Exklusiv: Wir haben Pokémon Masters gespielt – so funktionieren die Kämpfe

Lisa Fleischer 1

Pokémon Masters fordert dir ordentlich was ab. Das Mobile-Spiel fokussiert sich voll und ganz auf Pokémon-Kämpfe – und macht diese wesentlich taktischer als in den regulären Pokémon-Teilen. Wir haben das Spiel exklusiv bei The Pokémon Company angespielt.

Damit richtet sich das Spiel nicht mehr nur an blutige Anfänger, sondern vor allem an erfahrene Spieler – und ist damit genau das Richtige für alle, die Pokémon zwar mögen, sich inzwischen aber nach einem anspruchsvolleren Gameplay sehnen.

Ein Story-basiertes Mobile-Spiel

Wie in so gut wie jedem anderen Pokémon-Spiel ist es auch in Pokémon Masters natürlich dein Ziel, der beste Trainer aller Zeiten zu werden. Allerdings nicht in der klassischen Pokémon-Liga, sondern in der sogenannten Pokémon Master League (PML). Diese befindet sich auf der künstlichen Insel Pasio – Pokémon Masters spielt in einem komplett neuen Gebiet der Welt der Pokémon. Dort pilgerten zahlreiche bekannte Trainer hin, um sich miteinander messen zu können – so auch du.

Kennst du Anfangs nur Misty und Rocko aus der ersten Pokémon-Generation, gesellen sich schon im ersten Kapitel neue Trainer hinzu, die dich fortan auf deiner Reise begleiten können. Richtig gehört: Pokémon Masters ist in Kapitel aufgeteilt. Obwohl das Spiel nur auf Smartphones veröffentlicht wird, handelt es sich bei Pokémon Masters um ein Singleplayer-Abenteuer – du kannst in deinem ganz eigenen Tempo spielen und musst dich nicht mit anderen Spielern messen, die vielleicht viel mehr Zeit zum Spielen haben oder deutlich mehr Geld investieren als du.

Wie Pokémon Masters in Aktion aussieht, zeigt der erste Gameplay-Trailer zum Spiel:

Pokémon Masters: Bereitet euch vor - auf die "World Pokémon Masters"!

Ganz schön viel zu beachten für ein Mobile-Game

In Pokémon Masters kämpfst du nicht mehr allein: Im Spiel trittst du mit drei von dir gesteuerten Trainern gegen drei Gegner gleichzeitig an. Dabei kannst du allerdings nicht frei wählen, welche Pokémon du in dein Team aufnehmen willst: In Pokémon Masters gibt es die sogenannten Sync Pairs, die sich aus einem bekannten Trainer aus den bislang sieben Pokémon-Generationen und seinem markanten Pokémon-Partner zusammensetzt. Rot kämpft also an Seite von Glurak, Misty steht Starmie zur Seite und du, Trainer, bekommst ein Pikachu.

Im Verlauf des Spiels lernst du immer neue Trainer und ihre Partner-Pokémon kennen – und kannst sie für dein eigenes Dreiergespannt rekrutieren. Dazu musst du sie allerdings erst einmal bekämpfen – und das ist gar nicht so leicht. Zwar wird dir im Voraus angezeigt, mit welchen Pokémon-Typen du die besten Chancen gegen den nächsten Gegner hast. Letzten Endes kann während des Kampfes ohne Zeitlimit – wie in den Pokémon-Hauptteilen auch – aber immer noch viel passieren.

Pokémon Masters ist nicht etwa, wie von der Serie eigentlich gewohnt, rundenbasiert. Stattdessen wählst du in Echtzeit aus, welche Attacke du als nächstes ausführen willst. Zwar können deine Pokémon nicht zeitgleich Attacken starten, sondern nur nacheinander. Was du auswählst, wird aber in den Ablaufplan deiner Pokémon aufgenommen und ausgeführt, sobald sich ein Freiraum auftut.

Neben den Pokémon-spezifischen Standard-Attacken, die aus früheren Teilen bekannt sind, kann jeder Trainer auch einen speziellen Sync-Move zusammen mit seinem Pokémon ausführen – sowohl theoretisch als auch optisch vergleichbar mit den Z-Attacken aus Pokémon Sonne und Mond. Dieser kann allerdings nur dann aktiviert werden, hast du bereits eine bestimmte Anzahl an normalen Attacken ausgeführt.

Gut im Singleplayer, noch besser im Koop

Die Insel Pasio musst du aber nicht unbedingt ganz alleine erkunden: Pokémon Masters bietet dir auch einen Koop-Modus. In dem Modus, der ab Kapitel 11 verfügbar ist, steuerst du nur einen der drei Trainer, die auf dem Kampffeld stehen. Die beiden anderen werden entweder von Freunden oder der KI übernommen. Freude findest du im Spiel übrigens wie in Pokémon Go: Jeder Spieler hat seine eigene ID – indem du die eines Freundes eingibst und er die Anfrage bestätigt, könnt ihr fortan zusammen spielen.

