Kopfhörer gesucht? Das sind die Favoriten der GIGA-Redaktion

Robert Kohlick 1

Geschmäcker und Ansprüche sind verschieden, auch innerhalb der GIGA-Redaktion. Aus genau diesem Grund habe ich mich mal umgehört und gefragt, welche Kopfhörer und Headsets meine Kollegen persönlich im Einsatz haben und warum sie sich genau dafür entschieden haben. Das sind ihre Antworten.

Vom Studio-Kopfhörer bis hin zu In-Ears, die dem Smartphone beilagen – bei der Wahl des passenden Kopfhörers oder Headsets legt jeder auf andere Dinge besonders viel Wert. Auch bei uns in der GIGA-Redaktion sind viele unterschiedliche Modelle im Einsatz – und das aus gutem Grund. Jeder unserer Redakteure stellt andere Anforderungen an seine Audio-Hardware: Für einige steht der Tragekomfort an erster Stelle, andere schauen auf ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, und für manche kommt es vor allem auf die Größe an. Das sind die Kopfhörer- und Headset-Favoriten der GIGA-Redaktion.

Bei Robert K. im Einsatz: Bose QC 35 II

„Seitdem ich bin Berlin wohne, kutsche ich jeden Tag etwa eine Stunde mit den Öffis hin und her. Egal ob Bus oder Bahn – laut ist es überall. Es wurde Zeit für einen gescheiten Noise-Cancelling-Kopfhörer.

Meine Wahl fiel auf den Bose QC 35 II. Diesen konnte ich bereits in unserer Redaktion ausprobieren und mich sowohl vom guten Noise Cancelling, als auch vom hohen Tragekomfort persönlich überzeugen. Da ich an den Wochenenden oft stundenlangen im Flixbus oder der Bahn verbringe, war mir Letzteres besonders wichtig. Inzwischen hat sich der Bose QC 35 II zu meinem mobilen Daily Driver entwickelt und ist mein ständiger Begleiter.“

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Bei Flo im Einsatz: SteelSeries Siberia V2 Frost Blue

„Inzwischen hat mein Headset eine gewisse Ähnlichkeit zu Frankensteins Monster. Einer der beiden Treiber wurde von mir ersetzt, nachdem er rausgefallen war, das Ohrpolster ist komplett durch, das blaue Licht habe ich abgelötet, weil es mich gestört hat, und den USB-Anschluss musste ich auch schon austauschen. Kurz gesagt: Qualitativ ist das Headset jetzt nicht so der Knaller, aber ich bin auch nicht gerade anspruchsvoll. Dafür trägt sich das Headset sehr komfortabel – auch mit Brille – und ist deswegen mein Allround-Gerät. Egal ob Musik, Hör- oder Videospiel, Teamspeak oder Discord – das SteelSeries Siberia V2 Frost Blue ist immer am Start.“

Anmerkung des Autors: Das SteelSeries Siberia V2 wurde bereits 2015 vom Hersteller vom Markt genommen und durch das SteelSeries Siberia 200 ersetzt.

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Bei Stefan im Einsatz: Beyerdynamic T90 und Nura Nuraphone

„Mein Alltags-Kopfhörer ist der Beyerdynamic T90, ein offener Over-Ear mit fantastischem Klang und höchstem Tragekomfort.

Immer wieder setze ich aber auch das kabellose Modell Nura Nuraphone auf, das leider nicht besonders bequem ist. Dafür entwickelt dieser sehr spezielle Kopfhörer einen besonders druckvollen Sound, sodass man sich damit die körperliche Wirkung einer 909-Kickdrum im Club-Setting relativ gut vorstellen kann. Beim richtigen Track und gehobener Lautstärke sieht man bei geschlossenen Augen die drei Metern hohen Funktion-One-Stacks im Berghain vor sich stehen, wie sie mühelos absurde Mengen an Energie in den Raum hineindrücken.“

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Bei Robert S. im Einsatz: KOSS KSC75

„Ich mag nur Over-Ear-Kopfhörer, weil mir In-Ear und aufsetzbare Modelle an den Ohren drücken. Der hier hat eine gute Höhen- und Tiefenwiedergabe. Üblicherweise haben Over-Ear-Kopfhörer sonst nur einen eher schlechten Bass-Klang. Daher bin ich mit denen sehr zufrieden. Ich benutze den für alles – Gaming, Filme, PC-Arbeit, Schnitt, Audio und Smartphone.“

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Lisas Favorit: Razer Hammerhead Pro

„Ich habe lange die Razer Hammerhead Pro besessen, die sind auch mit Mikrofon, also keine reinen Kopfhörer. Die In-Ear-Kopfhörer besitzen ein geniales Noise Cancelling, auch wenn man ihnen das nicht ansieht, eignen sie sich als Dämpfer der Umgebungsgeräusche im öffentlichen Nahverkehr. Der Sound ist für In-Ear auch phänomenal, bei Musik hört man jegliche Tiefe! Und der Tragekomfort der In-Ears ist auch richtig gut, selbst nach langer Zeit taten mir die Ohren nicht weh vom Tragen. Gehört habe ich damit vor allem Musik – jeden Genres. Leider gibt es inzwischen nur noch die V2 zu kaufen, deren Kabel viel zu schnell kaputt geht. Für den Preis ein No-Go.“

