Kauftipp: Die besten USB-Sticks mit 256 GB - schnelle Sticks und Sticks mit Extras

Marco Kratzenberg

USB-Sticks und Speicherkarten mit viel Platz werden immer billiger und oft schon beim Discounter mitgenommen. Wir bei GIGA haben uns das aktuelle Angebot der USB-Sticks mit 256 GB Speicherplatz angesehen und geben euch Kaufempfehlungen. Ihr findet schnelle Sticks, aber auch ein paar Besonderheiten mit ungewöhnlichen Extrafunktionen.

Viel Speicherplatz sollen sie haben, schnell sollen sie sein und gleichzeitig möglichst winzig. Mittlerweile sind auch die Platz-Riesen mit 256 GB bezahlbar geworden und ihr bekommt die USB-Sticks schon für unter 40 Euro. Aber es gibt beim Kauf einiges zu beachten. Darum haben wir ein paar Empfehlungen für euch zusammengefasst.

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Einen USB-Stick verschlüsseln – sicher und kostenlos.

USB-Sticks 256 GB: Was man beachten muss

Der USB-Standard entwickelt sich ständig weiter. Noch vor wenigen Jahren war USB 2.0 die Norm und Geräte mit USB 3.0 waren Exoten. Mittlerweile hat sich das geändert. Darum empfehlen wir euch, einen USB-3.0-Stick zu kaufen, denn es vor allem um wesentlich schnelleres Lesen und Schreiben der Daten. Trotzdem sind natürlich Sticks mit USB 3.0 abwärtskompatibel zu USB 2.0.

  • USB 2.0 erlaubt eine Datentransferrate von bis zu 480 Mbit/s (60 MB/s). 25 MB/s sind eher zutreffend.
  • USB 3.0 erreicht eine Netto-Transferrate von 4 Gbit/s (600 MB/s). Realistisch sind Werte um 120 MB/s.
  • USB 3.1 soll theoretisch 1,25 GB/s übertragen können. Realistisch sind Werte zwischen 150 und 300 MB beim Lesen.
  • Die am weitesten verbreitete Steckerform ist der rechteckige, breite Standard-Stecker USB A.

Tatsächlich sind das aber „theoretische Laborwerte“ und in der Praxis wird höchstens die Hälfte erreicht. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, vor dem Kauf bei jedem einzelnen Stick die Herstellerangaben zu lesen. Wenn dort etwa die angegebene Lesegeschwindigkeit bei 130 MB/s liegt, ist das zwar weit entfernt von theoretisch möglichen 600 MB, aber näher an der Realität.

Mit der Freeware CrystalDiskMark Portable könnt ihr die Geschwindigkeit eurer USB-Sticks selbst testen.

Wichtig: Angaben von 256 GB Speicherplatz sind in der Regel Mogelwerte.

  • Die Industrie verkauft 1.000 MB als 1 GB. Korrekt wären aber 1.024 MB ergeben 1 GB. Umgerechnet ergibt das: Windows zeigt bei einem 256-GB-USB-Stick korrekterweise nur 250 GB freien Speicherplatz an.
  • Fast kein Stick, der als USB 3.1 angeboten wird, entspricht diesem Standard. Da die Bezeichnungen mehrmals geändert wurden, wurde aus dem ursprünglichen USB 3.0 irgendwann der Typus USB 3.1 Gen 1 und später sogar USB 3.2 Gen 1. Achtet auf die Angabe der Schnittstelle/Generation bei der Artikelbeschreibung.

Wisst ihr übrigens, wie ihr einen USB-Stick mit dem Windows-Tool BitLocker sichern könnt? Unser Video zeigt’s euch:

Mit BitLocker To Go einen USB-Stick verschlüsseln.

Warum ihr lieber USB-3.0-Sticks statt USB 3.1 kaufen solltet

Wenn es um Geschwindigkeit bei guter Kompatibilität geht, dann sind derzeit USB-Sticks nach dem Standard 3.0 das Mittel der Wahl. Die meisten aktuellen Computer unterstützen ihn, sind aber oft noch nicht mit einer USB-3.1-Schnittstelle ausgestattet. Ältere Computer kommen gut damit klar und echte 3.1-Sticks sind sowieso nicht zu finden. Erkennbar sind die entsprechenden Sticks und die dazu passenden Steckplätze an dem blauen Innenstück aus Plastik, das dort zu sehen ist.

Im Durchschnitt erreichen USB-3.0-Sticks eine Lesegeschwindigkeit von etwa 150 MB/s. Die Schreibgeschwindigkeit ist deutlich geringer (50 MB/s).

Patriot Supersonic Rage Elite

Dieser 256-GB-USB-3.1-Stick vom Stecker-Typ A soll bis zu 200 MB/s schreiben und sogar bis zu 400 MB/s lesen können. Dafür zahlt ihr dann aber auch einen Preis von 47,99 Euro*.

Der Stick hat eine Gummi-Hülle, in die er bei Nichtgebrauch zurückgezogen wird. Dadurch ist er vor Stürzen geschützt und kann sicher in der Hosentasche transportiert werden. Die über 1.000 Amazon-Bewertungen sind zumeist positiv. Allerdings muss man hinsichtlich der Transferrate auch berücksichtigen, dass es deutliche Unterschiede zwischen großen oder vielen kleinen Einzeldateien gibt. Werden große Filmdateien gelesen, dann können die 400 MB/s durchaus erreicht werden. Bei vielen kleinen Bilddateien sinkt die Rate schon signifikant ab. Das liegt an der Technik und nicht am Stick.

