Mit einem Laufband im Hobbyraum, Keller oder Schlafzimmer bekommt man seinen Bewegungsauslauf, selbst wenn man nicht aus dem Haus kommt. GIGA stellt empfehlenswerte Modelle vor.

Die Ausdauer wird trainiert, die Pfunde fliegen davon, und ganz nebenbei kann man auch noch Fernsehschauen, Musik oder Hörbücher anhören: Laufbänder eignen sich gut als Alternative zu Crosstrainern (siehe Testsieger) und zu Ergometern (siehe Testsieger). Bei den Vergleichen, die man im Internet findet, handelt es sich meist nur um Gegenüberstellungen der technischen Daten. Echte Tests sind Mangelware, und selbst die Stiftung Warentest hat in den letzten Jahren nichts getestet. Um eine Kaufentscheidung unseren Lesern zu erleichtern, haben wir uns auf die Suche nach guten Laufbändern gemacht.

Laufbänder: Alle Topseller bei Otto

Testsieger: Taurus Laufband T9.9

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Das Institut für Biomechanik im Sport der TU München hat sich der Mammutaufgabe gestellt, Laufbänder zu testen. Sportler und Experten bewerteten den Bewegungsablauf, Programme, Ergonomie, Montage und mehr. Sieger wurde das Taurus Laufband T9.9, es bekam die Note 1,9.

Das Laufband fährt mit der Motordauerleistung von 3,5 PS Geschwindigkeiten von 0,5 bis 22 km/h und erlaubt eine Steigung von 0 bis 15 Prozent. Eine Herzfrequenzmessung ist über Handpulssensoren möglich, alternativ kann ein optionaler Brustgurt angeschlossen werden. Ein LCD-Trainingscomputer bietet 32 Trainingsprogramme (teilweise herzfrequenzgesteuert) und zeigt alle wichtigen Informationen zum erfolgreichen Training an. Eine dicke Laufmatte dämpft laut Hersteller Geräusche, soll lange halten und gibt zusätzliche Dämpfung.

Mit dem Taurus T9.9 erhält man ein tolles Laufband. Angesichts des Preises von rund 2500 Euro dürfte es aber nicht für jedermann die erste Wahl sein.

Publikums-Liebling: Sportstech Laufband F37

Sportstech Laufband »F37«

Sportstech Laufband »F37«

Beliebtestes Modell laut idealo ist aktuell das Sportstech Laufband F37, hierfür zahlt man nicht mal halb so viel. Die Nutzerbewertungen bei neckermann und Otto verraten auch, warum: Die Kundenzufriedenheit ist insgesamt hoch. Die Nutzer loben den einfachen Aufbau, das Training mit dem Gerät sowie die Funktionen. Bemängelt wird allerdings das Gewicht – nun ja, ein robustes Fitnessgerät bringt zwangsläufig einiges auf die Waage.

Das F37 erlaubt Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h und Steigungen bis zu 15 Prozent. Mit 3 PS konstanter Motorleistung (Spitze: 7 PS) ist der Antrieb nur wenig schwächer als der des oben aufgeführten Testsiegers. Prima: Der Gurt zur Pulsmessung ist schon dabei.

Die günstige Wahl: SportPlus Profi Laufband

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Wem die vorgestellten Modelle noch zu teuer sind, bekommt mit dem SportPlus Profi Laufband das bei Amazon aktuell am besten bewertete Laufband noch günstiger. Der Motor mit 2 PS Dauerleistung scheint ein guter Kompromiss zu sein, Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h sind laut Hersteller damit möglich. Die motorgesteuerte Steigung reicht von 0 bis 16 Prozent, Pulssensoren, 24 Trainingsprogramme und eine mögliche Steuerung über eine App runden das attraktive Paket ab. Aber Achtung: Die nicht ganz so hohe Leistung wie bei den Konkurrenten macht sich im maximalen Nutzergewicht bemerkbar: Auf dem SportPlus-Band dürfen nur Personen bis 125 Kilo trainieren, während auf das Sportstech- und Taurus-Laufband Schwergewichte von bis zu 150 Kilo beziehungsweise 190 Kilo steigen dürfen.

