Die besten Drohnen 2019: Welchen Quadrocopter kaufen?

Robert Kägler

Früher in Filmen oder für Filmaufnahmen verwendet, sind Drohnen vom Einsteiger- bis zum Profilevel mittlerweile auch im Massenmarkt angekommen. Die Auswahl ist riesig und der Preis kann schnell von 100 Euro bis mehrere 1000 Euro steigen. GIGA stellt euch hier die besten Drohnen für jeden Einsatz- und Preisbereich vor, die es aktuell zu kaufen gibt.

Wer sich eine Drohne kaufen möchte, sollte sich vor dem Kauf vor allem überlegen, für welches Einsatzgebiet der Quadrocopter geeignet sein soll. Professionellere Drohnen für hochauflösende Kameraaufnahmen sind nicht nur groß und schwer, sondern auch teuer. Einsteiger-/Hobby-Drohnen sind kleiner, schwächer und dementsprechend günstiger. Außerdem gibt es auch noch reine Spielzeug- und spezielle Racing-Drohnen. Letztere bilden eher eine Nische und sind hauptsächlich für den sportlichen Einsatz gedacht.

Die beste Kamera-Drohne für Profis: DJI Mavic 2 Pro

Fakten:

  • Preis: rund 1499 Euro bei MediaMarkt*
  • Maße (LxBxH): 322 x 242 x 84 mm
  • Gewicht: 907 g
  • Kamera: 20 MP, 4K-Aufnahmen
  • Reichweite: bis zu 5 km
  • Flugzeit: bis zu 31 Minuten
  • Geschwindigkeit: bis 72 km/h
  • Smartphone-Steuerung: Ja

Besonderheiten:

  • Sicherheits- und Anti-Kollisions-Systeme in alle Richtungen
  • Kamera der Marke Hasselblad
  • Stabilisierter Kamera-Gimbal
  • Sehr hohe Reichweite 8 km (5km nach deutschem Funkstandard)
  • HDR-Modus mit 10 Bit
  • Verschiedene „Follow Me“-Modi mit ActiveTrack
  • Alternative Fernsteuerung mit Bildschirm* separat erhältlich
  • Stabiles Fliegen durch „Vision Positioning System“ (VPS)

GIGA meint:

Die Mavic 2 Pro vom Marktführer DJI lässt keine Wünsche offen und ist für angehende Profis gedacht. Die Stärke der Drohne liegt in der allumfassenden Hinderniserkennung und den weiteren Sicherheitsmodi, die Schäden und Abstürze verhindern sollen. Die Mavic 2 Pro hat Sensoren in alle Richtungen, wodurch sie selbst in Räumen ohne Kollision manövriert werden kann. Die Hasselblad-Kamera liefert zudem durch Gimbal-Stabilisierung hochqualitative Bilder und Videos ohne Verwackler. Mit einer Flugzeit bis zu 31 Minuten und einer Reichweite von 5 km (Deutschland) erreicht die Drohne überdurchschnittliche Werte. Wer nach einer sehr leistungsfähigen Video-Drohne sucht, wird hier fündig. Alternativ gibt es auch eine „Zoom“-Edition* mit einem anderen Kamera-Modul, die optischen Zoom ermöglicht.

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Die beste Kamera-Drohne nach Preis/Leistung: DJI Spark

Fakten:

  • Preis: rund 499 Euro bei MediaMarkt*
  • Maße (LxBxH): 143 x 143 x 55 mm
  • Gewicht: 300 g
  • Kamera: 12 MP, Full-HD-Aufnahmen
  • Reichweite: bis zu 2 km
  • Flugzeit: bis zu 16 Minuten
  • Geschwindigkeit: bis 50 km/h
  • Smartphone-Steuerung: Ja

Besonderheiten:

  • Fernbedienung/Controller nur im „Fly More“-Paket* enthalten
  • Gestensteuerung
  • Stabilisierter Kamera-Gimbal
  • Sehr klein und leicht
  • Anti-Kollisions-System
  • Shallow Focus Mode
  • ActiveTracking
  • Stabiles Fliegen durch „Vision Positioning System“ (VPS)

GIGA meint:

Die DJI Spark bietet für rund 455 Euro viele Features, die man sonst nur in teureren Quadrocoptern findet. Nur wenige Drohnen dieser Größe besitzen einen mechanischen Kamera-Gimbal, der die Aufnahmen während des Flugs stabilisiert. Auch ein Anti-Kollisions-System ist in der Größenordnung sehr selten. Hinzu kommen eine Vielzahl an Kamera-Modi, die zum Beispiel automatisches Folgen mit der ActiveTrack-Funktion und Bokeh-Aufnahmen per „Shallow Focus Mode“ ermöglichen. Mit der Gestensteuerung setzt sich die DJI Spark von vielen Konkurrenten ab. Wem die Reichweite von wenigen Metern per Smartphone oder Gestensteuerung zu gering ist, kann sie mit einer separat erhältlichen Funk-Fernsteuerung* auf bis zu 2 km erhöhen. Die Drohne eignet sich besonders für Einsteiger und Fortgeschrittene, die viele Features in einem kleinen Format suchen. Durch die Kompaktheit ist sie Ideal für spannende Reiseaufnahmen.

