GIGA-Redakteure stellen sich vor: 7 Fragen an Retro-Enthusiast Thomas

Thomas Kolkmann 1

Auch wenn er das Licht der Welt erst gemeinsam mit dem GameBoy erblickt hat, ist Thomas zusammen mit dem C64 aufgewachsen. Von früh an versuchte er nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Vergangenheit der Technik zu verstehen. Auf GIGA beschäftigt er sich mit dem Hier und Jetzt, während er privat häufig im Gestern lebt, um die Geschichte zu bewahren und aus ihr zu lernen.

1. Wer bist du?

Das wüsste ich manchmal auch gerne. Derjenige, der jedem mit seinen Technikproblemen weiterhelfen möchte. Derjenige, der täglich in seiner eigens erschaffenen Retro-Bubble lebt. Und derjenige, der mit seinem unnützen Wissen über Kinderserien und Science-Fiction aus den 80ern, 90ern und dem besten von heute gerne zu „Wetten, dass..?“ gegangen wäre.

Ich bin Thomas, 1989 geboren. Als Kind habe ich in ein laufendes Netzteil gegriffen, wodurch mich ein Stromstoß an die gegenüberliegende Zimmerwand geschleudert hat. Seit diesem Tag besitze ich die Superkraft, Personen davon zu überzeugen, solche Dummheiten nicht selbst zu machen und darüber hinaus die Fähigkeit, unsinnige Superhelden-Hintergrundgeschichten zu erfinden.

2. Wie lange bist du bei GIGA und was machst du bei GIGA?

Ich bin seit März 2016 bei GIGA und wie Beweisstück A (viele Artikel) erfolgreich demonstriert: Ich schreibe Texte!

3. Was ist dein Experten-Gebiet bei GIGA?

Hier wird es dann schon komplizierter. Eingestellt wurde ich, um Howtos, leicht verständlich Anleitungen und allgemein Erklärbär-Artikel zu allerlei Software- und Hardware-Themen zu schreiben. Irgendwie habe ich dann aber den fast vergessenen Film- und Serien-Bereich von GIGA am Leben gehalten und gleichzeitig meine Faszination für Gaming, Popkultur und Retro-Krams hier und da einfließen lassen, sodass ich nun einfach nur noch Experte mit dem Gebiet Experte-sein bin. Glaube ich.

Bilderstrecke starten(21 Bilder)
Feel old yet? Technik die älter ist, als man denkt

4. Was ist deine Lieblingsserie?

Ich kann mit Geschichten über das amerikanische Militär oft nur wenig anfangen. Ich kann nicht einen Film von Roland Emmerich gucken, ohne ständig mit den Augen rollen zu müssen. Umso erstaunlicher ist es, das Jonathan Glassner und Brad Wright es geschafft haben, mich mit „Stargate SG-1“ komplett abzuholen.

„Stargate SG-1“ nimmt sich selbst nicht zu ernst, stellt dabei aber trotzdem immer einen hohen Qualitätsanspruch an sich selbst und schafft es, was kaum eine andere Team-basierte Serie schafft: Alle Hauptcharaktere sind sympathisch und bleiben über die gesamte Serie für ihre Rolle nachvollziehbar und logisch, obwohl sie sehr unterschiedliche Werte vertreten und Charakterzüge haben.

Darüber hinaus besteht fast jede Folge den schweren Drahtseilakt der richtigen Balance zwischen Action, Faszination und Humor (oder Cheesyness) mit Bravur. Auch nach dem hundertsten Mal gucken fiebere ich noch immer mit und kann über fast jeden Witz lachen – auch wenn ich weiß, wie es ausgeht und die Pointe bereits mitsprechen kann. Die harscheste Kritik, die man mir zu „Stargate SG-1“ entlocken kann, ist vielleicht, dass die Replikatoren irgendwann anfangen zu nerven.

In diesem Sinne: „Kree!“

Bilderstrecke starten(20 Bilder)
19 Science-Fiction-Serien, die ihr fast vergessen hättet

5. Was ist deine Lieblingskonsole?

CD-Player? Braucht ihr jetzt nicht mehr! Spielkonsole? Könnt ihr in Zukunft drauf verzichten! Video-Player? Kann auch weg. Dia-Projektor? Ist Schnee von gestern. Denn der „Philips CDi“-Player kann nicht nur eure Musik-CDs abspielen, sondern auch Videospiele und Spezial-Programme, Kinofilme und Musikvideos und sogar eure Urlaubs-Dias – Philips CDi, vier in einem. Das ist Wahnsinn!

6. Was war dein größter Fehlkauf?

Sehr wahrscheinlich der Philips CDi …

Die Wahrheit liegt (wie so oft) zwischen den Zeilen verborgen.

7. Welche aktuelle Technik weckt am meisten deine Neugier?

Paradoxerweise finde ich gerade die neue Technik spannend, die für veraltete oder obsolete Hardware oder Systeme entwickelt wird. Seien das , SD-Kartenlesegeräte für den C64, komplette Rekonstruktionen oder Neuinterpretationen alter Motherboards, RAM-Module, ganzer Konsolen oder bestimmter Ersatzteile. Auch die ganze Emulationsszene, die immer wieder versucht, die Vergangenheit zu bewahren, retten und so gut wie nur irgend möglich auf neue Systeme zu bringen.

Es ist immer wieder erstaunlich, was eine Nische an Technik-Enthusiasten für Kunststücke vollbringen: So wird es allen ermöglicht, unsere technische Vergangenheit selbst zu erleben, alte Hardware in unsere Zeit zurückzubringen oder ihr zumindest neue Tricks beizubringen. Ich denke jeder, der beispielsweise in den späten 80ern an einem Amiga 500 gesessen hat und heute über ein YouTube-Video stolpert, bei dem jemand genau diesen alten Heimcomputer nutzt, um „im Internet zu surfen“, wird diese Faszination nachvollziehen können.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung