Staubsauger kommen bei der Reinigung von Hartböden, Teppichen, Autoinnenräumen und vielem mehr zum Einsatz. GIGA verschafft einen Überblick über die besten Geräte auf dem Markt.

 

Kaufberatung

Facts 
Staubsauger: So findet ihr den richtigen

 

Preis-Leistungs-Tipp Testsieger: Staubsauger mit Beutel Testsieger: Staubsauger ohne Beutel Staubsauger für Allergiker
Produkt Rowenta RO3731 Vorwerk VT300 Miele SKCG3 Siemens VSZ7A400 Z 7.0
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Preis-Leistungs-Tipp (ohne Beutel): Rowenta Compact Power Cyclonic RO3731

Rowenta RO3731 Compact Power Cyclonic

Rowenta RO3731 Compact Power Cyclonic

Vorteile:

  • hohe Saugkraft
  • leiser Betrieb
  • einfach und handlich zu tragen

Nachteile:

  • Stärke der Saugkraft nicht einstellbar

Wer den Rowenta RO3731 kauft, bekommt einen zuverlässigen beutellosen Sauger, der es durchaus mit hochpreisigen Saugern aufnehmen kann. Kleiner Nachteil: Seine Saugkraft ist nicht anpassbar, sodass er durch seine effiziente Saugleistung an so manchem Untergrund haften bleibt. Wer das Lüftungsventil betätigt, der hat auch dieses Problem schnell aus der Welt geschafft. Für einen Straßenpreis von rund 80 Euro bietet Rowenta Compact Power Cyclonic RO3731 eine Saugleistung, die sonst nur von höherpreisigen Produkten erwartet werden kann. Der Betrieb ist leise und die Handhabung ist simpel, der Staubsauger eignet sich auch für die Entfernung von Tierhaaren auf Teppichen. „Guter Sauger für wenig Geld“, fasst ein zufriedener Kunde auf Amazon seine Erfahrungen zusammen.

Testsieger (Staubsauger mit Beutel): Vorwerk Kobold VT300

Vorteile:

  • hervorragende Saugleistung
  • intelligente Automatik-Elektrobürste
  • 360 Grad Drehgelenke
  • Start/Stopp-Automatik

Nachteile:

Der Vorwerk Kobold VT300 ging als Testsieger der Stiftung Warentest (Ausgabe 02/2020) in der Kategorie „Staubsauger mit Beutel“ hervor. Die Endnote lautet 2,0 („gut“). Zum Basis-Set für 935 Euro (UVP) gehört die EB400 Automatik-Elektrobürste, die mit einem Ultraschallsensor ausgestattet ist. So erkennt der Staubsauger die jeweiligen Bodenbedingungen und passt seine Saugleistung automatisch an die neuen Gegebenheiten an. Sowohl Hartböden, als auch Teppich sind mit dem Modell von Vorwerk kein Problem. Zudem verfügt er über zwei 360-Grad-Gelenke, die sowohl ein Umkippen des Staubsaugers, als auch das Umknicken des Schlauchs verhindern. Mit einer Reichweite von 11 Metern schafft man es, gleich mehrere Räume ohne Umstecken zu saugen.

Der Kobold VT 300 ist übrigens mit knapp 9,3 Kilogramm (gemessen von Stiftung Warentest) schwerer als die meisten Modelle der Konkurrenz. Der VT 300 ist wie alle Vorwerk-Staubsauger preislich im oberen Bereich angesiedelt, passende Staubsaugerbeutel und weiteres Zubehör gibt's direkt beim Hersteller. Die Anschaffung lohnt sich unserer Einschätzung nach – zumindest wenn der Haushalt groß ist und die Leistungsanforderungen an das Gerät überdurchschnittlich hoch sind. Für ein VT300-Komplettset mit EB400 Automatik-Elektrobürste, SP600 Saugwischer und PB440 Elektro-Polsterbürste inklusive MP/MR100 Matratzenreinigungsset verlangt der Hersteller aktuell 1.649 Euro.

Testsieger Stiftung Warentest (Staubsauger ohne Beutel): Miele SKCG3 Blizzard CX1 Efficiency EcoLine

Miele Blizzard CX1

Miele Blizzard CX1

Vorteile:

  • überzeugende Saugleistung auf Teppichböden
  • leise Betriebslautstärke
  • Kabellänge reicht für mehrere Räume

Nachteile:

  • wackeliger Standfuß
  • Saugleistung auf Hartböden könnte besser sein

Der beutellose Miele SKCG3 Blizzard CX1 Efficiency EcoLine besticht nicht nur durch seine ordentliche Saugleistung, sondern auch durch eine niedrige Betriebslautstärke. Die Entleerung des Staubbehälter erfolgt kontaktlos mit einem Knopfdruck. Die integrierten Sensoren messen regelmäßig den Luftdurchsatz des Feinstaubfilters. Der Miele SKCG3 verfügt über eine praktische Selbstreinigungsfunktion. Die Funktion lässt sich manuell aktivieren und soll auf Dauer eine gleichbleibende Leistung des Staubsaugers sicherstellen. Die Saugleistung auf Hartböden wird nur als mäßig eingestuft, am Ende reicht es bei Stiftung Warentest für die Gesamtnote 2,2 („gut“).

