Jogging, Fitness, Yoga: Diese Kopfhörer eignen sich am besten für Sport

Stefan Bubeck

Musik hören und dabei Sport machen: Eine super Kombo, die für gute Laune sorgt und die Motivation fördert. Es stellt sich allerdings die Frage: „Welchen Sport-Kopfhörer soll ich kaufen?“ GIGA verrät dir, worauf zu achten ist und stellt die besten Bluetooth-Modelle für Sportler vor.

Ganz ohne Kabel: Jabra Elite Active 65t

Wasser- und staubgeschützt (IP56), bombenfester Sitz im Ohr, integrierter Bewegungssensor: Der Jabra Elite Active 65t ist ein True-Wireless-Kopfhörer, der speziell für sportliche Aktivitäten entwickelt wurde. Nachteile: Er dürfte gerne etwas bequemer sein und ein integrierter Pulsmesser (wie beim Jabra Elite Sport) wäre auch schön gewesen. GIGA-Testwertung: 76 Prozent. . Geeignet für fast alle Sportarten – allerdings sollte man im Freien Acht geben, denn die Abschirmung von Außengeräuschen ist sehr stark.

Interessante Alternativen: Bose Soundsport Free, Samsung Galaxy Buds

Super Sound, aber mit Kabel: Bose Soundsport Wireless

Klanglich eine Wucht: So satt und impulsstark wie der Bose Soundsport Wireless klingen nur wenige Kopfhörer. GIGA-Testwertung: 86 Prozent. .

Interessante Alternativen: Libratone Track+ Wireless (mit Noise Cancelling),

Preisbrecher: TaoTronics TT-BH035

Günstiger geht’s eigentlich nicht: Der TaoTronics TT-BH035 ist ein Bluetooth-Kopfhörer ohne besondere Gimmicks. Er funktioniert einfach nur und hält mit seinen Flügeln recht gut in den Ohren. Bei einem absolut in Ordnung. GIGA-Testwertung: 71 Prozent.

Interessante Alternative:

Kopfhörer und Sport: Darauf sollte man achten

Die wichtigste Grundregel: Sport treiben und dabei Kopfhörer tragen, das sollte stets unter dem Aspekt der Sicherheit erfolgen. Sowohl der Sportler, als auch sein Umfeld sollten auf keinen Fall in Gefahr gebracht werden. Konkretes Beispiel: Wer Rad fährt und Kopfhörer auf hat, könnte andere Fahrzeuge überhören (Gefahr für sich selbst) oder von der Musik so sehr abgelenkt werden, sodass die Konzentration auf andere Verkehrsteilnehmer verloren geht (Gefahr für andere).

Fester Sitz: Sport heißt Bewegung, also muss der Kopfhörer gut sitzen. Hier sind In-Ear-Modelle meist im Vorteil, da sie fest im Gehörgang stecken – richtiger Sitz vorausgesetzt. Einige Modelle sind zusätzlich mit Haken oder Flügeln an den Ohrpassstücken versehen, sodass der Halt am Ohr nochmals verstärkt wird. Bügelkopfhörer (Over-Ear/On-Ear) müssen da schon einen starken Anpressdruck und zugleich ein leichtes Gewicht vorweisen, um vergleichbar gut zu halten.

Vor- und Nachteile von Kabeln: Bei In-Ear-Kopfhörern gibt es Modelle mit einem Kabel oder Nackenbügel, der beide Ohrhörer verbindet. Seit Apples AirPods erschienen sind, wird aber auch die Gattung der True-Wireless-Earbuds immer beliebter, also zwei voneinander getrennte Ohrhörer, ganz ohne Kabel. Welche Lösung grundsätzlich besser ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Bluetooth-Kopfhörer mit Nackenband haben für gewöhnlich eine längere Akkulaufzeit und können nicht so leicht verloren gehen. True-Wireless-Earbuds könnten (einzeln) bei einer zackigen Bewegung aus dem Ohr fliegen und sind dann unter Umständen verloren. Dafür gilt: Wo kein Kabel ist, kann man auch nicht mit einem Kabel irgendwo hängenbleiben.

Wasser- und Staubbeständigkeit: Ob ein Gadget Wasser, Staub und Schweiß geschützt ist, darüber geben sogenannte IP-Kennziffern Auskunft. Für gewöhnlich werden solche Eigenschaften vom Hersteller auch beworben und sind allein schon der Verpackung des Kopfhörers klar zu entnehmen. Im Umkehrschluss heißt das: Wenn einem Kopfhörer der Hinweis „wasserdicht“ fehlt (z.B. Marshall Minor II BT), dann ist er für kaum eine Sportart geeignet.

Akkulaufzeit, Klang und Design: Wie viele Stunden ein Kopfhörer am Stück durchhält, ist für einen Sportkopfhörer weniger entscheidend, als etwa für einen „Reisekopfhörer“ (z.B. Sony WH-1000XM3). Wichtig ist vor allem, dass der Kopfhörer die vorgesehene Aktivitätsdauer (z.b. 2 Stunden Jogging) schafft. Ein übertrieben starker Bass kann zwar beim anspruchsvollen Musikgenuss stören, ist aber während des Lauftrainings gar nicht mal so schlecht. Beim Design darf man „Abstriche“ machen, denn es geht nicht um das Aussehen, sondern um die Funktionalität. So haben wir etwa im Testbericht der Bose Soundsport Free bemängelt, dass die klobigen Gehäuse sehr aus den Ohren hervorstehen – das ist aber letzten Endes Geschmackssache und macht dem ambitionierten Sportler nicht viel aus.

Kopfhörer für Sport: Anprobieren hilft bei der Kaufentscheidung

Um herauszufinden, ob ein Kopfhörer wirklich gut sitzt und zur vorgesehen Sportart passt, hilft letzten Endes nur vorher ausprobieren. Denn was beim einen Nutzer sicher im Ohr steckt und locker einen Salto mitmacht, fällt dem anderen Nutzer schon bei leichtem Kopfschütteln heraus. Deshalb: Fragt im Ladengeschäft nach, ob ihr die Modelle ausprobieren dürft oder macht beim Online-Händler im Zweifel von eurem Rückgaberecht gebrauch.

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