Samsung MUF-256AB/EU

Der winzige Stick von Samsung behauptet zwar, dem Standard USB 3.1 zu entsprechen, aber das ist eine „Industrie-Lüge“. Der Samsung MUF-256AB/EU ist winzig, wasser- und stoßfest, hält extreme Temperaturen aus und widersteht Magneten und Röntgenstrahlung.

Tatsächlich entspricht der Stick dem Standard USB 3.0 und Leseraten von bis zu 300 MB/s bestätigen das auch. Mit einem Amazon-Preis von 53,90 Euro* ist der Stick nicht gerade günstig, aber er ist unauffällig und selbst im eingesteckten Zustand kaum zu sehen.

Echte USB-3.1-Sticks?

Echte USB-3.1- oder 3.2-Sticks sind kaum zu finden. Wie bei der Angabe der tatsächlichen Speichergröße, mogelt die Industrie auch bei der Angabe der USB-Standards. Zwar steht im Namen dann USB 3.1, aber gemeint ist Generation 1 des Standards 3.1 – und das ist „nur“ USB 3.0.

Derzeit im Handel befindliche USB-Sticks mit 256 GB Speicherplatz unterstützen maximal den Standard USB 3.0. Egal, was im Namen steht, bei genauerer Untersuchung der Artikelbeschreibung oder Datenblätter kommt heraus, dass es sich um eine Mogelpackung handelt.

Sichtbar ist das auch, wenn an sich die Stecker anguckt: USB 3.1 Gen 2 hat rote Plastikeinsätze, wo sie bei USB 2.0 schwarz und bei USB 3.0 blau sind.

Sicher, stabil, fürs iPhone und mehr: USB-Sticks mit Extras

Neben normalen USB-Sticks gibt es auch noch jene, die spezielle Anforderungen erfüllen. Beispielsweise wasserdichte Sticks oder auch USB-Sticks, die verschlüsselt sind. Aus irgendeinem Grund legen die Hersteller bei diesen Speicher-Sticks oft mehr Wert auf die Extras, als auf die Funktion und so sind sie etwa extrem belastbar, haben dafür aber enttäuschende Transferraten.

Falls ihr euch trotzdem für diese Sonderfeatures interessiert, haben wir hier ein paar Tipps für euch.

Corsair Flash Survivor

Der Corsair Flash Survivor ist aus Flugzeugaluminium gefräst, sehr stoßsicher und hat verschraubbare Endkappen, die ihn bis zu einer Tiefe von 200 Metern wasserdicht machen. Gummimanschetten bieten einen zusätzlichen Schutz.

Der Stick entspricht dem USB-Standard 3.0 und mogelt diesbezüglich auch nicht. Allerdings beschweren sich mehrere Käufer über Schreib- und Lesegeschwindigkeiten, die eher auf einen USB-2.0-Stick hinweisen. Wenn Stabilität eine größere Rolle als Tempo spielt, ist der Amazon-Preis von 56,90 Euro* sicherlich angebracht.

Der 4-in-1-OTG-Stick

Bislang wurden hauptsächlich Sticks zur Verwendung am Computer vorgestellt, aber es gibt ja noch andere Anwendungsmöglichkeiten. Die Firma Y-Disk vertreibt einen Stick nach USB-Standard 3.0, der vier verschiedene Steckerformen aufweist. Er kann als OTG-Stick verwendet werden und dank eines Lightning-Anschlusses sogar an iPhones und iPads (mit einer App von Y-Disk). Er hat einen normalen USB-Stecker, aber auch einen vom Typ C sowie einen Micro-USB-Stecker.

Der Preis des Tausendsassas beträgt nur 24,31 Euro*. Was er taugt, kann in Ermangelung von Bewertungen noch nicht beurteilt werden. Allerdings solltet ihr bedenken, dass sich die Zusammenarbeit von Apple-Geräten mit No-Name-Anbietern noch am ehesten als „zickig“ zu bezeichnen ist.

SanDisk iXpand

Der 256-GB-Stick SanDisk iXpand ist MFI-zertifiziert und unterstützt USB 3.0. Vor allem ist er aber ein „Dual-Stick“: Er kann sowohl an normalen Computer-Ports als auch an iPhones und iPads angeschlossen werden – und funktioniert!

Somit sollte der Stick als Erweiterungs-Laufwerk eures iPhones fungieren und ihr könnt damit problemlos Daten vom Computer auf iPhone und iPad schieben – und umgekehrt. Der dickere Teil des Sticks hat einen USB-3.0-Stecker und dann gibt es noch einen kleinen Lightning-Stecker, der normalerweise durchs Gehäuse geschützt wird. Genutzt werden kann der Stick unter anderem, um Filme oder Musik direkt im iPhone oder iPad abzuspielen, für die auf dem Gerät kein Platz ist.

Das Ganze hat natürlich seinen Preis: Den 256-GB-Stick bekommt ihr bei Amazon für 72,99 Euro*, die kleineren Formate (bis hinunter zu 16 GB) sind billiger.

Netter Trick: Der Stick kann beim Einschieben automatisch ein Backup eurer Aufnahmen machen. Auch Kontakte und Fotos der Social-Media-Konten lassen sich so speichern.

Die Beurteilungen bei Amazon sind zumeist positiv. Ein paar dort veröffentlichte Geschwindigkeitsmessungen zeigen allerdings, dass der Stick nicht besonders schnell ist.

Übrigens können nicht beide Stecker gleichzeitig, als eine Art Verbindungskabel, genutzt werden!

Vielen Dank an die Leser für die Teilnahme an der kurzen Umfrage.

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