GIGA-Kaufberatung: Die besten Beamer 2019

Thomas Kolkmann 1

Der Traum vom Heimkino muss mittlerweile kein Traum mehr bleiben. Für den Preis eines Mittelklasse 4K-Fernsehers bekommt man heute schon ein komplettes Heimkino-Setup mit Full-HD-Beamer. Und auch die Lebensdauer der Lampen und Beamer selbst hat sich signifikant verbessert. GIGA hat sich die aktuelle Auswahl angeschaut und stellt euch hier die besten Beamer 2019 vor und gibt euch einige nützliches Tipps für den Heimkino-Einstieg.

GIGA-Kaufberatung: Die besten Beamer 2019
Bildquelle: Yargin via Getty Images.

4K-Beamer zum erschwinglichen Preis: BenQ W1720

Wer zuhause voll auf 4K-UHD setzt und auch beim Heimkino keinen Halt machen möchte, bekommt mit dem BenQ W1720 ein vergleichsweise kompaktes, leichtes und kostengünstiges Gerät. Auf Lens-Shift und und eine besonders hohe Helligkeit muss man zwar verzichten, dafür sollte dieser 4K-Beamer auch in jedes normale Wohnzimmer passen, ohne wie ein riesiger Plastikklotz aus einem Science-Fiction-Film herauszustechen.

Auflösung 3.840 x 2.160 (4K-UHD)
Technologie DLP
HDR Ja (HLG+HDR10)
Lens-Shift Nein
3D-Unterstützung Ja
Projektionsgröße (in Zoll) 100-300
Projektionsverhältnis 1,50-1,65:1
Optischer Zoom 1,1
Trapezkorrektur +/- 40° (vertikal)
Helligkeit (in Lumen) 2.000
AV-Anschlüsse
  • 2 x HDMI (1x HDMI 2.0/HDCP 2.2 & 1x HDMI 1.4b/HDCP 1.4)
  • 1 x VGA
  • 2 x 3,5mm Klinke (1 x In, 1 x Out)
Breite x Höhe x Tiefe (in cm) 35,3 x 13,5 x 27,2
Betriebsgeräusch (in db) 29-33
Gewicht (in kg) 4,2
Leistungsaufnahme (in W) 330-385
Lampenlebensdauer Normal/Sparmodus (in h) 4.000/15.000
Ersatzlampe (in Euro) ca. 210
Preis (in Euro) ca. 1.200 (IDEALO)

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Sparfuchs-Beamer: Viewsonic PJD7720HD

Der Heimkino-Einstieg muss heutzutage aber gar nicht teuer sein. Der Viewsonic PJD7720HD liefert bereits ein super Full-HD-Bild bei knapp über 400 Euro. Der Viewsonic liefert selbst bei nicht komplett abgedunkelte Räumen noch einen zufriedenstellenden Kontrast. Einziges Manko sind die Kosten für Ersatzlampen.

Auflösung 1920 x 1080 (Full-HD)
Technologie DLP
HDR Nein
Lens-Shift Nein
3D-Unterstützung Ja
Projektionsgröße (in Zoll) 30-300
Projektionsverhältnis 1,49-1,64:1
Optischer Zoom 1,1
Trapezkorrektur +/- 40° (vertikal)
Helligkeit (in Lumen) 3.200
AV-Anschlüsse
  • 1 x HDMI
  • 3 x 3,5 mm Klinke (2 x In, 1 x Out)
Breite x Höhe x Tiefe (in cm) 31,6 x 10,4 x 22,8
Betriebsgeräusch (in db) 30-35
Gewicht (in kg) 2,4
Leistungsaufnahme (in W) max. 330
Lampenlebensdauer Normal/Sparmodus (in h) 4.000/10.000
Ersatzlampe (in Euro) ca. 175
Preis (in Euro) ca. 425 (IDEALO)

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Preis-Leistungs-King und Testsieger: Epson EH-TW5400

Der Epson EH-TW5400 war 2018 der Sieger bei der Stiftung Warentest und kostet mittlerweile nur noch knapp über 600 Euro. Der Full-HD-Beamer überzeugt mit einem scharfen Bild und seiner einfachen Bedienbarkeit. Gegenüber dem Viewsonic legt man bei den Anschaffungskosten zwar nochmals knapp 200 Euro oben drauf, hat dafür aber einige Komfort-Features, mehr Anschlüsse, das schärfere Bild, niedrigeren Stromverbrauch und bezahlt weniger für Ersatzlampen.

