Wer nicht gerade mit dem Controller zockt wird um ein Utensil kaum herumkommen: Die Rede ist von einer Gaming-Tastatur. Doch was macht eine gute Tastatur überhaupt aus und welches Modell eignet sich am besten für mich? GIGA stellt gleich mehrere Modelle unterschiedlicher Preisklassen vor und erklärt außerdem, worauf es beim Kauf einer Gaming-Tastatur ankommt.

Es gibt inzwischen kaum etwas, das Gaming-Tastaturen nicht können: Das reicht von aufwändiger RGB-Beleuchtung über zusätzliche Displays bis hin zu speziellen Schaltern, deren Auslösepunkt sich per Software individuell kalibrieren lässt. Neben klassischen Rubberdome-Tastaturen kommen außerdem vermehrt Modelle mit mechanischen Schaltern verschiedenster Art auf den Markt. Wir erklären euch die Unterschiede und gehen ebenso auf wichtige Zusatzfunktionen von Gaming-Tastaturen ein, damit ihr garantiert die richtige Wahl trefft.

 Die besten Gaming-Tastaturen 2021: Alle GIGA-Empfehlungen auf einen Blick

GIGA-Preistipp Platzsparende Tastatur Kabellose Freiheit Das Anpassungswunder
Modell Corsair K55 RGB Roccat Vulcan TKL Pro Logitech G915 Lightspeed Steelseries Apex Pro
Preis (ca.) 60 Euro 160 Euro 250 Euro 265 Euro
Vorteil Top-Preis Optische Schalter Kabelloser Betrieb OmniPoint-Schalter
Nachteil Rubberdome-Schalter Keine dedizierten Medientasten Begrenzte Akkulaufzeit Hoher Preis
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Eine Tastatur für produktive Zwecke ist euch lieber? Für diesen Fall haben wir ebenso die passende Kaufberatung: PC-Tastaturen im Test 2021: Die besten Modelle für Home-Office, Büro und mehr

GIGA-Preistipp: Corsair K55 RGB

Corsair K55 RGB

Corsair K55 RGB

Vorteile

  • Top-Preis
  • Leiser Tastenanschlag
  • Makrotasten
  • Abnehmbare Handballenauflage
  • Staub- und spritzwassergeschützt (IP42)

Nachteile

  • Nur Drei-Zonen-RGB-Beleuchtung
  • Geringere Lebensdauer durch Rubberdome-Schalter
  • Eher schwammiges Tippgefühl

Die Corsair K55 RGB stellt unseren Preistipp dar. Für unter 60 Euro erhaltet ihr hier nämlich wirklich viel Tastatur für verhältnismäßig wenig Geld. Das umfasst mitunter eine abnehmbare Handballenauflage, Schutz vor Staub und Spritzwasser (IP42), sechs zusätzliche Makrotasten und RGB-Beleuchtung. Letztere beschränkt sich aber nur auf drei Zonen, weshalb nicht jede Taste individuell angesteuert werden kann.

Einziger Kritikpunkt – wobei das Geschmackssache ist – es handelt sich hier um eine Tastatur mit Rubberdome-Schaltern. Die haben gegenüber einer mechanischen Tastatur eine verkürzte Lebensdauer und außerdem ist das Tippgefühl nicht ganz so präzise. Dafür sind sie aber wesentlich leiser, was für viele womöglich sogar umso wichtiger sein könnte. Euch ist dieses Modell noch immer zu teuer und auf bunte Beleuchtung könnt ihr getrost verzichten? Die Cherry Stream stellt eine günstige Alternative dar, die nur etwa die Hälfte kostet.

Mehr Platz auf dem Schreibtisch: Roccat Vulcan TKL Pro

Roccat Vulcan TKL Pro

Roccat Vulcan TKL Pro

Vorteile

  • Kompakte Bauweise inkl. flacher Tasten
  • Praktischer Lautstärkeregler
  • Optische Schalter (Linear)
  • RGB-Beleuchtung
  • Abnehmbares USB-Kabel

Nachteile

  • Zweitfunktionen der Tasten nicht beleuchtet
  • Keine dedizierten Medientasten
  • Hoher Preis

Die Roccat Vulcan TKL Pro macht in erster Linie durch die flachen Tasten sowie der ohnehin sehr kompakten Bauweise auf sich aufmerksam. Auf einen Ziffernblock wurde bewusst verzichtet, damit so mehr Bewegungsfreiraum auf eurem Schreibtisch entsteht. Es handelt sich außerdem um ein Exemplar mit optischen Schaltern, die laut Hersteller bis zu 100 Millionen Tastenanschläge überstehen sollen. Obendrein arbeiten die Schalter nochmal präziser als herkömmliche mechanische Schalter, da Signale über eine Lichtschranke erfasst werden.