Staubsauger für Allergiker: Siemens VSZ7A400 Z 7.0

Siemens VSZ7A400 Z 7.0 Bodenstaubsauger mit Beutel

Siemens VSZ7A400 Z 7.0 Bodenstaubsauger mit Beutel

Vorteile:

  • Hygienefilter für Allergiker, kombiniert mit ordentlicher Saugleistung
  • umlaufender Gummibuffer schützt vor Schäden
  • lange Teleskopstange

Nachteile:

  • Verarbeitung könnte hochwertiger sein

Der „AllergyPlus Filter“ des Siemens VSZ7A400 Z 7.0 sorgt für eine besonders saubere Ausblasluft des Saugers – ein wichtiges Merkmal für Hausstauballergiker. Der umlaufende Gummibuffer schützt nicht nur Möbel, sondern auch den Sauger selbst. Die ausziehbare Teleskopstange erleichtert die Entstaubung unterhalb des Sofas oder anderer schwer erreichbaren Stellen des Hauses. Dank 12 Meter Kabellänge hat man einen großen Arbeitsradius. Der Siemens VSZ7A400 Z 7.0 kommt bei Amazon derzeit auf eine Durchschnittswertung von 4,3 von 5 Sternen. In einem älteren Bericht der Stiftung Warentest (Ausgabe 07/2017) wurde das Modell mit der Gesamtnote 1,7 („gut“) bewertet und konnte den Testsieg erringen.

Passende Staubbeutel für den Siemens VSZ7A400 Z 7.0 bekommt man von Amazon Basics oder auch vom Hersteller selbst:

Staubsaugerbeutel Siemens PowerProtect VZ16GALL (16 Stück

Staubsaugerbeutel Siemens PowerProtect VZ16GALL (16 Stück

Die besten Staubsauger 2020: So haben wir ausgewählt

Die Stiftung Warentest (Ausgabe 02/2020) hat zuletzt 13 Staubsaugermodelle untersucht (8 mit Beutel, 5 ohne Beutel). Wichtigstes Merkmal war der Punkt „Saugen“ (45 Prozent), gefolgt von Handhabung (30 Prozent), Umwelteigenschaften (15 Prozent) und Haltbarkeit (10 Prozent). Weitere Auswahlkriterien für diese Zusammenfassung waren Testberichte aus aktuellen Fachzeitschriften, Kundenbewertungen aus Onlineshops sowie eigene Erfahrungen der Autorin.

Staubsauger kaufen: Was man wissen sollte

Bevor man sich langfristig für einen Staubsauger entscheidet, sollten essenzielle Fragen beantwortet worden sein. Neben der Art des Staubsaugers spielt hier vor allem der Praxistest eine große Rolle. Die technischen Werte allein sagen über einen Staubsauger nichts aus. Viel relevanter ist das Zusammenspiel von Leistung, Düsen und Filter.

Staubsauger kaufen: Mit oder ohne Beutel?

Eine der entscheidendsten Fragen beim Kauf eines Staubsaugers stellt sich bereits bei der Wahl des Auffangbehälters. Unterschieden wir zwischen Modellen mit und ohne Beutel. Staubsauger, die mit einem Beutel arbeiten, sind meist einfacher und hygienischer zu entleeren. Mit dem eingesaugten Schmutz kommt man in der Regel nicht in Berührung, da er verschlossen im Beutel entsorgt wird.

  • Staubsauger, die keinen Beutel besitzen, machen die Entsorgung des Inhalts zu einer staubigen Angelegenheit. Zwar setzen einige Hersteller auf eine einfache Entsorgung per Knopfdruck, sodass der Schmutz aus einer Öffnung nach unten aus dem Gerät fällt. Dennoch wirbelt dabei gelegentlich Staub auf oder bei der Entsorgung muss nachgeholfen werden, weil ein Teil des Schmutzes im Behälter hängenbleibt.
  • Modelle mit Beutel sind günstiger in der Anschaffung, allerdings kommen weitere Kosten, in Form von Staubsaugerbeuteln, hinzu. Beutellose Staubsauger bringen meist weniger Gewicht auf die Waage, da sie kompakt verbaut sind. Der entscheidende Vorteil von beutellosen Saugern sind die nicht vorhandenen Anschaffungskosten für Staubsaugerbeutel. Stattdessen wird bei den beutellosen Modellen der Kauf von Filtern zum Muss. Alle ein bis drei Monate benötigen günstige, beutellose Modelle einen neuen Filter, der vom Hersteller nachgekauft werden muss. Auch diese Anschaffung ist mit fortlaufenden Kosten verbunden. Ein Vergleich verschiedener Modelle und deren Zubehör mit Hinblick auf Beutel oder Filter ist daher geboten, um eine finale Entscheidung zwischen zwei Modellen verschiedener Typen treffen zu können.