Auflösung 1.920 x 1.080 (Full-HD)
Technologie LCD
HDR Nein
Lens-Shift Nein
3D-Unterstützung Ja
Projektionsgröße (in Zoll) 34-332
Projektionsverhältnis 1,22-1,47:1
Optischer Zoom 1,2
Trapezkorrektur +/- 30° (vertikal & horizontal)
Helligkeit (in Lumen) 2.500
AV-Anschlüsse
  • 2 x HDMI
  • 1 x VGA
  • 1 x 3,5 mm Klinke (Out)
Breite x Höhe x Tiefe (in cm) 30,9 x 12,2 x 28,5
Betriebsgeräusch (in db) 27-37
Gewicht (in kg) 3,2
Leistungsaufnahme (in W) 227-296
Lampenlebensdauer Normal/Sparmodus (in h) 4.500/7.500
Ersatzlampe (in Euro) ca. 90
Preis (in Euro) ca. 600 (IDEALO)

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Beamer-Guide: Was ihr zum Heimkino-Einstieg wissen solltet

Wenn ihr euren ersten Beamer kauft, gibt es eine ganze Menge zu beachten. So einfach, wie einen neuen Fernseher aus dem Karton holen und ihn auf den Fernsehschrank hieven, ist das Aufbauen eines Heimkinos leider nicht. Wir wollen euch ein paar Tipps und Hinweise geben, die euch den Einstieg ins Beamer-Leben leichter machen.

Noch weitere Tipps findet ihr in folgendem Artikel: Das praktischste Zubehör für den Beamer & das eigene Heimkino.

Positionierung

Bevor man sich Gedanken über den konkreten Beamer macht, sollte man zuvor schauen, wo und wie der Beamer im heimischen Wohnzimmer am besten platziert werden kann. Je nachdem, welche Bilddiagonale ihr erreichen wollt, brauchen verschiedene Beamer unterschiedlich viel Abstand von der Projektionsfläche.

Im Idealfall sollte ein normaler Langdistanzbeamer mit dem Objektiv genau mittig auf der gegenüberliegenden Zimmerseite positioniert werden. Entweder stellt ihr ihn hier auf eine ebene Unterlage oder ihr bringt ihn über Kopf mithilfe einer Deckenhalterung an.

Wenn der Beamer etwas angewinkelt positioniert werden muss, lässt sich dies für gewöhnlich mit der Keystone-Korrektur (auch Trapezkorrektur) ausgleichen. Hierbei wird das projizierte Bild je nach Grad des Ausgleichs aber auch etwas kleiner und verliert an Bildqualität. Einige Beamer bieten auch eine horizontale Keystone-Korrektur an, damit der Beamer schräg zur Projektionsfläche aufgestellt werden kann.

Insgesamt sind die Korrekturen aufgrund ihrer Nachteile aber nicht zu empfehlen. Besser aber auch seltener: Lens-Shift. Mit der Linsenverschiebung habt ihr die Möglichkeit die Bildposition nach oben oder unten zu verschieben. Manche Modelle bieten auch eine seitliche Verschiebung an, sodass der Beamer nicht absolut mittig stehen muss und etwas mehr Flexibilität bei der Aufstellung gewährleistet wird.

Projektionsfläche

Wer das Glück hat, eine weiße und glatte Wand im Wohnzimmer zu haben, kann mit kleinen Einbußen in der Helligkeit und im Kontrast auch einfach hier das Bild draufprojizieren. Wer Farbe, Raufaser oder Mustertapete an der Wand hat, wird aber nur wenig Vergnügen haben.

Generell ist eine passende Leinwand immer die beste Lösung für das richtig Heimkinoerlebnis – egal, ob diese einrollbar, motorisiert oder fest an der Wand angebracht ist. Die Preise fangen bei normalen Rolloleinwänden bei circa 80 Euro an, für eine Motorleinwand gibt man bereits 180 Euro und aufwärts aus. Je nach Größe und Ausstattung kann die Leinwand aber auch gerne mal das gleiche oder gar mehr als der Beamer selbst kosten.

Wichtig ist hier, dass ihr eine Leinwand in der passenden Größe und mit dem richtigen Seitenverhältnis kauft, sodass das Bild das gesamte Leinwandtuch bis zum schwarzen Rand ausfüllt.

Weiße Leinwände sind nach wie vor der Standard, sie sind günstig und bieten für gewöhnlich den besseren Weißwert. Jedoch haben sie auch den Nachteil, dass sie stärker auf Streulicht reagieren und gleichzeitig mehr Streulicht abgeben, wodurch der Kontrast geschwächt wird. Graue Hochkontrastleinwände bieten – wie die Bezeichnung schon sagt – einen besseren Kontrast und somit auch die besseren Schwarzwerte. Daraus resultiert auch ein besseres Bild bei Lichteinfall.