Ich konnte die Tastatur auf Herz und Nieren prüfen und muss vorweg sagen: Die Roccat Vulcan TKL Pro hat mich auf ganzer Linie beeindruckt. Das fängt bei der Verarbeitung an, die durch den Einsatz von gebürstetem Aluminium einen äußerst hochwertigen sowie stabilen Eindruck macht. Der präzise Lautstärkeregler ist gleichermaßen gut gelungen. Weiterhin haben mir die optischen Titan-Schalter wirklich gut gefallen. Einerseits wegen des angenehmen Feedbacks beim Tippen selbst und andererseits wegen der absolut verzögerungsfreien Eingabe. Die Software funktioniert ebenso tadellos und bietet zahlreiche Möglichkeiten der individuellen Anpassung. Einzige Kritikpunkte wären die fehlende Ausleuchtung der Zweitfunktionen einiger Tasten sowie das Wegbleiben dedizierter Medientasten.

Adieu, Kabel! – Logitech G915 Lightspeed

Logitech G915 Lightspeed (Clicky)

Logitech G915 Lightspeed (Clicky)

Vorteile

  • Kabellose Verbindung via Dongle oder Bluetooth
  • Mechanische Schalter (Clicky)
  • Lautstärkeregler inkl. separater Medientasten
  • RGB-Beleuchtung
  • Makrotasten

Nachteile

  • Zweitfunktionen der Tasten nicht beleuchtet
  • Kein USB-C-Anschluss
  • Begrenzte Akkulaufzeit (ca. 30 Stunden mit aktivierter Beleuchtung)
  • Hoher Preis

Der Logitech G915 Lightspeed ist etwas gelungen, das vor ihr kaum eine andere Tastatur geschafft hat: Sie verfügt über mechanische Schalter, RGB-Beleuchtung und funktioniert dabei komplett kabellos. Für viele vermutlich der wahrgewordene Gamer-Traum. Das hat allerdings seinen Preis, denn mit über 200 Euro ist die Tastatur alles andere als günstig. Im Gegenzug dafür erhaltet ihr eine hochwertig verarbeitete Tastatur mit zusätzlichen Medien- sowie Makrotasten. Außerdem habt ihr die Wahl zwischen unterschiedlichen Varianten mit Clicky, Taktilen oder Linearen Schaltern.

Leider fallen bei einem derart stolzen Preis kleinere Makel umso schneller auf. So musste ich während meiner Testphase feststellen, dass nicht alle Funktionen der Tasten auch entsprechend beleuchtet sind. Gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen könnte das schnell in Frust münden. Außerdem verfügt der Lautstärkeregler über keinerlei haptisches Feedback, was die Bedienung unnötig erschwert.

Auch bei der TKL-Variante der Logitech G915 Lightspeed sind die Zweitfunktionen vieler Tasten leider nicht beleuchtet. (Bild: GIGA)

Der nächste Kritikpunkt bezieht sich auf den Mikro-USB-Anschluss – so langsam könnte Logitech wirklich mal den neuen Standard in Form von USB-Typ-C adaptieren, wie ich finde. Wer sich an diesen Punkten und der begrenzten Akkulaufzeit von etwa 30 Stunden bei aktiver Beleuchtung nur bedingt stört, kann hier dennoch beherzt zugreifen. Für Fans kompakter Tastaturen gibt es außerdem die Logitech G915 Lightspeed TKL, die auf Ziffernblock sowie Makrotasten verzichtet.

