Pokémon Schwert & Schild in der Vorschau: Auf die (Poké)Bälle, fertig, los!

Franziska Behner

Stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr streift durch die Wälder, bahnt euch den Weg durch hohes Gras und plötzlich greift ein wildes Lebewesen an! Wie gut, dass ihr bereits eine kleine Kreatur mit euch herumtragt, die in einem solchen Ernstfall seine Seifenblasen oder Laubblätter dem Feind entgegenschleudert. Ist der Angreifer genügend geschwächt, könnt ihr ihn überreden, den Weg gemeinsam fortzusetzen.

Diese kleine Geschichte kommt euch irgendwie bekannt vor? Na, das hoffen wir doch, schließlich ist das eine alternative Art und Weise, den Beginn eines jeden Pokémon-Spiels zu beschreiben. Wir geben zu – so klingt das alles wirklich ein wenig verrückt. Doch im Grunde ist das bisher in jedem Teil so gewesen. Da bildet auch das kommende Nintendo Switch-Game Pokémon Schwert & Schild keine Ausnahme.

Das wünschen wir uns von einem perfekten Pokémon-Spiel.

Das perfekte Pokémon-Spiel!

Alles wie immer

Ihr startet, indem ihr euch ein Geschlecht aussucht und bei eurer Mama im Haus aufwacht. Die Außenwelt ist wie ein kleines, verschlafenes Dorf in Großbritannien aufgebaut. Dieses Land gilt als Vorbild für Schwert & Schild, deshalb sind viele Elemente an die Insel angelehnt. Alles wirkt idyllisch und dank der wahnsinnig niedlichen Grafik einfach zuckersüß. Alle Ecken sind irgendwie abgerundet und machen den liebenswerten Look komplett.

Vor allem in den Zwischensequenzen ist das besonders gut dargestellt. Leider sind die immer noch nicht vertont. Fragt man die Entwickler, so erklären Produzent Junichi Masuda und Director Shigeru Ohmori, dass eine Synchronisation der Charaktere ihnen eine feste Persönlichkeit zuordnen würde. Man wolle hingegen die Fantasie der Spieler anregen und solche Aspekte der Vorstellungskraft überlassen.

Das sieht doch so süße aus.

Meet Galarian Ponyta in Pokémon Shield!

Ungewöhnlich aufwendig werden euch die Charaktere der drei Starter-Pokémon präsentiert. Noch bevor ihr euch für einen von ihnen entscheidet, tollen sie in einer Zwischensequenz durch den Garten vor dem Haus und zeigen ihre Persönlichkeit. Passend zu den Tieren denen sie nachempfunden sind, klettert zum Beispiel Chimpep herum und Hopplo zeigt seine Sprungkraft auf der Wiese.

Diese Neuerung erlaubt euch nicht nur nach Optik zu entscheiden, sondern auch nach ihrem Charakter. Wenn ihr eurer erstes Pokémon gewählt habt, geht es wie gewohnt weiter: Euer Freund bekommt eines der übriggebliebenen Taschenmonster und gemeinsam macht ihr euch auf die Reise, um stärker zu werden.

Damit ihr noch mehr Pokémon in eurem Pokédex registrieren könnt, müsst ihr im hohen Gras oder in Trainerkämpfen gegen fremde Taschenmonster antreten. Am eigentlichen Kampfsystem hat sich dabei kaum etwas geändert: Ihr wählt die gewünschte Attacke aus, setzt gegebenenfalls ein Item ein und versucht, die Lebenspunkte des Gegners auf Null zu setzen. In unserer Preview-Spielsession haben wir die ersten Stunden von Schild und Schwer getestet und jeden Kampf ohne Probleme geschafft. Kniffliger wird es vermutlich erst viel weiter hinten im Spiel, wenn es Richtung Top 4 geht.

Dynamax als neues Element im Kampf

Eine große Neuerung im Gameplay der Kämpfe gibt es, von der ihr bestimmt schon gehört habt: Dynamax. Dieses neue Feature soll alten Hasen das Gefühl von etwas Neuem und Aufregendem vermitteln. So, wie es Spieler haben, die nie zuvor Pokémon in der Hand hatten und das erste Mal ein Pokétrainer sind. Die Dynamax-Verwandlung steht jedem Pokétrainer zur Verfügung. Ein Mal pro Kampf für exakt drei Runden wird ein Pokémon eurer Wahl zu einer XXL-Version von sich selbst – mit gesteigerter Power und einem coolen Look.