Laufband kaufen 2020: Das sollte man wissen

Da fast alle Personen sich aktuell fast nur zu Hause aufhalten sollen, sind Fitnessgeräte sehr gefragt. Wer sein Wunschprodukt zur Zeit nicht bekommt, kann sich nach weiteren Modellen umsehen. Der Otto-Versand listet eine große Auswahl von rund 300 bis 3000 Euro, zum Teil gut reduziert.

Laufbänder: Alle Topseller bei Otto

Auf was sollte man beim Kauf eines Laufbands achten?

Ein solides Gerät aus hochwertigen Materialien ist zwar schwer, hält aber länger und sorgt für ein angenehmeres Training – schließlich wird es ja physisch belastet. Für Haushalte aus mehreren Personen, die viel laufen möchten, wird es sich lohnen, von vornherein etwas mehr Geld in ein Produkt zu investieren. Bevor man konkreter in die Kaufplanung geht, sollte man sich aber überlegen: Wo soll es stehen, wie viel Platz steht zur Verfügung? Manche Modelle benötigen aufgrund ihrer großen Lauffläche, die das Training komfortabler und sicherer machen, viel Platz. Manche Modelle kann man zusammenklappen, schicker werden sie dadurch jedoch nicht.

Neben der Stabilität ist der Motor ausschlaggebend, wie schwer der Nutzer maximal sein darf. Ein leistungsstarker Motor sorgt zudem für besseren Gleichlauf und bietet oft eine höhere Maximalgeschwindigkeit. Der Funktionsumfang bei den Laufbändern ist unterschiedlich, vom simplen manuellen Laufband bis hin zu Laufbändern, bei denen die Steigungswinkel automatisch und elektrisch verändert werden.

Und damit sich der Untermieter nicht beschwert, sollte ein solches Gerät nicht zu laut sein. Robuste Konstruktionen machen es möglich, und ...

Welches Zubehör benötigt man für ein Laufband?

Eine dämpfende Matte unter dem Gerät ist nie verkehrt, sie reduziert Geräusche, Vibrationen und schont den Boden.

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Sofern nicht schon im Lieferumfang, ist ein Brustgurt zur Herzfrequenzmessung sinnvoll. Ihn kann man je nach Laufband direkt mit dem Trainingscomputer verbinden oder zumindest über ein Smartphone die Werte mitverfolgen.

Ein Hinweis auf empfohlenes Pflegemittel für das Laufband findet man in der Bedienungsanleitung – oder aber es ist keine Anwendung notwendig.

Welche Alternativen zu Laufbändern gibt es?

Auf einem Ergometer (siehe Testsieger) kann man die nächste Fahrradsaison vorbereiten, dagegen trainiert man auf einem Crosstrainer (siehe Testsieger) unterschiedliche Muskelgruppen. Vor allem letzterer empfiehlt sich als Alternative zum Laufband, wenn man ganz allgemein seine Kondition trainieren, manch Muskelgruppe aufbauen und ein paar Pfunde abnehmen will. Ganz ohne Gerätschaften kommt man mit Fitness-Apps und Diensten aus:

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Fitness-Apps für iPhone, Apple Watch und Apple TV im Test 2020 – mit kostenlosen Anwendungen

Ein Laufband werden all diejenigen schätzen, die gerne laufen. Wetterunabhängig, ohne großen Zeitaufwand, kann man damit schnell in den eigenen vier Wänden kurze oder lange Trainingseinheiten abschließen. Dank Computersteuerung hat man seine Leistungswerte unter Kontrolle haben. Und dank unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Steigungswinkel sind auf guten Geräten sogar verschiedene Gangarten bis hin zu Sprint und Bergauflaufen möglich.

Sebastian Trepesch
Sebastian Trepesch, GIGA-Experte für Apple-Produkte und -Software, Fotografie, weitere Technikprodukte.

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