Ein neuer Gaming-PC muss nicht immer direkt ein Vermögen kosten. GIGA stellt daher eine Konfiguration bis 600 Euro vor, die das Beste aus eurem begrenztem Budget herausholt. Nebenbei stellt dieser Rechner auch eine würdige Alternative zu aktuellen Konsolen dar, die nach wie vor nur schwer erhältlich sind.

Wir präsentieren eine Konfiguration, die sich vor allem an preisbewusste Spielerinnen und Spieler richtet. Aus diesem Grund kostet unser Gaming-PC auch nicht mehr als 600 Euro und bietet dabei dennoch ausreichend Leistung für die meisten Mainstream-Games. Der Rechner kommt zwar nicht an die Performance einer PlayStation 5 oder Xbox Series X heran, ist aber vor dem Hintergrund anhaltender Lieferengpässe dennoch eine gute Alternative.

Ohne Monitor lässt sich nur schwer zocken – in unserem Kaufberater stellen wir euch die besten Modelle für Gamer vor:

Bei Bedarf können einzelne Komponenten übrigens auch mit anderen ersetzt werden – je nachdem welche Prioritäten ihr bei eurem Rechner setzen wollt. Ebenso könnt ihr jederzeit weitere Komponenten, allen voran eine Grafikkarte, hinzufügen. Wir beziehen uns hier vor allem auf eigene Erfahrungen und haben besonderen Wert darauf gelegt, hochwertige Hardware auszuwählen, die außerdem möglichst zukunftssicher ist. Beachtet außerdem, dass unsere Auswahl in Sachen Kompatibilität extra aufeinander abgestimmt wurde, was bei anderen Komponenten nicht zwingend der Fall sein muss.

Gaming-PC bis 600 Euro: Die Hardware im Überblick

KomponenteAngebot
Prozessor
AMD Ryzen 5 5600G
AMD Ryzen 5 5600G
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.10.2022 07:20 Uhr
KühlerBeim Prozessor ist bereits ein Kühler enthalten. Bei Bedarf könnt ihr aber ein leistungsfähigeres Modell wie etwa den be quiet! Dark Rock 4 verwenden.
Mainboard
ASRock B550M-HDV
ASRock B550M-HDV
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.10.2022 07:38 Uhr
Arbeitsspeicher
Corsair Vengeance LPX DDR4 C16 3600 MHz (16 GB)
Corsair Vengeance LPX DDR4 C16 3600 MHz (16 GB)
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.10.2022 07:15 Uhr
GrafikkarteDer Prozessor verfügt über eine integrierte Grafikeinheit. Aus Kostengründen wurde daher bewusst auf eine dedizierte Grafikkarte verzichtet. Ihr möchtet dennoch aufrüsten? In unserem dazugehörigen Kaufberater findet ihr eine Auswahl beliebter Grafikkarten.
Speicher
Crucial P2 NVMe M.2 (1TB)
Crucial P2 NVMe M.2 (1TB)
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.10.2022 03:25 Uhr
Netzteil
EVGA 500 BR 80+ Bronze (500 Watt)
EVGA 500 BR 80+ Bronze (500 Watt)
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.10.2022 04:56 Uhr
Gehäuse
be quiet! Pure Base 500
be quiet! Pure Base 500
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.10.2022 06:51 Uhr

Prozessor und Grafikkarte

Der AMD Ryzen 5 5600G bildet in mehrfacher Hinsicht das Herzstück unserer Konfiguration. Es handelt sich nämlich um einen Prozessor, der zusätzlich über eine integrierte Grafikeinheit verfügt. Die ungefähre Grafikleistung ist dabei am ehesten mit einem Einsteiger-Modell wie beispielsweise der Nvidia GeForce GTX 1050 zu vergleichen. Auf eine zusätzliche GPU wurde daher aus Kostengründen bewusst verzichtet – doch selbst ohne dedizierte Grafikkarte solltet ihr die meisten Spiele in Full-HD mit mindestens 30 FPS spielen können. Bei weniger anspruchsvollen Titeln sollten dann entsprechend mehr Bilder pro Sekunde drin sein.

Ihr möchtet nicht auf die Grafikkarte verzichten? Wir stellen eine Auswahl aktueller Modelle vor:

Arbeitsspeicher und Festplatte

Beim Corsair Vengeance LPX haben wir uns bewusst für ein etwas teureres Kit entschieden, weil gerade Ryzen-CPUs von der erhöhten Taktrate profitieren. Da wir außerdem keine dedizierte Grafikkarte im System verbaut haben, ist es umso wichtiger, das Maximum aus dem Prozessor herauszukitzeln. Mit 16 Gigabyte RAM seid ihr außerdem bestens für die kommenden Jahre gerüstet. Das gilt auch für die Crucial P2 NVMe-SSD im handlichen M.2-Format. Mit rund einem Terabyte an freiem Speicher finden locker mehrere Spiele sowie eure persönlichen Dateien Platz. Ewige Ladezeiten gehören durch die flotte PCIe-Schnittstelle ebenso der Vergangenheit an.

Mainboard, Netzteil und Co.

