Rufnummern-Mitnahme bald für alle billiger? Bundesnetzagentur greift durch

Marco Kratzenberg

Die Möglichkeit der Rufnummern-Mitnahme gibt es schon lange, aber wegen der Umstände und hohen Kosten wird sie oft nicht genutzt. Zumindest der Preis soll sich jetzt ändern. Vodafone hat deswegen von der Bundesnetzagentur einen Schuss vor den Bug bekommen und bald sind die anderen Anbieter dran. GIGA beantwortet eure Fragen

Die Kosten für eine Rufnummern-Mitnahme werden von den Anbietern „Portierungsentgelte“ genannt. In der Regel betragen sie derzeit meist noch um die 25,00 Euro. Um Neukunden die Mitnahme schmackhaft zu machen, bieten die Mobilfunk-Firmen ihnen die gleiche Summe als „Schmerzensgeld“ an. Nun hat die Bundesnetzagentur entschieden, dass diese Kosten viel zu hoch sind und hat in einem Fall bereits eine Absenkung angeordnet,

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Kostet die Rufnummern-Mitnahme schon bald unter 5 Euro?

Von Amts wegen“ untersuchte die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Vodafone-Gebühren für eine Rufnummern-Mitnahme. Dabei wurden die Kosten mit anderen europäischen Ländern verglichen und für zu hoch befunden. Daraufhin stellte man Vodafone frei, die Kosten entweder deutlich zu senken oder sie ganz fallen zu lassen. Im gleichen Zug wurde ein Entgelt von maximal 3,58 Euro (netto) angeordnet.

Diese Anordnung betrifft allerdings nicht direkt die „Endkunden-Gebühren“. Vielmehr wurde das Entgelt geprüft, das Vodafone anderen Mobilfunk-Anbietern in Rechnung stellt, wenn sie eine Rufnummer übernehmen wollen.

Mittelbar dürften die Kosten aber auch für die Kunden sinken, denn bislang wurden diese einfach an ihn weitergereicht. Nimmt man den angeordneten Betrag als Grundlage, dürfte der zukünftige Preis für eine Rufnummern-Mitnahme noch unter 4,50 Euro liegen!

In Kürze will die BNetzA die Portierungsbedingungen und -Kosten weiterer Anbieter untersuchen und wird auch sie anweisen „die Entgelte aller am Markt tätigen Mobilfunkdiensteanbieter anhand der nunmehr ermittelten Preisobergrenze zu messen“. Also dürfen auch Telekom, O2 und Co demnächst nicht mehr verlangen, wenn ihr Kunde seine Rufnummer mitnehmen will.

Die aktuelle Anordnung an Vodafone, die Kosten anzupassen, tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Eine Umsetzung bei den anderen Anbietern dürfte zeitnah erfolgen.

Die Telekom bietet als erster Provider einen Mobilfunkvertrag ohne Begrenzung des Datenvolumens mehr. Noch kostet der Service 80 Euro im Monat, sollte dies nur der Anfang sein und die Traffic-Beschränkung gänzlich fallen?

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