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Bei Laura im Einsatz: beigelegte Kopfhörer des Samsung Galaxy S8

„Klingt peinlich – ist es vielleicht auch, aber ich benutze die Kopfhörer für unterwegs, die mit meinem S8 kamen. Ist einfach praktisch, haben einen humanen Klang und sehen nicht schäbig aus. Für unterwegs lege ich keinen Wert auf krasse Klangqualität, denn im Alltag kann ich Musik sowieso nicht so genießen, wie ich vielleicht möchte.“

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Bei Frank im Einsatz: Samsung Galaxy Buds und Bose QC 35 II

„Privat nutze ich meist die Samsung Galaxy Buds, weil sie kompakt und kabellos sind, nicht zu dick auftragen und nicht aus dem Ohr fallen. Der Klang ist nicht herausragend, reicht aber für Podcasts, Hörbücher und ein paar Tracks von Spotify zwischendurch. Selbst telefonieren geht damit echt gut.

Für Flugreisen borge ich mir die Bose QuietComfort 35 II aus unserem Redaktionsfundus. Das tolle aktive Noise Cancelling ist gerade auf Flugreisen ein Segen und lässt mich wesentlich entspannter ankommen, unabhängig davon, was ich damit höre (meist schaue ich einfach Offline-Netflix im Flugzeug). Außerdem stimmt der Tragekomfort, selbst nach Stunden sitzen die Boses angenehm auf meinem Kopf. Das kann ich nicht von allen ANC-Kopfhörern behaupten – ich habe auch mal die Bowers & Wilkins PX ausprobiert, darunter wurden meine Ohren ziemlich heiß, außerdem ist der Sitz zu eng und der Bügel zwackt nach einiger Zeit. Das mag an meinem Quadratschädel liegen, ändert aber nichts am Urteil: Bose QC35 II regeln.“

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Bei Alex im Einsatz: Sony MDR-XB700 und Fostex T40RP MK2

„Zum Mucke konsumieren nutze ich aktuell den Sony MDR-XB700. Der leistet seit über sieben Jahre gute Dienste, liefert einen wuchtigen Sound und hat einen erstklassigen Tragekomfort.

Für Recording-Zwecke setze ich hingegen auf den Fostex T40RP MK2. Im Gegensatz zum Sony klingt der Fostex eher neutral und bietet eine gute Abschirmung nach außen. Des Weiteren ist das Teil echt stabil gebaut. Inzwischen habe ich den Kopfhörer schon länger als zehn Jahre im Einsatz. Vielleicht sollte ich mal die Ohrpolster tauschen.“

Anmerkung des Autors: Das MK2-Modell des Fostex T40RP ist inzwischen nicht mehr erhältlich und wurde gegen die MK3-Variante ersetzt.

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Sebastians Favoriten: Sony WH-1000XM3 und Apple AirPods

„Mein Kopfhörerliebling ist der Sony MDR-1000X, ein Over-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling. Nach meinem Test für GIGA wartete ich auf das nächste Angebot und schlug zu. Seitdem blendet er mir jeden Tag das Bürogeschnatter meiner lieben Kollegen aus (wenn ich nicht gerade selbst mitschnattern will), und auch auf Bahnfahrten leistet er einen ausgezeichneten Dienst. Kaufinteressenten empfehle ich den Nachfolger WH-1000XM3. Der unterdrückt die Umgebungsgeräusche noch besser und klingt leicht spritziger.

Ja, man darf beim Fahrradfahren Musik hören – wenn man nur die Umgebungsgeräusche noch mitbekommt. Das ist bei den AirPods der Fall, sie schließen die Ohren nicht ab. Ich spiele beim Radeln aber eh keine Musik ab, sondern Podcasts. Von vorbeirasenden Taxen spüre ich somit nicht nur den Luftzug, sondern höre sich auch gut. Bei aufgesetztem Fahrradhelm die AirPods rasch einsetzen, hierbei sind die Apple-Kopfhörer immer noch so einzigartig wie beim Bedienkonzept. Zu Hause nutze ich sie gerne als Headset zum Telefonieren.“

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Bei Thomas im Einsatz: Audio Technica ATH-M40x und AKG K702

„Aktuell nutze ich zwei Kopfhörer, bei denen meine Kriterien aber sehr ähnlich sind: Audio Technica ATH-M40x und AKG K702. Die M40x sind sehr portabel und ideal zum Mitnehmen und für die Arbeit geeignet. Die K702 sind offene Kopfhörer, haben dadurch eine bessere Soundstage und eignen sich vor allem als Zuhause-Kopfhörer. Da ich von elektronischer Musik über Filmmusik und Klassik bis hin zu Metal und HipHop eine große Bandbreite von Genres abdecke, war mir ein natürliches Klangbild – was aber nicht unbedingt analytisch genau sein muss – wichtig. Sie sollten kabelgebunden sein, dabei aber ein auswechselbares Kabel haben (versch. Längen, Kabelbruch etc.). Und zuletzt sollten sie ein verschmerzbares Loch in den Geldbeutel brennen (unter 150 Euro).“

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Welchen Kopfhörer oder welches Headset benutzt ihr? Habt ihr unterschiedliche Geräte für unterschiedliche Zwecke im Einsatz? Wieviel Geld habt ihr in euer Audio-Equipment investiert? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

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