Das Anpassungswunder: Steelseries Apex Pro

SteelSeries Apex Pro

SteelSeries Apex Pro

Vorteile

  • OmniPoint-Schalter mit anpassbarer Empfindlichkeit (Linear)
  • OLED-Smart-Display
  • RGB-Beleuchtung
  • Integrierter USB-Passthrough-Port
  • Lautstärkeregler und Medientasten
  • Handballenauflage inklusive

Nachteile

  • Nicht alle Tasten sind mit OmniPoint-Schaltern ausgestattet
  • Kein abnehmbares USB-Kabel
  • Hoher Preis

Mit der Steelseries Apex Pro sind wir nun endgültig  in der Königsklasse der Tastaturen angekommen. Das liegt einerseits am enormen Funktionsumfang und gleichzeitig am stolzen Preis von über 200 Euro. Die Hauptmerkmale sind ganz klar das integrierte OLED-Smart-Display sowie die sogenannten OmniPoint-Schalter, deren Auslösepunkt sich per Software individuell konfigurieren lässt. Nicht grundlos hat sie in unserem Test fast in jeder Hinsicht überzeugen können.

Meckern auf hohem Niveau: Nicht alle Tasten sind mit den beworbenen OmniPoint-Schaltern ausgestattet. Bei dem Preis ist das enorm schade. Weiterhin lässt sich das USB-Kabel nicht entfernen, was zwar kein Beinbruch ist, aber dennoch ein schöner Bonus gewesen wäre. Falls ihr das Format ohne Ziffernblock bevorzugt, gibt es außerdem auch die Steelseries Apex Pro TKL.

Die besten Gaming-Tastaturen: So wurde getestet

Bei dem riesigen Angebot an Gaming-Tastaturen wird es zunehmend schwieriger, den Überblick zu behalten. Immer mehr Hersteller werben mit speziellen Schaltertypen, die schneller, besser und robuster sein sollen. Dann müsst ihr euch außerdem noch die Frage stellen, ob ihr ein kabelloses oder kabelgebundenes Modell möchtet. Als Gamer hat man außerdem nochmal völlig andere Anforderungen an eine Tastatur: Von bunter RGB-Beleuchtung über zusätzliche Displays auf der Tastatur bis hin zu Makro-Tasten wird inzwischen alles angeboten.

Bei unserer Auswahl haben wir daher bewusst Exemplare gewählt, die einerseits ein möglichst breites Preisspektrum abdecken und sich andererseits im Funktionsumfang entsprechend unterscheiden. Um euch den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir neben unseren eigenen Erfahrungen ebenso externe Nutzerwertungen in unsere Entscheidung mit einfließen lassen.

Gaming-Tastatur kaufen: Das sollte man vorher wissen

Rubberdome vs. mechanische Tastaturen

Gerade bei günstigeren Modellen kommen in aller Regel sogenannte Rubberdome-Schalter zum Einsatz. Hier findet sich unterhalb der eigentlichen Taste eine Art Gummikuppel, die beim Auslösen der Taste zusammengedrückt wird – daher auch der Name. Dadurch kommen beim Tippen zwei Folien in Kontakt, die dann wiederum einen Stromkreis schließen und letztlich den Tastendruck registrieren. Der größte Nachteil von derartigen Schaltern ist das baubedingte schwammige Tippgefühl sowie die verhältnismäßig hohe Eingabeverzögerung.

Beim Zocken ist vor allem von Bedeutung, wie schnell eure Tastatur die Eingaben tatsächlich registriert. Aus diesem Grund werden in diesem Bereich fast ausschließlich mechanische Schalter verbaut. (Bild: Getty Images, gorodenkoff)

Im Gegensatz zu mechanischen Vertretern sind aber deutlich leiser, was für viele ein ebenso entscheidendes Kaufkriterium sein könnte. Tastaturen mit mechanischen Schaltern haben hingegen eine deutlich längere Lebensdauer. Außerdem ist das Feedback der Tastenanschläge um einiges präziser und ebenso werden Eingaben zuverlässiger registriert. Zu den Nachteilen zählen allerdings die erhöhte Lautstärke sowie der größere Kostenaufwand. Die wichtigsten Vor- und Nachteile beider Schaltertypen nochmal im Überblick:

Mechanisch Rubberdome
Tastenanschlag Eher laut Sehr leise
Tippgefühl Taktil, Linear oder Clicky Eher schwammig
Lebensdauer ca. 50 bis 100 Millionen Anschläge ca. 5 bis 10 Millionen Anschläge
Preis Teurer Günstiger

Taktil, Linear oder Clicky?