Wie laut darf ein Staubsauger sein?

Laut Gesetz dürfen Staubsauger einen Lautstärkepegel von 85 Dezibel nicht überschreiten. In der Regel sollten Staubsauger nicht lauter als 70-75 Dezibel sein. Die bisher leisesten Sauger auf dem Markt überschreiten nicht einmal mehr die Grenze von 60 Dezibel.

Garantie und Reparatur

Die Stiftung Warentest hat sich mit der Garantie und Reparatur von Staubsaugern beschäftigt und ist zum Schluss gekommen, dass sich die Reparatur gebrauchter Sauger selten lohnt. Wer nicht gerade mit Bastler-Erfahrungen glänzen kann, der investiert sein Geld lieber in einen neuen Sauger, statt überteuerte Ersatzteile zu kaufen oder ebenso teure Werkstätte zu bezahlen.

Aber wohin mit dem alten Staubsauger? Schaut dazu unser Video zur Altgeräteentsorgung an:

Wohin mit alten Geräten? – Elektronik richtig entsorgen!

Trotzdem ist es wichtig, auf die Garantielaufzeit des Herstellers zu achten. Meist profitiert man gleich mehrere Jahre davon. Kostenpflichtige Garantieerweiterungen sind bei günstigen Saugern zu vermeiden. Informationen zur Garantie des Geräts sollten vor dem Kauf ermittelt werden, da sie sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden.

Lebensdauer des Staubsaugers verlängern

Damit der Staubsauger ein langes Leben im Eigenheim verbringt, sollte er regelmäßig gewartet werden. Dazu ist kein professioneller Dienstleister notwendig. Meist reichen kleine Handschläge, damit der Staubsauger den Boden auch noch nach Jahren mit einer ordentlichen Saugleistung säubert. Folgende Punkte sollten regelmäßig durchgeführt werden:

  • Bodendüse säubern (z.B. verfangene Haare)
  • Rohre reinigen (Ablagerungen – ggf. das Rohr entfernen und mit Wasser durchspülen)
  • Auffangbehälter reinigen
  • Filter reinigen
  • Staubsaugerbeutel immer rechtzeitig wechseln

Tipps für die Auswahl eines Staubsaugers

Die Leistung steht nicht immer auf Papier geschrieben: Es wurden oftmals Staubsauger getestet, die sich in ihrer Watt-Zahl immens unterscheiden und dennoch mit derselben Saugkraft überzeugen. In der EU sind seit September 2017 nur noch Sauger bis zu 900 Watt erlaubt. Fakt ist, dass es selbst ein 700 Watt Staubsauger vermag gegen einen 2.200 Watt Staubsauger mitzuhalten. Entscheidender als die Watt-Zahl ist das Zusammenspiel der Düsen, der Filter und der Leistung.

Nützliches Zubehör: Spezielle Aufsteckdüsen erleichtern die effiziente Reinigung von Polstern oder die Entfernung von Tierhaaren. Ein Blick in den Lieferumfang gibt Aufschluss darüber, welches Zubehör dabei ist und wo man eventuell zusätzliche Ausgaben tätigen muss.

Filter für Allergiker: Wenn ein Allergiker-Haushalt gereinigt werden soll, sind sogenannte HEPA-Filter („Schwebstofffilter“) sehr zu empfehlen. Sie fangen Bakterien, Viren, Pollen, Milbeneier und Rauchpartikel aus der Luft ab. Dafür sind sie teurer als herkömmliche Filter und müssen ungefähr einmal im Jahr gewechselt werden – das genaue Intervall findet man in den Herstellerangaben des entsprechenden Staubsaugermodells.

Akkustaubsauger: Wenn das Kabel nervt und man eigentlich nur kurz eine kleine Stelle saugen möchte, reicht auch ein Staubsauger mit eingebauten Akku. Diese Gerätegattung hat sich in den letzten Jahren technisch weiterentwickelt und stellt mittlerweile eine interessante Alternative dar. Alles Infos dazu findet ihr hier: Akku-Staubsauger im Test: Die Testsieger der Stiftung Warentest und Empfehlungen

Michelle Cordes
Michelle Cordes, GIGA-Experte.

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