Wer zu einem Kurzdistanzbeamer greift sollte eine Rahmenleinwand benutzen, die fest an der Wand angebracht wird. Während leichte Bewegungen des Leinwandtuchs durch beispielsweise einen Luftzug oder Vibrationen in der Decke bei einem Langdistanzbeamer kaum auffallen, gleichen die Verzerrungen und Verformungen des Bildes bei Kurzdistanzbeamern starkem Wellengang.

Wo kommt der Ton her?

Wenn ihr weder HiFi-Anlage, AV-Receiver mit Surroundboxen, aktive Lautsprecher oder zumindest eine Soundbar besitzt, folgt hier der nächste Kostenpunkt. Die meisten Beamer besitzen zwar einen kleinen verbauten Lautsprecher, dieser reicht aber aller höchstens für den kurzen Soundeffekt während einer Präsentation in einem kleinen Meeting-Raum oder dem Klassenzimmer. Sich darüber ein Film oder Fußballspiel anzugucken, macht absolut keinen Spaß.

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Helligkeit und Kontrast

Leider entsprechen die angegebenen Helligkeits- und Kontrastwerte der Hersteller nur selten der Realität. Besonders beim Kontrast werden teilweise Werte angegeben, die selbst unter absoluten Idealbedingungen utopisch wirken.

Die Helligkeitswerte in ANSI-Lumen weichen hier etwas weniger ab, weswegen ihr euch vor allem an diesen Werten orientieren solltet, wenn ihr den Beamer bei Tageslicht oder in schwer abzudunkelnden Räumen (offene Wohnküche, allgemein hell ausgestattete Räume) nutzen wollt. Je höher der Lumen-Wert, umso besser sollte der Beamer auch mit Restlicht zurechtkommen.

Besonders gut für den Einsatz im hellen sind Laserbeamer geeignet. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass diese mit durchschnittlich 20.000 Stunden eine mindestens doppelt solange Lebensdauer wie die Lichtquellen gewöhnlicher Beamer haben, diese dafür aber auch nicht ausgewechselt werden können. Geht beim Laserbeamer das Licht aus – bleibt es aus.

DLP vs. LCD

Die Bilderzeugung unterscheidet sich stark zwischen DLP- und LCD-Beamern. DLP setzt auf ein sich drehendes Farbrad, um die Lichtquelle einzufärben und einen Mikrochip, der mit Millionen kleiner, beweglicher Spiegel das finale Bild projiziert. Bei LCD-Beamern werden die drei Grundfarben durch halbdurchlässige Spiegel aufgetrennt und treffen darauf auf einzelne LCD-Panels, die nur an den Stellen die Farbe durchlässt, an der sie im Bild benötigt wird. Diese drei einfarbigen Bilder treffen am Ende zusammen und ergeben das fertige Bild.

Durch die Verfahren entstehen verschiedene Vor- und Nachteile. Während DLP ein homogeneres Bild mit besseren Schwarzwerten und höherem Kontrast erzeugt, ist LCD für seine natürlicheren Farben und schärfere Darstellung bei Schriften und Ziffern bekannt. Aufgrund der Bilderzeugung erkennen einige Menschen bei DLP-Beamer einen Regenbogeneffekt, was als störend empfunden wird. Bei LCD-Beamern ist dafür die Pixelstruktur leichter zu erkennen und schnelle Objekte können aufgrund der niedrigeren Reaktionszeit zum nachziehen führen.

Wer etwas sensibel ist, was Bildfehler und -schwächen angeht, sollte deswegen beide Arten vorher im Handel oder bei Freunden „Probe sehen“.

Die 3 großen Schwächen

Da Beamer immer langlebiger und erschwinglicher werden, ist der Traum vom eigenen Heimkino schon lange nicht mehr nur etwas für „Besserverdiener“. Trotz des Fortschritts haben Beamer seit jeher diese drei großen Probleme: Sie sind laut, heiß und stromhungrig.

Wenn der Lüfter in der Nähe der Sitzfläche ist, muss er durch die Anlage übertönt werden oder man schaut mit Kopfhörern. Bei einer Hitzewelle im Sommer mit mehreren Personen einen Film in einem kleinen Heimkino schauen? Nur wenn ihr auch eine Klimaanlage habt! Und selbst wenn ihr einen riesigen 4K-Fernseher besitzt, verbraucht dieser für gewöhnlich gerade mal die Hälfte oder weniger an Strom als euer Full-HD-Beamer.

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