Was mechanische Schalter angeht, so steht euch mittlerweile eine große Bandbreite an Schaltern zur Verfügung: Neben den allseits beliebten Cherry-Switches gibt es ebenso eigens entwickelte Versionen von bekannten Herstellern wie etwa Razer, Logitech, Roccat oder Steelseries. Zusätzlich werden mechanische Schalter zunehmend verbessert, um ihre Eingabeverzögerung auf ein Minimum zu reduzieren. So existieren auch optische Schalter oder solche, deren Auslösepunkt sich per Software individuell kalibrieren lässt. Ganz gleich von welchem Hersteller der jeweilige Schalter stammt, in fast jedem Fall lässt er sich mittels einer der drei folgenden Eigenschaften charakterisieren:

  • Taktil: Beim Betätigen spürt ihr einen leichten Widerstand. Dadurch wird die Gefahr falscher Eingaben verringert und gleichzeitig werden präzise Anschläge ermöglicht. Daher glänzt der Schalter vor allem in Shootern.
  • Linear: Durch den fließenden Tastenanschlag eignet sich der Schalter besonders gut für schnelle aufeinanderfolgende Eingaben. Gerade in MMOs oder Action-Spielen kann das nützlich sein.
  • Clicky: Bietet deutlich hör- und spürbares Feedback. Gleichzeitig einer der lautesten Schalter. Wird vor allem von Vielschreibern bevorzugt, die nicht auf das unverkennbare Klickgeräusch beim Tippen verzichten möchten.

Unterschiede bei Cherry-Switches

Cherry ist neben den Tastaturen vor allem für seine branchenführenden Schalter (Switches) bekannt. Zu den bekanntesten Ausführungen gehören braune, rote und blaue Cherry-Switches. Die Hauptunterschiede liegen dabei einerseits in der nötigen Betätigungskraft, die in Zentinewton (cN) angeben wird. Andererseits verfügen die Schalter über unterschiedlich lange Auslösewege, die in Millimetern angegeben werden. In der folgenden Übersicht sind nochmal die wichtigsten Eigenschaften aufgelistet:

MX-Brown MX-Red MX-Blue
Feedback spürbarer Widerstand glatt hörbares Tastenklacken
Schaltertyp Taktil Linear Clicky
Auslösepunkt 2 mm  2 mm 2,2 mm
Betätigungskraft
55 cN 45 cN 60 cN
Einsatzmöglichkeit FPS MMOs, MOBAs, Action-Spiele Tippen/Spielen mit gewohntem Klickgefühl

Da sich die Schalter anderer Hersteller ohnehin oft am Vorbild der Cherry-Switches orientieren, verhalten sie sich meist sehr ähnlich. Viel entscheidender ist die Schaltercharakteristik – also Taktil, Linear oder Clicky.

Optische Schalter

Vermehrt setzt sich eine neue Technologie durch, bei der die Signalübertragung nicht mehr durch einen Metallkontakt zustande kommt, sondern durch optische Signalerfassung. Dies geschieht entweder über eine Lichtschranke oder aber durch ein Magnetfeld. Das hat unter anderem den Vorteil, dass der Verschleiß der Schalter reduziert werden kann. Ebenso werden die Eingaben präziser erfasst. In einigen Fällen ist es außerdem möglich, den Auslösepunkt der Tasten per Software nach Belieben zu verändern.

Am typischen Tippgefühl ändert sich zwar nichts, aber die längere Lebensdauer sowie die Möglichkeit der individuellen Anpassung klingen dennoch vielversprechend. Aktuell sind Tastaturen mit besagter Schaltertechnik aber noch um einiges teurer als herkömmliche Modelle. Das sollte vor einem Kauf also entsprechend berücksichtigt werden.

Was sollte eine Gaming-Tastatur sonst noch können?

Software

Wie so oft ist Hardware nur so gut wie die dazugehörige Software. Mit ihrer Hilfe könnt ihr je nach Tastatur Makros aufzeichnen, Tastenbelegungen verändern oder die RGB-Beleuchtung nach euren Belieben anpassen. Ebenso könnt ihr mehrere Profile erstellen, die automatisch aktiviert werden, sobald ihr das jeweilige Spiel startet. Da fast alle großen Namen in der Branche das komplette Arsenal an Gaming-Peripherie in ihrem Sortiment haben, funktioniert die Software in der Regel auch geräteübergreifend. Es kann also durchaus vorteilhaft sein, sich vor dem Kauf auf eine Marke festzulegen, damit nicht für jedes Gerät separate Software heruntergeladen werden muss.

