nativ unterstützt wird, wohingegen beim HDMI-Standard die etwas neuere Version 2.0a erforderlich ist.

PS5-Monitor statt einem Gaming-Fernseher? Prinzipiell ist das möglich, doch bislang unterstützen die meisten Modelle kein HDMI 2.1. Somit beschränkt sich die Bildwiederholrate eurer Konsole lediglich auf 60 Hz, wenn ihr mit einer Auflösung von 4K zockt. Wer sich hingegen bereits mit Full-HD zufriedengibt, kann in den meisten Fällen von flotten 120 Hz profitieren. Es wäre aber sinnvoll, sich vorab zu informieren, welche Monitore und Spiele die erhöhten Bildwiederholraten auch tatsächlich unterstützen.

G-Sync und FreeSync: Ein Muss oder nur Spielerei?

Ein Problem das hohe FPS-Zahlen oftmals nach sich ziehen, sind die zuvor erwähnten Artefaktbildungen  auch Screen Tearing genannt. Lange Zeit konnte nur die Nutzung von Vsync Abhilfe schaffen. Leider oftmals zu Kosten eines erhöhten Input-Lags und insgesamt weniger FPS. Inzwischen haben Hersteller wie Nvidia und AMD eigene Lösungen entwickelt: G-Sync und FreeSync. Beide Technologien funktionieren dabei auf ähnliche Weise und sorgen dafür, dass die ausgegebenen Bilder der Grafikkarte mit der Bildwiederholrate des Monitors synchronisiert werden.

Grundlegend ist es durchaus sinnvoll, sich für ein Gerät mit einer der genannten Technologien zu entscheiden. Die beiden Standards sind mittlerweile relativ weit verbreitet und Monitore somit deutlich erschwinglicher. Lange Zeit war G-Sync nur mit Nvidia-Grafikkarten kompatibel und FreeSync war dementsprechend AMD-Karten vorbehalten. Inzwischen verfügen viele Monitore aber über sogenanntes Adaptive Sync und unterstützen daher beide Standards.

TECHfacts: FPS vs. Bildwiederholrate

Nvidia Reflex: Was es mit der Technologie auf sich hat

Mit Nvidia Reflex unternimmt der Hardware-Gigant einen weiteren Schritt, um insbesondere das Spielerlebnis von eSportlern sowie Shooter-Enthusiasten abermals zu optimieren. Die neuartige Technologie knüpft gleich an mehreren Schnittstellen an, die sich allesamt der Analyse sowie Reduzierung aller potenziell auftretender Latenzen widmet. Im folgenden Video wird das Prinzip hinter der Technologie im Detail erklärt:

Was ist Nvidia Reflex?

Es soll also ermittelt werden, wie lange es tatsächlich vom Mausklick bis zur auf eurem Monitor sichtbaren Aktion dauert. Bisher konnten solche Werte nur unter Zuhilfenahme teurer Spezialkameras gemessen werden. Das soll sich zukünftig ändern. Anzumerken ist aber, dass ihr hierfür passende Hardware benötigt – sowohl der Monitor als auch eure Maus müssen mit Nvidia Reflex kompatibel sein. Zusätzlich benötigt ihr eine Nvidia-GPU der 900er Serie oder neuer. Schließlich ist auch nicht jedes Game mit der neuen Technik kompatibel: Derzeit sind das unter anderem Apex LegendsValorant oder Fortnite.

Welcher Monitor ist der richtige für mich?

Inzwischen sollte deutlich geworden sein, wie viel ein qualitativer Monitor ausmacht. Nun gilt es also, sich für ein Modell zu entscheiden. Leider gibt es hierfür keine universelle Formel, da die Wahl eines Monitors stark von euren jeweiligen Anforderungen abhängt. Dennoch gibt es einige Szenarien, in denen bestimmte Monitore besser geeignet sind als andere:

  • Ihr spielt hauptsächlich Shooter und das womöglich kompetitiv? Die Bildqualität ist euch außerdem lange nicht so wichtig wie präzise Eingaben und maximale FPS? In diesem Fall eignet sich ein Monitor mit einem flottem TN-Panel und einer entsprechend hohen Bildwiederholrate jenseits der 144 Hz. Idealerweise verfügt der Monitor dann noch über G-Sync oder FreeSync. Wer wirklich das absolute Maximum an Präzision herausholen möchte, entscheidet sich für ein Modell mit der sogenannten Nvidia-Reflex-Technologie zur Messung sowie Verringerung des Input-Lags.
  • Für euch steht ansprechende Grafik im Vordergrund, die euch komplett in das Spiel eintauchen lässt? Hier könnt ihr entweder zu einem Monitor in 4K-Auflösung oder aber einem Modell im Ultrawide-Format (21:9 oder 32:9) greifen. Beide Optionen setzen aufgrund der erhöhten Pixeldichte aber eine leistungsstarke Grafikkarte voraus. Das sollte vor einem Kauf also in den Preis mit einberechnet werden.
  • Ihr schnappt euch am liebsten euren Controller und spielt dann gemütlich vom Bett oder Sofa aus? Solltet ihr über das entsprechende Budget verfügen, könnt ihr zu einem Big Format Gaming Display (BFGD) greifen. Meist deutlich günstiger und fast genauso gut wäre aber ein entsprechender Gaming-Fernseher.