Wenn sich die Farben in der Arena verändern und euer Lieblingsmonster auf die Größe eines Hochhauses anwächst, sieht das in vielen Fällen wirklich beeindruckend aus. Nach Ablauf der drei Runden schrumpft das Pokémon wieder und der Kampf wird ganz normal weitergeführt. Wann ihr Dynamax einsetzt, bleibt völlig euch überlassen. Anfangs braucht ihr die XXL-Verwandlung nicht unbedingt. Wahrscheinlich bekommt diese Evolution erst im Verlauf der Geschichte eine wichtigere Rolle in Sachen Strategie gegen wirklich harte Gegner.

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Pokémon Schwert & Schild: Alle bestätigten Pokémon - Liste und 8. Generation

Eine besondere Herausforderung bieten die Dynamax-Raids, die ihr nach nur wenigen Spielstunden bereits probieren könnt. Begebt euch dazu in die Naturzone. Das ist ein neues Gebiet, in dem ihr auf sonderbare Pokémon treffen werdet. Dort könnt ihr Obst sammeln, Angeln und vielen Aktivitäten nachgehen. Seht ihr eine Lichtsäule in der Nähe, findet dort ein Dynamax-Raid statt. Ihr könnt es allein versuchen – doch gemeinsam mit anderen Trainern macht es doch gleich viel mehr Spaß!

Dieses Phänomen kennt ihr vielleicht bereits aus Pokémon GO. Auch dort gibt es Raids mit besonders starken Gegnern, die in der Regel nicht von einem einzigen Kämpfer besiegt werden können. In diesen Dynamax-Raids behalten die Gegner ihre riesige Form die ganze Zeit über bei, für euch gelten hingegen die ganz normalen Evolutionsregeln. Nach drei Runden ist also Schluss mit Dynamax. Überlegt euch gut, welches Pokémon ihr einsetzt und startet die Verwandlung in einem möglichst lukrativen Moment. Besiegt ihr den riesigen Gegner, winken tolle Belohnungen.

Campen, Curry essen und angeln

Die Naturzone bietet noch viel mehr. Ziemlich zu Anfang des Spiels bekommt ihr zum Beispiel ein Camping-Set, das  für diese Umgebung perfekt ist. Schlagt auf euren Reisen einfach das Lager unter einem Baum auf oder setzt euch ans Wasser und holt eure Pokémon aus ihren Bällen. Im Camp dürft ihr kleine Spiele mit ihnen veranstalten und ihnen etwas kochen. In Japan ist Curry ein wirklich beliebtes Gericht, deshalb widmet Schwert und Schild dieser Leckerei einen ganzen Gameplay-Aspekt: Den Currydex. Auf euren Wegen werdet ihr viele verschiedene Curry-Rezepte erhalten, die sich am Feuer zubereiten lassen. Das macht ihr entweder allein oder mit bis zu drei weiteren Freunden. Gespeist wird natürlich auch gemeinsam: Trainer, Freunde und die Pokémon.

Pokémon Schwert & Schild: Campe mit deinen Pokémon.

Erster Eindruck

Obwohl auf den ersten Blick alles flauschig und zuckersüß aussieht, sollte man nicht zu genau hinschauen. Die Ränder sind oft ausgefranzt, was die Illusion der perfekten Welt ein bisschen bröckeln lässt. Lehnt ihr euch aber einfach ein bisschen zurück, fällt das gar nicht auf und ihr seid wieder in einem zauberhaften Land voller herumspringender Wollys und hibbeliger Hopplos.

Schon kurz nach dem Start von Schwert, der Version die ich ausgewählt habe, fühlte ich mich heimisch. Instinktiv wusste ich, was zutun ist und bestritt meinen Weg durch das kleine Dorf und die ersten Wiesen. Nach Pokémon GO und den Let’s GO-Spielen ist es ein befriedigendes Gefühl, endlich wieder einzelne Attacken auswählen zu können, um den Gegner anzugreifen. So muss Pokémon sein!

Die Neuerungen wie den Currydex finde ich eine super Idee, allerdings habe ich davon zu wenig gesehen, um mir da bereits eine Meinung zu bilden. Das gilt auch für die Dynamax-Raids. Es klingt nach einer interessanten Ergänzung, könnte im schlimmsten Fall aber auch einfach nur nebenher laufen, ohne große Beachtung zu erhalten. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was da noch kommt.

Umfrage: Welches Starter-Pokémon werdet ihr in Schwert & Schild wählen?

Pokémon Schild & Schwert führt die 8. Generation der Taschenmonster ein. Damit einher geht auch die Wahl zwischen drei neuen Starter-Pokémon. Zur Auswahl stehen das Schimpansen-Pokémon Chimpep, das Hasen-Pokémon Hopplo und das Wasser-Pokémon Memmeon. Für wen werdet ihr euch entscheiden?

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