Overwatch: Exklusives Interview zur neuen Switch-Version

Olaf Fries

Vor der Veröffentlichung der neu angekündigten Nintendo Switch-Version von Overwatch durften wir exklusiv mit dem Principal Game Producer Wes Yanagi und dem Lead Game Producer Matthew Hawley über den Hero-Shooter sprechen. Wir verraten euch, was uns die beiden verraten haben.

Overwatch: Exklusives Interview zur neuen Switch-Version

Neue soziale Komponente und Motion Controls

Zuerst standen Gerüchte im Raum, jetzt ist es offiziell: Overwatch erscheint auf der Nintendo Switch. Wes Yanagi und Matthew Hawley betonen hierbei, dass es keine abgespeckte Version des Hero-Shooters sei. Es soll das „authentische Overwatch-Gefühl“ für alle Switch-Inhaber auf die Konsole bringen. Alle 41 Helden, 28 Maps, alle Modi und natürlich auch die neu eingeführte Role Queue. Hinzu soll natürlich auch das größte Feature der Hardware genutzt werden: die Portabilität. „Zusammen in einem Raum zu sitzen und gegen andere Spieler online anzutreten, bring eine neue soziale Komponente mit sich“, so Yanagi.

Diese neue Facette besitzt für Hawley wie auch Yanagi speziell die Chance das Spiel auf der portablen Konsole gedeihen zu lassen. Die neue „soziale Erfahrung bringt fast schon das Gefühl einer LAN-Party. Ein Gefühl einer Kameradschaft“, laut Hawley. Natürlich funktioniert dies auch auf anderen Plattformen, aber die Switch macht die Sache um einiges leichter für die Spieler. Zumindest so lange eine WiFi-Verbindung vorhanden ist. Als neues technisches Feature sprechen beide in den höhsten Tönen von den neuen „Motion Controls“, die auf der Switch-Version vorhanden sein werden. Dass Spieler jedes Niveaus anwenden können, egal ob „Hardcore“- oder „Casual“-Gamer. Inwiefern die Community das neue Feature wirklich nutzt, bleibt derzeit noch abzuwarten.

Im Ankündigungstrailer erhälst du einen ersten Blick auf die Motion Controls:

Overwatch: Legendary Edition - Ankündigungstrailer (Nintendo Switch).

Die größte Herausforderung und ein entscheidender Moment in der Entwicklung

Die größte Herausforderung der Entwickler bleibt in Hawleys Augen jedoch bestehen und ist unabhängig von der jeweiligen Plattform. „Overwatch ist ein sich ständig bewegendes Ziel“ das weiterhin konstant mit Updates und Patches versorgt wird. Ebenso natürlich auch auf der Nintendo Switch und hierbei die Balance zu halten, ist in seinen Augen weiterhin eine schwierige Aufgabe, die das Team vor sich hat. Yanagi denkt, dass die größte Hürde auf der Switch bereits überwunden wurde: nämlich „die Plattform zu erlernen.“ Großes Lob spricht er vor allem für Iron Galaxy aus, das Studio das die Schwerstarbeit des Switch-Ports gestemmt hat.

Iron Galaxy ist übrigens auch für den Switch-Port von Diablo 3 verantwortlich. Nach der positiven Zusammenarbeit an Diablo 3 wurde auf dieser Basis der Hero-Shooter evaluiert und in Angriff genommen. Nach dem ersten Play-Test, in dem verschiedenen Mitarbeiter in einem Raum zusammensaßen und spielten, wusste jeder, dass „wir damit weitermachen müssen und das es auf der Switch funktionieren kann“, sagt Yanagi. Dieses Erlebnis war für ihn wie auch Hawley ein entscheidender und positiv einschneidender Moment in der Entwicklung.

Overwatch ist ein Online-Shooter, dass weiß nach Hawley inzwischen jeder. Deshalb wird das Entwicklerteam alles an ihrem Ende der Leitung daransetzen, dass es das bestmögliche Spielerlebnis für alle Spieler mit einer WiFi-Verbindung sein wird, versichern beide Entwickler. Mit einer kleinen persönlichen Geschichte unterstreicht Yanagi diesen Punkt. „Auf meinem Weg zu den Nintendo Headquarters in Kyōto fuhr ich mit einem Bullet-Train aus Tokio dorthin. Der Zug besaß WiFi und selbst mit der Geschwindigkeit des Zuges, lief das Spiel flüssig. Und dies ist etwas, das auf keinen anderen Plattformen gemacht werden kann.

Die technischen Daten der Switch-Version

Wenn du Overwatch in der Docking-Station verwendest, wird es eine 900p-Auflösung besitzen. In der Handheld-Variante 720p, beide sollen mit 30 FPS laufen. Aber was ist mit Cross-Play? „Durch Hearthstone besitzen wir bereits Erfahrung auf dem Gebiet, aber aus technischen wie auch geschäftlichen Gründen können wir uns bei Overwatch derzeit nicht dazu verpflichten es einzugehen. Wir werden aber ein Auge darauf haben“, sagt Hawley. Die Nintendo Switch-Version von Overwatch soll am 15. Oktober erscheinen. Hawley besitzt die Hoffnung, dass nicht nur Hardcore-Spieler zum Hero-Shooter tendieren. „Unsere Hoffnung ist, dass es jeder genießen kann und es für jeden Switch-Spieler ansprechend ist.

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