Gemeinsam kämpft ihr dann gegen die KI – einen PvP-Modus wird es erst einmal nicht geben, erklären die Entwickler. Obwohl du und deine Freunde bereits ein Dreier-Team bilden, schickst du trotzdem drei Trainer samt Pokémon in den Kampf. Wie in klassischen Pokémon-Spielen kannst du die Pokémon während des Kampfes frei austauschen. Dabei verfügt jedes Pokémon über einen eigenen Gesundheits-Balken.

Im Koop-Modus gesellt sich zu den Sync-Moves übrigens noch ein stärkerer Move: Hierfür gibt es eine Team-Anzeige. Ist diese gefüllt, sind eure Angriffe für ein paar Sekunden stärker. Ist die Zeit abgelaufen, führt ihr zum Abschluss eine gemeinsame Koop-Attacke aus – habt ihr alle Pokémon desselben Typs ausgewählt, ist diese sogar nochmal stärker.

Optimal funktioniert der Koop-Modus von Pokémon Masters, könnt ihr euch mündlich abstimmen. Bei fehlender Kommunikation kann es im schlimmsten Fall sein, dass ihr kontraproduktive Entscheidungen trefft – und letzten Endes dem gegnerischen Team unterlegen seid.

Natürlich gibt es In-Game-Käufe – doch sie stehen wohl nicht im Fokus

Pokémon Masters wäre kein richtiges Mobile-Game, gäbe es keine In-Game-Käufe, die auch mit Echtgeld getätigt werden können. Im Shop lassen sich Gems kaufen, die du zum Freischalten bestimmter In-Game-Aktionen brauchst – die Gems sollen sich aber auch im Spielverlauf gewinnen lassen.

Außerdem gibt es die Sync Pair Scouts, offenbar eine Lootbox-Mechanik, mit der du schneller Sync-Pairs freischalten kannst. Auch diese lassen sich aber laut Entwickler erspielen – prinzipiell müsste es also möglich sein, Pokémon Masters komplett durchzuspielen, ohne auch nur einen Cent im Spiel ausgeben zu müssen.

Indem du gewonnene Items, Gems und Sterne ausgibst, kannst du dein Sync Pair aufleveln, deinen Pokémon neue Attacken beibringen und sogar Pokémon entwickeln. Zum Release wird es im Spiel 65 spielbare Sync Pairs geben, das Kontingent soll aber stetig erweitert werden. Zu Anfang stehen dir 18 Level zu Verfügung, zu jedem freigeschaltenen Trainer gibt es zusätzlich eine spielbare Sync Pair Stories – so schnell wird dir in Pokémon Masters nicht langweilig werden!

Pokémon Masters ist nicht das einzige neue Pokémon-Spiel, dass noch in diesem Jahr erscheint. Am 15. November erscheinen die beiden brandneuen Editionen Pokémon Schwert und Schild – schon jetzt kannst du sie .

Pokémon Masters: Endlich ein Spiel für Fortgeschrittene

Warum ist das alles so gut? Seit Jahren wünschen sich alteingesessene Pokémon-Fans mehr taktische Möglichkeiten in der Hauptreihe. Eigentlich hatte The Pokémon Company angedeutet, dieses Bedürfnis mit den kommenden Switch-Teilen Pokémon Schwert und Schild endlich befriedigen zu wollen. Nachdem wir das Spiel und vor allem die Kämpfe vor kurzem anspielen durften, zeigten wir uns jedoch weniger begeistert: Zu einfach waren die Kämpfe insgesamt, zu leicht konntest du dir mit den besonders starken Dynamax-Attacken den Hintern retten.

Dabei hatten wir doch so gute Ideen, wie Pokémon auf der Switch hätte fortgesetzt werden können:

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Pokémon für Nintendo Switch: Ein Neuanfang? Wenn, dann bitte richtig!

Wer jetzt enttäuscht den Blick von der gesamten Pokémon-Reihe abwenden möchte, dem wollen wir raten, zumindest noch den Release von Pokémon Masters abzuwarten. Denn während die Kämpfe in der Hauptreihe immer einfach zu werden scheinen, bietet dir Pokémon Masters zahlreiche Möglichkeiten, taktisch variieren zu können – und so endlich dein volles Können im Spiel beweisen zu können. Endlich ein Pokémon-Spiel für Fortgeschrittene!

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Download für Android-Smartphones:

Pokémon Masters
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Wann Pokémon Masters erscheinen wird, wissen wir auch nach dem Anspielevent leider noch nicht. Immerhin soll es aber noch im Sommer 2019 für iOS und Android erscheinen. Ob und wie viel es kosten wird, steht ebenfalls noch in den Sternen. Immerhin kannst du dich ab sofort für das Spiel in den beiden App-Stores vorregistrieren.

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