Nach Mac Pro, MacBook Pro und iPad Pro gibt's ab sofort mit dem iPhone 11 Pro auch ein Handy für „Profis“ unter den Apple-Nutzern. Leider greift der iPhone-Hersteller mal wieder zu einem unschönen und vor allem peinlichen Taschenspielertrick beim Preis. Die ganze Geschichte jetzt in meiner Wochenend-Kolumne.

Apples iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max möchte den Nutzer mit einer tollen Triple-Kamera begeistern, ist Dank des A13 schnell wie der Blitz und bietet Speicher satt. Moooooment! Letzteres gilt leider nur dann, wenn man den fetten Aufpreis nicht scheut. In der kleinsten, also günstigsten Variante erhält der Käufer noch immer nur mickrige 64 GB. Wer mehr haben möchte zahlt mindestens 170 Euro drauf und bekommt dafür dann schon mal 256 GB. Der Zwischenschritt auf 128 GB für gerade Mal 50 Euro mehr dagegen ist allein dem iPhone 11 vorbehalten – die Profiversionen müssen darauf verzichten.

Was das iPhone 11 Pro so alles bietet, erfahren wir im Video:

iPhone 11 Pro: Apples Promo-Video

iPhone 11, Pro und Max bei Mediamarkt vorbestellen

iPhone 11 Pro mit 64 GB: So schnell gerät das Apple-Handy an seine Grenzen

Eigentlich hätte ich von Apple erwartet, die Einstiegsmodelle der Pro-Varianten von Hause aus mit 128 GB auszustatten. Aber 64 GB? Wie peinlich. Da fühlt man sich an längst vergessen geglaubte Zeiten erinnert, als Apple uns über Jahre hinweg noch versuchte, iPhones mit lächerlichen 16 GB anzudrehen. Nein ... 64 GB, wirklich „Pro“ ist das nicht.

Kleine Beispielrechnung gefällig? Von den 64 GB Speicher dürften mit etwas Glück circa 58 GB frei zur Verfügung stehen, zumindest galt dieser Wert damals beim iPhone X. Wenn ich mich jetzt als „Filmemacher“ berufen sehe und loslege, werde ich alsbald an meine Speichergrenzen kommen. Eine Minute 4K-Video (H.265, 60fps) benötigt circa 400 MB Speicher pro Minute. Ergo: Auf dem iPhone landen nicht mal 2,5 Stunden Video am Ende ... da darf man dann aber auch keine Musik, Apps oder Fotos zusätzlich installieren. Kurzum: Ein iPhone Pro ist bei professioneller Nutzung mit 64 GB regelrecht sinnlos.

Wer sein iPhone 11 Pro derart nutzen will, der braucht Speicherplatz:

Filmen mit dem iPhone 11 Pro (Apple-Video)

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern, zur Diskussion aufrufen und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Ratschlag an Apple: Minimum 128 GB, bitte!

Ich meine, die geniale Kamera ist doch das eigentliche Kaufargument fürs leistungsfähige „Dreiauge“. Andernfalls ist das iPhone 11 für 350 Euro weniger wohl die bessere Wahl. Ernsthaft: Apple sollte sich selbst und seinen Kunden einen Gefallen tun und die Speicherausstattung im kleinsten Pro-Modell zumindest auf 128 GB anheben – aber ganz schnell, nicht erst 2020. Kommt schon Jungs, auch beim ersten iPhone im Jahr 2007 seid ihr doch über den eigenen Schatten gesprungen und habt das Modell mit 4 GB kurz nach Release „rausgeschmissen“ – los ging es fortan standardmäßig mit 8 GB.

Zum Preisvergleich des iPhone 11, Pro & Max (Idealo)

So oder so kann man den Käufern guten Herzens momentan die Pro-Modelle eigentlich nur mit 256 GB aufwärts empfehlen, vor allem da eine Speichererweiterung ja ausgeschlossen ist. Ich hoffe, ich konnte bei der Kaufentscheidung helfen, schönen Sonntag noch.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.