Mittels der jeweiligen Software lassen sich unter anderem Tasten mit neuen Belegungen versehen oder die Beleuchtung anpassen. (Bild: GIGA | Roccat)

Medien-oder Makrotasten

Zuvor war schon die Rede von Makros. Damit sind Aufzeichnungen von beliebigen Tastenabfolgen gemeint, die dann mit nur einem einzigen Tastendruck automatisch ausgelöst werden können. Einige Gaming-Tastaturen verfügen hierfür über zusätzliche Tasten, die ihr dann beliebig belegen könnt. Es lassen sich oftmals aber genauso die regulären Tasten mit alternativen Befehlen versehen. Gerade für Streamer oder Fans von Rollenspielen können sich zusätzliche Tasten durchaus bezahlt machen. Alternativ könnt ihr diesbezüglich aber auch zu einer externen Lösung greifen – wie etwa zum Elgato StreamDeck mit 15 frei programmierbaren LCD-Tasten.

Elgato Stream Deck

Elgato Stream Deck

Neben Makrotasten können dedizierte Medientasten ebenso von Vorteil sein. Wer gerne Musik am Rechner hört wird es sicherlich begrüßen, wenn man die Musik mit nur einem Knopfdruck pausieren oder den nächsten Song anschmeißen kann. Die Lautstärke einstellen zu können, ohne dabei in den Windows-Einstellungen fummeln zu müssen, ist auch ein nicht zu verachtender Bonus. Wer sich erstmal an derartige Bequemlichkeiten gewöhnt hat, möchte sie hinterher womöglich gar nicht mehr missen.

N-Key Rollover und Anti-Ghosting

N-Key Rollover (NKRO) beschreibt die Fähigkeit einer Tastatur, dass theoretisch unbegrenzt viele Tasten gleichzeitig gedrückt werden können, ohne dass dabei eine Eingabe verloren geht. Heutzutage verfügt beinahe jede vernünftige Gaming-Tastatur über entsprechend hohes NKRO, sodass nicht registrierte Tastendrücke kaum mehr ein Problem darstellen. Anti-Ghosting beschreibt wiederum den gegenteiligen Effekt: Hier geht es darum ungewollte Eingaben zu vermeiden, sobald eine bestimmte Kombination von Tasten gleichzeitig gedrückt wird. Auch hier handelt es sich inzwischen eher um ein Gespenst der Vergangenheit. Gerade bei mechanischen Tastaturen tritt der Effekt so gut wie nie auf, weil jede Taste auf einem eigenen Schalter haust.

Welche Gaming-Tastatur passt am besten zu mir?

Hierfür müsst ihr euch zunächst die Frage stellen, wie genau ihr die Tastatur nutzen möchtet. Soll sie neben dem Zocken auch zum Erledigen von Schreibarbeiten dienen? Spielt ihr nur gelegentlich? Oder erwartet ihr beim Zocken absolute Präzision? Um euch die Entscheidung also etwas zu erleichtern, stellen wir einige mögliche Szenarien vor:

  • Als Gelegenheitsspieler kommt ihr in der Regel mit einem entsprechend preiswerten Modell aus, das über die nötigen Basisfunktionen verfügt. Eine Membrantastatur mit Rubberdome-Schaltern wäre hier vermutlich die beste Option.
  • Wer regelmäßig zockt oder viel tippt, sollte einen Blick auf mechanische Tastaturen werfen. Die haben einerseits den Vorteil, dass sie deutlich langlebiger sind und andererseits sind die Eingaben viel präziser. Ganz nebenbei ist das Gefühl beim Tippen kaum vergleichbar mit einer herkömmlichen Membrantastatur. Hierbei stehen euch eine Vielzahl unterschiedlicher Schalter zur Verfügung, die vor einem Kauf idealerweise im Elektronikmarkt eures Vertrauens getestet werden sollten.
  • Ihr möchtet das absolute Maximum an Präzision aus eurer Tastatur herausholen? Hier haben sich inzwischen Gaming-Tastaturen mit optischen Schaltern als Favorit herausgestellt. Die eigentlichen Schalter funktionieren dabei nach wie vor mechanisch, aber die Signalerfassung erfolgt durch eine Lichtschranke oder ein Magnetfeld. Die verhältnismäßig neue Technologie ist dabei um einiges präziser als reguläre mechanische Schalter, was sich auch unmittelbar im Preis niederschlägt. Das sollte vor einem Kauf also berücksichtigt werden.

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