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Die beste Einsteiger-/Spielzeug-Drohne: Ryze Tello

Fakten:

  • Preis: rund 106 Euro bei MediaMarkt*
  • Maße (LxBxH): 98 x 92,5 x 41 mm
  • Gewicht: 87 g
  • Kamera: 5 MP, HD-Aufnahmen
  • Reichweite: bis zu 100 m
  • Flugzeit: bis zu 13 Minuten
  • Geschwindigkeit: bis 28,8 km/h
  • Smartphone-Steuerung: Ja

Besonderheiten:

  • Fernsteuerung/Controller nicht enthalten
  • Brauchbare Kamera trotz geringer Größe
  • Akkulaufzeit leicht über dem Durchschnitt (> 7 min)
  • Sehr leicht
  • Stabiles Fliegen durch „Vision Positioning System“ (VPS) von DJI
  • Notlande- und Warnsysteme

GIGA meint:

Die Tello von Ryze Technology bietet einiges an Qualität für wenig Geld. Das liegt vor allem daran, dass die Drohne in Zusammenarbeit mit DJI und Intel entstanden ist. Der Aufbau und die Ausstattung machen sie zur idealen Einsteiger- oder auch Spielzeug-Drohne mit einigen extra Funktionen, die das Manövrieren für Anfänger erleichtern. Die Tello fliegt dank des VP-Systems von DJI sehr ruhig und präzise. Auf Features wie einen Follow-Modus, GPS oder Anti-Kollisions-Sensoren muss man allerdings in dieser Preisklasse verzichten. Durch die Notlandefunktion landet sie zudem selbstständig, sollte der Akku einmal leer sein. Die Steuerung funktioniert über das Smartphone oder alternativ einen separaten Controller. Wer in die Welt der Drohnen möglichst günstig und doch komfortabel einsteigen möchte, findet hier einen passenden Quadrocopter.

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Wichtig vor dem Kauf: „RTF“, „BNF“, „ARF“ erklärt

Wenn ihr eine Drohne kauft, solltet ihr vorab darauf achten, welchen Lieferumfang der Quadrocopter bietet. Manche Geräte werden nicht direkt startklar verkauft und benötigen separates Zubehör.

  • „RTF“ steht für „Ready To Fly“. In einem solchen Paket sind alle wichtigen Teile enthalten und oft bereits angebracht, um direkt zu starten. In der Regel also das Fluggerät, Fernsteuerung, Batterien und manchmal Ersatzteile.
  • „BNF“ steht für „Bind N Fly“. Bei dieser Paket-Version einer Drohne fehlt meistens die Fernsteuerung. Wenn ihr bereits eine kompatible Fernsteuerung besitzt, könnt ihr diese mit der Drohne verbinden („bind“) und dann loslegen.
  • „ARF“ steht für „Almost Ready to Fly“. Hier müsst ihr oft Dinge wie eine Fernsteuerung, Batterien oder andere Teile nachkaufen und selbst montieren. Achtet bei einer „ARF“-Drohne darauf, ob ihr die separat nötigen Teile schon habt.

Drohnen in Deutschland: Was ist erlaubt?

Bevor ihr euer neu erworbenes Fluggerät in den Lüften davongleiten lasst, solltet ihr ein paar grundlegende Dinge zur Nutzung von Drohnen in Deutschland wissen:

  • Je nach Ort, Flughöhe und Gewicht gibt es verschiedene Einschränkungen.
  • Der Quadrocopter darf nur in Sichtweite geflogen werden.
  • In bestimmten Umgebungen ist das Fliegen einer Drohne verboten. Zum Beispiel: Verfassungsorganen, Behörden, Einsatzorte der Polizei, Menschenmengen …
  • Auf Modellflugplätzen kann man frei fliegen, wenn das eigene Fluggerät mit persönlichen Kontaktinformationen gekennzeichnet ist.
  • Einige Drohnen benötigen je nach Gewicht und Flughöhe ein Kennzeichen oder sogar eine Aufstiegserlaubnis.

Hier erfahrt ihr mehr zu den Vorschriften:

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