Das ASRock B550M-HDV ist ein solide ausgestattetes Mainboard im Mikro-ATX-Format. Es verfügt deshalb nur über einen einzigen vollwertigen PCIe-Steckplatz (x16), was für die hier gezeigte Konfiguration aber keinen Nachteil darstellt. Wer nachträglich eine Grafikkarte einbauen möchte, kann dies dennoch problemlos tun. Das EVGA 500 BR 80+ Bronze Netzteil liefert den nötigen Strom. Im Gegensatz zu teureren Modellen handelt es sich hierbei aber nicht um ein modulares Netzteil – sämtliche Kabel sind daher fest mit der Einheit verbunden und müssen zwangsläufig irgendwo im Gehäuse verstaut werden.

Das ist auch ein gutes Stichwort, denn Platz finden alle Komponenten im be quiet! Pure Base 500. Dabei handelt es sich um ein klassisches Tower-Gehäuse, das über großzügigen Stauraum für alle (zukünftigen) Komponenten bietet. Da wir auf unnötigen Schnickschnack wie RGB-Beleuchtung und dergleichen verzichtet haben, hat das Gehäuse auch kein Sichtfenster und setzt stattdessen auf zusätzliche Schalldämmung.

Im folgenden Video seht ihr übrigens, wie wir für nur 300 Euro einen Gaming-PC zusammengebaut haben:

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Welche Leistung kann ich erwarten?

Mit unserem Gaming-PC dürft ihr keineswegs Wunder erwarten. Er richtet sich vor allem an all jene, die hauptsächlich Mainstream-Games wie beispielsweise World of Warcraft, Valorant oder League of Legends zocken wollen. Indie-Spiele sollten ebenso kein Problem darstellen, wohingegen der Rechner bei grafisch intensiven AAA-Titeln ziemlich schnell an seine Grenzen stoßen wird. Ebenso wäre es ratsam, sich idealerweise auf Full-HD zu beschränken, um mindestens 30 FPS oder mehr zu erreichen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass ihr jederzeit eine Grafikkarte nachrüsten könnt, wodurch sich eure Leistung um ein Vielfaches erhöhen wird.

Euer Budget fällt doch größer aus? Seht euch unseren Gaming-PC bis 1.000 Euro an:

Daniel Nawrat
Daniel Nawrat, GIGA-Autor, Experte für Gaming-Hardware & Videospiele.

Einen Gaming-PC mit einem derart begrenzten Budget zusammenzustellen, ist gewiss eine Herausforderung. Gerade innerhalb dieser Preisspanne liegt der Vergleich mit einer aktuellen Konsole wie der PS5 oder Xbox Series X nahe. Und hier möchte ich eine Sache unmittelbar gestehen: Wenn es um die reine Spieleleistung geht, haben beide Konsolen definitiv die Nase vorne. Dennoch hat die hier vorgestellte Konfiguration absolut ihre Daseinsberechtigung. Das liegt einerseits daran, dass gerade Mainstream-Titel oder auch weniger grafisch intensive Indie-Games mühelos auf dem Rechner laufen. Andererseits habt ihr im Gegensatz zur Konsole jederzeit die Möglichkeit, einzelne Komponenten individuell nachzurüsten. Deshalb wurde die Konfiguration auch bewusst so zusammengestellt, dass sie für zukünftige Upgrades „genügend Luft nach oben“ bietet. Das war nicht immer die günstigste Option, aber in jedem Fall die sinnvollste.

Die Leistung eures Rechners reicht für aktuelle AAA-Spiele nicht aus? Cloud-Gaming kann hier Abhilfe schaffen und kostet nur den Bruchteil eines Highend-Systems:

So haben wir die Komponenten ausgewählt

Wir betreiben für jeden Artikel dieser Art intensive Recherche, damit wir das gewonnene Wissen hinterher kompakt und vor allem verständlich an unsere Leserinnen und Leser weitergeben können. Ebenso werden alle gelisteten Produkte stets mit Sorgfalt ausgewählt und verschiedene Einsatzzwecke sowie Preissegmente berücksichtigt.

Ich selbst begeistere mich bereits seit meiner Kindheit für Videospiele und die dafür notwendige Hardware. Meinen ersten eigenen Gaming-Rechner habe ich bereits im Jahr 2012 zusammengebaut und seitdem sind noch zahlreiche weitere gefolgt. Jegliches Wissen in Bezug auf Games sowie (PC) Hardware habe ich mir über die Jahre also selbst angeeignet – oft zur Freude meiner Familie oder meines Freundeskreises. Dort bin ich meist die erste Anlaufstelle wenn es darum geht, etwas zu reparieren oder sie bei der Anschaffung neuer Geräte zu beraten.

Wie wir bei GIGA testen und warum ihr unserem Urteil vertrauen könnt, haben wir hier erläutert:

Bei Gaming-PCs ist umso mehr Sorgfalt gefragt, weil es unzählige Kombinationsmöglichkeiten der jeweiligen Hardware gibt. Eine derart vielfältige Auswahl ist zwar einer der größten Vorteile dieser Plattform, kann aber auch schnell zu Überforderung führen. Verschärft wird der Umstand durch die Tatsache, dass alle Komponenten genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Aus diesem Grund wurde bei jedem System darauf geachtet, dass sämtliche Bauteile wie beispielsweise der Prozessor, das Mainboard oder das Gehäuse optimal zueinander passen.

Weitere Infos zum Zusammenbau eures eigenen Gaming-PCs erhaltet ihr unserem dazugehörigen Artikel:

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