SSD kaufen: Ist jetzt ein guter Zeitpunkt?

Sebastian Trepesch

Die Preise für SSDs sind in diesem Jahr niedrig, nicht nur rund um den Black Friday gab und gibt es gute Angebote für internen und externen Speicher. Ist jetzt eine gute Zeit, um sich eine SSD zu kaufen? Das haben wir Western Digital gefragt.

Wir haben kein Geheimnis daraus gemacht: Beim Prime Day im Sommer haben auch GIGA-Redakteure zugeschlagen, als es die SanDisk Extreme Portable SSD 1 TB für knapp unter 130 Euro gab – . In den letzten Wochen konnte man interne SSDs von verschiedenen Herstellern sogar noch etwas günstiger finden.

Weitere SSD-Angebote rund um den Black Friday:

Schon auf der IFA im September unterhielt ich mich mit mehreren Herstellern über die Preise der Speicher. Manch einer fand es schmerzhaft, wie stark in einzelnen Angeboten die Produkte verscherbelt wurden. Manch einer glaubte, dass eine Talsohle erreicht ist und die Preise zumindest nicht weiter sinken werden – der Kaufzeitpunkt sei demnach gut. In der Tat ist aktuell kein weiterer größerer Preisrückgang zu bemerken.

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Top 10 SSDs: Die aktuell beliebtesten schnellen Speicherlaufwerke in Deutschland

Wohin geht die Reise bei SSDs? Darragh O´Toole, Senior Product Marketing Manager bei Western Digital beantwortet GIGA drei Fragen zum Thema. Nicht zuletzt wollten wir wissen, für wen das Unternehmen unter der Marke SanDisk im Herbst eine Pro-Version der SSD, die wir im Sommer kauften, herausgebracht hat.

1. Die SSD-Preise sind in diesem Jahr stark gesunken. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für den Kauf eines Speichers oder geht die Talfahrt noch weiter?

O’Toole: Die Preisgestaltung hängt von vielen Marktfaktoren ab, so dass wir schlecht spekulieren können. Was man aber feststellen kann: Die Preise von NVMe-Laufwerken nähern sich denen von SATA-Laufwerken stark an. Deshalb ist es sinnvoll, sich für NVMe zu entscheiden – für die 4-fache Performance zum ähnlichen Preis.

2. Wenn ich den Speicher als selten genutztes Backup-Medium verwenden möchte, sollte ich dann lieber auf eine HDD zurückgreifen?

O’Toole: Ja, bei Speicher muss man stets das richtige Medium für die jeweilige Aufgabe wählen. Möchte man ein reguläres Backup für einen langen Zeitraum erstellen, wie mit Time Machine, dann dürfte eine HDD mit einer großen Kapazität von 5 TB angemessener sein. Ist jedoch die Zeit entscheidend und hat man nur eine kleine interne SSD mit einer überschaubaren Anzahl an Dateien, die man noch schnell sichern will, bevor man zum nächsten Ort eilt, ist es sinnvoll, in eine Highspeed-SSD zu investieren. Für mich waren sie mehrmals Lebensretter, als meine Geräte instabil wurden. Ich musste Notfall-Backups machen, bevor sie kaputt gingen und ich darauf alles verlor.

3. Wer sollte sich statt der SanDisk Extreme Portable SSD für die teurere SanDisk Extreme PRO Portable SSD entscheiden?

O’Toole: Da die Geschwindigkeit von internen SSDs steigt und NVMe-Laufwerke die 3.000 MB/s übersteigen, erwarten Nutzer das auch von ihren portablen Speichern. Wer ein anspruchsvoller Nutzer mit großen Dateien oder ein Videoproduzent ist, der ständig Dateien überträgt und bearbeitet, zu dem passt die Reaktionszeit und die doppelte Geschwindigkeit der NVMe-basierten SanDisk Extreme Pro viel mehr zu seinen Anforderungen. Ein weitere Vorteil ist, dass das integrierte Aluminiumgehäuse robuster ist. Auf Reisen oder einfach, wenn man es immer in der Laptop-Tasche lässt, schützt es vor Beschädigungen. Außerdem dient es als Hitzeschutz, um bei großen Datenübertragungen für eine konstante Leistung zu sorgen.

Die Aussagen von O’Toole wurden von GIGA ins Deutsche übertragen.

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